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Das war Lesevergnügen pur. Ich muss gestehen, ich dachte erst, ich lese eine autofiktionale Geschichte, da die Protagonistin genauso wie die Autorin heißt und doch hab ich auch schnell gemerkt, hier liegt so viel Ironie in dem Text, so viel Humor, dass ist nicht ganz echt, aber doch auch nah dran an der Realität. Und nachdem auf Seite 21 Christiane F. erwähnt wird, wusste ich schnell, das wird ein Buch für mich. Susanne zieht in 80ern nach Berlin. Bei Unruhen in Kreuzberg lernt sie Gabriele und Dorothea kennen, die in einem Abbruchhaus mit vielen Frauen leben und für mehr Rechte für Frauen kämpfen. Sie werden Freundinnen fürs Leben und Jahre später leben sie immer noch alle in einem selbst gebauten und selbstverwalteten, feministisch geprägten Haus in Kreuzberg. Kurz vor Susannes sechzigstem Geburtstag verliert sie ihre Festeinstellung und muss ihre Wohnung untervermieten, um alle laufenden Kosten zu stemmen. Klingt alles ziemlich harmlos, aber ist einfach nur genial umgesetzt. Voller Leichtigkeit und mit viel Humor erzählt Susanne Matthiessen auf skurrile Art die Probleme von heute. Klug und mit ganz viel Ironie erzählt sie über Altersarmut, Wohnungsnot, Generationenkonflikt, Altersdiskriminierung und die immer noch vorhandenen Geschlechterungleichheiten. Für mich war es eine reine Freude, dieses schlaue und witzige Buch zu lesen. Wie oft hab ich hier geschmunzelt und oft auch die Doppelmoral der Menschen erkannt. Absolute Leseempfehlung! S.266 „Es war nie geplant, dass Frauen dasselbe Geld, dieselben Möglichkeiten, den ihnen zustehenden Anteil an Macht, Schutz und Einfluss erhalten. Selbst der Weg dorthin, die Zielgerade, war ein großer Schwindel. Alles Fake.“ S.267 „Man verkämpft sich jeden Tag in unzähligen Scharmützeln mit Ämtern, Behörden, Paketdiensten, Versicherungen, Krankenkassen, Banken, Online-Bezahldiensten, Bahn, Stromanbietern, Energieversorgern, Callcentern und Selbstbedienungskassen. Einmal vertippt in der Navigator-App der Bahn, weil man vielleicht nicht mehr so gut sieht? Bye-bye, fünfzig Euro.“
4. Juni 2025
Das war Lesevergnügen pur. Ich muss gestehen, ich dachte erst, ich lese eine autofiktionale Geschichte, da die Protagonistin genauso wie die Autorin heißt und doch hab ich auch schnell gemerkt, hier liegt so viel Ironie in dem Text, so viel Humor, dass ist nicht ganz echt, aber doch auch nah dran an der Realität. Und nachdem auf Seite 21 Christiane F. erwähnt wird, wusste ich schnell, das wird ein Buch für mich. Susanne zieht in 80ern nach Berlin. Bei Unruhen in Kreuzberg lernt sie Gabriele und Dorothea kennen, die in einem Abbruchhaus mit vielen Frauen leben und für mehr Rechte für Frauen kämpfen. Sie werden Freundinnen fürs Leben und Jahre später leben sie immer noch alle in einem selbst gebauten und selbstverwalteten, feministisch geprägten Haus in Kreuzberg. Kurz vor Susannes sechzigstem Geburtstag verliert sie ihre Festeinstellung und muss ihre Wohnung untervermieten, um alle laufenden Kosten zu stemmen. Klingt alles ziemlich harmlos, aber ist einfach nur genial umgesetzt. Voller Leichtigkeit und mit viel Humor erzählt Susanne Matthiessen auf skurrile Art die Probleme von heute. Klug und mit ganz viel Ironie erzählt sie über Altersarmut, Wohnungsnot, Generationenkonflikt, Altersdiskriminierung und die immer noch vorhandenen Geschlechterungleichheiten. Für mich war es eine reine Freude, dieses schlaue und witzige Buch zu lesen. Wie oft hab ich hier geschmunzelt und oft auch die Doppelmoral der Menschen erkannt. Absolute Leseempfehlung! S.266 „Es war nie geplant, dass Frauen dasselbe Geld, dieselben Möglichkeiten, den ihnen zustehenden Anteil an Macht, Schutz und Einfluss erhalten. Selbst der Weg dorthin, die Zielgerade, war ein großer Schwindel. Alles Fake.“ S.267 „Man verkämpft sich jeden Tag in unzähligen Scharmützeln mit Ämtern, Behörden, Paketdiensten, Versicherungen, Krankenkassen, Banken, Online-Bezahldiensten, Bahn, Stromanbietern, Energieversorgern, Callcentern und Selbstbedienungskassen. Einmal vertippt in der Navigator-App der Bahn, weil man vielleicht nicht mehr so gut sieht? Bye-bye, fünfzig Euro.“
4. Juni 2025






