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Vor dem Gesetz sind nicht alle gleich

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Über das Buch

Der Rechtsstaat bricht sein zentrales Versprechen
Das Versprechen lautet, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind. Aber sie sind nicht gleich. Das Recht hierzulande begünstigt jene, die begütert sind; es benachteiligt die, die wenig oder nichts haben. Verfahren wegen Wirtschaftsdelikten in Millionenhöhe enden mit minimalen Strafen oder werden eingestellt. Prozesse gegen Menschen, die ein Brot stehlen oder wiederholt schwarzfahren, enden hart und immer härter.

Ein Jurist packt aus

In einer beunruhigenden Reportage deckt der Jurist Ronen Steinke systematische Ungerechtigkeit im Strafsystem auf. Er besucht Haftanstalten, recherchiert bei Staatsanwälten, Richtern, Anwälten und Verurteilten.

Und er stellt dringende Forderungen, was sich ändern muss.

Systematische Ungerechtigkeit im Strafsystem

Gerichtsverfahren wegen Wirtschaftsdelikten in Millionenhöhe enden mit minimalen Strafen oder oder werden eingestellt. Prozesse gegen Menschen, die ein Brot stehlen oder wiederholt schwarzfahren, enden hart und immer härter.
Die Gründe dafür hängen mit den Gesetzen zusammen. Und mit dem, was die Gerichte heute aus diesen Gesetzen machen. Das mag man achselzuckend hinnehmen: Es gibt halt Oben und Unten. Wer Geld hat, der hat es überall leichter. Aber wenn sich der Rechtsstaat so etwas nachsagen lassen muss, dann ist das kein Recht.
Es sind angespannte, gereizte Zeiten in Deutschland. Die sozialen Gegensätze verschärfen sich. Arm und Reich entfernen sich immer mehr voneinander. Und die Justiz steht mittendrin – und versucht, die Wogen zu glätten? Die Gleichheit zu verteidigen?
Nein, sie macht leider mit beim Auseinandertreiben.

Editionen (3)

ISBN9783492319751
VerlagPiper
Erscheinungsdatum31.05.24
Seitenzahl272

Rezensionen & Bewertungen

69 Bewertungen

14 Rezensionen

4,4

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  • ferdi_va
    ferdi_va

    1 Follower

    4,0

    Durchdachtes, zum Nachdenken anregendes Buch, dass in erfrischend unkomplizierter Sprache dem Leser versucht Probleme der Ungleichbehandlung näher zu bringen.

    Als Jurastudent, finde ich das Buch fernab der sonstigen juristischen Fachliteratur wirklich erfrischend. Es werden wahnsinnig wichtige Themen angesprochen, die das Thema der Ungleichbehandlung thematisieren und zum Nachdenken anregen. Themen die im Studium leider zu kurz kommen werden behandelt und lassen einen Kopfschüttelnd zurück. Ich verfolge den Autor Ronen Steinke nun schon länger und finde es wirklich schön und durchaus wichtig, wie er versucht juristische Themen auch dem Nicht- Juristen in einer unkomplizierten Art und Weise zu erklären und näher zu bringen.

    20. März 2026

  • 5,0

    Ein Buch, dass einem die Augen öffnet. Ich konnte allen Gedankengängen dank des Schreibstils gut folgen.

    3. Apr. 2025

  • jay.be.books
    jay.be.books

    38 Follower

    5,0

    Es liegt so viel im Argen, aber da müssen wir ran! Das Buch hat mir noch mehr die Augen geöffnet.

    Ich hatte schon immer im Rechtssystem dieses "dumpfe" Bauchgefühl und es wurde von Ronen Steinke mit Fakten aus deutschen Gerichtssälen belegt. Was ich besonders am Ende gut fand, dass er Beispiele bringt, was er für konkrete Ideen hat, wie man was am System verändern kann. Ok, das ist jetzt weniger etwas für herkömmliche Bürger, aber es ist ein Anfang.

    30. März 2025

3 von 14 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Ronen Steinke

Ronen Steinke, Dr. jur., geboren 1983 in Erlangen, ist Leitender Redakteur und Kolumnist bei der Süddeutschen Zeitung. Er studierte Jura und Kriminologie, arbeitete in Anwaltskanzleien, einem Jugendgefängnis und beim UN-Jugoslawientribunal in Den Haag. Seine Promotion über die Entwicklung der Kriegsverbrechertribunale von Nürnberg bis Den Haag wurde von der FAZ als »Meisterstück« gelobt. Seine 2013 veröffentlichte Biografie über Fritz Bauer, den mutigen Ermittler und Ankläger der Frankfurter Auschwitz-Prozesse, wurde mit »Der Staat gegen Fritz Bauer« preisgekrönt verfilmt und in zahlreiche Sprachen übersetzt.Im Berlin Verlag erschien 2017 sein hochgelobtes Buch »Der Muslim und die Jüdin. Die Geschichte einer Rettung in Berlin«. 2020 folgte »Terror gegen Juden. Wie antisemitische Gewalt erstarkt und der Staat versagt«, 2022 der Bestseller »Vor dem Gesetz sind nicht alle gleich. Die neue Klassenjustiz« und 2023 »Verfassungsschutz. Wie der Geheimdienst Politik macht«.

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