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Romane

Der Großinquisitor

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Über das Buch

Sevilla, 15. Jahrhundert: Vor den Augen der Öffentlichkeit sollen hundert Ketzer verbrannt werden, da erscheint Jesus unter den Zuschauern und vollbringt ein Wunder. Als der Großinquisitor ihn erkennt, lässt er ihn ins Verlies sperren. Um Mitternacht findet er sich zu einem Verhör ein, das zu einem Monolog über die Verfasstheit der Menschen gerät. Die Parabel »Der Großinquisitor« verhandelt die grundsätzlichen Fragen über Freiheit, Glaube, Liebe und Vergebung und entfaltete nach Veröffentlichung eine große Wirkungsmacht. Günter Einbrodt liest dieses außergewöhnliche literarische Kleinod. Lesung mit Günter Einbrodt 1 mp3-CD | ca. 49 min

Editionen (7)

ISBN9783742402097
VerlagDer Audio Verlag
Erscheinungsdatum08.09.17

Rezensionen & Bewertungen

20 Bewertungen

6 Rezensionen

3,7

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  • arthurzturm
    arthurzturm

    171 Follower

    5,0

    Gelesen, um in "Die Brüder Karamasow" hineinzuschnuppern und ich wurde nicht enttäuscht. Es handelt sich um einen kurzen Dialog, der so viel Wert, Tiefgang und Aktualität besitzt, dass es auch mehrfach gelesen und darüber debattiert werden kann. Fantastisch!

    30. Jan. 2025

  • hns_rich
    hns_rich

    7 Follower

    4,0

    Ist die Freiheit eine Qual?

    Ich müsste lügen wenn ich sagen würde, die Parabel ist eine leichte Kost. Wenn man sich aber die Zeit nimmt und intensiv auf die Thematik einlässt, erschließt sich einem ein wirklich spannender Gedankengang: Braucht der Mensch Freiheit, um glücklich zu sein? Ist sie nicht eher eine Qual, von der er befreit werden soll? Die Argumentation ist interessant, nachvollziehbar und lässt einen über ein Grundgut der menschlichen Existenz zweifeln.

    7. Juni 2024

  • gheorginius
    gheorginius

    42 Follower

    3,5

    Nichts für Kirchenfans...

    An sich schneidet diese Erzählung ein ganz interessantes Thema an, entwirft bzw. eine Theorie, in der Dostojewski der Katholischen Kirche unterstellt, den Menschen absichtlich ihre gottgegebene Freiheit genommen zu haben, mit der sie angeblich überfordert sei. Der Mensch sehne sich danach, seine Freiheit aufzugeben, er wolle nichts mehr als jemanden oder etwas anzubeten, und die Freiheit, die in der Lehre Jesu verankert ist, mache sie unglücklich. Das ganze ist besonders faszinierend, da der Großinquisitor Jesus als Feind der Kirche ansieht, praktisch also als das Gegenteil dessen, was die Menschen brauchen. Die Kirche handle also zum Wohle der Menschen gegen Gott selbst, fast schon wie Wohltäter. Es ist ein interessanter Gedankengang, an dem auch wirklich etwas sein könnte.

    15. Feb. 2024

3 von 6 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Fjodor Dostojewski

Fjodor Dostojewski, geboren 1821 in Moskau, hinterließ Jahrhundertromane wie »Schuld und Sühne«, »Der Idiot« und »Die Dämonen«. Nach seinem Studium an der Technischen Universität Sankt Petersburg und seiner Arbeit als Militärzeichner widmete er sich ab 1844 ganz dem Schreiben. Bereits zu Lebzeiten fand Dostojewski für seine zahlreichen Werke große Anerkennung. Er starb 1881 in Sankt Petersburg.

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