Blick ins Buch

Romane

Das Loch

3,7(124)
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Über das Buch

Mit feinem Gespür für das Verstörende in einer sich auf rätselhafte Weise verändernden Welt erzählt Hiroko Oyamada vom Leben einer jungen Frau, die von der Stadt aufs Land zieht und zwischen Arbeit und Familie nach ihrem eigenen Leben sucht.

«Hiroko Oyamada fördert den Schrecken des vorhersehbaren Wandels zutage – die Unvermeidlichkeit unseres Seins und unserer Bestimmung.» The New York Times

Ausgezeichnet mit dem Akutagawa Prize, dem wichtigsten Literaturpreis Japans

Ein junges Paar zieht von der Großstadt aufs Land. Asa folgt ihrem Mann, der von seiner Firma versetzt wird, ihren eigenen Job gibt sie auf. Warum tut sie das? Sie ist nicht schwanger, Kinder sind nicht geplant, sie könnte pendeln. Und ausgerechnet das Heimatdorf ihres Mannes, das Haus neben den Schwiegereltern, bietet sich als neue Bleibe an. Während ihr Mann fast rund um die Uhr arbeitet, versucht Asa, sich an ihr neues Leben als Hausfrau zu gewöhnen.

Es ist heiß in diesem Sommer, Unmengen lärmender Zikaden rücken ihr regelrecht auf den Leib, und der einzige Fluss in der Gegend wirkt vor lauter Müll «wie aus Gelatine gemacht». Als Asa sich eines Tages bei unerträglichen Temperaturen auf den Weg in den Nachbarort macht, fällt sie in ein Loch, das scheinbar nur für sie gegraben wurde. Von da an wird Asa immer tiefer in eine unheimliche, eigenmächtige Landschaft gezogen – bis sie ihrer Wahrnehmung nicht mehr traut.

«Hiroko Oyamadas Romane bewegen sich im Grenzland zwischen Realität und Fantastik, in einer unheimlichen Landschaft. Doch woher kommt der Schrecken in diesen hell erleuchteten, temperaturregulierten Welten? Aus der Natur oder besser gesagt dem, was so tut, als wäre es Natur.» The New York Review of Books

ISBN9783498004866
VerlagRowohlt
Erscheinungsdatum18.06.24
Seitenzahl128

Merkmale

1 Bewertungen

MittelGlaubwürdigVielschichtigMittelAnschaulichMinimalistisch

Rezensionen & Bewertungen

124 Bewertungen

32 Rezensionen

3,7

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  • _butterblume_
    _butterblume_

    594 Follower

    4,0

    Ein junges Ehepaar zieht aufgrund der Versetzung von dem Mann von der Stadt in die japanische Provinz. Das Haus, in das sie ziehen, gehört den Eltern von des Mannes, es ist in direkter Nachbarschaft zu dessen Eltern. Für Asa ändert sich das gewohnte Leben komplett, sie findet keine Arbeit und hat kaum mehr Sozialkontakte. Bis sie in dieses seltsame Loch fällt. Die Erzählweise ist typisch japanisch, sehr reserviert, knapp und durchzogen von japanischer Kultur und Gepflogenheiten. Den Sprachstil mochte ich sehr gerne, aber die Geschichte konnte mich nicht komplett fesseln.

    27. März 2025

  • sandrarax
    sandrarax

    178 Follower

    3,0

    3-3.5/5 Sterne Nachdem ich die Vegetarierin gelesen habe, tauchte unter anderem dieses Buch in meinen Empfehlungen auf. Spontan habe ich es heute Abend gelesen und...bin verwirrt. Es hat sich zwar angenehm weggelesen und es war auch die ganze Zeit so ein subtiler unangenehmer Gegensatz zwischen der sommerlichen, hellen Beschreibung der Umgebung und des seltsamen Verhaltens derselben sowie der ganzen Personen. Aber ich bin ehrlich, ich habe es nicht verstanden. Ich weiß einfach nicht, was diese Geschichte mir mitteilen wollte und das hinterlässt jetzt ein eher unbefriedigendes Gefühl. 🥲

    14. Juni 2025

  • annejnr
    annejnr

    64 Follower

    3,5

    Das Gefühl von Sommerferien

    Als Ehefrau kehrt die junge Asahi mit ihrem Mann in sein Heimatdorf auf dem Land zurück, gibt ihren Job in der Stadt auf und sitzt plötzlich jeden Tag allein in ihrem Haus bis der Mann um Mitternacht aus dem Büro zurückkehrt. Nebenan wohnen die Schwiegereltern, Nachbarn sind distanziert, die Hitze ist tagsüber kaum erträglich. Was stellt man für Überlegungen in diesem Vakuum an? Was für ein Tier hat das Loch gegraben, in das sie auf dem Weg zum 7-Eleven gefallen ist? Warum wässert der Großvater nebenan von früh bis abends ununterbrochen den Garten? Hiroko Oyamads lenkt den Fokus auf die vielen tagtäglichen Eindrücke, das kaum überschaubare Konstrukt unbekannter Traditionen und Beziehungen, die Haltlosigkeit und Fantasie einer einzelnen Frau.

    11. März 2026

3 von 32 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Hiroko Oyamada

Hiroko Oyamada wurde 1983 in Hiroshima geboren, wo sie heute noch mit ihrer Familie lebt. Nach ihrem Studium der Japanischen Literatur arbeitete sie in wechselnden Jobs, unter anderem bei einem Autohersteller. Diese Erfahrung diente ihr als Inspiration für ihren Debütroman Kōjō (2013; deutsch: Die Fabrik), für den sie zahlreiche Preise erhielt und der nun erstmals auf Deutsch vorliegt. Für ihren zweiten Roman Ana (2014; 2024 auf deutsch: Das Loch) erhielt sie den Akutagawa-Preis, die wichtigste literarische Auszeichnung in Japan. Ihre Werke wurden bereits in mehrere Sprachen übersetzt. 2025 erschienen in Japan zwei neue Bücher von ihr, darunter ein Familienroman über die Erinnerungen an die Zeit der Atombombenabwürfe und des Pazifischen Kriegs.

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