Ostende – 1936, Sommer der Freundschaft

Ostende – 1936, Sommer der Freundschaft

CD-Audio
3.753
Joseph RothEgon Erwin KischBücherverbrennungOstende

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Description

Ein belgischer Badeort mit Geschichte und Glanz: Hier kommen im Sommer 1936 noch einmal all die zusammen, die in Deutschland keine Heimat mehr haben. Stefan Zweig trifft auf seinen Freund Joseph Roth, der findet hier seine letzte große Liebe Irmgard Keun. Auch Kisch und Toller, Koestler und Kesten sind da. Es könnte ein Sommer unter Freunden sein. Wenn sich die politische Lage nicht täglich zuspitzte und ihre Bücher nicht verboten wären. Es sind Dichter auf der Flucht. Mit vollendeter Eleganz erzählt Volker Weidermann von diesem letzten gemeinsamen Sommer der Freunde, bevor sich ihre Wege für immer trennten. Ungekürzte Lesung mit Ulrich Noethen 3 CDs | ca. 4 h 0 min

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
CD-Audio
Pages
N/A
Price
22.70 €

Author Description

Volker Weidermann, geboren 1969 in Darmstadt, war Gastgeber des »Literarischen Quartetts« im ZDF. Er ist Kulturkorrespondent der ZEIT und Autor zahlreicher Bücher, darunter »Ostende«, »Träumer. Als die Dichter die Macht übernahmen« und »Mann vom Meer«.

Posts

5
All
3.5

Nicht ganz leichte Kost … aber macht Lust auf die Bücher der Autoren.

Ich glaube dieses Buch war mein erster „Sachbuch-Roman“ (so würde ich es jetzt einfach mal beschreiben). Ich gebe zu, dass ich mich ein wenig zwingen musste, am Ball zu bleiben. Auch weil ich es für einen Lesekreis lesen wollte. Ich habe auch sicherlich nicht alles „verstanden“, vielleicht auch, weil die Gedankenwelt der vorgestellten Autoren sehr weit von meiner eigenen Lebenswirklichkeit entfernt ist. Vielleicht bin ich auch einfach nicht „intellektuell“ genug, für die Welt der Kunstschaffenden. 😉 Ich finde die Zeit des Romans aber unglaublich spannend (gleichwohl auch erschreckend) und habe es über weite Strecke gerne gehört und nun sehr viel Lust, Romane von Zweig, Keun und Roth zu lesen.

2

Ostende 1936, Sommer der Freundschaft hat mich leider nicht abgeholt. Es war mir zu literaturwissenschaftlich, historisch und hatte fast schon Sachbuch Charakter. Bis auf einzelne weibliche Figuren, blieben die Personen für mich blass und auch die hoffnungsvolle Stimmung kam bei mir leider nicht groß auf. Jedoch ist es für alle zu empfehlen, die sich für Schriftsteller im Exil zur Zeit des Nationalsozialismus interessieren!

3

Dieser Art der Chronik-Bücher über einen engen Zeitraum der Geschichte sind durchaus unterhaltsam und lehrreich. Volker Weidermanns Buch über die literarischen Exilanten, deren Wege sich im belgischen Seebad 1936 kreuzten, ist da keine Ausnahme für mich. Im Gegensatz zu Illies' 1913 oder Wittstocks 1933 bleibt aber Weidermann bei seiner Betrachtung nicht so sehr am Zeitraum kleben, sondern erzählt die Biografie von Stefan Zweig, Joseph Roth und Irmgard Keun als zentrales Trio doch sehr weiträumig und hohem Tempo. Insofern hat mich der Buchtitel etwas getäuscht, denn ich hatte mehr eine Verdichtung der Begegnungen in Ostende erwartet und kein generelles Sachbuch über einen Teil der deutschsprachigen Exilliteratur. Dadurch das Weidermann sich stärker von dem chronologischen Geschichtspanorama löst, taumelt der Stil zwischen Roman und Sachbuch, wodurch ich mich viel öfter fragte als bei den beiden genannten Vergleichschroniken, was nun verbürgte Wahrheit und was Weidermannsche Phantasie entspricht. Das solche Art von Büchern keine Quellennachweise haben, kann ich verzeihen, denn sie haben ja auch keinen Anspruch auf eine wissenschaftliche Qualität. Aber insgesamt habe ich am Ende des Buchs eher das Gefühl, einen literarischen Aperitif genossen zu haben, der Hunger nach mehr Informationen über den beschriebenen Personenkreis weckt. Da muss ich mich doch wohl endlich mal [b:Meine Freunde, die Poeten|30656140|Meine Freunde, die Poeten|Hermann Kesten|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1466439325l/30656140._SY75_.jpg|51201118] von Hermann Kesten lesen, der seinerzeit auch in Ostende weilte.

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Dieser Art der Chronik-Bücher über einen engen Zeitraum der Geschichte sind durchaus unterhaltsam und lehrreich. Volker Weidermanns Buch über die literarischen Exilanten, deren Wege sich im belgischen Seebad 1936 kreuzten, ist da keine Ausnahme für mich. Im Gegensatz zu Illies' 1913 oder Wittstocks 1933 bleibt aber Weidermann bei seiner Betrachtung nicht so sehr am Zeitraum kleben, sondern erzählt die Biografie von Stefan Zweig, Joseph Roth und Irmgard Keun als zentrales Trio doch sehr weiträumig und hohem Tempo. Insofern hat mich der Buchtitel etwas getäuscht, denn ich hatte mehr eine Verdichtung der Begegnungen in Ostende erwartet und kein generelles Sachbuch über einen Teil der deutschsprachigen Exilliteratur. Dadurch das Weidermann sich stärker von dem chronologischen Geschichtspanorama löst, taumelt der Stil zwischen Roman und Sachbuch, wodurch ich mich viel öfter fragte als bei den beiden genannten Vergleichschroniken, was nun verbürgte Wahrheit und was Weidermannsche Phantasie entspricht. Das solche Art von Büchern keine Quellennachweise haben, kann ich verzeihen, denn sie haben ja auch keinen Anspruch auf eine wissenschaftliche Qualität. Aber insgesamt habe ich am Ende des Buchs eher das Gefühl, einen literarischen Aperitif genossen zu haben, der Hunger nach mehr Informationen über den beschriebenen Personenkreis weckt. Da muss ich mich doch wohl endlich mal [b:Meine Freunde, die Poeten|30656140|Meine Freunde, die Poeten|Hermann Kesten|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1466439325l/30656140._SY75_.jpg|51201118] von Hermann Kesten lesen, der seinerzeit auch in Ostende weilte.

4.5

Die Atmosphäre des Badeortes Ostende ist quasi mit Händen zu greifen. Eine sehr dichtes, unterhaltsames und durchdacht geschriebenes Panorama der Exilliteratur.

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