Blick ins Buch

Romane

Heilung

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Über das Buch

Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2024

Ein dubioses Spa, ein entkräfteter Mann und die Frage, was es heute bedeutet, glücklich zu sein

Ein Mann kann nicht mehr schlafen. Mit den Kräften am Ende, fürchtet er, alles zu verlieren: seine Ehe, seinen Status, das Leben. Seine Frau Imogen schickt ihn ins San Vita, ein mysteriöses Nobelresort in der verschneiten Stille der Dolomiten. In Obhut von Prof. Trinkl soll er dort zu sich selbst finden. Doch er sträubt sich aus Angst, sich in die Seele schauen zu lassen. Und zu Recht: Trinkl verspricht ihm zwar Heilung, flüstert ihm aber ein in der Vergangenheit begründetes Unbehagen ein, das die Ursache seiner Probleme sein soll.
Verängstigt und doch voller Hoffnung flieht der Mann zu seinem besten Freund aus Kindertagen. Und ahnt noch nicht, wie weit er gehen muss, um endlich von allem geheilt zu werden.

Ein überraschender Roman. Schlafwandelnd und doch hellwach. Zwischen Traum und wahrster Wirklichkeit.

»Die schönste Bergklinik der Literatur seit dem Zauberberg, mysteriöse Schlaflosigkeit und eine abenteuerliche Erstverschlimmerung. Beim Lesen beginnt die Heilung aber schon auf Seite 1. Ganz herrlich!« – Eckhart Nickel

»Ein glänzend geschriebener, ein unterhaltsamer und intelligenter deutscher Roman, das hat man nicht alle Tage« – Denis Scheck über »Die Geschichte eines einfachen Mannes«

»Der beste Roman des Frühjahrs« – Die Zeit

Editionen (2)

ISBN9783492071710
VerlagPiper
Erscheinungsdatum01.02.24
Seitenzahl208

Merkmale

1 Bewertungen

MittelEinfachMinimalistischNachdenklichEntwickelndTraurig

Rezensionen & Bewertungen

193 Bewertungen

49 Rezensionen

3,2

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  • andirot
    andirot

    168 Follower

    3,0

    Seichter Schreibstil, schweres Thema

    Tja, ich weiß nicht... Ich bin verwirrt 😅 Hier geht es um einen Protagonisten (Name unbekannt), der nicht mehr schlafen kann und dadurch völlig entkräftet ist. Seine Frau Imogen schickt ihn ein dubioses SPA-Hotel in die Dolomiten, mit dem Leiter vom diesem Prof. Dr. Trinkl, der mit seinem unlauteren Methoden dem Protagonisten helfen soll, jedoch ultra kurios rüberkommt. Alles wirkt erstmal ziemlich idyllisch. Der Mann wird von dem Professor kerngesund diagnostiziert, so kommt der Leser schnell darauf, dass es sich um ein mentales Leiden handelt (Burnout?). Der Schreibstil des Autors war echt toll! Mit seinem seichten Schreibstil hat er es geschafft, schwere Themen wie Burnout, Nationalsozialismus und toxische Abhängigkeit seicht und leicht klingen zu lassen. Dadurch hatte man beim Lesen keine graue oder düstere Stimmung, die sich durch die Geschichte gezogen hat. Es hat sich eine leichte Spannung durch das Buch gezogen, sodass es leichte Krimi-Vibes hatte. Gerade der komische Hotelleiter mit seinen kuriosen Praktiken hat eine gewisse Spannung reingebracht. Jedoch habe ich mich gefragt: Was will der Autor mir damit sagen? Vielleicht, dass wenn wir heilen, andere damit in den Abgrund ziehen? Oder, dass wenn wir uns mit der Heilung selbst im Wege stehen, andere mit unserem Verhalten verletzten? Ich bin mit vielen Fragen zurück geblieben. Obwohl ich auch nicht sagen kann, dass ich es nicht gerne gelesen habe. Ich habe gerne zu dem Buch gegriffen und es schnell gelesen. Und am Schluss frage ich mich: War es Wahn aufgrund Schlafmangel und hat der Protagonist alles geträumt oder war es Realität. Kein normaler Roman, aber auch mal etwas anderes.

    7. Feb. 2026

  • laroute
    laroute

    131 Follower

    Es ist das erste Buch dieses Jahr, das ich abbreche. Aber Heilung aus komplett männlicher Perspektive ist überhaupt nicht meins. Jetzt bei der Bärenjagd bin ich raus und habe keine Lust mehr, mir noch die zweite Hälfte zu Gemüte zu führen.

    25. Sept. 2025

  • toni_reads_
    toni_reads_

    85 Follower

    2,0

    Ich bin ratlos, was das Buch / der Autor mir sagen will

    „Heilung“ stand 2024 auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. In Heilung geht es um einen Protagonisten, der von seiner Frau gezwungen wird ein Gesundheitsresort in den Dolomiten aufzusuchen. Dort soll er seiner, bereits seit Jahren bestehenden, Schlafstörung entgegenwirken. Der Protagonist sieht jedoch das Problem nicht bei sich und möchte entsprechend nicht an sich arbeiten. Die Ärzte sagen, dass er aus medizinischer Sicht kerngesund ist, also psychische Probleme die Ursache sein müssen. Das Gesundheitsresort hört sich erstmal ganz idyllisch an. Mitten in den Dolomiten, angeschlossen an ein altes Bergwerk. Der Leiter wirkt hingegen sehr kurios und die Ansichten sind alles andere als gesundheitsförderlich. Durch den ersten Teil des Romans weiß man nie so recht, ob die Fragestellungen des Professors ernst gemeint sind, oder provozieren sollen. Hinter jeder positiven Aussage, die als Frage verpackt wird, steht ein „Nein“. Oder die Aussagen sind in sich unschlüssig. Der Professor ist ständig am Provozieren, um dann gleich wieder gegen zu lenken und den lieben netten Arzt zu mimen. Es wirkt es kurios. Die Praktiken, die der Professor an den Tag legt, wirken für mich teilweise auch eher wie Folter. Im Resort haben wir außerdem noch Nama (?), die ebenfalls Gästin ist. Dafür jedoch sehr viel über den Protagonisten durch den Professor erfährt. Sie versucht den Protagonisten aus der Reserve zu locken und es macht den Anschein auf mich, als wäre sie von der Ehefrau engagiert um einen Betrug herbei zu führen. Nach einer weiteren sehr komischen Situation mit dem Professor und dem Entschluss des Protagonisten das Resort zu verlassen, wird dieser durch den Professor zu einer Nachtwanderung eingeladen. Aber sie gehen nicht nur wandern, nein, es soll der Zaun repariert werden. Mitten im Schneesturm. Auch hier habe ich wieder das Gefühl, es gehe dem Professor nur um den guten Ruf des Resorts. Mich beschlich das Gefühl, dass der Professor damit den Gast verschwinden lassen wollte. Der Protagonist wird jedoch von einem Handlanger des Professors aufgesammelt und am Folgetag fortgeschickt. Im zweiten Teil schlägt sich unser Protagonist irgendwie ohne Geld ins nächste Dorf durch und versetzt seine Uhr. Von dort versucht er zu seinem besten Freund aus der Kindheit zu gelangen. Er meint, dass nur dieser in heilen kann. Dort angekommen, kann er erstmals wieder so richtig schlafen. Die Bedingung zum bleiben ist, dass er mit anpacken muss. Durch beobachten von Jesper lernt er schnell und ahnt diesen nach. An seine Frau denkt er nicht mehr. Er möchte jetzt ebenfalls ein Leben allein in der Natur als Selbstversorger leben. Jedoch machen ihm seine Gene einen Strich durch die Rechnung. Er hat mehrere Allergien, die ihm zu seinen alten Ich zurück kehren lassen. Er wird fahrig, schläft nicht richtig, hat Alpträume. Jesper und seine Frau Martha entscheiden, dass der Protagonist den Hof verlassen muss. Darauf machen Jesper und er einen Ausflug. Auf der Rückfahrt gibt es einen tödlichen Autounfall und der Protagonist, quasi unverletzt, fährt zurück zu seiner Frau. Insgesamt hat das Buch für mich wenig mit Selbstreflexion oder dem Erkennen von Schuld zu tun. Für mich beschreibt es eine Welt in der Geld und Luxus krank machen, Abhängigkeit vom Ehepartner krank macht und der eigene Wille komplett verloren gegangen ist. Diese Reflexion vermiese ich jedoch im kompletten Buch. Es ist nur meine Interpretation. Aus diesem Grund lässt mich das Buch ratlos zurück. Insbesondere mit dem Ende, weiß ich nicht, was es mir sagen wollte. Mein Grundgedanke war die ganze Zeit Kritik an der Gesellschaft, aber dazu passt das Ende nicht wirklich. 🤯

    14. Sept. 2025

3 von 49 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

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chanellii
chanellii12. Okt. 2025

Ich habe jetzt ungefähr die Hälfte des Buches erreicht und bin wirklich gespannt, in welche Richtung es geht. Es ist noch so viel offen und unbeantwortet, dass in meinem Kopf viele verschiedene Möglichkeiten existieren, wie das Buch ausgehen könnte 😅 ich finde es toll, wenn es nicht so vorhersehbar ist!!

Autorin / Autor

Über Timon Karl Kaleyta

Timon Karl Kaleyta ist Schriftsteller, Kolumnist und Drehbuchautor. Sein hochgelobter Debütroman »Die Geschichte eines einfachen Mannes« stand auf der Shortlist des aspekte-Literaturpreises und wurde mit dem Fuldaer Literaturpreis ausgezeichnet. An den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt erhielt Kaleyta 2021 den 3sat-Preis. Sein Roman »Heilung« stand auf der Longlist für den Buchpreis 2024 und wurde ein Erfolg bei Publikum und Kritik. Kaleyta lebt und arbeitet als Ehemann einer erfolgreichen Kunsthändlerin in Berlin.

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