Look inside

Specialized Books

1913

3.9(179)
Available nowFree shipping
Buy Now

About the book

Ein Buch so farbig, so schillernd, so vielgestaltig wie der Sommer des Jahrhunderts.

"Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen - Illies' Geschichten sind einfach großartig." Ferdinand von Schirach

Die Geschichte eines ungeheuren Jahres, das ein ganzes Jahrhundert prägte: Florian Illies entfaltet virtuos ein historisches Panorama. 1913: Es ist das eine Jahr, in dem unsere Gegenwart begann. In Literatur, Kunst und Musik werden die Extreme ausgereizt, als gäbe es kein Morgen. Zwischen Paris und Moskau, zwischen London, Berlin und Venedig begegnen wir zahllosen Künstlern, deren Schaffen unsere Welt auf Dauer prägte. Man kokst, trinkt, ätzt, hasst, schreibt, malt, zieht sich gegenseitig an und stößt sich ab, liebt und verflucht sich.

Es ist ein Jahr, in dem alles möglich scheint. Und doch wohnt dem gleißenden Anfang das Ahnen des Verfalles inne. Literatur, Kunst und Musik wussten schon 1913, dass die Menschheit ihre Unschuld verloren hatte. Der Erste Weltkrieg führte die Schrecken alles vorher schon Erkannten und Gedachten nur noch aus. Florian Illies lässt dieses eine Jahr, einen Moment höchster Blüte und zugleich ein Hochamt des Unterganges, in einem grandiosen Panorama lebendig werden.

Malewitsch malt ein Quadrat, Proust begibt sich auf die Suche nach der verlorenen Zeit, Benn liebt Lasker-Schüler, Rilke trinkt mit Freud, Strawinsky feiert das Frühlingsopfer, Kirchner gibt der modernen Metropole ein Gesicht, Kafka, Joyce und Musil trinken am selben Tag in Triest einen Cappuccino – und in München verkauft ein österreichischer Postkartenmaler namens Adolf Hitler seine biederen Stadtansichten.


"Die Konstruktion des Buches ist fabelhaft, Florian Illies' anekdotischen Gaben sind es nicht minder, die Charakterisierung von Personen und Situationen ist beeindruckend. Auch was ich zu kennen meinte, habe ich hier ganz neu gelesen." Henning Ritter

Editions (4)

ISBN9783100368010
PublisherS. FISCHER
Publication Date10/25/12
Pages320

Reviews & Ratings

179 ratings

24 reviews

3.9

Tap to filter

  • 12drue
    12drue

    110 Followers

    5.0

    Was für eine geniale Art, Geschichte zu erzählen! Florian Illies reiht Monat für Monat Ereignisse und Anekdoten berühmter Personen des Jahres 1913 hintereinander. Belangloses wechselt sich ab mit großen (persönlichen) Tragödien (mein Highlight ist vermutlich die sich durch das gesamte Jahr ziehende Liebesgeschichte zwischen Franz Kafka und Felice Bauer).. Durch lakonische Kommentare oder auch Parallelsetzungen verschiedener Ereignisse entstehen so unglaublich lustige und teils absurde Situationen. "1913" ist ein lehrreiches und dabei so amüsantes Werk. Ich schiebe den zweiten Teil gleich hinterher. 😀

    Oct 3, 2024

  • missyliest
    missyliest

    312 Followers

    4.0

    Ich gehe davon aus, dass Florian Illies einen Riesenspaß hatte, als er die Auswahl aus seinen vielen Quellen für dieses Sachbuch traf! Mit viel Humor und Sinn fürs Besondere und Skurrile kombiniert Illies Begebenheiten aus dem Jahre 1913, die teilweise nichts miteinander zu tun haben - außer dass sie sich im selben Monat ereigneten. Für den Lesefluss ist meiner Meinung nach enorm förderlich, dass er einige berühmte Persönlichkeiten über mehrere Monate hinweg begleitet. Hier fand ich am spannendsten die Brautwerbung Kafkas (arme Felice Bauer), die Windsbraut Alma Mahler, die nach einer sehr engen Beziehung dann doch vor Oskar Kokoschka flieht und den Mann, der gerne viele Bräute hat und am allerliebsten auf Distanz: Rainer Maria Rilke. Über diesen schreibt Illies gewitzt und pointiert Folgendes: "Es ist ein anstrengender Frühling für Rainer Maria Rilke in Paris. Er kommt schon wieder kaum zum Dichten. Er muss leben. Zumindest sowas in der Art. Freunde und Bekannte wollen ihn sehen, er geht frühstücken, mittagessen, abendessen, trifft André Gide, Henry van de Velde, den Insel-Verleger Anton Kippenberg, Romain Rolland und Stefan Zweig. Rilke klagt: "Menschen bekommen mir schlecht.""

    Nov 15, 2024

  • hansdampf
    hansdampf

    199 Followers

    5.0

    Zeitbild In diesem Jahr ist so viel Bahnbrechendes entstanden, wie sonst vielleicht nur in einem Jahrzehnt. In gewohnt flüssigen Stil beschreibt der Autor die Stimmungen und Befindlichkeiten von Künstlern, Autoren und wichtigen Personen vor dem Ausbruch der Weltkatastrophe. Welche Recherchearbeit hinter den ganzen Literatur- und Tagebuchauszügen steckt, verdient größte Bewunderung. Sehr lesenswert! (Vor allem für Leser, die sich nicht scheuen, ab und zu mal nachzurecherchieren, wer da im Text gemeint ist)

    May 9, 2026

3 of 24 reviews

Author

About Florian Illies

Florian Illies, »der große Geschichtenerzähler« (»Süddeutsche Zeitung«) begründete mit seinem Welterfolg »1913« ein neues Genre. Ihm folgten bei S. FISCHER das inzwischen in über zwanzig Sprachen übersetzte Buch über die 1920er und 1930er Jahre »Liebe in Zeiten des Hasses« (2021) sowie der große Nr. 1-Bestseller über die Sehnsuchtsbilder Caspar David Friedrichs, »Zauber der Stille« (2023).Geboren 1971, studierte Florian Illies Kunstgeschichte und Neuere Geschichte in Bonn und Oxford. Er wurde 1996 Redakteur der »FAZ«, war Feuilletonchef der »Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung« und leitete ein Kunst-Auktionshaus. Heute ist Illies einer der Herausgeber der »ZEIT« und lebt als Autor in Berlin. Sein Kunst-Podcast »Augen zu« (gemeinsam mit Giovanni di Lorenzo) gehört zu den meistgehörten Podcasts deutscher Sprache.

Reading is better with the READO app.

Discover books, track progress, read together.

Library

Keep track