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Das Wörterbuch des Windes

4,0(22)
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Über das Buch

Wenn das Ende einer Liebe der Anfang eines neuen Lebens ist

In Island, der Insel der Winde, treffen sie am Walfjord aufeinander: die deutsche Touristin Swea, deren Ehe gerade auf der gemeinsamen Reise zerbrochen ist, der ehemalige Lehrer Einar Pálsson und der scheue Jón Árnarsson. In Einars Haus am Meer versucht Swea noch einmal ganz neu anzufangen. Früher hat sie Kunst studiert, wollte malen, Liebhaber sammeln und auch sonst in jeder Hinsicht frei sein. Aber kann man wirklich alles auf Null setzen? Auf der Suche nach Antworten entdeckt Swea das Leben und das Lieben neu und wagt es schließlich, ihre eigenen Geister zurückzulassen und dem Weg des Windes zu folgen.

Editionen (1)

ISBN9783864931475
VerlagUllstein extra
Erscheinungsdatum28.09.20
Seitenzahl576

Rezensionen & Bewertungen

22 Bewertungen

5 Rezensionen

4,0

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  • brividolibro
    brividolibro

    10 Follower

    Ich liebe Nina Blazons Bücher, egal ob Kinder-, Jugend- oder Erwachsenenroman. Liebten wir mochte ich damals schon und so hat mir auch das Wörterbuch des Windes wieder viel Spaß beim Lesen bereitet. Nina Blazon schafft es, eine aus dem Leben gegriffene Geschichten voller Authentizität, Echtheit und unterschwelliger Spannung einen poetischen Rahmen zu verleihen, bei dem man sofort denkt, jedem Windhauch wohnt ein Zauber inne (oder eine Fee). Das Setting hat mich auch sofort in seinen Bann gezogen und am liebsten würde ich selbst gleich mich auf den Weg machen und die Orte in der Geschichte entdecken. Die Charaktere sind alle liebevoll ausgearbeitet und auch ihre Konflikte dementsprechend angepasst. Wie erwähnt, findet man die Dramatik im Buch eher unterschwellig, aber wer nicht den großen Knall auf jeder Seite erwartet, sondern eben die spannenden Momente einer realistischen Geschichte wertschätzen kann, wird dieses Buch ebenso mögen. Mehr will ich auch gar nicht spoilern. :)

    22. Nov. 2021

  • 4,0

    Nina Blazons Roman über die Selbstfindung einer Frau Anfang 40 ist eine gelungene Beschreibung eines späten coming of age – unterhaltend, aber nicht seicht, manchmal allerdings zu lang. Auf den ersten Blick bestand bei Sweas Geschichte sicherlich die Gefahr, dass hier auf allen Ebenen die Klischees einer „Inga Lindström“-Story bedient werden könnten – dies ist jedoch glücklicherweise nicht der Fall. Stattdessen präsentiert Nina Blazon eine sich äußerst zeitgemäß und modern anfühlende Geschichte einer Frau, die im mittleren Lebensabschnitt noch einmal einen Neustart wagt, Vernunft und Bravsein über Bord wirft und sich mit allen Sinnen, Gefühlen und auch Verzweiflung in ihr Leben stürzt. Die Darstellung des Lernprozesses und der damit einhergehenden Unsicherheiten ist authentisch und häufig frech genug, um den Leser auch über die zugegebenermaßen vorhandenen Längen zu tragen – manche Erfahrungen sind schlichtweg redundant, ein wenig Verschlankung hätte dem Roman gut angestanden. Die Figuren, die den Roman bevölkern, sind gut konzipiert – teils verrückt, teils unbequem – und alle mit einer Backstory versehen, die nicht nur den jeweiligen Charakter umfassend erläutert, sondern auch den Anreiz zur persönlichen Weiterentwicklung setzt. Obwohl alle Figuren einiges an Schwere und Konflikten erfahren haben, bleibt der Roman stets realistisch-optimistisch ohne allzu verschwenderisch mit Happy Ends umzugehen. Selbst die Anklänge an das Übernatürliche, das in Romanen oftmals eher merkwürdig und wenig sinnvoll erscheint, erhält hier einen durchaus überzeugenden Platz. Island ist als Handlungsort so prägend und präsent, dass man es eigentlich ebenfalls als eigenständige Figur bezeichnen muss. Der Roman weist so viel Islandgefühl und Islandwirkung auf, dass man sich fast nach Reykjavik transportiert fühlt, und vor allem auch die Besonderheiten der Isländer gut verstehen kann. Das Wechselspiel zwischen dieser einzigartigen Insel und der besonderen Mentalität und Lebensart kommt bei Nina Blazon sehr gut zur Geltung. Das Wörterbuch des Windes ist ein unterhaltender Roman mit ernsten Untertönen für Islandträumer, der leider zu lang geraten ist. Dies macht sich besonders auch in den letzten Kapiteln bemerkbar. Hier gab es so manchen Satz am Ende eines Kapitels, der sich ebenso gut als Schlusssatz des Romans geeignet hätte, und dem Leser dabei noch Raum zum eigenständigen Weiterdenken gelassen hätte. Stattdessen wird hier zu viel ausformuliert und das Ende immer wieder aufgeschoben, sodass es gerade zum Schluss etwas zäh wirkt.

    23. Sept. 2022

  • gedankenlabor
    gedankenlabor

    290 Follower

    5,0

    Von gedankenlabor >>Wenn das Ende einer Liebe der Anfang eines neuen Lebens ist<< „Das Wörterbuch des Windes“ von Nina Blazon war für mich ein Ausflug auf die ganz ganz besondere Insel der Winde, Island. Neben einer ziemlich anstrengenden, mitunter nervigen Swea gab es hier zum Glück noch Einer, ein älterer Mann, der so voller Schmerz steckt, dass ich es selbst fühlen konnte... ganz ehrlich... mein Herz ist beinahe mit seinem im gleichen Takt gebrochen und ich war von seiner Geschichte und ihm so so berührt! Auch Jon Arnason ist ein sehr interessanter Man, der viel hinter sich hat und mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen hat. Umso schöner war es für mich hinter die harte Schale blicken zu können. Ganz besonders erwähnen möchte ich hier auf jeden Fall Lif, sie ist im Grunde innerhalb der Geschichte ein Nebencharakter, aber für mich war sie so viel mehr! Sie ist eben auch eine Frau, die viel erlebt und hinter sich hat und umso mehr das Leben beim Schopf packt und bunt ist, in all ihren Farben strahlt und mich einfach mitreißen konnte! „Das Wörterbuch des Windes“ war für mich eine besondere Reise, eine Reise mit dem Wind, dem Sturm in all seiner Rauheit und Sanftheit mit wundervollen und ausdrucksstarken Bildern, die die Autorin hier gezeichnet hat. Von mir gibt es hier eine klare Leseempfehlung und seht es Swea nach... sie kann echt anstrengend sein, aber letztlich ist auch sie ihres Glückes Schmied

    19. Sept. 2022

3 von 5 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Nina Blazon

Nina Blazon, geboren 1969, studierte Slawistik und Germanistik in Würzburg und lebt inzwischen in Stuttgart, wo sie als freie Journalistin, Autorin und Trainerin für kreatives und therapeutisches Schreiben arbeitet. Nina Blazon ist Autorin zahlreicher Jugendromane. Zu ihren großen Erfolgen zählen "Faunblut", "Totenbraut" und "Der Winter der schwarzen Rosen". Ihr Roman "Liebten wir" wurde von der Presse hymnisch besprochen.

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