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Romane

Der Großinquisitor

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Über das Buch

Jesus kehrt zu den Menschen zurück und das zur Zeit der spanischen Inquisition. Er trifft dort auf den greisen Großinquisitor, der ihn zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilen will. Der Großinquisitor verhört den Gefangenen, wenn er ihn auch dabei kein Wort sprechen lässt. Er wirft Jesus vor, er habe seine Kirche im Stich gelassen. Ohne Klerus wäre die Menschheit nicht lebensfähig. Freiheit, so der alternde Mann, sei nicht in der Natur des Menschen verankert, sie würde nur Chaos verursachen. Menschen brauchen Hirten, denn sie sind wie Schafe und so müssen eben jene Kardinäle und Inquisitoren die schwere Bürde auf sich nehmen, über die Menschen zu richten.

Editionen (7)

ISBN9783991555261
VerlagAudio Media Digital
Erscheinungsdatum01.07.23

Rezensionen & Bewertungen

20 Bewertungen

6 Rezensionen

3,7

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  • arthurzturm
    arthurzturm

    171 Follower

    5,0

    Gelesen, um in "Die Brüder Karamasow" hineinzuschnuppern und ich wurde nicht enttäuscht. Es handelt sich um einen kurzen Dialog, der so viel Wert, Tiefgang und Aktualität besitzt, dass es auch mehrfach gelesen und darüber debattiert werden kann. Fantastisch!

    30. Jan. 2025

  • hns_rich
    hns_rich

    7 Follower

    4,0

    Ist die Freiheit eine Qual?

    Ich müsste lügen wenn ich sagen würde, die Parabel ist eine leichte Kost. Wenn man sich aber die Zeit nimmt und intensiv auf die Thematik einlässt, erschließt sich einem ein wirklich spannender Gedankengang: Braucht der Mensch Freiheit, um glücklich zu sein? Ist sie nicht eher eine Qual, von der er befreit werden soll? Die Argumentation ist interessant, nachvollziehbar und lässt einen über ein Grundgut der menschlichen Existenz zweifeln.

    7. Juni 2024

  • gheorginius
    gheorginius

    42 Follower

    3,5

    Nichts für Kirchenfans...

    An sich schneidet diese Erzählung ein ganz interessantes Thema an, entwirft bzw. eine Theorie, in der Dostojewski der Katholischen Kirche unterstellt, den Menschen absichtlich ihre gottgegebene Freiheit genommen zu haben, mit der sie angeblich überfordert sei. Der Mensch sehne sich danach, seine Freiheit aufzugeben, er wolle nichts mehr als jemanden oder etwas anzubeten, und die Freiheit, die in der Lehre Jesu verankert ist, mache sie unglücklich. Das ganze ist besonders faszinierend, da der Großinquisitor Jesus als Feind der Kirche ansieht, praktisch also als das Gegenteil dessen, was die Menschen brauchen. Die Kirche handle also zum Wohle der Menschen gegen Gott selbst, fast schon wie Wohltäter. Es ist ein interessanter Gedankengang, an dem auch wirklich etwas sein könnte.

    15. Feb. 2024

3 von 6 Rezensionen

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