Blick ins Buch

Romane

Der brennende Garten

4,7(64)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

»Ein brillanter, tief bewegender Roman über eine Welt in Aufruhr.« Celeste Ng

Die junge Tamilin Sashi hat nur einen Wunsch: Sie will Ärztin werden. Wie ihr Großvater und ihr geliebter ältester Bruder. Und wie K, ein Junge aus der Nachbarschaft, mit dem sie eine besondere Freundschaft verbindet. Doch dann versinkt das Land im Bürgerkrieg, und Sashi ist gezwungen, um ihre Träume und Hoffnungen zu kämpfen, während die Welt um sie herum zerbricht. Mit großer erzählerischer Kraft zeichnet V. V. Ganeshananthan das Porträt einer jungen Frau, die zwischen Ideologie und Menschlichkeit, zwischen Heimat und Exil einen eigenen Weg sucht.

Sashi bereitet sich gerade auf die Zulassungsprüfungen für ihr Medizinstudium vor, als in Sri Lanka der Bürgerkrieg ausbricht. Über Nacht gerät ihr Leben aus den Fugen. Sashi muss mitansehen, wie ihre Familie in den Strudel der Gewalt gerät. Zwei ihrer Brüder schließen sich den Tamil Tigers an – ebenso wie K, ein stiller junger Mann, den sie seit ihrer Kindheit kennt und zu dem sie eine tiefe Verbindung spürt. Während er zur Waffe greift, entscheidet Sashi sich für einen anderen Weg: Sie zeigt ihren Widerstand als Ärztin. Doch der Preis für ihren Einsatz ist hoch, und am Ende ist Sashi gezwungen, in New York ein neues Leben zu beginnen. Ihre Vergangenheit holt sie aber auch dort unausweichlich wieder ein.
Ein mitreißender Roman, der uns mit bestechender Klarheit den Wert eines jeden Menschenlebens vor Augen führt.

»Ein spektakulärer Roman vor dem Hintergrund historischer Ereignisse: gründlich recherchiert, voller Empörung und Mitgefühl.« THE GUARDIAN

»Ganeshananthan ist eine grandiose Schriftstellerin. Ihr Schreiben zeugt von immenser Aufmerksamkeit gegenüber den Nuancen der Geschichte, die sie erzählt.« THE TIMES

»Ganeshananthan gelingt ein großer Roman vor dem Hintergrund eines Krieges. Sie erzählt von Jahren des Wachstums, entscheidenden Ereignissen und untermauert ihre Geschichte mit umfangreichen Recherchen, ohne je die Intimität und das Gefühl für ihre Figuren zu verlieren.« THE NEW YORKER

Editionen (1)

ISBN9783608502787
VerlagTropen
Erscheinungsdatum18.10.25
Seitenzahl464

Rezensionen & Bewertungen

64 Bewertungen

11 Rezensionen

4,7

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  • kathisol
    kathisol

    259 Follower

    5,0

    Bewegende Chronik eines Bürgerkrieges

    Die Geschichte spielt in Sri Lanka und wir verfolgen die Geschichte der jungen Tamilin Sashi. Zusammen mit ihren vier Brüdern und den Eltern wächst sie in Jaffna auf und lernt ehrgeizig für ihr großes Ziel: Ärztin werden. Doch die lange schwelenden Konflikte führen schließlich zum Bürgerkrieg und die Folgen davon bekommen alle eindringlich zu spüren. Das Thema hat mich sehr berührt. Ehrlich gesagt wusste ich noch nicht viel über den Konflikt und seine Einzelheiten, wodurch mich vieles noch sprachloser gemacht hat. Über 18 Jahre lang hat die Autorin Infos und Berichte über die Lage in Sri Lanka gesammelt und sie schließlich in diesem Buch vereint. Die Geschichte selbst ist fiktiv, aber viele der vorkommenden Ereignisse sind so ähnlich tatsächlich geschehen. Das Cover ist nicht unbedingt mein Geschmack, aber es passt und spiegelt die nüchterne Emotionalität des Buches wider. Die Sprache ist klar und sachlich, zugleich aber auch eindringlich, was daran liegt, dass die Protagonistin die Lesenden oft direkt anspricht und uns somit das Gefühl gibt, dass sie uns persönlich gerade ihre Lebensgeschichte darbringt. Dem oft eher sachlichen Stil war ich sehr dankbar, vor allem wenn es um die ganzen grausamen Ereignisse und Schicksale geht. Diese werden nicht beschönigt, aber mit einer gewissen Distanz erzählt, damit es für die Lesenden noch aushaltbar bleibt. Dabei spricht die Autorin viele verschiedene Themen an. Es geht um Identität und Zugehörigkeit. Wem gegenüber gilt die Loyalität? In welche Gruppen werden Hoffnungen gesetzt und wem wird noch vertraut? Anhand von Sashi wird gut dargestellt, in welchem Dilemma viele Zivilist*innen stecken. Die Regierung will sie unterdrücken, aber die Rebellengruppen gehen ebenso hart mit ihren eigenen Leuten um, wenn diese ihnen kritisch gegenüber stehen. Bewegungen, die eigentlich für die Freiheit der Tamil*innen kämpfen, schrecken nicht davor zurück, Tamil*innen zu töten, die ihre Vorgehensweise in Frage stellen. Und wie so oft sind es also die Zivilist*innen, die am meisten leiden. Es geht es aber auch um Feminismus, Freundschaft, Menschlichkeit, Familienzusammenhalt und -zerwürfnis, Zivilcourage und den Mut, die eigene Meinung und Moral zu vertreten. Und darum, dass Gewalt und Unterdrückung keine Lösung sein kann. Es zeichnet das Bild einer verzweifelten Bevölkerung und wie es dazu kommt, dass Menschen Terrorist*innen werden. Und hinter allem ist die Liebe der Autorin zu ihrem Land zu spüren. Wir erhalten zudem nämlich auch viele Einblicke in die Strukturen, Lebensweise, Traditionen und den Alltag. Ein wichtiges Buch, das dafür plädoyiert, nicht wegzuschauen.

    16. Okt. 2025

  • romy_liest
    romy_liest

    111 Follower

    4,5

    Ein erschütternd wichtiger Roman

    Der brennende Garten ist für mich ein außergewöhnlich kraftvoller und bedeutender Roman, der mich tief bewegt hat. Ich muss zugeben, dass ich zuvor kaum etwas über den Bürgerkrieg in Sri Lanka wusste – und genau deshalb hat mich dieses Werk umso mehr getroffen. Die Protagonistin wirkt erschütternd realistisch, ihre Erzählstimme ist eindringlich und voller Schmerz, und die geschilderten Erlebnisse, Verluste und Gewalterfahrungen gehen einem beim Lesen unter die Haut. Besonders gelungen finde ich, wie die Geschichte in ihre Studienzeit eingebettet ist. Dadurch wird nicht nur die historische Tragik sichtbar, sondern auch der Stellenwert von Bildung, Identität und Zukunft in einer Zeit, in der alles zu zerbrechen droht. Diese Verbindung aus persönlichem Lebensweg und politischer Realität macht den Roman unglaublich authentisch. Der brennende Garten ist ein wichtiges, roh erzähltes und zutiefst erschütterndes Werk, das ich jedem ans Herz legen möchte. Es berichtet ungeschönt, direkt und mit großer emotionaler Wucht – ein Buch, das lange nachhallt und unbedingt gelesen werden sollte.

    23. Nov. 2025

  • 4,0

    Ein wichtiges und bewegendes Buch das nachhallt.

    „Der brennende Garten“ behandelt ein bedeutendes und zugleich bedrückendes Thema auf eine sehr eindringliche Weise. Besonders beeindruckend fand ich, wie die Geschichte persönliche Schicksale mit politischen und gesellschaftlichen Konflikten verbindet und dadurch viel Tiefe bekommt. Das Buch regt zum Nachdenken an und gibt Einblicke in Lebensrealitäten, über die man sonst vielleicht wenig erfährt. Insgesamt ist es ein wichtiges, berührendes Buch, das Geduld verlangt, aber dafür mit einer tiefgründigen und eindrucksvollen Geschichte belohnt. Ein Stern Abzug nur wegen des etwas schwierigen Einstiegs – trotzdem definitiv lesenswert.

    Ein wichtiges und bewegendes Buch das nachhallt.

    11. Mai 2026

3 von 11 Rezensionen

Autorin / Autor

Über V. V. Ganeshananthan

V. V. Ganeshananthan ist außerordentliche Professorin für Englisch an der University of Minnesota. Ihr Roman Der brennende Garten wurde von der Kritik gefeiert und 2024 mit dem Women's Prize for Fiction sowie dem Carol Shields Prize ausgezeichnet. Sie co-hostet den Fiction/Non/Fiction-Podcast auf Literary Hub, der sich mit dem Schnittpunkt von Literatur und Nachrichten beschäftigt.

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