Blick ins Buch

Romane

Love Me Tender

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Über das Buch

Eine steile Karriere, angesehene Familie, Ehemann und Kind – Constance Debré hat all das und wendet sich davon ab. Sie entschließt sich zu einem Leben, das schon viele Männer vor ihr gewählt haben: Sie scheidet ihre Ehe, widmet sich ausschließlich dem Schreiben, verzichtet auf die materiellen Sicherheiten einer festen Wohn- oder Arbeitsstelle und geht mit immer anderen Frauen ins Bett. Doch anders als so viele Männer will sie den Kontakt zu ihrem Kind nicht abbrechen – das erwirkt ihr Ex-Mann, nachdem er von ihrer Homosexualität erfahren hat. In einem langwierigen Sorgerechtsstreit kämpft sie um ihren Sohn, der sich immer weiter von ihr entfernt. Während sie auf die finale Entscheidung des Familiengerichts wartet, taumelt Debré zwischen einer Vielzahl von Gefühlen: Angst vor dem Verlust des Sohnes neben Akzeptanz für dessen Entscheidung, dem Verlangen nach unverbindlichem Sex und dem Bedürfnis nach engeren Verbindungen, einer tiefen inneren Leere und zugleich einer nie zuvor gekannten Freiheit.

Ohne Zurückhaltung und in prägnanten Sätzen ringt die Autorin um Antworten auf Fragen von Mutterschaft, Identität und Liebe und geht dabei hart ins Gericht mit gesellschaftlichen Normen, Glaubenssätzen, bürgerlichen Institutionen und nicht zuletzt mit sich selbst.

Editionen (1)

ISBN9783751809573
VerlagMatthes & Seitz Berlin
Erscheinungsdatum07.03.24
Seitenzahl149

Rezensionen & Bewertungen

60 Bewertungen

11 Rezensionen

3,9

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  • charis
    charis

    188 Follower

    3,0

    Radikale Veränderung im Leben

    Kann eine Mutter entscheiden, aufzuhören, ihren Sohn zu lieben? In einer kurzen, lakonischen Sprache erzählt Constance von ihrem Coming Out, ihrem radikalen Lebenswandel von einer gut bürgerlichen Ehefrau zu einer Butch Lesbe und vom Sorgerechtskampf um ihren Sohn Paul. Mir ist es schwergefallen, Sympathie für die Protagonistin zu empfinden. Das Ende fand ich auch zu abrupt.

    5. Dez. 2024

  • _butterblume_
    _butterblume_

    594 Follower

    5,0

    "Natürlich bin ich mich selbst leid. Ich habe es satt, mich zu früh und zu schnell von Menschen und Dingen zu trennen." Ein unbequemes Buch, das nicht bei jedem Anklang finden wird. Constance Debre beschreibt in diesem autofiktionalen Roman den radikalen Ausbruch aus ihrem konventionellen Leben. Sie stammt aus einer elitären Pariser Familie, arbeitete als Anwältin, hatte einen Ehemann und einen Sohn. Mit all dem bricht sie, sucht ihre Freiheit, fern ab von jeglichen Normen der Gesellschaft, läßt konsequent ihr bisheriges Leben hinter sich. Mich hat dieses ehrliche und schonungslose Buch begeistert, auch wenn ich manchmal dachte: Das kannst du doch nicht machen! Für mich eine klare Leseempfehlung

    30. Apr. 2024

  • 4,0

    Das Ist kein Buch, welches man mal eben so wegsnackt, auch wenn es nur wenige Seiten hat. Elementares, tiefsinnig-emotionales wechselt sich mit banalem ab. In ihrem autofiktionalem Roman schildert die Autorin ihr Comming out als homosexuelle und wie sie dadurch ihr Besuchsrecht von Sohn Paul verliert. Ihr Ex-Mann bezichtigt sie des Inzests und versucht ihr so daß Sorgerecht zu entziehen. "Der Bulle vor mir sagt, die Justiz tötet Familien. Dass es irgendwann zu spät sei und eine Kindheit kurz." Sie darf ihren Sohn über Jahre nur noch unter Aufsicht sehen. Ausschweifend berichtet sie von ihren zahlreichen sexuellen Kontakten mit den Frauen, die sie sich nie erlaubt zu lieben. Ein hartes und schonungslos Buch!

    25. Juni 2024

3 von 11 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Constance Debré

Constance Debré, 1972 geboren, arbeitete als Anwältin, bevor sie sich in Vollzeit dem Schreiben widmete. Bisher veröffentlichte sie vier Romane.

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