Blick ins Buch

Romane

Maman

3,9(86)
Sofort lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

Sylvie Schenks neuer Roman - "Ein tief berührendes Lesevergnügen." Franziska Hirsbrunner, SRF2 Kultur Eine Annäherung an die eigene Mutter und eine schmerzhafte Abrechnung: 1916 wird Sylvie Schenks Mutter geboren, die Großmutter stirbt bei der Geburt. Angeblich war diese eine Seidenarbeiterin, wie schon die Urgroßmutter. Aber stimmt das? Und welche Geschichte wird den Nachkommenden mit auf den Weg gegeben? Als Kind leidet Sylvie Schenk unter dieser Unklarheit, als Schriftstellerin ist sie deshalb noch immer von großer Unruhe geprägt. Mit poetischer Präzision spürt sie den Fragen nach, die die eigene Familiengeschichte offenlässt. „Maman“ ist waghalsiges Unterfangen und explosive Literatur zugleich. Nach „Schnell, dein Leben“ hat die Autorin erneut einen Text voll Schönheit und Temperament geschrieben.

Editionen (2)

ISBN9783446276994
VerlagHanser, Carl
Erscheinungsdatum20.02.23
Seitenzahl176

Rezensionen & Bewertungen

86 Bewertungen

24 Rezensionen

3,9

Tippen zum Filtern

  • jtk_0701
    jtk_0701

    344 Follower

    4,5

    S.119 „Meine Mutter darf mir nicht ins Nichts oder ausschließlich in ihren Frust und Hass abdriften, mein Text darf auch kein „luftiger Sarg aus Worten“ werden, er ist meine erste und letzte Umarmung. Schreiben. Streicheln. Festhalten.“ Einen ganz besonderen Weg hat Sylvie Schenk hier gefunden, um sich der verstorbenen Mutter anzunähern. Auf zarter, sensibler und einfühlsame Art versucht sie herauszufinden, wer ihre Mutter war. Ganz dicht und sehr poetisch erzählt, erinnert sie sich - mal alleine, mal mit ihren Geschwistern oder ihrer Cousine. Dabei versucht sie die Vergangenheit ihrer Mutter zu rekonstruieren, wechselt die Perspektive, reicht ihrer Mutter Gegenstände, erinnert sich auf persönliche Art. Auch wenn ich merke, dass „Maman“ keine Zärtlichkeiten mit ihren Kindern ausgetauscht hat und lieber „mit der Wäsche“ gesprochen hat, spüre ich doch sehr viel Verständnis und Liebe, beobachte, wie traumatisch die Kindheit der Mutter war und spüre, dass ihr Verhalten als Mutter, die wohl ihr einzig mögliche war. Wirklich bezaubernd und feinfühlig. Schmales Buch voller schöner Worte. S.9 „Der Text wird gespickt sein mit den mir unbeliebten Adverbien „wahrscheinlich“ und „vielleicht“, es wird ein approximativer Text sein, ein sich annähernder Text. Ich habe früh gespürt, dass das Rätsel um ihre Herkunft das Leben meiner Mutter ausgehöhlt hat, eine mittelalterliche Tropfenfolter.“ S.102 „Die steife, gleichgültige Mutter war also beim jüngsten Kind weicher geworden, hatte mit Ende vierzig wieder Freude gespürt, es gab warme Gefühle zwischen ihr und dem Kind.“ S.106 „Jeder ist Opfer und Täter - hinter dem Täter versteckt sich ein Opfer - wer Mutter oder Vater als Opfer sieht, glaubt sein Leben lang, Opfer bringen zu müssen.“

    17. Nov. 2024

  • motzpig
    motzpig

    70 Follower

    5,0

    Eine interessante Familiengeschichte

    Sylvie Schenk versucht, das Leben ihrer Mutter und Großmutter zu finden. Dabei wird ihr eigenes Leben gut mit eingewoben. Gut gefallen haben mir die kurzen Geschichten. Dadurch konnte ich das Buch gut lesen. Es war interessant, wie immer mehr über die Mutter und ihr Verhalten-auch die Ursachen, die das Verhalten herbeigeführt haben, bekannt wurde. Bis zum Ende ein gut zu lesendes und interessantes Buch.

    27. Feb. 2025

3 von 24 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Sylvie Schenk

Sylvie Schenk wurde 1944 in Chambéry, Frankreich, geboren, studierte in Lyon und lebt seit 1966 in Deutschland. Sylvie Schenk veröffentlichte Lyrik auf Französisch und schreibt seit 1992 auf Deutsch. Sie lebt bei Aachen und in La Roche-de-Rame, Hautes-Alpes. Bei Hanser erschienen ihre Romane »Schnell, dein Leben« (2016), »Eine gewöhnliche Familie« (2018), »Roman d'amour« (2021) und »Maman« (2023).

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick