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Romane

Eine Nacht, Markowitz

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Über das Buch

Ausgerechnet der unscheinbare Jakob Markowitz soll die schöne Bella heiraten, um ihr die Flucht aus dem nationalsozialistischen Europa zu ermöglichen. Doch zurück in Palästina sieht Markowitz nicht ein, sein unverhofftes Glück wieder aufzugeben, und verweigert Bella die vorher vereinbarte Scheidung.

Editionen (2)

ISBN9783036959269
VerlagKein & Aber
Erscheinungsdatum27.02.15
Seitenzahl432

Merkmale

1 Bewertungen

MittelMittelPoetischUngewöhnlichGlaubwürdigEntwickelnd

Rezensionen & Bewertungen

37 Bewertungen

4 Rezensionen

3,8

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  • clelia_clelia
    clelia_clelia

    9 Follower

    5,0

    Eine wunderschöne, humorvolle und brilliant geschriebene Geschichte über gute Menschen, die Böses tun. Ein Buch über Trauma, Kampf und Freiheit, übers Mensch sein. Spannend, witzig, mitreißend und traurig - fast die ganze Zeit gleichzeitig und sicher bis zum Schluss.

    9. Feb. 2026

  • karina213
    karina213

    3 Follower

    3,0

    Leichtfüßig erzählt, thematisch weniger tragend Eine Nacht, Markovitch liest sich deutlich zugänglicher als „Löwen wecken“. Der Ton ist leichter, stellenweise fast verspielt, und der Humor trägt durch viele Passagen, die sonst schnell schwer wirken könnten. Gerade durch die größere Figurenvielfalt entsteht ein lebendigeres, episodisch geprägtes Erzählen, das weniger auf innerer Verdichtung und mehr auf Dynamik zwischen den Personen basiert. Diese Leichtigkeit ist zugleich Stärke und Schwäche. Positiv fällt auf, dass man deutlich schneller in die Geschichte hineinkommt. Die Handlung entfaltet sich flüssig, die Figuren sind pointierter gezeichnet, und die oft skurrilen Konstellationen erzeugen eine gewisse erzählerische Sogwirkung. Im Vergleich wirkt das Buch zugänglicher und unterhaltsamer. Inhaltlich bleibt es jedoch weniger nachdrücklich. Die zentralen Themen – insbesondere arrangierte Ehen, Identitätskonstruktion und die Frage, wie sehr Beziehungen von äußeren Umständen geprägt sind – werden zwar interessant angerissen, entfalten aber nicht die gleiche psychologische Tiefe wie in „Löwen wecken“. Dadurch bleibt das Buch insgesamt etwas distanzierter. Ein häufig diskutierter Aspekt ist der Umgang mit Geschlechterrollen. Die Darstellung weiblicher Figuren wird teils ambivalent bewertet: Einerseits zeigt die Autorin sehr klar, wie stark Frauen in gesellschaftliche Erwartungen eingebunden sind, andererseits wirken einige Figuren bewusst überzeichnet oder funktional für die Handlung. Das kann als stilistisches Mittel gelesen werden, wird aber nicht von allen als überzeugend empfunden. Auch die moralische Dimension ist anders gelagert. Während „Löwen wecken“ stark auf individuelle Schuld und Verantwortung fokussiert, arbeitet „Eine Nacht, Markovitch“ stärker mit kollektiven und historischen Rahmenbedingungen, insbesondere im Kontext von Migration und Staatsgründung. Diese Perspektive erweitert den thematischen Horizont, bleibt aber emotional weniger eindringlich. Insgesamt ist „Eine Nacht, Markovitch“ ein gut lesbarer, stellenweise sehr humorvoller Roman mit breiter angelegtem Figurenensemble und interessanten gesellschaftlichen Bezügen. Wer jedoch eine ähnlich intensive psychologische Durchdringung wie in „Löwen wecken“ erwartet, wird hier vermutlich weniger angesprochen.

    2. Mai 2026

  • verenatherese7
    verenatherese7

    3 Follower

    2,5

    Nicht schlecht, aber...

    ...auch nicht wirklich gut. Der Klappentext klag wirklich gut und interessant. Tatsächlich war es zäh zu lesen. Teilweise habe ich die Kapitel überflogen, weil es mir zu anstrengend war. Obwohl recht viel passiert, passiert auch eigentlich gar nichts. Und wenn ein Wendpunkt kommt, dann ist er in ein, zwei Sätzen abgehandelt. Dafür wird 1 Seite über den Erdbeeranbau geschwafelt. Alles in allem, hat mir zb. "Löwen wecken" wesentlich besser gefallen. Ich fand auch, dass keine Spannung erzeugt wurde und die Handlung teilweise sehr fragwürdig und unrealistisch war. Ja, natürlich gab und gibt es Zwangsehen und uneheliche Kinder, aber das wurde mir zu banal erzählt. Alles in allem hätte man die Geschichte auch auf die Hälfte zusammen kürzen können the hinterher frag ich mich, warum dieses oder jenes überhaupt so endlos lang erzählt wurde, da es keinerlei Bedeutung für die Geschichte hatte. War einfach nicht mein Buch.

    Nicht schlecht, aber...

    16. Juni 2026

3 von 4 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Ayelet Gundar-Goshen

Ayelet Gundar-Goshen, geboren 1982, studierte Psychologie in Tel Aviv, später Film und Drehbuch in Jerusalem. Für ihre Kurzgeschichten, Drehbücher und Kurzfilme wurde sie bereits vielfach ausgezeichnet. Ihrem ersten Roman, Eine Nacht, Markowitz (2013), wurde der renommierte Sapir-Preis für das beste Debüt Israels zugesprochen.

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