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I feel you

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Über das Buch

Empathie gilt als höchste Kunst des Miteinanders. Trotzdem scheint sie der gegenwärtigen Debattenkultur abhanden gekommen zu sein. Im digitalen survival of the fittest beschäftigen sich alle mit allem, vorrangig jedoch mit sich selbst. Meinungen werden absolut, Zwischentöne unmöglich.

Warum wir wieder lernen müssen, empathisch zu sein - oder zumindest mehr empathische Egoisten brauchen -, erzählt Yasmine M’Barek in I FEEL YOU . Von relatable content auf Instagram über den Zusammenhang von Empathie und Kapitalismus bis zum Tod der Kritik: Mit Schärfe, Humor und analytischer Klarheit plädiert Yasmine M’Barek für ein gesellschaftliches Wiederentdecken der Empathie - politisch, privat und popkulturell.

Editionen (2)

ISBN9783847902201
VerlagEichborn
Erscheinungsdatum26.09.25
Seitenzahl144

Merkmale

1 Bewertungen

MittelKomplexInformativ

Rezensionen & Bewertungen

70 Bewertungen

11 Rezensionen

3,5

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  • badbutterfly
    badbutterfly

    179 Follower

    3,5

    Rezensionsexemplar Gute Gedankenanstöße, aber Buch war zu kurz um die Themen wirklich zu behandeln

    In I Feel You versammelt Jasmin Mbarek fünf persönliche Essays, die sich mit Themen wie Identität, Empathie, Nähe, Wut und Gossip beschäftigen. Sie schreibt über soziale Dynamiken, gesellschaftliche Erwartungen und die Schwierigkeit, in einer lauten, digitalen Welt echt zu bleiben. Besonders interessant ist, wie sie Alltagsbeobachtungen, Popkultur und politische Fragen miteinander verknüpft – mal humorvoll, mal nachdenklich, mal provokant. Besonders prägnant ist, wie sie Alltagsbeobachtungen mit politischen und kulturellen Fragen verknüpft. M’barek schreibt klug, pointiert und mit einem klaren Gespür für Ironie und Selbstreflexion. Mein Lieblingskapitel war Kapitel 4, „Der Tod der Kritik“. Darin geht es darum, wie öffentliche Diskurse heute funktionieren – wie Kritik in sozialen Medien schnell entweder als Angriff oder Zustimmung gelesen wird und wie dadurch die Fähigkeit zur echten Auseinandersetzung verloren geht. M’barek zeigt, dass differenzierte Kritik zunehmend verschwindet, weil wir in einer Kultur leben, die Ambivalenz kaum noch zulässt. Dieses Kapitel hat mich am meisten überzeugt, weil es sehr genau beschreibt, warum Diskussionen so selten noch konstruktiv sind. Kapitel 5, in dem es ums Lästern und Gossip geht, fand ich zwar interessant, aber ich persönlich kann mit dem Thema nicht so viel anfangen. Mbarek analysiert zwar klug, wie Gossip Zugehörigkeit schaffen kann, doch das Thema hat mich emotional weniger gepackt. Insgesamt gefällt mir M’bareks Essayband gut, auch wenn ich finde, dass die Essays oft recht kurz sind. Dadurch werden viele Themen nur angerissen, anstatt wirklich in die Tiefe zu gehen. Besonders aufgefallen ist mir, dass M’barek zwar über viele marginalisierte Gruppen spricht – etwa über Frauen, People of Color oder Menschen mit prekären Lebensrealitäten –, aber Menschen mit Behinderung gar nicht vorkommen. Gerade in einem Buch, das Empathie, Sichtbarkeit und gesellschaftliche Teilhabe in den Mittelpunkt stellt, wirkt diese Auslassung deutlich. Da ich selbst ein Mensch mit Behinderung bin, hat mich das besonders gestört. Es fühlt sich an, als würde ein wichtiger Teil gesellschaftlicher Realität einfach übergangen – und damit geht ein Stück der geforderten Empathie verloren. Mit nur rund 140 Seiten ist das Buch insgesamt recht dünn, und obwohl die Texte anregend und pointiert sind, fehlt manchmal der letzte Funke, der mich völlig überzeugt hätte. Trotzdem regen sie zum Nachdenken an und geben wertvolle Denkanstöße.

    20. Okt. 2025

  • booksncofffee
    booksncofffee

    953 Follower

    3,0

    War okay, aber nicht 20€ wert 🫣

    Man bekommt einige spannende Ansätze zum Thema Empathie und Gesellschaftsentwicklung, aber vieles war für mich auch nichts Neues, wodurch das Buch mich nicht 100% mit seinem Mehrwert überzeugen konnte. Für einen Essay ist es auch einfach ein echt happiger Preis. Zum Verschenken find ich’s wiederum toll, optisch sehr nice

    2. Okt. 2025

  • annejnr
    annejnr

    64 Follower

    3,0

    I wanted to feel you, Yasmine!

    Dieses Essay handelt von Empathie als Grundpfeiler funktionierender Gesellschaft und spricht damit ein für mich sehr wichtiges und sicher auch besonders aktuelles Thema an. Zusätzlich hatte ich mich sehr auf das Buch gefreut, da ich Yasmine M‘Bareks Beiträge in der ZEIT immer klug beobachtet und unterhaltsam geschrieben finde. Mit dem gewohnt hohen, pointierten Erzähltempo zu schreiben ist M‘Barek auf Buchlänge nicht gelungen und ihr auf dem Weg dahin etwas die Puste ausgegangen. Die vorliegende Erörterung hangelt sich auf gut recherchiertem Klassenaufsatz-Niveau an gesellschaftlich mehr oder weniger relevanten Themen entlang. Da geht es querbeet von Cinderella (von der wir offenbar mehr Empathie für ihre Stiefschwestern erwarten dürfen) über Friedrich Merz (hat keine Empathie verdient) zu Gossip unter Frauen (offenbar ein ebenfalls wichtiger gesellschaftlicher Grundpfeiler) und Yoga-Bitches (die keine Bitches sind). Alles sehr normativ, alles sehr subjektiv, alles eigentlich gut nachvollziehbar. Leider aber auch alles nicht in dieser Ziellosigkeit notwendig. Ein verpasste Chance. Der Schlusssatz fasst auf sehr unpassende Weise das Essay zusammen: „Den Tratsch lassen wir uns nicht nehmen.“

    5. Okt. 2025

3 von 11 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Yasmine M‘Barek

Yasmine M’Barek, geboren 1999, ist Journalistin, Podcasterin und Autorin. Sie hat die Kölner Journalistenschule besucht und ist Redakteurin bei ZEIT Online. Regelmäßig ist sie in politischen Talkshows zu Gast und hostet den ZEIT-Podcast Ehrlich jetzt. Yasmine M’Barek lebt in Köln und Berlin.

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