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...Ada und sie waren Kinder, die es ohne Gewalt gar nicht gegeben hätte. Zitat S. 169
Çiĝdem Akyol schildert in ihrem ersten Roman die Familiengeschichte von Meryem. Sie ist die Tochter von Alvin und Ayrun. Ihre Mutter Ayrun führte ein sorgloses, freies und unbeschwertes Leben in Istanbul bis sie von ihrem Bruder mit Alvin zwangsverheiratet wurde. Mit ihm zog sie frisch verheiratet, nicht verliebt und unglücklich nach Herne. Das Kontrastprogramm zu Istanbul kann man sich vorstellen. Die Ehe besteht aus Gewalt, Gemeinheiten, der Spielsucht von Alvin, Geldproblemen und ab und zu auch ein Funken Glück. DieGeschwister Ada und Meryem werden in diesem trostlosen zu Hause groß und sind der Gewalt beider Elternteile ausgesetzt. Dennoch schaffen sie es aus der Tristesse auszubrechen und ihren Weg zu gehen. Dieser führt sie auch durch psychische Krankheiten und Therapien, die auf ihre Kindheit zurück zu führen sind. Das Buch handelt auch von der Vergebung, die die Geschwister im Angesicht des Todes ihren Eltern und insbesondere gegenüber ihrem Vater aufbringen können. Das Buch ist harter Stoff und ließ mich bewegt zurück. Die Autorin wechselt in verschiedenen Zeitebenen. Das erfordert etwas Konzentration. Der Plot ist aber mitreißend, so dass das kein Problem darstellt. Auch der Erzählstil wechselt. Mal schreibt die Autorin in der Ich-Form und man hat den Eindruck, dass sich Çiĝdem Akyol an ihre eigene Mutter richtet. An anderen Stellen wird ein distanzierterer Stil verwendet in dem die Situationen in der 3. Person geschildert. Ich empfehle das Buch, warne aber vor den expliziten Gewaltszenen.
20. Feb. 2025
...Ada und sie waren Kinder, die es ohne Gewalt gar nicht gegeben hätte. Zitat S. 169
Çiĝdem Akyol schildert in ihrem ersten Roman die Familiengeschichte von Meryem. Sie ist die Tochter von Alvin und Ayrun. Ihre Mutter Ayrun führte ein sorgloses, freies und unbeschwertes Leben in Istanbul bis sie von ihrem Bruder mit Alvin zwangsverheiratet wurde. Mit ihm zog sie frisch verheiratet, nicht verliebt und unglücklich nach Herne. Das Kontrastprogramm zu Istanbul kann man sich vorstellen. Die Ehe besteht aus Gewalt, Gemeinheiten, der Spielsucht von Alvin, Geldproblemen und ab und zu auch ein Funken Glück. DieGeschwister Ada und Meryem werden in diesem trostlosen zu Hause groß und sind der Gewalt beider Elternteile ausgesetzt. Dennoch schaffen sie es aus der Tristesse auszubrechen und ihren Weg zu gehen. Dieser führt sie auch durch psychische Krankheiten und Therapien, die auf ihre Kindheit zurück zu führen sind. Das Buch handelt auch von der Vergebung, die die Geschwister im Angesicht des Todes ihren Eltern und insbesondere gegenüber ihrem Vater aufbringen können. Das Buch ist harter Stoff und ließ mich bewegt zurück. Die Autorin wechselt in verschiedenen Zeitebenen. Das erfordert etwas Konzentration. Der Plot ist aber mitreißend, so dass das kein Problem darstellt. Auch der Erzählstil wechselt. Mal schreibt die Autorin in der Ich-Form und man hat den Eindruck, dass sich Çiĝdem Akyol an ihre eigene Mutter richtet. An anderen Stellen wird ein distanzierterer Stil verwendet in dem die Situationen in der 3. Person geschildert. Ich empfehle das Buch, warne aber vor den expliziten Gewaltszenen.
20. Feb. 2025







