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Ich träumte von einer Bestie

4,1(77)
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Über das Buch

Ein fesselnder Roman über eine außergewöhnliche Frau und die Dämonen ihrer Vergangenheit, von der Autorin von »Liebten wir«

Fleurs Leben ist das Internet. Dieser Ort bietet der Datenforensikerin im Gegensatz zur realen Welt Geborgenheit. Als Fleur die Wohnung ihrer verhassten französischen Großmutter erbt, wird sie mit ihrer ungeklärten Familiengeschichte konfrontiert. Auf den Spuren ihrer Ahnen reist Fleur nach Frankreich in die Auvergne. Dort stößt sie auf ein dunkles Geheimnis, das bis in die Zeit der Aufklärung zurückreicht. Dabei blickt sie auch einer Bestie ins Gesicht, die das Schicksal ihrer Familie seit Generationen überschattet. Nach dieser Begegnung wird Fleur für immer eine andere sein.

Nina Blazon führt uns nach Frankreich und hin zu einer bekannten Legende: die Bestie des Gévaudan.

Editionen (1)

ISBN9783365003008
VerlagHarperCollins Hardcover
Erscheinungsdatum26.09.23
Seitenzahl448

Rezensionen & Bewertungen

77 Bewertungen

24 Rezensionen

4,1

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  • siralexfelixson
    siralexfelixson

    324 Follower

    4,5

    Ein großartiger Roman.

    "Ich glaube sogar, dass wir zu einem großen Teil aus Vergangenem bestehen. In der heutigen Zeit ist es en vogue zu denken, die Menschen würden sich in jeder Generation ganz neu erfinden. Ich bin anderer Meinung. Wir fügen in jeder Generation nur etwas hinzu. Und das ist nicht viel, zum größten Teil sind wir die Summe aller Erfahrungen und Leben, die vor uns gelebt wurden. Und jedes frühere Leben hallt wie ein Echo bis in die Jetztzeit." Nina Blazon zieht uns mit ihrem Roman "Ich träumte von einer Bestie" hinein in die Legende der Bestie von Gévaudan, die seit jeher immer wieder nicht nur Historiker beschäftigt. Fleur trägt viele Narben aus ihrer Vergangenheit mit sich herum: sichtbare und unsichtbare. Nächte ohne Alpträume kennt sie kaum. Als Datenforensikerin hat sie für sich den perfekten Job gefunden, denn hinter ihren Bildschirmen kann sie selbst stets unsichtbar bleiben und keiner kommt ihr zu nah. Sie ist distanziert und überlegt. Als Fleur dann das Haus ihrer verhassten Großmutter erben soll, wird Fleur wieder mit der Vergangenheit und ihrer Familiengeschichte konfrontiert. Und das führt sie wieder zurück nach Frankreich, in die Gegend der Auvergne, wo im 18. Jahrhundert die Bestie von Gévaudan ihr Unwesen trieb. Nina Blazon hat hier wirklich eine atemberaubende Geschichte geschaffen. Das Thema um die Bestie von Gévaudan, die junge Frauen und Mädchen auf bestialische Art tötete, ist wirklich fesselnd und die Autorin hat diese auch sehr gekonnt und enorm spannend in die Familiengeschichte von Fleur eingewoben. Fleur selbst ist definitiv eine sehr interessante Frau, die im Laufe der Story auch mehr und mehr Farbe und Tiefe bekommt. Eine Frau, die im Laufe der Geschichte lernt mit ihren Dämonen umzugehen. Die mich in ihre Recherche reingezogen hat, mich mit ihr leiden und lieben ließ und mich damit emotional einfach an sich fesselte. "Ich träumte von einer Bestie" ist ein wirklich großartiger Roman, um eine junge Frau, die sich selbst annehmen und akzeptieren lernt, während sie sich mit ihrer Familiengeschichte auseinandersetzt. Kurzum: ich habe die Lektüre sehr genossen. "Fürchte nicht die Wölfe, fürchte die Jäger."

    Ein großartiger Roman.

    17. Mai 2024

  • pmik_54
    pmik_54

    18 Follower

    4,5

    Schon zu Ende?

    Warum ist es zu Ende? Ich hätte kein Problem damit weiter in der Geschichte zu lesen. Wirklich toll und spannend erzählt und liest sich schnell weg durch den, für mich, passenden Ausdruck. Leider, wie immer für meinen Geschmack, zu viele Umgebungsbeshreibungen, die die Seiten füllen, daher nur 4,5. Ich bin voreingenommen an das Buch ran und wurde eines besseren belehrt. Nicht nur, dass einem die französische Sprache und Umgebung näher gebracht wird. Es ist auch eine passende Szenerie für die dort stattfindene Geschichte. Tolle Charaktere und man ist gewillt schneller als die Story, das Rätsel durch Subtext zu lösen, weil es wirklich mitreißend ist, auch wenn es nicht ständig dramatisch ist. Klare Empfehlung, denn ich will zurück ins Buch!

    27. Jan. 2026

  • 4,5

    Trägt man das Erlebte seiner Vorfahren wie ein Gen in sich? Bestehen wir zu großen Teilen aus Vergangenem und "sind wir die Summe aller Erfahrungenund Leben, die vor uns gelebt wurden"? Diese Fragen stellt sich Fleur, denn immer wieder hat sie Albträume in denen sie ein Wolf ist und von Jägern verfolgt wird. "Fürchte nicht die Wölfe, hat Margot unter ihre Zeichnung geschrieben, fürchte die Jäger. " Margot ist die gefürchtete und gehasste Großmutter, die Zeichnung zeigt eine Reliquie. Was ist das für eine Reliquie und was hat diese mit ihr, Fleur, zu tun? Fleur ist selbstständige Daten-Forensikerin. Im Auftrag von Privatkunden, oder auch der Polizei forscht sie nach Dateien im Internet, mal für Recherche, oft aber auch im diese für immer zu löschen, wenn es um missbräuliche Fotos von Mädchen geht. Als ihr Vater, den sie kaum kennt, stirbt, macht sie Recherche in eigener Sache, denn sie befürchtet mit den Menschen verwandt zu sein, die im 18. Jahrhundert für den bestialischen Tod vieler Kinder und jungen Frauen verantwortlich sein könnten. Diese Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit und ist unter dem Namen "Bestie des Gévaudan" bekannt. Bis heute ist die Frage offen, ob diese von Wölfen getötet wurden, oder doch in Mensch dafür verantwortlich war. Fleur begibt sich auf die Reise nach Frankreich und taucht tief in die historischen Ereignisse ein und muss auch hier lernen: "Unterschätze nie den Schatten einer Person. " Von mir eine absolute Leseempfehlung für diesen spannenden Roman, der auf wahren Begebenheiten beruht! Tolles Cover, tolles Buch!

    20. Okt. 2024

3 von 24 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Nina Blazon

Nina Blazon, geboren 1969, studierte Slawistik und Germanistik in Würzburg und lehrte einige Jahre als Dozentin an den Universitäten in Tübingen und Saarbrücken. Anschließend absolvierte sie ein Redaktionsvolontariat und schrieb unter anderem für die Süddeutsche und die Stuttgarter Zeitung. Die Autorin lebt in Stuttgart, wo sie auch als freie Journalistin und Trainerin für kreatives und therapeutisches Schreiben arbeitet. Nina Blazon ist Autorin zahlreicher Jugendromane, die mehrfach auf der SPIEGEL-Bestsellerliste standen. Zu ihren großen Erfolgen zählen »Faunblut«, »Totenbraut« und »Der Winter der schwarzen Rosen«. Ihr Roman »Liebten wir« wurde von der Presse hymnisch besprochen.

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