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4⭐️ Wenn selbst die Monster sympathischer sind als die meisten Helden, macht ein Buch wohl einiges richtig. 👇🏽
The Devils war mein erster Ausflug in die Welt von Joe Abercrombie – und ich kann jetzt gut verstehen, warum der Autor so viele Fans hat. Wer auf eine Truppe aus Vampiren, Werwölfen, Nekromanten und anderen Gestalten trifft, erwartet wahrscheinlich pures Chaos. Genau das bekommt man – und überraschend viel Herz gibt es obendrauf. Die Geschichte spielt in einer düsteren, alternativen Version Europas. Als eine junge Frau ins Zentrum eines gefährlichen Machtkampfes gerät, wird ausgerechnet eine Truppe aus Monstern, Verbrechern und anderen zwielichtigen Gestalten damit beauftragt, sie zu beschützen. Was folgt, ist ein blutiger Roadtrip voller Intrigen, Kämpfe, schwarzem Humor und der Erkenntnis, dass die größten Monster nicht immer die mit den Reißzähnen sind. Die größte Stärke des Buches sind für mich ganz klar die Figuren. Jeder hat seine Macken, keiner ist ein strahlender Held, und genau das macht die Dynamik so unterhaltsam. Die Dialoge sind schlagfertig, der trockene Humor hat mich mehr als einmal zum Schmunzeln gebracht und sorgt dafür, dass selbst in den blutigsten Szenen noch Platz für einen cleveren Spruch bleibt. Auch die Welt hat mir richtig gut gefallen. Die Mischung aus düsterer Fantasy, Religion, Politik und jeder Menge Monster fühlt sich frisch an und hebt sich angenehm von der typischen Fantasy-Kost ab. Warum also keine fünf Sterne? Die Geschichte selbst konnte mit den Figuren nicht immer mithalten. Einige Wendungen waren für mich recht früh zu erahnen, und im Mittelteil hatte ich das Gefühl, dass die Truppe von einem Schlamassel ins nächste stolpert – was zwar unterhaltsam ist, sich aber irgendwann etwas nach dem Motto „Monster, Chaos, weiter geht’s“ anfühlt. Außerdem hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr emotionale Wucht gewünscht. Die Figuren wachsen einem ans Herz, aber so richtig mitgerissen hat mich das Buch nicht in jeder Szene. Trotzdem hatte ich richtig viel Spaß. Es ist düster, blutig, witzig und herrlich schräg, ohne sich dabei allzu ernst zu nehmen. Für meinen ersten Joe Abercrombie war das definitiv ein gelungener Einstieg – und ich bin ziemlich sicher, dass es nicht mein letzter Roman von ihm gewesen sein wird.

Jul 2, 2026
4⭐️ Wenn selbst die Monster sympathischer sind als die meisten Helden, macht ein Buch wohl einiges richtig. 👇🏽
The Devils war mein erster Ausflug in die Welt von Joe Abercrombie – und ich kann jetzt gut verstehen, warum der Autor so viele Fans hat. Wer auf eine Truppe aus Vampiren, Werwölfen, Nekromanten und anderen Gestalten trifft, erwartet wahrscheinlich pures Chaos. Genau das bekommt man – und überraschend viel Herz gibt es obendrauf. Die Geschichte spielt in einer düsteren, alternativen Version Europas. Als eine junge Frau ins Zentrum eines gefährlichen Machtkampfes gerät, wird ausgerechnet eine Truppe aus Monstern, Verbrechern und anderen zwielichtigen Gestalten damit beauftragt, sie zu beschützen. Was folgt, ist ein blutiger Roadtrip voller Intrigen, Kämpfe, schwarzem Humor und der Erkenntnis, dass die größten Monster nicht immer die mit den Reißzähnen sind. Die größte Stärke des Buches sind für mich ganz klar die Figuren. Jeder hat seine Macken, keiner ist ein strahlender Held, und genau das macht die Dynamik so unterhaltsam. Die Dialoge sind schlagfertig, der trockene Humor hat mich mehr als einmal zum Schmunzeln gebracht und sorgt dafür, dass selbst in den blutigsten Szenen noch Platz für einen cleveren Spruch bleibt. Auch die Welt hat mir richtig gut gefallen. Die Mischung aus düsterer Fantasy, Religion, Politik und jeder Menge Monster fühlt sich frisch an und hebt sich angenehm von der typischen Fantasy-Kost ab. Warum also keine fünf Sterne? Die Geschichte selbst konnte mit den Figuren nicht immer mithalten. Einige Wendungen waren für mich recht früh zu erahnen, und im Mittelteil hatte ich das Gefühl, dass die Truppe von einem Schlamassel ins nächste stolpert – was zwar unterhaltsam ist, sich aber irgendwann etwas nach dem Motto „Monster, Chaos, weiter geht’s“ anfühlt. Außerdem hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr emotionale Wucht gewünscht. Die Figuren wachsen einem ans Herz, aber so richtig mitgerissen hat mich das Buch nicht in jeder Szene. Trotzdem hatte ich richtig viel Spaß. Es ist düster, blutig, witzig und herrlich schräg, ohne sich dabei allzu ernst zu nehmen. Für meinen ersten Joe Abercrombie war das definitiv ein gelungener Einstieg – und ich bin ziemlich sicher, dass es nicht mein letzter Roman von ihm gewesen sein wird.
Jul 2, 2026








