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Wie „Modern Family“ mit ernsteren Tönen und einem Fokus auf queeren Perspektiven
Wir befinden uns inmitten einer Hitzewelle in London, die Stadt pulsiert und vibriert wie ein überfüllter Ameisenhaufen. Ein Wal ist in den flachen Gewässern der Themse gestrandet, währenddessen wir in ein Ökosystem aus einer kleinen Gruppe an Menschen abtauchen, die miteinander durch familiäre und freundschaftliche Beziehungen verbunden sind. Der Erzählton ist zart und dennoch unverblümt. Jedes Kapitel erleben wir aus der Sicht eines anderen Hauptdarstellenden, können die Motive, Sehnsüchte und Sorgen verstehen. Zum Ende jedes Abschnitts wird eine Brücke zur nächsten Perspektive geschlagen. Dadurch entsteht ein sehr kurzweiliges Leseerlebnis und wir geraten in einen Sog. Die berührten Themen sind nicht unbeschwert: Liebe, sexuelle Orientierung, Verlustangst, Krankheit, finanzielle Sorgen, Perspektivsuche, Elternschaft, Verantwortung, Scham, Ausgrenzung, Übergriffe verschiedener Art. Geballt so formuliert klingt diese Aneinanderreihung abschreckend, die Umsetzung ist aber derart mitfühlend und wertschätzend gestaltet, dass das Buch alles andere als eine Tragödie ist. Die Lektüre berührt und dem Autor gelingt es, das Leben so darzustellen wie es ist. Sehr gelungen, gerade auch wegen der queeren Perspektiven. Bonus: Aufgrund des Settings sehr geeignet als Summer-Read.
16. Aug. 2025
Wie „Modern Family“ mit ernsteren Tönen und einem Fokus auf queeren Perspektiven
Wir befinden uns inmitten einer Hitzewelle in London, die Stadt pulsiert und vibriert wie ein überfüllter Ameisenhaufen. Ein Wal ist in den flachen Gewässern der Themse gestrandet, währenddessen wir in ein Ökosystem aus einer kleinen Gruppe an Menschen abtauchen, die miteinander durch familiäre und freundschaftliche Beziehungen verbunden sind. Der Erzählton ist zart und dennoch unverblümt. Jedes Kapitel erleben wir aus der Sicht eines anderen Hauptdarstellenden, können die Motive, Sehnsüchte und Sorgen verstehen. Zum Ende jedes Abschnitts wird eine Brücke zur nächsten Perspektive geschlagen. Dadurch entsteht ein sehr kurzweiliges Leseerlebnis und wir geraten in einen Sog. Die berührten Themen sind nicht unbeschwert: Liebe, sexuelle Orientierung, Verlustangst, Krankheit, finanzielle Sorgen, Perspektivsuche, Elternschaft, Verantwortung, Scham, Ausgrenzung, Übergriffe verschiedener Art. Geballt so formuliert klingt diese Aneinanderreihung abschreckend, die Umsetzung ist aber derart mitfühlend und wertschätzend gestaltet, dass das Buch alles andere als eine Tragödie ist. Die Lektüre berührt und dem Autor gelingt es, das Leben so darzustellen wie es ist. Sehr gelungen, gerade auch wegen der queeren Perspektiven. Bonus: Aufgrund des Settings sehr geeignet als Summer-Read.
16. Aug. 2025






