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Wow - eine einmalige Leseerfahrung! 🤩🐇🕰️
Steckt in „Hasenprosa“ wirklich ein Roman, so wie es uns das Buchcover vorgaukeln will?! Ich würde sagen: Jein! Denn ganz zu fassen bekommt man den Inhalt und somit die Zuordnung nicht. Die Handlung ist Nebensache. Eine Erzählfigur bewegt sich durch Zeit und Raum, lässt sich nicht packen - die Grenzen verschwimmen. Sie lebt in Träumen und Erinnerungen, spielt mit Gesehenem und Gehörtem. Alle vier Großeltern der Ich-Erzählerin Maren spielen eine Rolle in dem Buch, doch gegen Ende kommt es zu einer tiefgreifenden Großmutter-Beschreibung (hab ich sehr geliebt). Doch wieviel von Maren Kames selbst steckt in der Ich- Erzählerin?! Sehr viel, denn sie trägt nicht zufällig den selben Namen wie die Romanautorin, sie teilt auch ihre Erfahrungen, Vorlieben und die Familie. Lediglich Marens Begegnung mit einem Hasen bildet eine Ausnahme - er fungiert als Cicerone für sie, nicht nur durch Hollywood, sondern auch hinab ins imaginäre Mississippium und hinauf in den Himmel, aber letztlich in die afrikanische Savanne. Zwischenstation wird in der Erinnerung in Mittelhessen bei ihren Großeltern eingelegt - und am Bodensee, der Hase lauscht ihr dabei beständig. Wie ihr sicher merkt: „Hasenprosa“ ist ein Buch, das man selbst erleben bzw. erlesen muss. Alice in Wonderland ist seit jeher mein absolutes Lieblingsbuch und ich kann Euch schonmal verraten: Liebhaber*innen kommen hier auf ihre Kosten. „Hasenprosa“ ist ein Buch für Sprachverliebte, die Lust am literarischen Sezieren, Erfinden, am Zerstückeln und wieder Zusammensetzen empfinden. Der Hase wird dabei Euer ständiger Begleiter, Euer persönlicher Guide, aber auch eine Art Mahnfigur. Maren Kames erfindet in dem Roman eine neue Realität, jenseits der gängigen Erzählkonzepte. Hast du den Mumm dich darauf einzulassen und begibst dich auf eine literarische Reise mit dem Hasen?!
17. Sept. 2024
Wow - eine einmalige Leseerfahrung! 🤩🐇🕰️
Steckt in „Hasenprosa“ wirklich ein Roman, so wie es uns das Buchcover vorgaukeln will?! Ich würde sagen: Jein! Denn ganz zu fassen bekommt man den Inhalt und somit die Zuordnung nicht. Die Handlung ist Nebensache. Eine Erzählfigur bewegt sich durch Zeit und Raum, lässt sich nicht packen - die Grenzen verschwimmen. Sie lebt in Träumen und Erinnerungen, spielt mit Gesehenem und Gehörtem. Alle vier Großeltern der Ich-Erzählerin Maren spielen eine Rolle in dem Buch, doch gegen Ende kommt es zu einer tiefgreifenden Großmutter-Beschreibung (hab ich sehr geliebt). Doch wieviel von Maren Kames selbst steckt in der Ich- Erzählerin?! Sehr viel, denn sie trägt nicht zufällig den selben Namen wie die Romanautorin, sie teilt auch ihre Erfahrungen, Vorlieben und die Familie. Lediglich Marens Begegnung mit einem Hasen bildet eine Ausnahme - er fungiert als Cicerone für sie, nicht nur durch Hollywood, sondern auch hinab ins imaginäre Mississippium und hinauf in den Himmel, aber letztlich in die afrikanische Savanne. Zwischenstation wird in der Erinnerung in Mittelhessen bei ihren Großeltern eingelegt - und am Bodensee, der Hase lauscht ihr dabei beständig. Wie ihr sicher merkt: „Hasenprosa“ ist ein Buch, das man selbst erleben bzw. erlesen muss. Alice in Wonderland ist seit jeher mein absolutes Lieblingsbuch und ich kann Euch schonmal verraten: Liebhaber*innen kommen hier auf ihre Kosten. „Hasenprosa“ ist ein Buch für Sprachverliebte, die Lust am literarischen Sezieren, Erfinden, am Zerstückeln und wieder Zusammensetzen empfinden. Der Hase wird dabei Euer ständiger Begleiter, Euer persönlicher Guide, aber auch eine Art Mahnfigur. Maren Kames erfindet in dem Roman eine neue Realität, jenseits der gängigen Erzählkonzepte. Hast du den Mumm dich darauf einzulassen und begibst dich auf eine literarische Reise mit dem Hasen?!
17. Sept. 2024







