
296 Follower
Fesselndes Elend ohne Nachhall
„Lapvona“ ist so eine Art wilder Grenzgang zwischen "Die 120 Tage von Sodom" und "Das Parfüm". Die Geschichte selbst ist definitiv fesselnd und auf eine unangenehme Weise auch faszinierend. Moshfegh schafft es mühelos, eine Welt zu zeichnen, die vor Dreck, Elend und moralischem Verfall nur so trieft. Trotzdem bleibt am Ende weniger hängen, als man erwarten würde. Es ist interessant, ja. Auch stellenweise verstörend. Aber der große „Wow“-Moment, dieses nachhaltige Nachwirken, bleibt aus. Ich hatte mir das Ganze schlicht eine Spur spektakulärer, vielleicht auch emotional packender vorgestellt. Was allerdings hervorragend funktioniert: die Atmosphäre. Selten habe ich beim Lesen so intensiv das Gefühl gehabt, Gerüche beinahe wahrnehmen zu können – und ganz ehrlich: Ich bin sehr dankbar, dass uns diese technische Entwicklung noch erspart bleibt. Die eigene Vorstellungskraft ist hier schon mehr als ausreichend… Ein eindringliches, unangenehmes Buch, das man nicht so schnell vergisst während man es liest – aber überraschend schnell danach.

13. Apr. 2026
Fesselndes Elend ohne Nachhall
„Lapvona“ ist so eine Art wilder Grenzgang zwischen "Die 120 Tage von Sodom" und "Das Parfüm". Die Geschichte selbst ist definitiv fesselnd und auf eine unangenehme Weise auch faszinierend. Moshfegh schafft es mühelos, eine Welt zu zeichnen, die vor Dreck, Elend und moralischem Verfall nur so trieft. Trotzdem bleibt am Ende weniger hängen, als man erwarten würde. Es ist interessant, ja. Auch stellenweise verstörend. Aber der große „Wow“-Moment, dieses nachhaltige Nachwirken, bleibt aus. Ich hatte mir das Ganze schlicht eine Spur spektakulärer, vielleicht auch emotional packender vorgestellt. Was allerdings hervorragend funktioniert: die Atmosphäre. Selten habe ich beim Lesen so intensiv das Gefühl gehabt, Gerüche beinahe wahrnehmen zu können – und ganz ehrlich: Ich bin sehr dankbar, dass uns diese technische Entwicklung noch erspart bleibt. Die eigene Vorstellungskraft ist hier schon mehr als ausreichend… Ein eindringliches, unangenehmes Buch, das man nicht so schnell vergisst während man es liest – aber überraschend schnell danach.
13. Apr. 2026








