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Romane

Die Sanfte

3,6(107)
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Über das Buch

»Denken Sie sich einen Mann, der vor der Leiche seiner Frau steht, einer Selbstmörderin, die sich erst vor wenigen Stunden aus dem Fenster gestürzt hat.« Fantastisch und realistisch zugleich – so bezeichnet Dostojewski im Vorwort seine meisterhafte Erzählung »Die Sanfte«, 1876 erschienen. In einem inneren Monolog lässt er den Witwer sein Leben überdenken: An Leid und Gram und Schuld zerbrochen, ist er ebenso sehr Opfer wie Täter. Ein ergreifendes Stück Weltliteratur über Verletzlichkeit und Rachsucht, über späte Reue und die schmerzliche Plötzlichkeit der Liebe.

Editionen (4)

ISBN9783866475014
VerlagAnaconda Verlag
Erscheinungsdatum31.01.10
Seitenzahl80

Merkmale

1 Bewertungen

MittelMittelUngewöhnlichVerstörendVielschichtigTraurig

Rezensionen & Bewertungen

107 Bewertungen

14 Rezensionen

3,6

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  • asreading
    asreading

    29 Follower

    5,0

    Guter Einstieg in die Werke von Dostojewski

    Das Buch ist sehr fesselnd. Ich würde vorab empfehlen, das Buch langsam und Satz für Satz zu lesen. Der Mann im Buch erzählt teilweise ziemlich wirr, gerade am Anfang. Meiner Meinung nach macht das Buch aber genau deshalb so gut. An einigen Stellen würde ich am liebsten durchs Buch springen und ihn einmal kräftig schütteln. Dostojewski schreibt in diesem Buch über Liebe und Misskommunikation beziehungsweise fehlende Kommunikation. Ich persönlich kann einiges für mich mitnehmen und werde es vermutlich noch einmal lesen. Klare Empfehlung.

    4. Feb. 2026

  • bethi
    bethi

    60 Follower

    4,0

    "Ihre Stimme klang aber so, als ob in ihr etwas gesprungen oder gerissen wäre, als ob sie nicht die Kraft hätte, als ob das Liedchen selbst krank wäre." (S.59)

    ​Dostojewski ist für mich immer eine Reise in eine andere Zeit. Auch wenn ich es immer ein klein wenig traurig finde, das Werk nicht im Original lesen zu können, hat mich dieser intensive innere Monolog bewegt. Ich habe ein paar Seiten gebraucht, um mich auf das Buch einzulassen und in das umtriebige Denken des Protagonisten einzutauchen. Das Vorwort hilft hier sehr beim Verständnis. ​Die Geschichte beginnt mit dem Suizid seiner Frau und führt uns zurück zu ihrem Kennenlernen im Pfandhaus und ihrer Geschichte. ​Das Buch ist eine bittere Analyse von Reue und der schmerzlichen "Plötzlichkeit der Liebe". Der Witwer sinniert darüber, wie alles soweit kommen konnte. Schuld, Verletzlichkeit, Täter, Opfer, Liebe, Leid, Unrecht..

    "Ihre Stimme klang aber so, als ob in ihr etwas gesprungen oder gerissen wäre, als ob sie nicht die Kraft hätte, als ob das Liedchen selbst krank wäre." (S.59)

    18. Jan. 2026

  • noraslmn
    noraslmn

    4 Follower

    5,0

    ein kunstwerk !!!

    so viele ebenen, auf denen das buch aus psychologischer sicht analysiert werden kann. teilweise verstörend, aber dadurch auch interessanter und originaler. würde es jedem empfehlen, der sich dafür interessiert, wie menschen miteinander interagieren und bisschen wissen darüber hat, damit die textpassagen nicht zu verwirrend werden.

    20. Okt. 2024

3 von 14 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Fjodor M. Dostojewski

Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821–1881) war das zweite von acht Kindern einer verarmten Adelsfamilie aus Moskau. Vier Jahre Zwangsarbeit wegen revolutionärer Umtriebe prägten sein Leben ebenso wie seine Spielleidenschaft und daraus resultierende Geldsorgen. Neben neun Romanen verfasste Dostojewski ab 1846 zahlreiche Erzählungen, Novellen und Essays.

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