Trumps menschenverachtender Turbokapitalismus und die faschistischen Politiken von AfD, Le Pen, Meloni zielen darauf ab, dass wir uns gegenseitig ausbeuten und unterdrücken. Aber was können wir dagegen tun? In einem Brief an ihren Sohn entwirft Emilia Roig eine kühne neue Ethik des Seins in Krisenzeiten. Sie plädiert dafür, in die Mitte unseres Selbstverständnisses und Wertesystems eine radikale Fürsorge zurücken – physisch, intellektuell, spirituell und emotional. Es braucht keine Helden, um die Welt zu retten. Es braucht eine Umwertung unserer Werte. 80 Seiten raus aus der Komfortzone und auf in die Freiheit.
Das Buch war sehr inspirierend und ich nehme mir auch viel mit, aber (für mich) war es zu komplex geschrieben. Ich habe Sätze und Absätze teilweise mehrmals lesen müssen, um den Inhalt zu verstehen. Es ist schade, dass gerade solche Bücher oft nicht niederschwellig geschrieben sind, um mehr Leute zu erreichen.
23. März 2026
3,5
Inspirierend, aber auch komplex/hochschwellig
Das Buch war sehr inspirierend und ich nehme mir auch viel mit, aber (für mich) war es zu komplex geschrieben. Ich habe Sätze und Absätze teilweise mehrmals lesen müssen, um den Inhalt zu verstehen. Es ist schade, dass gerade solche Bücher oft nicht niederschwellig geschrieben sind, um mehr Leute zu erreichen.
Die Autorin hat in diesem kurzen Buch viele philosophische Denkanstöße untergebracht, am Anfang waren meiner Meinung nach sehr viele Fachbegriffe aneinander gereiht, in der zweiten Hälfte aber konnte man dem Text besser folgen.
Eine sehr schöne Denkweise in der heutigen Zeit!
26. Feb. 2026
4,0
Dieses Buch regt zum Nachdenken an 🌍
Die Autorin hat in diesem kurzen Buch viele philosophische Denkanstöße untergebracht, am Anfang waren meiner Meinung nach sehr viele Fachbegriffe aneinander gereiht, in der zweiten Hälfte aber konnte man dem Text besser folgen.
Eine sehr schöne Denkweise in der heutigen Zeit!
Ich mag die Reihe „Briefe an die kommenden Generationen“ sehr. Es ist immer wieder spannend zu lesen , wie sich die Autorinnen mit den Herausforderungen der Zukunft auseinandersetzen. Emilia Roig-und hier zitiere ich Wikipedia - „ist eine französische Politologin, Autorin, Aktivistin und Expertin für soziale Gerechtigkeit, insbesondere mit Fokus auf Intersektionalität, Rassismus, Diskriminierung, Feminismus und strukturelle Ungleichheiten. Sie lebt seit 2005 in Berlin und gehört zu den einflussreichsten Stimmen in diesen Debatten im deutschsprachigen Raum.
Sie schreibt diesen Brief an ihren Sohn und plädiert für ein System der Anarchie, dass sich auf radikale Fürsorge aufbaut.
Roig stellt unser kapitalistisches System nicht nur infrage, sondern ist davon überzeugt, dass wir andere gesellschaftliche Wege gehen sollten und überhaupt nicht wissen können, was noch alles möglich ist. Besonders in Deutschland lähmt uns die Angst, Sicherheit zu verlieren. Sie macht unser kollektives Gedächtnis dafür verantwortlich, dass wir Regeln über alles stellen und zieht den direkten Vergleich zu ihrer Heimat Frankreich. Diese absolute Konformität zu Regeln mache uns anfällig für autoritäre Strömungen wie zum Beispiel den Faschismus. Um den in diesem Land wieder zu etablieren, braucht es ihrer Meinung nach keine starke Masse hinter rechtsradikalen Parteien, sondern ein Volk, das schweigt. Regeln zu brechen und sich dagegen aufzulehnen kann positive Umwälzungen bringen, so lautet ein Gedanke aus diesem klugen Buch. Jedes Kapitel bezieht sich immer auf das System einer radikalen Fürsorge, die uns Menschen von Natur aus mitgegeben ist und die neue Wege für eine gerechte Gesellschaft öffnen könnte. Selbst das große Feld der KI bezieht sie in ihre Gedanken mit ein.
Mir ist direkt aufgefallen, wie tief sie in der Materie drin steckt. Den philosophischen Gedanken konnte ich im Großen und Ganzen folgen. Aber das Thema ist so komplex, dass ich nicht behaupten kann, dass ich alles bis zur Gänze nachvollziehe. In meinem Kopf kreist immer der Rückblick und das Wissen um Menschen, die ein System der Anarchie niemals mittragen würden. Ich glaube schon, dass Egoismus überwiegt. Doch ist es ein interessantes Gedankenspiel, dass sie uns auftischt und dessen reale Umsetzung mir sehr gefallen würde, allein ich hab keine Hoffnung, dass das jemals funktionieren würde. Der feministische Gedanke, den sie immer wieder einbringt, wirkt manchmal etwas weit hergeholt. Doch wenn wir genau drüber nachdenken und ihre Thesen auf ein Minimum runterbrechen, kommt man immer zu dem Schluss, dass unsere Systeme patriarchal gesteuert sind und radikale Fürsorge abwertend wirkt, weil sie weiblich konnotiert ist. Realisten werden an diesem Buch scheitern, es braucht schon utopischen Geist und einen kleinen Revoluzzer in einem drin, um Roigs Vision von einer Gesellschaft leben zu können.
Emilia Roig hat mich nachdenklich gemacht und in meinem Umkreis zu Diskussionen geführt. Das war gut und anregend. Aber mir fällt es aktuell sehr schwer, ihre Aufforderung zur radikalen Fürsorge als ein Zukunftsmodell in unserer Gesellschaft zu sehen. Dazu ist das Gegenteil viel zu etabliert.
Ich empfehle das Buch allen Träumern und den Menschen, die merken, dass sie nach neuen Lebensentwürfe suchen.
17. Dez. 2025
3,0
Wünschenswerte Sichtweise
Ich mag die Reihe „Briefe an die kommenden Generationen“ sehr. Es ist immer wieder spannend zu lesen , wie sich die Autorinnen mit den Herausforderungen der Zukunft auseinandersetzen. Emilia Roig-und hier zitiere ich Wikipedia - „ist eine französische Politologin, Autorin, Aktivistin und Expertin für soziale Gerechtigkeit, insbesondere mit Fokus auf Intersektionalität, Rassismus, Diskriminierung, Feminismus und strukturelle Ungleichheiten. Sie lebt seit 2005 in Berlin und gehört zu den einflussreichsten Stimmen in diesen Debatten im deutschsprachigen Raum.
Sie schreibt diesen Brief an ihren Sohn und plädiert für ein System der Anarchie, dass sich auf radikale Fürsorge aufbaut.
Roig stellt unser kapitalistisches System nicht nur infrage, sondern ist davon überzeugt, dass wir andere gesellschaftliche Wege gehen sollten und überhaupt nicht wissen können, was noch alles möglich ist. Besonders in Deutschland lähmt uns die Angst, Sicherheit zu verlieren. Sie macht unser kollektives Gedächtnis dafür verantwortlich, dass wir Regeln über alles stellen und zieht den direkten Vergleich zu ihrer Heimat Frankreich. Diese absolute Konformität zu Regeln mache uns anfällig für autoritäre Strömungen wie zum Beispiel den Faschismus. Um den in diesem Land wieder zu etablieren, braucht es ihrer Meinung nach keine starke Masse hinter rechtsradikalen Parteien, sondern ein Volk, das schweigt. Regeln zu brechen und sich dagegen aufzulehnen kann positive Umwälzungen bringen, so lautet ein Gedanke aus diesem klugen Buch. Jedes Kapitel bezieht sich immer auf das System einer radikalen Fürsorge, die uns Menschen von Natur aus mitgegeben ist und die neue Wege für eine gerechte Gesellschaft öffnen könnte. Selbst das große Feld der KI bezieht sie in ihre Gedanken mit ein.
Mir ist direkt aufgefallen, wie tief sie in der Materie drin steckt. Den philosophischen Gedanken konnte ich im Großen und Ganzen folgen. Aber das Thema ist so komplex, dass ich nicht behaupten kann, dass ich alles bis zur Gänze nachvollziehe. In meinem Kopf kreist immer der Rückblick und das Wissen um Menschen, die ein System der Anarchie niemals mittragen würden. Ich glaube schon, dass Egoismus überwiegt. Doch ist es ein interessantes Gedankenspiel, dass sie uns auftischt und dessen reale Umsetzung mir sehr gefallen würde, allein ich hab keine Hoffnung, dass das jemals funktionieren würde. Der feministische Gedanke, den sie immer wieder einbringt, wirkt manchmal etwas weit hergeholt. Doch wenn wir genau drüber nachdenken und ihre Thesen auf ein Minimum runterbrechen, kommt man immer zu dem Schluss, dass unsere Systeme patriarchal gesteuert sind und radikale Fürsorge abwertend wirkt, weil sie weiblich konnotiert ist. Realisten werden an diesem Buch scheitern, es braucht schon utopischen Geist und einen kleinen Revoluzzer in einem drin, um Roigs Vision von einer Gesellschaft leben zu können.
Emilia Roig hat mich nachdenklich gemacht und in meinem Umkreis zu Diskussionen geführt. Das war gut und anregend. Aber mir fällt es aktuell sehr schwer, ihre Aufforderung zur radikalen Fürsorge als ein Zukunftsmodell in unserer Gesellschaft zu sehen. Dazu ist das Gegenteil viel zu etabliert.
Ich empfehle das Buch allen Träumern und den Menschen, die merken, dass sie nach neuen Lebensentwürfe suchen.
17. Dez. 2025
3 von 8 Rezensionen
Autorin / Autor
Über Emilia Roig
Emilia Roig, 1983 geboren, ist promovierte Politikwissenschaftlerin und Autorin der Bestseller »Why We Matter« und »Das Ende der Ehe«. 2020 war sie Mitglied der Jury zum Sachbuch des Jahres. Für ihre Arbeit wurde sie vielfach ausgezeichnet.