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Arc de Triomphe

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Über das Buch

Arc de Triomphe - Remarques zweiter Welterfolg nach Im Westen nichts Neues: Eine leidenschaftliche Chronik über Exil, Liebe und Widerstand im Paris der Vorkriegszeit.

In Arc de Triomphe erzählt Remarque die dramatische Geschichte des nach Paris emigrierten Arztes Ravic. Vor dem Hintergrund des nahenden Zweiten Weltkriegs entspinnt sich ein bewegendes Schicksal im Exil, geprägt von der Liebe zu zwei Frauen und dem erbitterten Hass auf einen Gestapo-Agenten. Ravics persönliche Geschichte spiegelt den Aufstand gegen den Terror einer ganzen Epoche wider.

Mit großer Intensität und Einfühlsamkeit schildert Remarque die Atmosphäre im Paris der späten 1930er Jahre. Er zeichnet das Porträt einer Generation, die zwischen Hoffnung und Verzweiflung hin- und hergerissen ist, und schafft unvergessliche Charaktere. Arc de Triomphe ist eine ergreifende Liebesrhapsodie und ein zeitloses Zeugnis der Menschlichkeit im Angesicht von Krieg und Unterdrückung - »eine Chronik, wie die moderne Literatur nur wenige kennt« (FAZ).

Editionen (4)

ISBN9783462050936
VerlagKiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum09.11.17
Seitenzahl704

Rezensionen & Bewertungen

23 Bewertungen

6 Rezensionen

3,9

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  • danny__
    danny__

    67 Follower

    3,5

    3.5 Sterne für Remarques bekanntestes Buch nach im Westen nicht neues ist ja gar nicht mal so viel aber ich konnte es für mich nicht anders bewerten. Natürlich ist es gut geschrieben aber der Ablauf der mich bei seinen anderen Büchern nicht so gestört hat war hier für mich unschön. Remarque hat nie eine ausgefeilte Handlung mit vielen Höhepunkten sondern stellt uns in der Regel ein paar Personen vor und die Begleitet man dann eine Weile. In dem Fall hier ist das der deutsche Chirug der nach Frankreich geflohen ist und dort als Refugie ( so was wie ein Illegaler Flüchtling) versucht ohne Papiere klar zu kommen und der Ausweisung irgendwie zu entgehen . Ravic hat auch gute Gründe vor den Nazis zu fliehen und sie nicht zu mögen, den die Gestapo hat seine Frau und Ihn gefoltert wobei die Frau Gestorben ist. Jedenfalls lernen wir im Roman natürlich eine neue Frau kennen mit der sich so ne Art On/Off Beziehung entwickelt und wir lernen so allerlei buntes Flüchtlingsvölkchen kennen das sich aus verschiedenen Nationen in Paris aufhält. Im Hintergrund immer die Bedrohung eines erneuten großen Krieges. Ich glaube wenn man noch nie einen Remarque gelesen hat wird die Beschreibung dieses kleinen bunten Kosmos wirken und auch wenn das Buch kaum Handlungsgetrieben ist wird man sich darin verlieren können. Wenn Mann allerdings mehr von ihm gelesen hat, Tja dann ist das immer noch gut aber nutzt sich irgendwann ab. Das was er hier macht funktioniert in „drei Kameraden“ was ähnlich im Aufbau ist für mich besser. Das ich da nicht mit so zufrieden war ist aber wahrscheinlich Subjekt. Objektiv kann man diese Buch guten Gewissens empfehlen weil es nichts wirklich falsch macht :) Falls es hier jemanden in meiner Bubble gelesen hat würde ich mich sehr über eure Meinung freuen

    2 Tage vor

  • l_sauerwald
    l_sauerwald

    3 Follower

    4,0

    Mein zweites Buch von Remarque in Folge. Anders als "Drei Kameraden", weil der Protagonist eine ganz andere Rolle hat, in seinem Fatalismus am Vorabend des zweiten Weltkrieges aber sehr ähnlich. Noch viel eindrücklicher geht Remarque hier darauf ein, was der nahende Krieg für die Menschen außerhalb Deutschlands bedeutet. Sprachlich wieder fantastisch geschrieben. Als nächstes wage ich mich an den Klassiker: "Im Westen nichts Neues".

    2 Tage vor

  • peter_f
    peter_f

    82 Follower

    5,0

    „Arc de Triomphe” von Erich Maria Remarque ist für mich ein großartiger, melancholischer und zugleich sehr lebendiger Roman über das Leben im Exil, über Rache, Liebe und das Überleben am Rande der Geschichte – getragen von einer unvergleichlichen Pariser Atmosphäre und einem Protagonisten, der mich lange nicht losgelassen hat. …

    Im Mittelpunkt steht Ravic, ein hochqualifizierter deutscher Chirurg, der unter falschem Namen illegal in Paris lebt, nachdem er aus einem Konzentrationslager geflohen ist. Er operiert heimlich in renommierten Kliniken, ohne Anerkennung und ohne Papiere, immer in der Gefahr, abgeschoben zu werden, und betäubt seine Vergangenheit mit Alkohol, Zynismus und der trostlosen Eleganz der Pariser Nachtlokale. Dann begegnet er Joan Madou, einer jungen Frau, die er an der Seine vom Selbstmord abhält, und mit ihr entsteht eine Liebe, von der beide wissen, dass sie nie auf festem Boden stehen kann. Gleichzeitig entdeckt Ravic eines Tages den Gestapoagenten Haake, der für die Folterung und den Tod seiner früheren Geliebten Sybil verantwortlich war – und seitdem kreisen seine Gedanken um Rache. Besonders beeindruckt hat mich, wie Remarque Paris als Ort der schwebenden Zwischenexistenz zeichnet: Die Stadt strahlt Eleganz und Genuss aus, aber für Ravic und die anderen Emigranten ist sie kein Zuhause, sondern ein Wartezimmer vor dem nächsten Absturz. Die Bars, Hotels und Straßen wirken fast filmisch – es überrascht nicht, dass der Roman 1948 mit Ingrid Bergman verfilmt wurde. Remarques Sprache ist direkt, bildstark und manchmal von einer fast lakonischen Traurigkeit, die sehr viel tiefer geht als vordergründige Sentimentalität. Die Liebesgeschichte zwischen Ravic und Joan ist leidenschaftlich und zärtlich, aber von Anfang an von einer wissenden Vergänglichkeit durchdrungen: Beide ahnen, dass ihnen die Zeit davonläuft, und genau diese Mischung aus Intensität und Unausweichlichkeit macht sie so berührend. Was mich nachhaltig beschäftigt, ist der Blick auf den Einzelnen im Angesicht von Geschichte und Terror. Ravic ist kein Held im klassischen Sinne: Er rächt sich, liebt, trinkt, hilft anderen, leidet still. Der Triumphbogen, nach dem der Roman benannt ist, steht dabei für die Remarque typische bittere Ironie – ein Denkmal des Sieges, das in Wirklichkeit die Besiegten, die Exilierten und die Toten beherbergt. Das Ende ist – ohne zu viel zu verraten – konsequent und ohne falsche Hoffnung, und doch endet der Roman nicht ohne eine letzte, zaghafte Geste des Weiterlebens. Für mich ist „Arc de Triomphe” ein großer, zeitloser Roman, der über seinen Entstehungskontext hinaus berührt – ein Buch über Würde im Exil, über Liebe unter Druck und über die unmögliche Sehnsucht nach einem normalen Leben, das die Geschichte einem nicht gönnt.

    „Arc de Triomphe” von Erich Maria Remarque ist für mich ein großartiger, melancholischer und zugleich sehr lebendiger Roman über das Leben im Exil, über Rache, Liebe und das Überleben am Rande der Geschichte – getragen von einer unvergleichlichen Pariser Atmosphäre und einem Protagonisten, der mich lange nicht losgelassen hat.

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    19. Apr. 2026

3 von 6 Rezensionen

Autorin / Autor

Über E.M. Remarque

Erich Maria Remarque, 1898 in Osnabrück geboren, besuchte das katholische Lehrerseminar. 1916 als Soldat eingezogen, wurde er nach dem Krieg zunächst Aushilfslehrer, später Gelegenheitsarbeiter, schließlich Redakteur in Hannover und Berlin. 1932 verließ Remarque Deutschland und lebte zunächst im Tessin/Schweiz. Seine Bücher »Im Westen nichts Neues« und »Der Weg zurück« wurden 1933 von den Nazis verbrannt, er selber wurde 1938 ausgebürgert. Ab 1939 lebte Remarque in den USA und erlangte 1947 die amerikanische Staatsbürgerschaft. 1970 starb er in seiner Wahlheimat Tessin.

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