The Devils

The Devils

Hardback
4.1253

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Description

Europa steht am Abgrund. Krankheiten und Hunger raffen die Bevölkerung dahin, Monster lauern in den Schatten und gierige Prinzen nehmen sich rücksichtslos alles, was sie wollen. Nur eins ist sicher: Die Elfen werden zurückkehren und alles vernichten. Manchmal sind es die dunkelsten Pfade, die uns ins Licht führen. Pfade, auf denen nur die Gerechten wandeln können. Unter dem Prunk des Himmlischen Palastes liegt die geheime Kapelle eines Ordens, der aus Monstern besteht. Sie haben jede Sünde begangen, jede Grenze überschritten und im Blute Unschuldiger gebadet. Bruder Diaz muss nun versuchen, diese Kreaturen dazu zu bringen, eine heilige Mission zu erfüllen und die drohende Apokalypse aufzuhalten. Es wird ein Ritt durch die Hölle – doch um zu überleben, braucht Diaz ein paar Teufel an seiner Seite.

Book Information

Main Genre
Fantasy
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
848
Price
24.70 €

Author Description

Joe Abercrombie arbeitet als freischaffender Fernsehredakteur und Autor. Mit seinen weltweit erfolgreichen »Klingen«-Romanen hat er sich auf Anhieb in die Herzen aller Fans von packender, düsterer Fantasy geschrieben und schafft es regelmäßig auf die internationalen Bestsellerlisten. Mit »The Devils« schlägt er nun ein neues Kapitel seines fantastischen Erzählens auf. Joe Abercrombie lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in Bath.

Characteristics

3 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
20%
63%
18%
33%
77%
22%
80%
N/A
N/A
45%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
77%
58%
63%
67%

Pace

Fast33%
Slow0%
Moderate33%
Variable33%

Writing Style

Simple33%
Complex0%
Moderate67%
Bildhaft (100%)Minimalistisch (50%)

Posts

78
All
4

Gute Absichten werden oft auf dem Friedhof der Niederlage begraben, versinken aber ebenso oft im Sumpf des Sieges.

Joe Abercrombie hat hier ein wunderbares Buch geschrieben, dass einen herrlichen Witz hat und wunderbares Gefluche. Wir folgen hier nicht nur einer Person, sondern wechseln immer wieder in die unterschiedlichen Perspektiven der jeweiligen Teufel. Die zusammengewürfelte Truppe wächst zum einen einem selber immer mehr ans Herz, aber sie wachsen auch immer mehr zusammen und zeigen wie jedes Mitglied so langsam in seine eigene Rolle schlüpft und sich ergänzen. Das einzige Manko, was mir mittig im Buch aufgefallen ist, dass hier teils wirklich Schlag auf Schlag etwas passiert und wir überhaupt nicht zur Ruhe kommen bis wir am Ziel angekommen sind. Trotzdem kann ich dieses Buch wirklich nur empfehlen, solange ihr keine Probleme mit derber Sprache habt. Für mich ein gelungenes Buch und ich bin wirklich gespannt ob hier noch ein weiterer Teil folgen wird.

3

Ich habe mehr erwartet oder weniger. Wie man es nimmt.

Die Grundidee von diesem Buch hat mir sehr gut gefallen. Doch irgendwie habe ich vom Ende mehr erwartet und 100 oder 200 Seiten weniger, wären gut gewesen. Die illustre Gesellschaft, die Alexia gesund und munter nach Troja bringen soll, damit sie dort gekrönt werden kann, besteht aus Teufeln, die alle durch einen Bann, an diese Aufgabe gebunden sind. Ein Vampir, ein Werwolf, ein Unsterblicher, ein Magier, eine Elfe und eine Söldnerin geleitet von Bruder Diaz, sollen Alexia vor jeglicher Gefahr schützen. Auf dieser Anti-Helden-Reise stolpern die unfreiwilligen Gefährten von einer Schlacht in die nächste und haben ihre liebe Not am Leben zu bleiben. Die erste Hälfte der Geschichte fand ich spannend und unterhaltsam. Die Dynamik der einzelnen Charaktere ist sehr energiegeladen, denn jeder verfolgt seine eigenen Ziele und jeder kämpft unterschiedlich mit seinem Schicksal. Die Dialoge und das Verhalten der Teufel/ "Devils" (warum der Titel des Buches nicht einfach übersetzt wurde, verstehe ich hier nicht) führen zu witzigen und absurden Situationen, doch irgendwann geht der Humor in der Länge der Handlung und Wiederholung des Geschehens verloren. Denn der Ablauf ist immer gleich. Die Gruppe wird von Feinden angegriffen, es tobt eine Schlacht, die Gruppe flieht, sucht einen anderen Weg nach Troja, kurze Verschnaufpause und dann wird die Gruppe wiedet angegriffen, eine Schlacht tobt...usw...usw...bis sie schließlich nach Troja kommen und... genau... sie werden angegriffen... Der Schluss hat mir gar nicht gefallen, da waren mir zu viele lose Enden. Ich bin leider enttäuscht zurück geblieben. Ich muss gestehen, dass ich nach der Hälfte auf das Hörbuch umgestiegen bin, das wirklich toll von David Nathan gesprochen wird. Ich glaube, sonst hätte ich irgendwann das Buch abgebrochen.

3.5

Naja … die Geschichte ist eine gute Idee … wir haben ein bisschen Magie, Werwolf, Vampir, Elfen usw. Wir haben Flüche eine Kirche/ Glaube der Berge versetzten kann … Wir haben eine Gruppe die gefühlt gegen den Rest der Welt antritt … Freundschaft … super ausgearbeitete Charaktere. Also diese sind durch die Bank super … jeder auf seine Art … unsere Elfe ( ich halte die Luft an und keiner kann mich sehen) Sunny … einfach Klasse 👍 ABER …. Am Anfang waren die Sprüche … der Witz … die Gags gut aber ab ca. 30-35% der Geschichte hinterließ es nur noch ein überzogenes Gefühl bei mir … wie auch in Teilen die beschriebenen Kämpfe … auch die dargestellten Religion 😩😢 Schade ☹️ das trübte für mich die Geschichte

5

Düster, brutal und gleichzeitig überraschend humorvoll, ein episches Abenteuer mit skurrilen Charakteren.

Am Anfang war es ein wenig schwierig reinzukommen. Acht Charaktere, ständig wechselnde Perspektiven und dieses epische Setting machen es einem nicht leicht. Ich brauchte etwas Zeit, um mich zurechtzufinden, aber genau das hat sich am Ende auch gelohnt, weil sich alles nach und nach entfaltet. Der Schreibstil ist unfassbar fesselnd und schafft etwas, das ich so selten erlebe. Trotz der brutalen und düsteren Atmosphäre liegt eine gewisse Leichtigkeit über allem. Es ist blutig, rau und oft erschreckend, aber gleichzeitig so unterhaltsam, dass es sich nie erdrückend anfühlt. Besonders hängen geblieben ist für mich der Humor. Er ist vulgär, düster, stellenweise obszön und genau dadurch so skurril, dass ich immer wieder schmunzeln musste. Dieses Zusammenspiel aus Gewalt und Humor gibt der Geschichte eine ganz eigene Dynamik. Die Charaktere wirken unglaublich ausgearbeitet und entwickeln sich auf eine Weise, die sich echt anfühlt. Vor allem das langsame Zusammenwachsen hat mir richtig gut gefallen. Dieser Found Family Aspekt ist so wunderbar umgesetzt und macht viele Momente noch intensiver. Auch zwischenmenschlich gibt es einige Überraschungen. Es entwickelt sich sogar mehr als eine Lovestory, darunter auch eine sapphic, womit ich zu Beginn nicht gerechnet hätte. Das Worldbuilding hat mich ebenfalls überzeugt. Es fühlt sich vertraut an, weil es ein mittelalterliches Europa widerspiegelt, aber gerade die Veränderungen innerhalb der Kirche bringen spannende neue Strukturen rein und eröffnen Raum für Gesellschaftskritik, ohne dass es zu komplex wird. Die Handlung selbst ist im Kern eine Mission, die immer wieder aus dem Ruder läuft. Genau das macht sie so spannend, weil nichts wirklich glatt läuft und man ständig neue, durch ihre Skurrilität interessante Wendungen bekommt. Ich habe das Hörbuch gehört und durch die Länge ist es ein fester Teil meines Alltags geworden. Umso schwerer fiel es mir, es loszulassen. Das Ende passt unglaublich gut zur Geschichte und hat meine Vorfreude auf die nächsten Bände nur noch verstärkt. Ich freue mich jetzt schon darauf, wieder in diese Welt zurückzukehren.

Düster, brutal und gleichzeitig überraschend humorvoll, ein episches Abenteuer mit skurrilen Charakteren.

Abbruch nach 171 Seiten

Ich wollte es wirklich gerne mögen und habe dem Buch auch eine echte Chance gegeben, aber weitere fast 700 Seiten würden mir einfach keinen Spaß mehr machen. Zu Beginn war ich überzeugt, dass dieses Buch ein Highlight wird. Der Schreibstil ist sehr derb (was ich gerne lese) und der Humor eher schwarz und plump und mal ganz anders, war aber auch rund! Daran lag es gar nicht, das hat mir echt gefallen. Ich hatte eher Probleme, der Handlung zu folgen. Ich bin nur suuuuuuper langsam voran gekommen, musste gefühlt jede Seite 2x lesen. Sätze haben gewirkt, als ob sie wahllos aneinander gereiht wurden. Ich fands super anstrengend. Außerdem hat mir der rote Faden gefehlt und auch etwas Abwechslung in der Story. Habe aber mittlerweile eine andere Rezi gelesen, die genau das gleiche kritisiert hat und mich sozusagen vorgewarnt hat, dass Kampf auf Kampf folgt und die Story sich im Prinzip immerzu nur wiederholt. Gepaart mit dem anstrengenden Schreibstil schreckt mich das eher ab und ich habe keine Lust, mich weitere 700 Seiten durchzuquälen. Schade, denn Potential war echt da.

4

Düster. Derb. Teuflisch clever. 💀

Ich hab’s geliebt, wie Abercrombie seine Figuren schreibt 😍 moralisch fragwürdig und gleichzeitig völlig faszinierend. Der derbe Humor? Genau mein Ding 😈 Der Mittelteil hat sich für mich etwas gezogen (ich bin ehrlich: da hätte man kürzen können 🫢😅), aber der letzte Abschnitt hat alles rausgerissen: die vielen Plottwists, Intrigen und dieser politische Unterton 👀🔥 Wer düstere Fantasy mit bissigem Humor, Antihelden und Gesellschaftskritik mag, sollte diese Buch definitiv auf dem Schirm haben 👌🏼 💭 Fazit: Ein höllisch unterhaltsamer Ritt trotz kleiner Längen mittendrin 😊

Düster. Derb. Teuflisch clever. 💀
5

5 🌟 Der beste Scheißhaufen von einer Heldengruppe, den ich je geliebt habe. ⚠️ Warnung: Das Lesen dieses Buches könnte eure literarische Reinheit dauerhaft beschädigen. ⚠️ Mögliche Spoiler enthalten!

Ich muss gestehen als absoluter Neuling bei Abercrombie war ich NULL vorbereitet. Ich dachte, ich lese ein Fantasy-Buch aber ich habe einen D&D-Trip bekommen, bei dem die Charaktere alle aus The Suicide Squad sind und der Dungeon Master betrunken ist! Und es war absolut Genial! 🤣 ​Die Geschichte um die Kapelle der Heiligen Zweckdienlichkeit ist der derbste, literarisch unmöglichste Haufen von Abschaum, den man sich wünschen kann. Ich habe diesen schonungslos vulgären Humor so gefeiert, dass meine literarischen Ansprüche in den Schmutz gesunken sind und ich war noch nie so glücklich! Man will die epische Saga, bekommt aber eine philosophische Debatte, in der Vigga (die Werewöflin) erklärt, dass ihre Möse mehr Gutes für die Welt getan hat als jeder Heilige zusammen! Und mittendrin der arme Bruder Diaz, der nur noch nervös lächelt, weil er bitte, bitte weniger über Genitalien reden möchte. ​Ich habe dieses Buch gekauft, um die Abgründe der menschlichen Seele zu ergründen und am Ende habe ich Tränen gelacht. ​Die Gemetzel sind so schonungslos und blutig inszeniert, dass man fast vergisst Luft zu holen! Und dann muss man feststellen, dass Joe Abercrombie einen gerade in die Falle gelockt hat! Wir bereiten uns auf die epische große Schlacht vor, aber der Autor grinst nur und schenkt uns stattdessen einen absurden Ehestreit unter Grafen. Das war schon krass, aber der Moment, in dem der Kampf zwischen Vigga und dem Dänen von einem blutigen Gemetzel zu etwas ungeheuerlich erotischem eskaliert, hat mich endgültig aus meinem Lesesessel katapultiert! 🤣 Das Beste aber? Diese ganze chaotische Truppe beweist am Ende, dass selbst in der Hölle echte, unerwartete und völlig gegen jede Logik menschliche (oder unmenschliche) Verbindungen entstehen können. Man wird mit einem traurigen Kichern und dem bittersüßen Messer im Herzen zurückgelassen, aber immerhin mit diesem Schuss Hoffnung und der Gewissheit, dass der nächste Schlamassel schon auf unsere Lieblinge wartet. ​Dieses Buch ist der Beweis, dass die Vulgärität der wahre Charme ist und Joe Abercrombie ein Genie ist. Der schmutzigste, derbste aber auch charmanteste Trip, den ich je in der Fantasy gemacht habe. 5 von 5 glücklich lächelnden Mönchen die hoffen, dass niemand mehr über Genitalien redet!

5 🌟 Der beste Scheißhaufen von einer Heldengruppe, den ich je geliebt habe. ⚠️ Warnung: Das Lesen dieses Buches könnte eure literarische Reinheit dauerhaft beschädigen. ⚠️ Mögliche Spoiler enthalten!

Abgebrochen nach 16 %

Ich hab wirklich gehofft, dass mich das Buch abholen würde. Die ersten Seiten fand ich tatsächlich auch richtig vielversprechend, aber je weiter ich kam, desto weniger hab ich die Story verstanden. Den Humor fand ich eigentlich echt gut, aber ich kam dennoch irgendwie null voran und hab gefühlt einfach nichts verstanden. Bin dann bei 130 Seiten auf das Hörbuch umgestiegen, aber das hat mich nach ein paar Minuten noch mehr verwirrt, also hab ich’s leider jetzt bei 138 Seiten abgebrochen.

4

Zwiegespalten

Das Buch ist ohne Frage gut und flüssig geschrieben, hat wenig Längen und auch ein gutes Ende…. Aaaber: gefühlt wiederholt sich die Story leider bei jedem der Söhne der ehemaligen Kaiserin. Immer ist da ein neuer Sohn, der wieder die Thronfolge anzweifelt und dann von den Devils zur Strecke gebracht wird. Schönes Buch, aber ein Sohn weniger hätte es definitiv auch sein dürfen. 🙈

3

Von höllisch witzig zu höllisch anstrengend

Vier Wochen habe ich für The Devils gebraucht – eine echte On-Off-Beziehung: mal voll dabei, mal tagelang zur Seite gelegt. Es war mein erster Ausflug in Abercrombies Welt, und die Grundidee hat mich sofort neugierig gemacht: Eine Truppe aus moralisch flexiblen, skurrilen Gestalten im Auftrag einer religiösen Bruderschaft zieht durch ein Europa-ähnliches Land. Was als simples Begleitmandat startet, eskaliert schnell zu einer chaotischen Reise voller Kämpfe, Intrigen, schwarzem Humor und politischer Sticheleien. Klingt genial – und teilweise war es das auch. Das Setting fand ich interessant, aber irgendwie nie so ganz greifbar. Der Mix aus düsterer Fantasy und ironischer Satire ist eigenwillig und frisch, und die Charaktere sind bunt und facettenreich – nur leider fehlte mir persönlich die Tiefe und Weiterentwicklung. Die Dialoge wirkten anfangs spritzig, später aber oft zu flach und überdreht. Die Story selbst verläuft ziemlich geradlinig. Der Kern besteht aus Kämpfen, Verfolgungsjagden und Situationskomik – was durchaus unterhaltsam sein kann, sich hier aber oft wiederholt. Das Schema „Angriff – Schlacht – Flucht – neuer Weg“ hat sich etwas totgelaufen. Der Twist am Ende? Ganz okay, aber nicht wirklich überraschend. Mit über 800 Seiten ist das Buch ein echter Brocken – und ich glaube, 200 Seiten weniger hätten der Spannung richtig gut getan. Gerade im Mittelteil zog es sich für mich merklich, und am Ende wusste ich nicht so recht, was eigentlich alles passiert war. Humor und Sarkasmus mag ich normalerweise sehr. Am Anfang habe ich mich köstlich amüsiert, doch irgendwann wurde es mir zu drüber. Ich verstehe, dass Abercrombie genau diesen Ton wollte – nur hat er bei mir nicht dauerhaft gezündet. Fazit: The Devils ist eine wilde, laute und respektlose Fantasy-Roadshow mit jeder Menge Chaos, Blut und Sprüchen. Wer auf überdrehten Humor, schräge Figuren steht, könnte hier seinen Spaß haben. Für mich war es leider eher ein durchwachsenes Leseerlebnis, das mich trotz starker Ansätze nicht komplett fesseln konnte.

Von höllisch witzig zu höllisch anstrengend
3.5

Die Kapelle der geheiligten Zweckdienlichkeit...das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen 😂👍 Die Klingenreihe von Abercrombie feier ich sehr, allerdings muss man hier sagen, daß es mit dem Humor einfach übertrieben wird. Derb, sarkastisch und blutig, mag ich, aber hier wirkt es doch an vielen Stellen zu sehr überspitzt. Die Charaktere an sich waren allerdings wieder hervorragend ausgearbeitet aber alles in allem war es für mich einfach drüber.

4.5

»Ein untauglicher Priester, ein entkräfteter Ritter, eine misantropische Elfe und ein uralter Vampir. Es klang wie der erste Satz von einem schlechten Witz, dessen tragische Pointe bisher noch nicht abzusehen war.« Die ketzerische und tyrannische Kaiserin Eudoxia von Troja ist tot und ein Ersatz muss dringend gefunden werden. Zwar wurde der Krieg gegen die Elfen gewonnen, aber jeder weiß, dass nach dem Krieg immer auch vor dem Krieg ist. Gossenkind Alex kann ihren Ohren kaum trauen, als ein waschechter Herzog sie aus dem Elend der Gosse befreit und ihr ihre wahre Abstammung offenbart. Sie soll die verschollene Trohnerbin sein und nun von Rom nach Troja reisen, um dort gekrönt zu werden. Um sie auf ihrer Reise entlang der Adria zu beschützen, wird sie von der Kapelle der Geheiligten Zweckdienlichkeit begleitet, einer Gemeinde aus Monstern, geleitet von Bruder Diaz, der frisch in diese Dienst berufen wurde und die Welt nicht mehr versteht. Gemeinsam (und mehr oder weniger freiwillig) stolpern sie von einer blutigen Katastrophe in die nächste, immer mit dem Ziel vor Augen Alex um jeden Preis nach Troja und auf den Schlangenthron zu bringen. »Die Missionen, die der Kapelle der Geheiligten Zweckdienlichkeit übertragen werden, sind wie die Mitglieder ihrer Gemeinde - alle auf ihre ganz besondere Weise entsetzlich.« Das war ja mal ein wilder Ritt; was für eine rasante, brutale und düstere, aber durchaus auch sehr humorvolle Geschichte. Zunächst einmal hatte ich ein paar Probleme in die Geschichte zu finden, viele Namen und auch der Schreibstil waren für mich am Anfang ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Aber als ich einmal drin war, hat es mich total in seien Bann gezogen und ich habe mit großer Freude Seite um Seite verschlungen. Die Geschichte und ihre Charaktere sind vielschichtig und es werden nach und nach immer mehr Zusammenhänge und Details aufgedeckt (auch wenn ich immer noch nicht weiß, was in Barcelona passiert ist...). Das verleiht vor allem den "Monstern" mehr Tiefe und macht sie einzigartig und eben menschlicher. Generell sind die Charaktere alle wirklich gut gelungen und vor allem die Dynamik untereinander hat mir gut gefallen, genauso wie wie Entwicklung die sie durchmachen (oder eben auch nicht). Einzig die Bösewichte fand ich ein bisschen blass und eindimensional. Das Setting wiederum ist sehr interessant, ein etwas anderes, dreckiges und düsteres Europa. Aber auch hier bleiben die Hintergründe wage, denn es geht eben hauptsächlich um die Charaktere und weniger um die Welt in der die Geschichte spielt. An Gewalt, Blut, Dreck und Tod mangelt es allerdings nicht und die Charaktere nehmen wirklich kein Blatt vor den Mund, was aber durchaus zum Setting und der Gestaltung der Charaktere passt und mich von daher auch nicht gestört hat. Alles in allem hatte ich wirklich sehr viel Spaß mit diesem Buch, denn der düstere und zynische Humor und die durchaus streitbaren Charaktere haben bei mir voll ins Schwarze getroffen. Ich bin gespannt, ob wir noch mehr Geschichten von der Kapelle der Geheiligten Zweckdienlichkeit hören werden und natürlich von Fleischklößchen.... »Diebe und Kaiserinnen. Sie alle müssen das Beste aus dem machen, was sie vorfinden.«

4

𝙏𝙝𝙚 𝘿𝙚𝙫𝙞𝙡𝙨 war eine der heiss begehrtesten Neuerscheingen dieses Jahres für mich, bin ich doch ein bekennender Abercrombie Fan und liebe seine Variante von Grim Dark Fantasy. In diesem Buch geht es recht humorvoll zur Sache. Wir erleben ein alternatives Renaissance Europa und eine weiblich dominierte päpstliche Welt. Einen Auftrag gilt es zu erfüllen, nämlich die als Kind verschollene und dann in der Person einer frechen Diebin mit Gossenattetüde, die wiedergefundene Erbin von Troja, auf ihren Thron zu bringen. Begleitet soll sie werden von einer Gruppe exklusiver Charaktere, von denen jeder ein teuflisches Talent besitzt. Und natürlich geht's schon bald zur Sache. Da wo die Truppe auftaucht, steht hinterher kein Kirchenturm mehr. Wir erleben eine Abfolge teils blutiger aber auch immer wieder dunkel humoriger Schlagabtausche. Die Figuren sind dabei hoffnungslos überzeichnet. Aber das ist hier gewollt. Es ist ein Buch was uns zum lachen und schenkelklopfenbringen will und das tut es auch. Warum es dennoch kein Highlight für mich war, liegt daran, dass ich den wundervollen Humor irgendwann zu viel fand. Die Dosis stimmte für mich leider nicht. Das ganze Buch wirkte wie auf Kokain. Und das hat bei mir Punkte gekostet. Nichtsdestotrotz hat mir hier vieles sehr gut gefallen und ich werde an der Reihe dran bleiben. Für mich besser austariert war jedoch eher die Klingenreihe.

Post image
3.5

Joe Abercrombie liefert mit "The Devils" eine irre Geschichte: Fantasy im Europa-Setting, die blutig und voller schwarzem Humor ist. Die skurrilen Figuren sind ein Highlight und tragen maßgeblich zur aberwitzigen Atmosphäre bei. Wer auf der Suche nach einer packenden Geschichte mit düsterem Witz ist, wird hier grundsätzlich fündig. Allerdings hat "The Devils" auch seine Schwächen. Stellenweise schlägt der Klamauk etwas über die Stränge, was die Immersion stören kann. Besonders die Mitte des Buches gestaltet sich zäh, und der Erzählfluss leidet unter dem mangelnden Vorankommen der Handlung. Ein plötzlicher Zeitsprung gegen Ende des Buches wirkt zudem verwirrend und hinterlässt das Gefühl, etwas überlesen oder verpasst zu haben. Trotz dieser Kritikpunkte habe ich das Buch gerne gelesen und mich gut unterhalten gefühlt. Wer ein Buch aus dem Fantasygenre sucht, das locker und leicht unterhält und sich selbst überhaupt nicht ernst nimmt, ist hier richtig und wird wie ich vermutlich oft spontan lachen müssen.

5

Die Geschichte beginnt schon extrem spannend mit der Diebin Alex, die sich mal wieder durch ihre Gaunereien in Schwierigkeiten gebracht hat und nun von den Geldeintreibern durch die Stadt gejagt wird. Ich habe sie sofort in mein Herz geschlossen. Auch Bruder Diaz, der Mönch, der eigentlich gar keiner sein wollte und nun mit einer heiligen Mission betraut wird, hat es mir angetan. Er ist ein ängstlicher Typ, der eigentlich nichts lieber möchte, als eine nette Gemeinde betreuen und dafür die Anerkennung zu bekommen, die er meint, zu verdienen. Leider birgt die neue Mission alles andere als Ruhe und Anerkennung. Im Gegenteil, es wird ein Weg voller Gewalt und Gefahr. Die Story ist vielleicht ein wenig zu feministisch. Es gibt die Kardinälin, Bischöfin, Erlöserin, die Päpstin, eine wilde Kriegerin oder auch die zukünftige Kaiserin. Aber sei es uns Frauen gegönnt. Es bricht nun ein Tross sehr unterschiedlicher Gestalten auf, umd die junge Alex, die angeblich die rechtmäßige Erbin des Kaiserinnen-Thrones ist, nach Troja und auf ihren Thron zu bringen. Darunter ein Vampir, ein Magier, eine Elfe, ein General und ein geheimes, extrem gefährliches Wesen. Bald schon geraten sie in einen Hinterhalt und nichts ist mehr, wie es vorher war! Wird es gelingen, Alex lebend nach Troja zu bringen und auf den Thron zu setzen? Die Figuren sind so toll beschrieben mit ihren Eigenarten, dass man sie alle irgendwie lieb haben muss. Egal ob Mensch oder Monster, Krieger oder Teufel. Ich klebte förmlich an den Seiten… Mit jedem Kapitel wartet ein neuer Rückschlag auf die Gruppe, mit jedem Kampf neue Feinde, mit jeder Niederlage eine neue Enttäuschung. Die zusammengewürfelte Gruppe gerät auch untereinander immer wieder in Streitereien, doch durch einen Eid sind sie gezwungen, Alex ans Ziel zu bringen, komme was wolle. Es geht wild zu, dreckig und rotzig, es wird mit vulgären Ausdrücken und Flüchen nur so um sich geworfen und das Blut spritzt nur so aus den geschlagenen Wunden… und gerade darum ist jedes Kapitel wieder eine Überraschung, jede Wendung wieder ein Grund mehr, am Ball zu bleiben. Auch wenn das Buch mit seinen fast 900 Seiten kein Leichtgewicht ist und ich selbst auch lange gebraucht habe, um das Ende zu erreichen, so hat es mich doch sehr unterhalten, gefesselt und überrascht. Ein grandioses Werk und mal was ganz anderes!

4

Humoristische Fantasy voller Situationskomik

"Als wir aufbrachen, hielt ich euch alle für Ungeheuer. Dann habe ich aber wohl gelernt, dass ihr auch nur Menschen seid. Ein Trupp von Teufeln vielleicht, aber dieses Mal habt ihr Gottes Werk vollbracht." Mit "The Devils" nimmt Joe Abercrombie seine Leser auf eine ganz besondere Reise mit. Mit viel Humor, gepaart mit einer Prise Situationskomik, erwartet uns ein fantastisches Abenteuer. Stellen wir uns eine Welt vor, die zeitlich vom Gefühl her im Mittelalter angesiedelt ist. Das Heilige Land wird von heidnischen Elfen bedroht und auf dem Papststuhl sitzt ein zehnjähriges Kind. Noch dazu ein Mädchen! Dass das für zusätzliche Unruhe im Heiligen Land sorgt, versteht sich von selbst. Bruder Diaz pilgert in die Heilige Stadt, um dort hoffentlich einen Posten in der ehrwürdigen Bibliothek anzutreten. Doch die Kardinalin hat andere Pläne. Diaz soll den gerade frei gewordenen Posten im Bund der "Kapelle der geheiligten Zweckdienlichkeit" besetzen. Eine Sammlung von Monstern, die der Kirche ihre Dienste erweisen. Angeführt wird dieser Trupp von einer Legende, die im wahrsten Sinne des Wortes unsterblich ist: Jakob von Thorn. Gemeinsam mit ihm, Baptiste, der Elfe Sunny, der Werwölfin Vigga, dem Hexer Balthazar und dem Vampir Baron Rikard soll Diaz die verloren geglaubte Tochter der Kaiserin von Troja sicher nach Troja geleiten und sie auf den Thron setzen ... "Wir alle schauen durch das Glas unserer eigenen Obsessionen auf die Welt." "The Devils" ist eine actionreiche, rasante Geschichte, doch im Gegensatz zu Abercrombies "First Law"- oder "Shattered Sea"-Reihe zeichnet sich "The Devils" durch viel Ironie und schwarzen Humor aus und möchte definitiv nicht ernst genommen werden. Ein Buch das mit seinen ungewöhnlichen Charakteren, witzigen Dialogen und Situationen einfach nur Laune macht. Es ist zwar kein Highlight und reicht für mich nicht an Abercrombies andere Buchreihen heran, dich ich hatte auf jeden Fall meinen Spaß mit dem Buch. "Menschlich sein heißt sündigen. Sündigen und nach Vergebung streben."

Humoristische Fantasy voller Situationskomik
5

Großartig!

Fantasy, wie ich sie mag: wortgewandt, tiefgründig und witzig, kreatives Worldbuilding, trotzdem nicht zu kompliziert. Man wird sofort in die Handlung gezogen und muss sich kaum eingewöhnen. Es gibt überraschende Twists, himmelschreiend amüsante Dialoge und episodische Szenen. Absolut lesenswert! Ich kann die Fortsetzung jetzt schon nicht erwarten. Es gibt zwar am Ende eine Andeutung auf den nächsten Band, dennoch aber keine harten Cliffhanger, sodass man beruhigt das Buch lesen kann, obwohl die restlichen Bände noch nicht erschienen sind.

5

Fand das Buch wirklich, wirklich gut! Ich habe echt oft lachen müssen und heulen! Oh Gott… Ich kann leider nicht mehr dazu schreiben weil ich sonst Spoiler aber die Teufel zu begleiten war einfach herrlich!

4

Als ich Anfang des Jahres auf dieses Buch aufmerksam wurde, hab ich mir sofort gedacht das könnte ein 5 Sterne Buch für mich sein. Ein griesgrämiger,lebensmüder, unsterblicher Massenmörder, eine sexsüchtige Werwölfin mit Anwandlungen einer demenziellen Erkrankung, der eitelste Nekromant aller Zeiten, eine unsichtbare Elfin(nicht wie man sich Elfen vorstellt), eine Frau mit tausend Talenten und ein charmanter, redegewandter Vampir, der aber sonst zu nichts nütze ist werden von einem Mönch widerwillen angeführt um einer heruntergekommenen Diebin aus der Kloake auf den Thron des größten Reiches in Europa zu helfen. Man kann sich denken, dass in so einer Gruppe, viele lustige Gespräche aufkommen und man wird nicht enttäuscht, das Buch trieft nur so vor derben Humor und lustigen Sprüchen. Gegen Ende treten einige unvorhergesehene plottwists auf und auch die Action kommt nicht zu kurz, trotzdem fehlt mir das gewisse Etwas was seine klingenromane perfekt abgerundet hat, trotzdem geb ich noch vier wohl verdiente Sterne. Ich bin gespannt wie er die Trilogie aufbauen wird, da dieses Buch im Grunde genommen ja abgeschlossen ist.

3.5

Der Plot, eine bunte und wilde Truppe soll eine Prinzessin in ihr rechtmäßiges Königreich führen, hat mir gut gefallen. Eine Heldenreise bzw. hier eine Antiheldenreise in einem Kreuzüge-Europa mit Fantasy-Elementen. Alles überspitzt, vulgär und sarkastisch geschrieben. Jedoch fand ich die Kämpfe, insbesondere wenn Vigga involviert war, viel zu blutig und eklig. Auch empfand ich den Mittelteil als viel zu lang. Es hätte durchaus ein Thronrivale gereicht. Dadurch, dass es 3 waren, empfand ich es als sehr repetitiv und konnte schon ahnen, wann der nächste Kampf entsteht. Das Ende war dann aber sehr gelungen! Sobald sie in der Zielstadt ankommen, gibt es einen Plottwist nach dem anderen und wir können viele Charakterentwicklungen erkennen, die mir alle ans Herz gewachsen sind. Ob ich weiterlese, weiß ich noch nicht.

4

Ein etwas anderer Abercrombie, der aber wie immer durch seine wunderbaren Charaktere lebt

Wie auf schon bei den Klingen und der Shattered Sea Trilogie, bekommen wir hier eine charakter-fokussierte, düstere Geschichte mit Galgenhumor. Im Gegensatz zu seinen anderen Büchern, steht dieser humoristische Punkt hier aber deutlich mehr im Fokus und ist der Hauptpunkt, der die Charaktere und ihre Interaktionen ausmacht. Da der Humor aber genau nach meinem Geschmack war, hat mich das nicht gestört und man muss sich einfach bewusst sein, dass es gewollt etwas viel ist. Aber auch der Grimdark Faktor kommt trotz des humoristischen Tons nicht zu kurz. Die Charaktere sind mehr als fragwürdig, haben viel durchgemacht und auch die Welt selbst hat genügend dunkle Ecken. Generell lebt das Buch (wie auch seine anderen) überwiegend durch die Charaktere und nicht unbedingt durch die Handlung, was bei Abercrombie aber nichts schlechtes heißt, denn er schreibt einfach wirklich gute Charaktere. Wir begleiten hier eine recht große Truppe und jeder einzelne davon bleibt einem gut im Gedächtnis, weil sie eben so verschiedene Persönlichkeiten sind, die sich perfekt ergänzen und vielleicht auch ein bisschen in den Wahnsinn treiben. Die Handlung selbst ist die ersten 2/3 doch recht langsam, da klassische Reise-Stories aber immer mag, immer mal wieder eine Prise Action rein gesprüht wurde und ich die Interaktionen der Charaktere geliebt habe, ist das aber definitiv kein negativer Punkt. Überraschenderweise hat mir das letzte Drittel, in dem es mal so richtig losging und sich alles überschlagen hat, nicht mehr so gefallen und die Geschichte hat mich ein wenig verloren. Natürlich war klar, dass am Ende noch etwas kommt, aber wie das Ganze abgelaufen ist, hat mir persönlich einfach nicht so zugesagt und ich fand einige der Wendungen zu vorhersehbar und leicht gemacht.

Ein etwas anderer Abercrombie, der aber wie immer durch seine wunderbaren Charaktere lebt
3.5

„Manchmal braucht man eben einen Teufel.“

Ein Mönch, eine Elfin, ein Ritter, ein Vampir, eine Prinzessin, ein Magier, eine Werwölfin und eine Assassine treffen sich im Gefängnis. So könnte ein schlechter Witz anfangen aber tatsächlich verläuft genau mit dieser wilden Mischung an Charakteren die Story. Der Klappentext ließ viel Spielraum für Interpretation und ich habe mir den Inhalt, des Buches, auch komplett anderes vorgestellt. Wow, was war das denn ?! Einer meiner häufigsten Gedanken beim Lesen. Der Schreibstil, mal komplett was anderes. Jedoch nicht so locker und leicht zu lesen. Die Story, kam unerwartet und erfüllte mich mit einer Mischung aus Neugierde und Verwirrung. Das Buch könnte gut 300 Seiten weniger haben und die Schlachten die 100 Seiten lang manchmal gingen, strapazierten meine Nerven. Dennoch war es gut, aber irgendwie hat mir das gewisse Extra gefehlt. Ich kann noch nicht mal genau sagen was mich an dem Buch gestört hat, es hat verschiedene Charaktere die alle einen Wandel durch machen, es ist Humorvoll, Obszön und Sarkastisch, es gibt blutige Kämpfe mit Monstern und Menschen, die schön beschrieben sind. Eine kleine Romanze fehlt auch nicht, genau wie das Found Familie Ding. Und dennoch kann ich leider keine vollen 5 Sterne geben. Ich fand es schön das jeder der verschiedene Charakter einmal seine Sicht in den Kapiteln beschreibt und man sie besser kennen lernt. Was mir dann in der Hälfte des Buches aufgefallen ist, dass zwei der Charaktere irgendwie dabei außen vorgelassen wurden, was ich irgendwie schade fand. Gegen Ende wird nochmal ordentlich auf den Putz gehauen, man erfährt noch das ein oder andere Geheimnis (etwas zu leicht vorhersehbar), es gibt die letzte Schlacht und am Ende gibt es auch kein wirkliches Happy End, was ich den Charakteren wirklich gewünscht hätte. Ich wünschte ich könnte das Buch als wirklich sehr sehr gut bewerten, aber ich kann’s einfach nicht.

„Manchmal braucht man eben einen Teufel.“
4

Der Anfang war unglaublich zäh und die Handlung irgendwie repetitiv, aber ab der Hälfte hat es mich dann gepackt und überzeugt. Die Charaktere sind so einzigartig und die Handlung hat mich am Ende überraschen können, sodass ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen.

5

Obszön, brutal aber so satirisch humorvoll 🤭

Ich habe ewig kein episches Fantasy von einem Mann mehr gelesen und es war mein erstes Buch von Abercrombie. Kurzum kann ich sagen, dass es mir richtig gut gefallen hat. Ich musste mich zuerst dran gewöhnen, dass es ziemlich obszön geschrieben ist aber es passt einfach zu diesem mittelalterlichen Fantasysetting. Besonders gefallen hat mir einfach der Humor von Abercrombie. Das Buch hatte für mich auch keine langweiligen Längen. Es ist immer etwas passiert und daher blieb es immer spannend. Gepaart mit dem Humor war das für mich eine perfekte Kombi!

Obszön, brutal aber so satirisch humorvoll 🤭
3.5

Zu Anfang hat es mir sehr gut gefallen. Die Welt ist rau und erbarmungslos, wir begleiten eine Gruppe von Charakteren, die unter einem Bann gezwungen werden eine Aufgabe zu erledigen. Dabei hat aber jeder noch eigene Probleme. Der Schreibstil ist lustig und mitreißend. Für meinen Geschmack gab es aber zu viel Handlung. Gefühlt kamen die Figuren nie zur Ruhe und kamen von einem Abenteuer ins nächste. Ich hätte mir mehr Alltag und mehr Charakterentwicklung gewünscht.

5

....wenn man den Überblick seiner Bestellungen verliert🤦‍♀️😅 2x gekauft Möchte das jemand? Hardcover

5

Chef's kiss 😚👌🏻 Brutal, blutig, vulgär, spannend und unglaublich witzig! Ein absolutes Highlight!

4

Ein düsterer und gleichzeitig humorvoller Auftakt der Reihe. Das Lesen hat mir sehr viel Spaß gemacht 🖤⚔️

Das war mein erstes Buch von Joe Abercrombie und definitiv nicht mein letztes. Am Anfang hatte ich ein bisschen Probleme, in die Geschichte reinzukommen, aber als ich einmal drin war, habe ich es geliebt. Etwa in der Mitte des Buches war die Story etwas träge, aber langweilig wurde es trotzdem nicht, weil die Charaktere einfach so grandios sind. Ich habe jedes einzelne Mitglied des Teufelstrupps ins Herz geschlossen. Sie sind super vielfältig und jeder auf seine eigene Art und Weise böse und unvorhersehbar und besonders. Dadurch, dass Abercrombie aus den verschiedenen Perspektiven erzählt und auch häufig mitten in einer Szene die Perspektive wechselt, konnte man jede der Figuren auf der Reise begleiten und mit ihr durch die Hölle gehen. Und omg die Kampfszenen und Schlachten habe ich GELIEBT. Allgemein das düstere Setting, das ganze Blut, die alten Säuchenopfer, die tief unter der Erde begraben liegen und noch oben kommen. Wirklich, vom Schreibstil und der Atmosphäre war das Buch eine 10/10. An den Humor von Abercrombie musste ich mich zuerst ein wenig gewöhnen, aber dann wurde es zu einem der humorvollsten Bücher, die ich gelesen habe. Tatsächlich war mir nicht bewusst, dass "The Devils" kein Einzelband ist, sondern der Auftakt einer Reihe. Jetzt freue ich mich umso mehr, in Zukunft mit den Folgebänden mehr von Joe Abercrombie zu lesen. Er konnte mich mit dem Buch definitiv von sich überzeugen!

Ein düsterer und gleichzeitig humorvoller Auftakt der Reihe. Das Lesen hat mir sehr viel Spaß gemacht 🖤⚔️
4.5

„Es war der Fünfzehnte im Tugendmonat Treue; und Bruder Diaz verspätete sich auf dem Weg zu seiner Audienz bei Ihrer Heiligkeit der Päpstin.“ Moment - Päpstin? Das deutet auf unsere Welt hin, auf unseren Realismus - aber war das gesamte Papsttum nicht immer Männerdomäne? Korrekt, Joe Abercrombie schert sich aber nicht darum. Er hat unsere Welt, unsere Geschichte herrlich böse auseinandergezupft, in Augenschein genommen und die Filetstückchen noch mal extra in einer Schmutzpanade gewälzt, um ein düsteres, beinahe makaberes Europa zu kreieren, bevölkert mit blutrünstigen Elfen, Dämonen, rachsüchtigen Kirchenmännern und Werwölfen - und er hat das gesamte Gemisch noch einmal kräftig gewürzt und umgerührt - und ich hatte einen Wahnsinnsspaß daran, die auf den Kopf gestellte Welt mit all seiner Düsternis zu erkunden - oder mir vorlesen zu lassen (Danke, David Nathan!). Worum gehts? Der Krieg gegen die Elfen ist gewonnen, eine neue Kaiserin muss auf den Thron gehoben werden - und die Kaiserin kommt aus der Gosse. Alex traut ihren Ohren nicht, als Herzog Michael ihr ihre wahre Abstammung enthüllt - und sie von Rom nach Troja schaffen will. An ihrer Seite ein Orden, der nur aus Monstern besteht, angeführt von Bruder Diaz (einem Kirchenmann, der kein Monster ist und der die Welt nicht mehr versteht. Gemeinsam müssen sie sich einen Weg durch Dreck, Blut und Gedärme und neben noch an der halben adriatischen Küste entlang bahnen nach Troja. Wer jetzt glaubt, er hat einen Grimdark Fantasy Roman vor sich, der liegt gar nicht mal so falsch. Viele Elemente, die dieses Genre auszeichnen, finden sich hier wieder. Die Figuren haben schon einiges hinter sich. (Ehrlich, ich möchte nicht wissen, was schon alles auf Viggas Speisekarte stand. Vigga ist die Werwölfin im Bunde). Es ist düster, Abercrombie schont seine Figuren nicht und die Story ist intrigenreich und komplex. Aber der sarkastische, nachtschwarze Humor spielt in diesem Buch eine tragende Rolle. Hier werden nicht nur große Reden geschwungen, sondern auch herzhaft geflucht und der düstere Witz lauert an jeder Ecke. Den unvorsichtigen Leser kann er auch schon mal in die Wade beißen und schütteln, sodass es ihm zu viel des Guten wird. Mir hat es großen Spaß gemacht! Über manche Szenen habe ich mich gekringelt vor Lachen. Die Figuren waren komplex und streitbar, und so verschieden, dass eigentlich für jeden etwas dabei ist. Ich bin normalerweise eher der Typ, der liebe Nerds mag. Da es hier keine lieben Charaktere gab, musste ich mit dem Vorlieb nehmen, was in der Farbpalette war - und ich wurde fündig. Alex, die unerwartete Erbin, war reich an Entwicklungspotential und ich hatte Spaß daran, die Straßengöre (keine Beleidigung, so nennt sie sich selbst voller Stolz!) auf ihrem Weg zu verfolgen. Auch Sunny, die Elfe, taute auf, je weiter die Gemeinschaft zog. Wenn sie gemeinsam die Papierbühne betraten, hatte ich besonderen Spaß. Ich mochte die Vibes! Auch an dem heillos überforderten Bruder Diaz, der die Gemeinschaft zusammenhalten sollte, hatte ich meine Freude. Die Geschichte war actiongeladen. Die Figuren stolperten von einer Misere in den nächsten Kampf und wurden des Fluchens nicht müde. Vielleicht hätte Joe Abercrombie die Geschichte nicht ganz so arg überspitzen müssen. Aber alles in allem hat mich der Roman sehr gut unterhalten und ich freue mich auf eine Fortsetzung. Und das von einer Leserin, die den ersten Band seiner Klingensaga entnervt in die Ecke geworfen hat, weil sie mit der Charakterisierung einer Figur überhaupt nicht klar kam. Das sind Bücher, das sind Geschichten und ich bin so froh, dass der Autor mich mit seinem neuen Werk so abholen konnte.

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3.5

Ein launiger Ritt, der sich am eigenen Spaß überhebt.

Joe Abercrombie ist bekannt für seine bissigen Fantasyromane, die irgendwo zwischen Zynismus und Heldenpathos pendeln. Mit „The Devils“ wagt er sich in ein alternatives, historisches Europa, das auf den ersten Blick konventionell anmutet – doch schnell wird klar: Hier läuft einiges anders. Allen voran die Kirche, die in dieser Welt nicht von Männern dominiert wird, sondern fest in weiblicher Hand liegt. Was wie ein interessantes Setup für gesellschaftliche Umwälzungen klingt, bleibt aber leider oft nur eine farbige Kulisse für das, was „The Devils“ eigentlich ist: eine überlange, nicht immer gelungene Parodie auf die klassische Heldenreise. Die Handlung folgt vertrauten Mustern: Eine bunt zusammengewürfelte Gruppe begibt sich auf eine gefährliche Reise, um der Prinzessin von Troja auf den Thron zu helfen und zeitgleich das Böse zu bekämpfen. Abercrombie nutzt dabei alle bekannten Versatzstücke des Genres, doch statt das Ganze mit epischer Ernsthaftigkeit zu inszenieren, entscheidet er sich für eine humoristische Brechung. Leider schlägt dieser Humor nicht bei jedem Kapitel gleich gut ein. Der Ton pendelt zwischen geschwollener, eleganter Sprache und fast schon Slapstick-artigem Klamauk. Was zunächst charmant und augenzwinkernd beginnt, kippt spätestens nach 200 Seiten in eine überdrehte, stellenweise ermüdende Dauerironie. Der Humor ist allgegenwärtig – und zwar in einem Maß, das die Erzählung zunehmend überlagert. Pointen werden selten mit feiner Klinge gesetzt, sondern eher mit dem Holzhammer eingeschlagen, oft auf Kosten von Atmosphäre und Tiefe. Es entsteht der Eindruck, als könne oder wolle der Roman sich selbst keinen Moment lang ernst nehmen. Statt gezielt mit Erwartungshaltungen zu spielen, verspottet er sie pausenlos – manchmal clever, oft einfach nur laut. Fans von ironischer Fantasy à la Terry Pratchett könnten hier zwar auf ihre Kosten kommen, doch Abercrombies Humor fehlt häufig das sprachliche Feingefühl, die satirische Präzision und das emotionale Timing, die Pratchetts Werke so besonders machen. Besonders schmerzhaft zeigt sich das in Momenten, die eigentlich Raum für emotionale Tiefe oder Spannung bieten würden: Statt sich auf diese Szenen einzulassen, wird ihr Potenzial durch einen Gag nach dem anderen erstickt – was nicht nur die Wirkung, sondern auch das Erzähltempo schwächt. Der Witz steht zu oft im Vordergrund und lässt kaum Platz für echte Resonanz. Das Herzstück des Romans sind, wie bei Abercrombie üblich, seine Charaktere. Die Gruppe an Protagonisten ist vielfältig, laut, streitlustig und in vielen Momenten unterhaltsam. Doch was sie auch zu tragen haben: den Fluch des überzogenen Humors. Viele ihrer Dialoge bestehen aus pointierten, oft bewusst übertriebenen Schlagabtäuschen, was sie – je nach Leseeindruck – entweder charmant oder schlichtweg nervig wirken lässt. Besonders deutlich wird das bei Charakteren wie Vigga oder Baptiste, die nicht nur zur Karikatur ihrer selbst werden, sondern in manchen Momenten wie aus einer Fantasy-Sitcom entsprungen wirken. Tiefgang bleibt hier oft auf der Strecke, was schade ist, denn einzelne emotionale Szenen deuten an, dass mehr in ihnen stecken könnte – wenn man sie denn atmen ließe.Gleichzeitig funktioniert diese Überzeichnung bei anderen Figuren durchaus besser. Sie wachsen einem trotz (oder wegen) ihrer Exzentrik ans Herz und sind auch dann glaubwürdig, wenn der Rest der Welt in aberwitzigem Chaos versinkt. Der rhythmische Aufbau der Handlung – Actionsequenz, ruhiger Beziehungs- oder Reflexionsmoment, wieder Action – funktioniert zu Beginn gut, wird aber mit zunehmender Seitenzahl vorhersehbar. Wer das Prinzip einmal durchschaut hat, kann sich schon nach wenigen Kapiteln ziemlich sicher sein, wann die nächste Schlägerei, der nächste emotionale Monolog oder das nächste große Enthüllungsgespräch folgt. Das nimmt viel von der Spannung und lässt die Geschichte nach einem fixen Baukasten wirken. Dazu kommt, dass Abercrombie die Romantikschraube deutlich überdreht. Es scheint fast, als müssten sich zwangsläufig alle Hauptfiguren im Laufe der Handlung ineinander verlieben. Die Vielzahl der entstehenden Paare wirkt weder authentisch noch dramaturgisch notwendig, sondern eher wie ein überambitionierter Versuch, jedem Charakter zumindest ein „emotionales Happy End“ zu verpassen – was der Glaubwürdigkeit der Welt und der Reise insgesamt schadet. Mit fast 850 Seiten ist „The Devils“ ein echtes Schwergewicht. Leider trägt die Geschichte weder inhaltlich noch stilistisch diese Länge. Die Dialoge ziehen sich, viele Szenen wirken wie Füllmaterial, und das immer gleiche Handlungsmuster ermüdet. Kürzen hätte dem Roman sehr gut getan – nicht nur im Hinblick auf Tempo, sondern auch, um die Stärken des Buches (besonders die gelungenen Figurenmomente) mehr strahlen zu lassen. Gegen Ende gibt es dann noch einen Zeitsprung, der zwar grundsätzlich Sinn ergibt, aber so abrupt und lückenhaft umgesetzt ist, dass es wirkt, als wären ganze Passagen einfach entfernt worden. Wichtige Entwicklungen bleiben unerzählt, manche Nebenhandlungen brechen unvermittelt ab, als hätte jemand beim Schnitt großzügig gekürzt – jedoch an der falschen Stelle. Das hinterlässt den Eindruck, als fehle ein zentrales Kapitel – und als wäre es der sowieso schon überlangen Erzählung zum Opfer gefallen. „The Devils“ ist ein ungewöhnlicher Fantasyroman, der mit interessanten Ideen und einem erfrischend anderen Weltentwurf startet – aber zunehmend unter der Last seiner eigenen Überdrehtheit zusammenbricht. Wer Abercrombies scharfzüngigen Stil und seinen Hang zum Absurden liebt, wird hier sicher Momente der Freude finden. Doch für Viele wird das Buch eine Geduldsprobe sein – zu lang, zu laut, zu sehr darauf bedacht, witzig zu sein.

3.5

Bruder Diaz wird in die Heilige Stadt gerufen um einen neuen Posten anzutreten. Einigermaßen schockiert muss er feststellen, dass es sich dabei um Die Kapelle der Geheiligten Zweckdienlichkeit handelt, die den Aufgrag hat ein Mädchen in den Osten zu bringen. Die Mitglieder dieser Kapelle umfassen unter anderem einen Werwolf, einen Vampir und einen Nekromanten. Deshalb nennt man sie Die Teufel. Was (nicht überraschend) für mich am besten funktioniert hat, waren die Charaktere. Jeder war für sich genommen interessant und hatte Eigenheiten, Ziele und eine Vergangenheit, die sie einzigartig machten. Noch besser war es, wenn die Charaktere interagiert haben. Die Dynamik dieser Gruppe von Teufeln hat mir sehr gefallen. Leider haben mich einige Sachen aber auch nicht wirklich überzeugt. Bei so vielen recht exzentrischen Charakteren hätte ich mir eine längere Einleitung gewünscht. Stattdessen geht es sehr schnell mit ihrer Mission los. Die Reise beansprucht dann auch über die Hälfte des Buches. Und dafür passiert eigentlich nicht genug, um diese hohe Seitenzahl zu rechtfertigen. Es tauchen Gegner auf, die kaum etabliert worden sind und es gibt viele Kämpfe, die man teilweise auch hätte weglassen können. Das Setting ist für mich auch so eine Sache. Es handelt sich um ein mittelalterliches Europa. Allerdings ist es so anders, dass praktisch nur die Namen der Orte gleich sind. Ich habe mich beim Lesen häufiger gefragt, was der Grund dafür war Europa als Setting zu wählen, wenn die Historie ohnehin völlig verändert wird im Vergleich zur realen Welt. Gegen Ende gibt es einige Twists, von denen einer für mich überhaupt nicht funktioniert hat. Einer war etwas vorhersehbar, ein anderer dagegen hat mich kalt erwischt. Es ist zwar viel passiert aber am Ende frage ich mich ein bisschen, worum es eigentlich ging. Was war das Thema? Was wollte der Autor mit diesem Buch sagen? Vielleicht gar nichts und es sollte nur gute Unterhaltung sein. Und die ist es bei aller Kritik auch. Dafür ist Joe Abercrombie einfach technisch zu versiert in seinem Fach. Aber völlig überzeugen konnte er mich hiermit leider nicht.

5

Oh ja, und bitte mehr davon! Dass ich ein Buch mit 843 Seiten in so kurzer Zeit inhaliere, kommt nun wirklich selten vor. Um das ganze folgende Gebrabbel kurz in einem Wort zusammenzufassen: Grandios! Eine Gruppe verdammter Ketzer erhält den Auftrag von niemand anderem als der zehnjährigen Päpstin höchstpersönlich, ein Gossenmädchen auf den Thron von Troja zu bringen, um die Kirche gegen die Bedrohung der Elfen im Heiligen Land zu vereinen... Das klingt schräg, oder? Ist es auch, aber so verdammt gut umgesetzt, dass ich nach Spin-offs und Prequels förmlich lechze. Jede dieser verdammten Seelen ist einzigartig geschrieben und auf ihre ganz eigene Art sympathisch, und zusammen bilden sie eine Art mittelalterliches Suicide Squad, mit haufenweise morbidem Sarkasmus, Chemie untereinander und einer Spur aus Blut, die sie hinterlassen, wohin sie auch gehen. Die Welt ist groß, komplex und faszinierend, auch wenn wir davon bedauernswert wenig erfahren, was meine Neugier nur umso stärker befeuert. Das ganze Setting ist eine mittelalterliche Parallel-Welt Europas, durchzogen von Magie, Teufeleien und nunja... Elfen. Große Schlachten und Weltuntergangsszenarien sind hier nicht zu finden, dafür ein köstliches Abenteuer und ein Ende, das es in sich hat. Ich kann es gar nicht genug betonen wie perfekt dieses Buch für jeden mit einer Vorliebe für schamlose Brutalität, schwarzen Humor, Vulgarität und Sarkasmus ist. Bitte, bitte lieber Joe, lass uns nicht warten 🙏🏻 P.S. und bitte verrate uns was denn jetzt in Barcelona passiert ist!

3.5

Ein Buch für Fans von Action-Chaos mit Herz.

"Ein untauglicher Priester, ein entkräfteter Ritter, eine misanthropische Elfe und ein uralter Vampir. Es klang wie der erste Satz von einem schlechten Witz, dessen tragische Pointe bisher noch nicht abzusehen war." Ein Haufen zusammengewürfelter Charaktere, die unfreiwillig auf eine Mission geschickt werden, die Prinzessin wieder auf ihren rechtmäßigen Thron zu setzen. Mit jeder Menge beißenden Humor, Flüchen, Sarkasmus, Diskussionen über Gut und Böse und sehr viel zu Action, Slapstick und noch mehr Action. Was in den über 800 Seiten doch relativ repetitiv wird. Und trotzdem blättert man weiter, weil man wissen will, wie oft sie noch fast sterben, sich streiten und dann doch wieder irgendwie überleben und zusammenfinden.

4

“Sein attraktives Äußeres hatte durch den Axthieb, der ihm den Schädel gespalten hatte, allerdings ein wenig gelitten.” Der Klassiker. Das Buch wurde mir empfohlen als Fantasy Highlight des Jahres, welches eine Mischung aus Suicide Squad, Fantasy Geschöpfen um komplett derben Humor ist - das kommt definitiv hin. Es ist super unterhaltsam geschrieben und die absurde Mischung der Charaktere gibt der Geschichte eine ganz eigene Komik. Ich meine ein Vampir, ein Ritter, eine Agentin, eine unsichtbare Elfe, eine nymphomanische Werwölfin, ein größenwahnsinniger Magier, ein Mönch und eine 17-jährige Diebin starten eine Mission.. Definitiv eine Empfehlung wer gerne Fantasy und derben Humor mag!

4.5

Absolute delight. Medieval Suicide Squad, vampires, werewolves, elves, immortals and much crude humor in a vast and politically complex world.

3

The Devils

Puh, was ein Buch. Ich bin während des Lesens immer wieder zwischen Buch und Hörbuch hin- und hergesprungen. Auch wenn der Sprecher wirklich einen genialen Job macht, war das Buch insgesamt nichts für mich. Die Charaktere sind zwar interessant, aber die Story war stellenweise ziemlich verwirrend – und am Ende einfach ganz schön viele Wörter. Parallel ein anderes Buch zu lesen, war auch keine Option, denn sobald man mal kurz raus war, musste man direkt wieder zurückblättern oder nachhören, um den Faden wiederzufinden. Fantasy ist ja eigentlich genau mein Ding, und ich mag es auch gern ein bisschen absurd. Aber hier war es einfach sehr viel Stoff, auf den man achten muss, um der Handlung wirklich folgen zu können. Und bei knapp 850 Seiten ist das eine ordentliche Portion Input. Aber worum geht's eigentlich? The Devils ist ein dunkles, actionreiches Fantasy-Spektakel in einer Welt, in der Dämonen und Magie real sind. Der Teufel persönlich schickt eine Truppe in die Menschenwelt, um einen heiligen Krieg gegen die Engel anzuzetteln… WTF? Ja, genau so hab ich auch geguckt. Das Buch trieft nur so vor Blut, schwarzem Humor und zynischen Dialogen. Geflucht wird ordentlich – aber das kennt man ja von Joe Abercrombie. Für mich war es ein verwirrender Ritt durch die Hölle, mit einigen traumhaft detailliert ausgearbeiteten Charakteren, aber am Ende leider kein echtes Highlight. Wer aber auf schwere Fantasy-Kost steht, dem kann ich das Buch wirklich ans Herz legen. Für alle anderen ist es vielleicht einfach eine Spur zu viel.

The Devils
3.5

Für mich war es mein erstes Buch des Autors. Nachdem ich am Anfang doch sehr skeptisch war und den bissigen Humor etwas aufgesetzt fand, konnte mich das Buch nach ca. 150 Seiten fesseln. Die Charaktere wurden immer nahbarer und die verschiedenen Kämpfe fand ich wirklich spannend - bis Kampf 3 oder 4. Ab einem gewissen Punkt wiederholte sich leider alles und es wurde ziemlich zäh. Das Ende war leider auch sehr vorhersehbar. Ich bin gerne mit der Truppe durch Europa gereist, aber man braucht etwas Durchhaltevermögen.

4

Vulgär, lustig, bizarr und düster.

Das war wirklich eine verrückte Geschichte. Vor allem die Erzählperspektive von Vigga, der Werwölfin! So konfus, wild und einzigartig. Sie war meine Lieblingsfigur. Vor allem wegen dem Ende. Die Freundschaften und Beziehungen waren auf ihre Weise besonders und wirkten nicht plump oder erzwungen. Im Allgemeinen fand ich die Witzchen erheiternd, musste oft lachend, aber ich verstehe es, wenn die Leute sagen: Dass Abercrombie da etwas übertrieben hat. Manchmal, da hätte ich mir mehr Ernsthaftigkeit gewünscht. Hin und wieder wirkte der Humor nämlich etwas aufgesetzt bzw. erzwungen. 🔖Im Groben aber: Guter, lustig düsterer Roman mit einem interessanten Ende. Einem eher bitteren, aber logischen Ende!

3.5

Eigentlich wirklich gut!

Bei diesem Buch bin ich etwas hin- und hergerissen. Insgesamt muss ich aber sagen: Es ist ein wirklich gutes Buch. Die Story war interessant, der Schreibstil sehr schön flüssig und gut zu lesen und die Charaktere waren alle miteinander interessant, sehr facettenreich und voller Überraschungen. Man konnte gerade bei den "blutigen Anfängern" Bruder Diaz und Alex einen tollen Wachstum über das Buch hinweg beobachten. Ich selbst hatte irgendwie das seltsame Problem, dass ich nicht wirklich reingekommen bin. Ich habe sehr lange gebraucht, das Buch zu beenden, aber immer wenn ich gelesen habe, habe ich es wirklich genossen. Ich kann also leider echt nicht sagen, was bei mir das Problem war. Obwohl ich mir schwer getan habe, möchte ich das Buch dennoch jedem empfehlen, der auf Horror/Grimdark-Fantasy mit einer überraschenden Portion (schwarzem) Humor steht. Die Story ist toll, die Sprache lebhaft und fesselnd und die Charaktere sind einfach super.

5

Some books you read. Some you experience. And some leave you sitting there after the last page, mourning that it's over. The Devils is that kind of book. Abercrombie does something special here: he builds a world anchored in real places, and that blend of the familiar and the fantastical gives the whole thing a grounding you rarely find in the genre. You feel at home immediately, and yet there's something new around every corner. But the real heart of it is the characters. Abercrombie has a gift for writing people onto the page – with all their contradictions, their crudeness, their humour, their warmth. The dynamic between the cast crackles in every possible way: sometimes screamingly funny, sometimes surprisingly moving. And this shared road trip, pushing each character through their own personal reckoning – that's character work at the highest level. They're gone now, and you miss them immediately. 2027 for the sequel? Far too long.

2

Ich war völlig überzeugt, dass Joe Abercrombie für mich ein 5 Sterne Garant ist. Aber das hier war so gar nicht mein Fall. Der Humor (den ich nicht erwartet hatte) hat mich nach einer Weile mehr genervt als unterhalten und der zieht sich nunmal durch das ganze Buch. Ich hatte mehr Ernsthaftigkeit erwartet. Zu schade. Ich switche dann lieber wieder zum Reread von The Blade Itself.

3

Zu derb und langatmig für meinen Geschmack.

5

The Devils liest sich einerseits wie ein typischer Abercrombie, und dann auch wieder nicht. Für mich am offensichtlichsten war, dass es nicht mehr die gemächliche Grimdark-Fantasy aus der First Law Serie war, sondern eher satirisch und temporeich und mit jeder Menge derben Humor. Und es spielt in unserer Welt, ist also eher eine historische Fantasy. AnderThe Devils liest sich einerseits wie ein typischer Abercrombie, und dann auch wieder nicht. Für mich am offensichtlichsten war, dass es nicht mehr die gemächliche Grimdark-Fantasy aus der First Law Serie war, sondern eher satirisch und temporeich und mit jeder Menge derben Humor. Und es spielt in unserer Welt, ist also eher eine historische Fantasy. Andererseits war das neue Buch wieder sehr vertraut, mit dem typischen Wortwitz und sehr unterschiedlichen Charakteren, die mal mehr mal weniger in Richtung morally-gray lehnen. Der Plot ist schnell erzählt: Eine Gruppe Halunken muss auf päpstliches Geheiß einer verschollenen Prinzessin zur Krönung verhelfen. Mit dabei: ein Vampir, ein Nekromant, ein Ritter, eine Werwölfin, ein Mönch, eine draufgängerische Tausendsassa und eine Elfe. Abercrombie hat auch hier wieder einige Tropes aus der Fantasy umgestülpt und auf den Kopf gestellt, und ist dabei nicht davor zurückgeschreckt alles maßlos zu überzeichnen. Das Buch in drei Worten: gory, zotig, satirisch. Humor ist ja subjektiv, und ich kann verstehen wenn der zotige Ton nicht für jeden etwas ist, aber für mich hat es echt gut funktioniert und mich zum Schmunzeln, Grinsen und Tränenlachen gebracht. Die Charaktere fand ich auch toll, besonders die Wortgefechte zwischen Baptiste und Balthazar. Und natürlich Sunny (die Elfe) und Vigga (die Werwölfin mit fehlender Impulskotrolle). Ein Buch, dass sich selbst nicht zu ernst nimmt und ich hab’s geliebt!erseits war das neue Buch wieder sehr vertraut, mit dem typischen Wortwitz und sehr unterschiedlichen Charakteren, die mal mehr mal weniger in Richtung morally-gray lehnen. Der Plot ist schnell erzählt: Eine Gruppe Halunken muss auf päpstliches Geheiß einer verschollenen Prinzessin zur Krönung verhelfen. Mit dabei: ein Vampir, ein Nekromant, ein Ritter, eine Werwölfin, ein Mönch, eine draufgängerische Tausendsassa und eine Elfe. Abercrombie hat auch hier wieder einige Tropes aus der Fantasy umgestülpt und auf den Kopf gestellt, und ist dabei nicht davor zurückgeschreckt alles maßlos zu überzeichnen. Das Buch in drei Worten: gory, zotig, satirisch. Humor ist ja subjektiv, und ich kann verstehen wenn der zotige Ton nicht für jeden etwas ist, aber für mich hat es echt gut funktioniert und mich zum Schmunzeln, Grinsen und Tränenlachen gebracht. Die Charaktere fand ich auch toll, besonders die Wortgefechte zwischen Baptiste und Balthazar. Und natürlich Sunny (die Elfe) und Vigga (die Werwölfin mit fehlender Impulskotrolle). Ein Buch, dass sich selbst nicht zu ernst nimmt und ich hab’s geliebt!

3

Slapststick-Fantasy-Roman

Eine Schar sehr ungleich zusammengewürfelter Charaktere, die zusammen auf eine eher unfreiwillige Mission gehen. Abercrombie schickt uns in ein fantastisches historisches Europa, das nach dem Krieg gegen die Elfen im Chaos versinkt und wieder unter dem Banner der Kirche vereint werden soll. Ein Priester, ein Vampir, ein Magier, eine Werwölfin, eine Assasinin, eine Elfe und ein unsterblicher Ritter sollen die vermutlich verschollene Prinzessin von Troja auf ihren rechtmäßigen Thron bringen und so den Osten und Westen wieder vereinen. Dabei müssen sie quer durch Europa reisen und begegnen dabei natürlich allerlei Gestalten, die ihnen nicht wohlgesonnen sind, es müssen Quests überstanden, Kämpfe um Leben und Tod ausgefochten, Illusionisten besiegt werden - um nur einen Bruchteil zu nennen. Im Großen und Ganzen kann man dieses Buch als einen Slapstick-Fantasy-Roman mit ganz viel Dreck, Fluchen, Blut, Fluchen, Kämpfen, Fluchen und nochmals Fluchen bezeichnen 🤭😂 Anfangs fand ich das noch sehr lustig und unterhaltsam und hatte ich einen Riesespaß beim Lesen. Leider muss ich aber sagen, dass sich dies dann im Laufe des Buchs für mich etwas abgenutzt hat und es irgendwann für mich seinen Reiz verloren hatte. Denn dadurch bleibt auch ein bisschen die Tiefe Charaktere und die Tiefe der Geschichte auf der Strecke. Die Charaktere sind alle Antihelden und ich mochte sie schon auch, ihre Dynamik war sehr unterhaltsam und entwickelte sich auch weiter, aber eine richtige Bindung konnte ich nicht zu ihnen aufbauen. Daher war das Buch wie ein amüsanter Film, den ich mir angeschaut hab, aber so richtig mit dem Herzen war ich nicht dabei und mein Interesse flachte leider auch stets mehr ab. So begann das Buch stark für mich, legte dann aber aber leider eine Abwärtsspirale hin…ob ich die Reihe weiterlesen werden, weiss ich noch nicht.

Slapststick-Fantasy-Roman
4.5

Sehr positiv überrascht!

Das war mein erstes Buch von Joe Abercrombie, die Klingen-Saga von ihm liegt noch auf meinem SuB und was soll ich sagen, das wird nächstes Jahr bestimmt noch gelesen! Ich mochte das Buch echt gerne, der Stil ist ganz besonders, das Antihelden-Thema hat mir sehr sehr gut gefallen, ich musste oft schmunzeln, genauso gab es aber auch traurige Stellen, die mich richtig mitgenommen haben. Die ganze Reisegruppe fand ich toll, ich hatte sehr viel Spaß beim lesen und kann es wirklich nur empfehlen 🥰

4.5

„Es war der Fünfzehnte im Tugendmonat Treue; und Bruder Diaz verspätete sich auf dem Weg zu seiner Audienz bei Ihrer Heiligkeit der Päpstin.“ Moment - Päpstin? Das deutet auf unsere Welt hin, auf unseren Realismus - aber war das gesamte Papsttum nicht immer Männerdomäne? Korrekt, Joe Abercrombie schert sich aber nicht darum. Er hat unsere Welt, unsere Geschichte herrlich böse auseinandergezupft, in Augenschein genommen und die Filetstückchen noch mal extra in einer Schmutzpanade gewälzt, um ein düsteres, beinahe makaberes Europa zu kreieren, bevölkert mit blutrünstigen Elfen, Dämonen, rachsüchtigen Kirchenmännern und Werwölfen - und er hat das gesamte Gemisch noch einmal kräftig gewürzt und umgerührt - und ich hatte einen Wahnsinnsspaß daran, die auf den Kopf gestellte Welt mit all seiner Düsternis zu erkunden - oder mir vorlesen zu lassen (Danke, David Nathan!). Worum gehts? Der Krieg gegen die Elfen ist gewonnen, eine neue Kaiserin muss auf den Thron gehoben werden - und die Kaiserin kommt aus der Gosse. Alex traut ihren Ohren nicht, als Herzog Michael ihr ihre wahre Abstammung enthüllt - und sie von Rom nach Troja schaffen will. An ihrer Seite ein Orden, der nur aus Monstern besteht, angeführt von Bruder Diaz, der die Welt nicht mehr versteht. Gemeinsam müssen sie sich einen Weg durch Dreck, Blut und Gedärme und neben noch an der halben adriatischen Küste entlang bahnen nach Troja. Wer jetzt glaubt, er hat einen Grimdark Fantasy Roman vor sich, der liegt gar nicht mal so falsch. Viele Elemente, die dieses Genre auszeichnen, finden sich hier wieder. Die Figuren haben schon einiges hinter sich. (Ehrlich, ich möchte nicht wissen, was schon alles auf Viggas Speisekarte stand. Vigga ist die Werwölfin im Bunde). Es ist düster, Abercrombie schont seine Figuren nicht und die Story ist intrigenreich und komplex. Aber der sarkastische, nachtschwarze Humor spielt in diesem Buch eine tragende Rolle. Hier werden nicht nur große Reden geschwungen, sondern auch herzhaft geflucht und der düstere Witz lauert an jeder Ecke. Den unvorsichtigen Leser kann er auch schon mal in die Wade beißen und schütteln, sodass es ihm zu viel, des Guten wird. Mir hat es großen Spaß gemacht! Über manche Szenen habe ich mich gekringelt vor Lachen. Die Figuren waren komplex und streitbar, und so verschieden, dass eigentlich für jeden etwas dabei ist. Ich bin normalerweise eher der Typ, der liebe Nerds mag. Da es hier keine lieben Charaktere gab, musste ich mit dem Vorlieb nehmen, was in der Farbpalette war - und ich wurde fündig. Alex, die unerwartete Erbin, war reich an Entwicklungspotential und Ich hatte Spaß daran, die Straßengöre (keine Beleidigung, so nennt sie sich selbst voller Stolz!) auf ihrem Weg zu verfolgen. Auch Sunny, die Elfe, taute auf, je weiter die Gemeinschaft zog. Wenn sie gemeinsam die Papierbühne betraten, hatte ich besonderen Spaß. Ich mochte die Vibes! Auch an dem heillos überforderten Bruder Diaz, der die Gemeinschaft zusammenhalten sollte, hatte ich meine Freude. Die Geschichte war actiongeladen. Die Figuren stolperten von einer Misere in den nächsten Kampf und wurden des Fluchens nicht müde. Vielleicht hätte Joe Abercrombie die Geschichte nicht ganz so arg überspitzen müssen. Aber alles in allem hat mich der Roman sehr gut unterhalten und ich freue mich auf eine Fortsetzung. Und das von einer Leserin, die den ersten Band seiner Klingensaga entnervt in die Ecke geworfen hat, weil sie mit der Charakterisierung einer Figur überhaupt nicht klar kam. Das sind Bücher, das sind Geschichten und ich bin so froh, dass der Autor mich mit seinem neuen Werk so abholen konnte.

2.5

Leider nicht ganz mein Geschmack. Der Schreibstil ist mir zu geschwollen und sorgt für einen abgehackten Lesefluss. Jedoch bereue ich es kein bisschen dieses Buch gekauft zu haben, da ich es allein rein optisch einfach nur genial finde und wer weiß, vielleicht werde ich es irgendwann doch nochmal weiter durchziehen. Aber zum jetzigen Zeitpunkt ist es einfach vom Schreibstil her überhaupt nicht mein Fall und ich komme nicht gut rein in die Geschichte.

3.5

Wie schafft man eine Prinzessin durch halb Europa, um sie auf den Thron von Troja zu hieven? Natürlich mit einer Horde Teufel. Nicht die klassisch gehörnten Gesellen der Hölle, sondern jene der von Abercrombie geschaffenen Gesellschaft: Ein Vampir, eine Elfe, ein Nekromant, eine Werwölfin, eine Unsterblicher, eine Söldnerin und ein leicht überforderter Priester bilden die Gemeinschaft der Wächter für die junge Alex. Aufgewachsen als Diebin in den Gassen der heiligen Stadt, stellt sich heraus, dass sie zur Herrscherin geboren ist, was ihr nicht nur die Begleitung der Teufel verschafft, sondern auch eine Menge Feinde, die ihr nach dem Leben trachten. Der Plot ist wirklich verdammt cool, die Idee dahinter ist spannend und besitzt gewaltiges Potential. Das Setting im mittelalterlichen Europa mit ein paar fantastischen Ergänzungen passt ebenfalls hervorragend. Auch die Tatsache, dass die Kirche einigen Veränderungen unterliegt, hat mir gefallen, weil sie die Story dadurch weiter in die Phantastik schiebt. Es geht actionreich zur Sache, es wird weder an Blut noch an Brutalität gespart. Trotz all der, für mich, positiven Aspekte, bin ich irgendwie nicht vollkommen glücklich mit dem Buch geworden. Es gab zu viele überzogene Szenen, zu viel Brechstange, zu viel vulgären Humor, zu viel Hektik. The Devils ist definitiv eine Leseerfahrung und ich bin sicher, das Buch wird vielen gefallen, aber vermutlich ebenso häufig mit seiner teils überbordenden Dynamik und seinem »Zu viel« anecken. Wer Bock auf eine actionreiche, phasenweise abgedrehte Story mit interessanten Charakteren hat, sich gerne der dreckigen Seite der Fantasy zuwendet und mal ganz anders gezeichnete Teufel erleben möchte, der sollte hier mal einen Blick riskieren.

5

Ich habe mit den Gebrechen mitgefühlt.

Wenn man im Alter angekommen ist, dann geht nicht mehr alles so schnell und zackig. Ich habe es jedesmal gefühlt und geschmunzelt. Die Charakter waren klasse, genau wie sein schreibstil. Gefällt mir sehr gut. Mal schauen wie es da weitergeht.

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