"Was hat er schon getan? Waren doch nur Wörter. Wir haben doch alle mal einen schlechten Tag. "
Auf dieses Buch muss man sich einlassen. Der Stil ist nicht ganz leicht. Die Sätze sind oft lang, verschachtelt, aneinandergereiht. Nebensätze werden als Hauptsätze geschrieben. Dadurch liest sich das Buch nicht besonders flüssig, gleichzeitig wird man dadurch gezwungen, genau zu lesen. Und das lohnt sich. Das Thema ist wirklich fesselnd. Ruth hat vor wenigen Jahren ihren Mann verloren und bekommt auf einmal komische Nachrichten, in denen sie beschimpft und diffamiert wird. Sie versucht den Urheber, dieser Nachrichten zu finden und kommt dabei immer wieder in einen Zwiespalt: Wie tief soll sie in diese Nachrichten eintauchen? Kann sie sie einfach ignorieren? Wie geht sie in ihrem Freundeskreis damit um? Gleichzeitig behandelt die Autorin die Trauer von Ruth, die gleichzeitig Wut ist, da ihr Mann ihr fremdgegangen ist. Sie hadert mit der Trauer ihres jüngeren Sohnes, macht sich Gedanken um ihre Stieftochter, die schwanger ist und nicht sagen will von wem und sie hat eine On/Off Beziehung, die ihr meist mehr Kraft raubt als gibt. Gleichzeitig wird deutlich, wie tief Worte treffen und das ganze Leben einer Person oder sogar ihres ganzen Bekannten-/ Freundeskreises beeinflussen können. Ein tolles Buch, dass die Beziehungen der einzelnen Charaktere gut darstellt. Es passiert gar nicht so viel und doch wieder eine Menge!





































