Blick ins Buch

Romane

Der Großinquisitor

3,7(20)
Sprache
Deutsch
Sofort lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

Im mittelalterlichen Spanien der Inquisition erscheint Christus. Obwohl er kein Wort spricht, wird er von den Menschen erkannt. Er heilt und wirkt Wunder, bis er verhaftet und vom Großinquisitor zum Verhör bestellt wird. Der Greis klagt Jesus an, durch sein Erscheinen auf der Erde die Ordnung der Kirche gestört zu haben und beschuldigt ihn damit, der Menschheit ihre Illusion von Glück und Freiheit zu rauben. Doch Jesus schweigt. Die Legende ist Teil von Dostojewskis letztem Roman »Die Brüder Karamasow«. Hier formuliert er seine Kritik an der Institution der römischen Kirche als Verkörperung weltlicher Macht.

Editionen (7)

ISBN9783866471108
VerlagAnaconda Verlag
Erscheinungsdatum31.01.07
Seitenzahl72

Rezensionen & Bewertungen

20 Bewertungen

6 Rezensionen

3,7

Tippen zum Filtern

  • arthurzturm
    arthurzturm

    171 Follower

    5,0

    Gelesen, um in "Die Brüder Karamasow" hineinzuschnuppern und ich wurde nicht enttäuscht. Es handelt sich um einen kurzen Dialog, der so viel Wert, Tiefgang und Aktualität besitzt, dass es auch mehrfach gelesen und darüber debattiert werden kann. Fantastisch!

    30. Jan. 2025

  • hns_rich
    hns_rich

    7 Follower

    4,0

    Ist die Freiheit eine Qual?

    Ich müsste lügen wenn ich sagen würde, die Parabel ist eine leichte Kost. Wenn man sich aber die Zeit nimmt und intensiv auf die Thematik einlässt, erschließt sich einem ein wirklich spannender Gedankengang: Braucht der Mensch Freiheit, um glücklich zu sein? Ist sie nicht eher eine Qual, von der er befreit werden soll? Die Argumentation ist interessant, nachvollziehbar und lässt einen über ein Grundgut der menschlichen Existenz zweifeln.

    7. Juni 2024

  • gheorginius
    gheorginius

    42 Follower

    3,5

    Nichts für Kirchenfans...

    An sich schneidet diese Erzählung ein ganz interessantes Thema an, entwirft bzw. eine Theorie, in der Dostojewski der Katholischen Kirche unterstellt, den Menschen absichtlich ihre gottgegebene Freiheit genommen zu haben, mit der sie angeblich überfordert sei. Der Mensch sehne sich danach, seine Freiheit aufzugeben, er wolle nichts mehr als jemanden oder etwas anzubeten, und die Freiheit, die in der Lehre Jesu verankert ist, mache sie unglücklich. Das ganze ist besonders faszinierend, da der Großinquisitor Jesus als Feind der Kirche ansieht, praktisch also als das Gegenteil dessen, was die Menschen brauchen. Die Kirche handle also zum Wohle der Menschen gegen Gott selbst, fast schon wie Wohltäter. Es ist ein interessanter Gedankengang, an dem auch wirklich etwas sein könnte.

    15. Feb. 2024

3 von 6 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Fjodor M. Dostojewski

Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821–1881) war das zweite von acht Kindern einer verarmten Adelsfamilie aus Moskau. Vier Jahre Zwangsarbeit wegen revolutionärer Umtriebe prägten sein Leben ebenso wie seine Spielleidenschaft und daraus resultierende Geldsorgen. Neben neun Romanen verfasste Dostojewski ab 1846 zahlreiche Erzählungen, Novellen und Essays.

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick