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Überwältigt
Ich bin schockverliebt in Autorin und Buch. Was für ein kluges und berührendes Buch! ❤️😭
Jun 28, 2025
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Ich bin schockverliebt in Autorin und Buch. Was für ein kluges und berührendes Buch! ❤️😭
Jun 28, 2025
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Jun 28, 2025

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In Jenny Erpenbecks Roman verzahnen sich zwei Welten, die auf den ersten Blick wie Wasser und Öl von einander abprallen müssten - Nämlich die von Richard, einem frisch emeritiertem Professor, und Raschid, Khalil, Rufu und einigen anderen Asylsuchenden, die in Deutschland eine Zukunft finden möchten und dabei von ihrer Vergangenheit verfolgt werden. In beeindruckender Weise hat es Erpenbeck geschafft, das ordentlich zurechtgelegte Leben von Richard mit den unruhigen Lebensumständen der Männer aus unterschiedlichen Ländern Afrikas zusammenzubringen. Sprachlich konnte man nachverfolgen, wie Richard seinen Hang zur Akademisierung des Alltags in den Hintergrund seiner Gedanken rückt und sich den Menschen zuwendet, die ihm ihre Geschichte erzählen. Diese Geschichten von Flucht, Verlust, Hoffnung, Wut und Hilflosigkeit waren äußerst fesselnd und Richards privilegierter Blick sehr aufschlussreich, ermahnend aber auch menschlich. Das deutsche Asylrecht hat sich jedoch als noch unmenschlicher offenbart, als ich es bisher geahnt habe - Diese Einlassungen waren für mich ebenso aufwühlend wie informativ und machen schmerzlich klar, dass auf Hilfesuchende nur eine leere Zukunft in diesem System warten kann. Erpenbeck hat interessante Querverbindungen zwischen dem Fremdsein in einem neuen oder sich verändernden Land gezogen oder Verbindungen zwischen den Erlebnissen der Flüchtlinge und Auszügen aus klassischen antiken Schriften hergestellt. Auch wenn die Autorin so ihr literarisches Können definitiv unter Beweis stellen konnte, hat mich der Text durch die sprachliche Distanzierung nicht durchgängig fesseln können. Am Schluss hätte ich mir ebenfalls einen weniger „einfachen“ Weg gewünscht - auch wenn Erpenbeck vielleicht an einer Stelle die Hoffnung über die Realität gewinnen lassen wollte.
Oct 28, 2024
In Jenny Erpenbecks Roman verzahnen sich zwei Welten, die auf den ersten Blick wie Wasser und Öl von einander abprallen müssten - Nämlich die von Richard, einem frisch emeritiertem Professor, und Raschid, Khalil, Rufu und einigen anderen Asylsuchenden, die in Deutschland eine Zukunft finden möchten und dabei von ihrer Vergangenheit verfolgt werden. In beeindruckender Weise hat es Erpenbeck geschafft, das ordentlich zurechtgelegte Leben von Richard mit den unruhigen Lebensumständen der Männer aus unterschiedlichen Ländern Afrikas zusammenzubringen. Sprachlich konnte man nachverfolgen, wie Richard seinen Hang zur Akademisierung des Alltags in den Hintergrund seiner Gedanken rückt und sich den Menschen zuwendet, die ihm ihre Geschichte erzählen. Diese Geschichten von Flucht, Verlust, Hoffnung, Wut und Hilflosigkeit waren äußerst fesselnd und Richards privilegierter Blick sehr aufschlussreich, ermahnend aber auch menschlich. Das deutsche Asylrecht hat sich jedoch als noch unmenschlicher offenbart, als ich es bisher geahnt habe - Diese Einlassungen waren für mich ebenso aufwühlend wie informativ und machen schmerzlich klar, dass auf Hilfesuchende nur eine leere Zukunft in diesem System warten kann. Erpenbeck hat interessante Querverbindungen zwischen dem Fremdsein in einem neuen oder sich verändernden Land gezogen oder Verbindungen zwischen den Erlebnissen der Flüchtlinge und Auszügen aus klassischen antiken Schriften hergestellt. Auch wenn die Autorin so ihr literarisches Können definitiv unter Beweis stellen konnte, hat mich der Text durch die sprachliche Distanzierung nicht durchgängig fesseln können. Am Schluss hätte ich mir ebenfalls einen weniger „einfachen“ Weg gewünscht - auch wenn Erpenbeck vielleicht an einer Stelle die Hoffnung über die Realität gewinnen lassen wollte.
Oct 28, 2024

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Sep 28, 2024
Sep 28, 2024
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