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Gefühle im Hitzeflimmern
Flirrend ist das richtige Wort für Hitzetage: flirrend die Seiten durch die man fliegt, flirrend London, das unter der trägen Hitze der Sommertage vibriert; flirrend die Geheimnisse der Protagonist:innen, die zwischen Asphalt, Partys und stillen Küchen flackern; flirrend auch die Gefühle, die sich nie ganz greifen lassen und doch überall spürbar sind. Der Rest des Romans fühlt sich an wie ein Gruppenchat im Sommer, nur mit besserem Timing und mehr emotionaler Fallhöhe: mehrere Figuren, mehrere Lebensentwürfe, alle irgendwo zwischen „Ich hab mein Leben im Griff“ und „Warum google ich um drei Uhr nachts Sinnfragen?“. Dieses diffuse Mitte-30-Gefühl – zu alt für Ausreden, zu jung für Resignation – trifft herrlich ins Schwarze. Ja, die Handlung dreht stellenweise dramatisch auf, nicht alles davon ist klassischer Alltag. Aber die Gefühle dahinter? Bestens bekannt: das leise Ziehen im Bauch, wenn man sich vergleicht, das Schwanken zwischen Größenwahn und Selbstzweifel, die große Frage, ob Erwachsensein bedeutet, Antworten zu haben oder einfach nur bessere Snacks. Und genau darin liegt der Charme: Das Buch ist queer, witzig, manchmal ein bisschen frech und dabei erstaunlich zärtlich mit seinen Figuren. Man fühlt sich gesehen, ein kleines bisschen ertappt – und ziemlich gut unterhalten. Unterm Strich: ein Roman wie ein heißer Abend mit viel Gelächter und genau den richtigen Gesprächen – ein Buch, das versteht und unterhält.
23. Feb. 2026
Gefühle im Hitzeflimmern
Flirrend ist das richtige Wort für Hitzetage: flirrend die Seiten durch die man fliegt, flirrend London, das unter der trägen Hitze der Sommertage vibriert; flirrend die Geheimnisse der Protagonist:innen, die zwischen Asphalt, Partys und stillen Küchen flackern; flirrend auch die Gefühle, die sich nie ganz greifen lassen und doch überall spürbar sind. Der Rest des Romans fühlt sich an wie ein Gruppenchat im Sommer, nur mit besserem Timing und mehr emotionaler Fallhöhe: mehrere Figuren, mehrere Lebensentwürfe, alle irgendwo zwischen „Ich hab mein Leben im Griff“ und „Warum google ich um drei Uhr nachts Sinnfragen?“. Dieses diffuse Mitte-30-Gefühl – zu alt für Ausreden, zu jung für Resignation – trifft herrlich ins Schwarze. Ja, die Handlung dreht stellenweise dramatisch auf, nicht alles davon ist klassischer Alltag. Aber die Gefühle dahinter? Bestens bekannt: das leise Ziehen im Bauch, wenn man sich vergleicht, das Schwanken zwischen Größenwahn und Selbstzweifel, die große Frage, ob Erwachsensein bedeutet, Antworten zu haben oder einfach nur bessere Snacks. Und genau darin liegt der Charme: Das Buch ist queer, witzig, manchmal ein bisschen frech und dabei erstaunlich zärtlich mit seinen Figuren. Man fühlt sich gesehen, ein kleines bisschen ertappt – und ziemlich gut unterhalten. Unterm Strich: ein Roman wie ein heißer Abend mit viel Gelächter und genau den richtigen Gesprächen – ein Buch, das versteht und unterhält.
23. Feb. 2026






