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Philippa Perrykennen einige von euch bestimmt von ihrem Bestseller „Das Buch von dem du dir wünschst, deine Eltern hätten es gelesen“. Gefolgt von „…, deine Liebsten hätten es gelesen“, vielleicht irgendwann gefolgt von dem Titel „…, die Katze deiner Tante dritten Grades hätte es gelesen“. Naja, dieser Titel beginnt auf jeden Fall erst einmal mit einer Einführung. Selbstbeobachtung, Beziehungen aufbauen, eine kurze Exkursion in unser Gehirn. Danach geht es in die Tiefe. Wie können wir besser in uns hineinspüren? Was macht uns zu guten Freunden, Partnern oder Arbeitskollegen? Nach welchen Narrativen leben wir und wie können wir diese verändern? Perry war selbst praktizierende Psychotherapeutin und hangelt sich am kleinen 1x1 der Psychotherapie entlang. Das macht sie mit viel Charme und Witz und beim Lesen hatte ich einen guten Flow. Langweilig oder trocken war es auf keinen Fall. Mich konnten ihre angeführten Beispiele aber nicht so richtig abholen, teils zu unspezifisch, teils nicht nachvollziehbar. Mir hat dann doch etwas Handfestes gefehlt. Auch konnte ich den Inhalt des Buches nicht wirklich mit dem Titel in Verbindung bringen. Ein kleines „Hey, gerade ist alles wirklich scheiße hier auf der Welt, *hier Beispiel der aktuellen Weltlage einfügen*, lasst doch alle mal runterkommen. Ich zeige euch, wie!“ wäre mir schon lieb gewesen. Da wären wir auch wieder bei den handfesten Beispielen. Da hätte sich bestimmt etwas finden lassen. Was ich Perry aber lassen muss, sie erklärt, was man machen könnte, gibt am Ende Übungen an die Hand und wird nicht müde zu betonen, dass man bitte eine Therapie machen soll, wenn man sich an dieser oder jener Stelle, *hier beliebige Stelle aus dem Buch einfügen*, wiederfindet. Da schlägt sie ja in meine Kerbe, denn ich bin der festen Überzeugung, dass jeder Mensch in seinem Leben einmal zum Therapeuten gehen sollte. Zur klassischen Grunduntersuchung beim Hausarzt noch eine geistige Grunduntersuchung beim Therapeuten. Ich glaube, die Welt sähe dann etwas anders aus. Aber das ist nur meine unpopuläre Meinung. Aber ich schweife ab. Zurück zum Buch. Am Ende habe ich es nicht ungern gelesen, würde es aber auch nicht in meine Offenbarungsschublade legen und nie wieder hergeben wollen. Ein wenig Handwerkszeug kann und sollte man sich mit Sicherheit daraus aneignen, aber viel Neues wird ein reflektierter Mensch daraus wohl nicht ziehen können. Das fand ich persönlich schade, da ich viel Gutes über ihre anderen Bücher gehört hatte, aber was will man machen.

Apr 16, 2026
Philippa Perrykennen einige von euch bestimmt von ihrem Bestseller „Das Buch von dem du dir wünschst, deine Eltern hätten es gelesen“. Gefolgt von „…, deine Liebsten hätten es gelesen“, vielleicht irgendwann gefolgt von dem Titel „…, die Katze deiner Tante dritten Grades hätte es gelesen“. Naja, dieser Titel beginnt auf jeden Fall erst einmal mit einer Einführung. Selbstbeobachtung, Beziehungen aufbauen, eine kurze Exkursion in unser Gehirn. Danach geht es in die Tiefe. Wie können wir besser in uns hineinspüren? Was macht uns zu guten Freunden, Partnern oder Arbeitskollegen? Nach welchen Narrativen leben wir und wie können wir diese verändern? Perry war selbst praktizierende Psychotherapeutin und hangelt sich am kleinen 1x1 der Psychotherapie entlang. Das macht sie mit viel Charme und Witz und beim Lesen hatte ich einen guten Flow. Langweilig oder trocken war es auf keinen Fall. Mich konnten ihre angeführten Beispiele aber nicht so richtig abholen, teils zu unspezifisch, teils nicht nachvollziehbar. Mir hat dann doch etwas Handfestes gefehlt. Auch konnte ich den Inhalt des Buches nicht wirklich mit dem Titel in Verbindung bringen. Ein kleines „Hey, gerade ist alles wirklich scheiße hier auf der Welt, *hier Beispiel der aktuellen Weltlage einfügen*, lasst doch alle mal runterkommen. Ich zeige euch, wie!“ wäre mir schon lieb gewesen. Da wären wir auch wieder bei den handfesten Beispielen. Da hätte sich bestimmt etwas finden lassen. Was ich Perry aber lassen muss, sie erklärt, was man machen könnte, gibt am Ende Übungen an die Hand und wird nicht müde zu betonen, dass man bitte eine Therapie machen soll, wenn man sich an dieser oder jener Stelle, *hier beliebige Stelle aus dem Buch einfügen*, wiederfindet. Da schlägt sie ja in meine Kerbe, denn ich bin der festen Überzeugung, dass jeder Mensch in seinem Leben einmal zum Therapeuten gehen sollte. Zur klassischen Grunduntersuchung beim Hausarzt noch eine geistige Grunduntersuchung beim Therapeuten. Ich glaube, die Welt sähe dann etwas anders aus. Aber das ist nur meine unpopuläre Meinung. Aber ich schweife ab. Zurück zum Buch. Am Ende habe ich es nicht ungern gelesen, würde es aber auch nicht in meine Offenbarungsschublade legen und nie wieder hergeben wollen. Ein wenig Handwerkszeug kann und sollte man sich mit Sicherheit daraus aneignen, aber viel Neues wird ein reflektierter Mensch daraus wohl nicht ziehen können. Das fand ich persönlich schade, da ich viel Gutes über ihre anderen Bücher gehört hatte, aber was will man machen.
Apr 16, 2026







