Wer steckt hinter den grausamen Morden, die die Bewohner der Auvergne in Angst und Schrecken versetzen? Es heißt, eine Bestie in Wolfsgestalt treibe in der Gegend ihr Unwesen. Eine Delegation des Königs bricht auf, um sie zu töten. Mit dabei ist auch der Zeichner Thomas, dem sich schon bald ein dunkles Geheimnis offenbart: Weder ein Dämon noch ein Wolf allein kann die Morde begangen haben. Für seinen ungeheuerlichen Verdacht setzt Thomas seine große Liebe aufs Spiel - und sein Leben.
Dieses Buch hat meine Liebe zu Büchern und zum Lesen erst so richtig eingeleitet und ich war damals ziemlich überwältigt von der Geschichte, den Charakteren und den geschichtlichen Hintergründe.
Definitiv 5 Sterne wert, absolut zu empfehlen. Ich war damals an der ein oder anderen Stelle ein wenig überfordert, aber hab das Buch deshalb nicht weniger genossen.
Die Charaktere sind gut geschrieben und die Geschichte soweit es geht auch verständlich, der Schreibstil und die Dialoge sind der Epoche entsprechend.
30. Okt. 2023
5,0
Dieses Buch hat meine Liebe zu Büchern und zum Lesen erst so richtig eingeleitet und ich war damals ziemlich überwältigt von der Geschichte, den Charakteren und den geschichtlichen Hintergründe.
Definitiv 5 Sterne wert, absolut zu empfehlen. Ich war damals an der ein oder anderen Stelle ein wenig überfordert, aber hab das Buch deshalb nicht weniger genossen.
Die Charaktere sind gut geschrieben und die Geschichte soweit es geht auch verständlich, der Schreibstil und die Dialoge sind der Epoche entsprechend.
Inhalt:
Frankreich, 1765: Das Gebiet Gévaudan wird von einer Bestie heimgesucht, die junge Mädchen und Kinder brutal tötet. Der König schickt eine Delegation aus, um den Wolf, um den es sich angeblich handelt, ein für alle mal zu erlegen.
Der junge Zeichner Thomas schaffte es, Teil dieser Delegation zu werden. Er wird angetrieben von der wissenschaftlichen Neugierde. Laut der Bevölkerung kann die Bestie kein Wolf sein. Doch was ist es dann?
Diese Frage lässt Thomas keine Ruhe. Als er des nachts auch noch Isabelle D’Apcher trifft, ist es um ihn geschehen und die Suche nach der Bestie wird zu Thomas‘ Lebensinhalt…
Meine Meinung:
Nina Blazons „Wolfszeit“ ist ein Werwolfbuch ohne Werwolf. Fantasy ohne phantastische Elemente. Eher orientiert sich das Buch an der natürlichen Vorstellungskraft des Menschen. Der Mensch sucht nach Erklärungen, auch dann, wenn Dinge geschehen, die der Mensch sich eben nicht so leicht erklären kann. Dann findet man Antworten im Übernatürlichen. All dies kommt in „Wolfszeit“ zum Zuge.
Die Geschichte beruht auf realen Begebenheiten und gemeinsam mit der Hauptfigur Thomas sucht der Leser nach einer Antwort. Ist es wirklich ein Wolf, der die Mädchen getötet hat? Thomas stellt schon bald fest, dass es zu viele Ungereimtheiten gibt. Zu viel Unerklärliches. Doch an einen Werwolf, ein Wesen halb Mensch, halb Wolf mag der rationale Thomas auch nicht glauben. Was aber kann es denn dann sein?
Blazons Schreibstil zeigt eine klare Linienführung und schafft es trotz der schlichten Sprache, viel Spannung und viel Gefühl zu erzeugen. Vor allem am Schluss konnte ich das Buch nicht aus den Händen geben, da ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte endet. Die Autorin führt uns immer wieder auf falsche Fährten, leitet uns in die Irre und überrascht. Geheimnisse kommen ans Licht, die man nicht erwartet hätte. Über all dem steht natürlich die Frage nach dem Wesen der Bestie.
Geschickt verwebt Blazon ihre imaginären Charaktere Thomas und Belle in den realen Hintergrund der Bestienmorde im Frankreich des 18. Jahrhunderts. Die Kulisse stimmt, auch die sprachlichen Feinheiten sind vorhanden, sodass man sich trotz angepasster Sprache in der Zeit um 1765 wiederfindet.
Die Personen, die in der Geschichte auftauchen, sind vielschichtig und glaubhaft. Manche wirken auf den ersten Blick unsympathisch, doch erweisen sie sich als die treuesten Freunde, während manche vielleicht freundlich lächeln, aber nicht zögern würden, einen mit dem Messer an die Gurgel zu gehen. Sie alle haben ihren Charakter und so befindet man sich als Leser in einem ständigen Wechselbad der Gefühle: Einerseits ist einem die Figur sympathisch, andererseits könnte sie gut für die Morde verantwortlich sein.
All dies macht „Wolfszeit“ zu einem Lesevergnügen nicht nur für Jugendliche. Es sticht angenehm aus der Masse heraus, wenn auch nicht gleich von Anfang an. Zu Beginn dachte ich noch, ich hätte es mit einer normalen Werwolfsgeschichte zu tun. Doch rasch wurde ich eines Besseren belehrt und genoss die Lektüre umso mehr. Manchmal hielt ich es vor Spannung kaum noch aus und die letzten 200 Seiten las ich an einem Morgen weg.
Das Buch flutscht runter wie weiche Butter, da der Text und der Zeilenabstand relativ gross ist. Aber auch die angenehme Sprache Blazons und die Spannung sorgten dafür, dass ich die 550 Seiten schneller gelesen hatte, als ich angenommen habe.
„Wolfszeit“ war mein erstes Buch von Nina Blazon, doch damit hat sie mich dermassen überzeugt, dass ich sicher bin, dass ich schon bald noch mehr Bücher der Autorin lesen werde.
Fazit:
Ein Buch für alle, die mal etwas frischen Wind im „Junge Erwachsene“-Genre suchen. Es bietet Spannung bis zum Schluss und einen guten Einblick ins Frankreich des 18. Jahrhundert und natürlich eine anrührende Liebesgeschichte. Es gibt viel zu rätseln und mitzuraten, deshalb können auch Hobbydetektive und Krimileser zu diesem Buch greifen.
Mich hat „Wolfszeit“ restlos begeistert und kann es mit gutem Gewissen weiterempfehlen.
21. Dez. 2024
4,0
Inhalt:
Frankreich, 1765: Das Gebiet Gévaudan wird von einer Bestie heimgesucht, die junge Mädchen und Kinder brutal tötet. Der König schickt eine Delegation aus, um den Wolf, um den es sich angeblich handelt, ein für alle mal zu erlegen.
Der junge Zeichner Thomas schaffte es, Teil dieser Delegation zu werden. Er wird angetrieben von der wissenschaftlichen Neugierde. Laut der Bevölkerung kann die Bestie kein Wolf sein. Doch was ist es dann?
Diese Frage lässt Thomas keine Ruhe. Als er des nachts auch noch Isabelle D’Apcher trifft, ist es um ihn geschehen und die Suche nach der Bestie wird zu Thomas‘ Lebensinhalt…
Meine Meinung:
Nina Blazons „Wolfszeit“ ist ein Werwolfbuch ohne Werwolf. Fantasy ohne phantastische Elemente. Eher orientiert sich das Buch an der natürlichen Vorstellungskraft des Menschen. Der Mensch sucht nach Erklärungen, auch dann, wenn Dinge geschehen, die der Mensch sich eben nicht so leicht erklären kann. Dann findet man Antworten im Übernatürlichen. All dies kommt in „Wolfszeit“ zum Zuge.
Die Geschichte beruht auf realen Begebenheiten und gemeinsam mit der Hauptfigur Thomas sucht der Leser nach einer Antwort. Ist es wirklich ein Wolf, der die Mädchen getötet hat? Thomas stellt schon bald fest, dass es zu viele Ungereimtheiten gibt. Zu viel Unerklärliches. Doch an einen Werwolf, ein Wesen halb Mensch, halb Wolf mag der rationale Thomas auch nicht glauben. Was aber kann es denn dann sein?
Blazons Schreibstil zeigt eine klare Linienführung und schafft es trotz der schlichten Sprache, viel Spannung und viel Gefühl zu erzeugen. Vor allem am Schluss konnte ich das Buch nicht aus den Händen geben, da ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte endet. Die Autorin führt uns immer wieder auf falsche Fährten, leitet uns in die Irre und überrascht. Geheimnisse kommen ans Licht, die man nicht erwartet hätte. Über all dem steht natürlich die Frage nach dem Wesen der Bestie.
Geschickt verwebt Blazon ihre imaginären Charaktere Thomas und Belle in den realen Hintergrund der Bestienmorde im Frankreich des 18. Jahrhunderts. Die Kulisse stimmt, auch die sprachlichen Feinheiten sind vorhanden, sodass man sich trotz angepasster Sprache in der Zeit um 1765 wiederfindet.
Die Personen, die in der Geschichte auftauchen, sind vielschichtig und glaubhaft. Manche wirken auf den ersten Blick unsympathisch, doch erweisen sie sich als die treuesten Freunde, während manche vielleicht freundlich lächeln, aber nicht zögern würden, einen mit dem Messer an die Gurgel zu gehen. Sie alle haben ihren Charakter und so befindet man sich als Leser in einem ständigen Wechselbad der Gefühle: Einerseits ist einem die Figur sympathisch, andererseits könnte sie gut für die Morde verantwortlich sein.
All dies macht „Wolfszeit“ zu einem Lesevergnügen nicht nur für Jugendliche. Es sticht angenehm aus der Masse heraus, wenn auch nicht gleich von Anfang an. Zu Beginn dachte ich noch, ich hätte es mit einer normalen Werwolfsgeschichte zu tun. Doch rasch wurde ich eines Besseren belehrt und genoss die Lektüre umso mehr. Manchmal hielt ich es vor Spannung kaum noch aus und die letzten 200 Seiten las ich an einem Morgen weg.
Das Buch flutscht runter wie weiche Butter, da der Text und der Zeilenabstand relativ gross ist. Aber auch die angenehme Sprache Blazons und die Spannung sorgten dafür, dass ich die 550 Seiten schneller gelesen hatte, als ich angenommen habe.
„Wolfszeit“ war mein erstes Buch von Nina Blazon, doch damit hat sie mich dermassen überzeugt, dass ich sicher bin, dass ich schon bald noch mehr Bücher der Autorin lesen werde.
Fazit:
Ein Buch für alle, die mal etwas frischen Wind im „Junge Erwachsene“-Genre suchen. Es bietet Spannung bis zum Schluss und einen guten Einblick ins Frankreich des 18. Jahrhundert und natürlich eine anrührende Liebesgeschichte. Es gibt viel zu rätseln und mitzuraten, deshalb können auch Hobbydetektive und Krimileser zu diesem Buch greifen.
Mich hat „Wolfszeit“ restlos begeistert und kann es mit gutem Gewissen weiterempfehlen.