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Ein Stück chinesische Vergangenheit
Schon eine ganze Weile stand "Weiches Begräbnis" der chinesischen Autorin Fang Fang auf meiner Liste! Das Buch wurde groß besprochen und nachdem mir ihr zweites in Deutschland verfügbares Buch (Wütendes Feuer) ausgesprochen gut gefallen hat, habe ich endlich nicht mehr gewartet 😄 "Weiches Begräbnis" ist sehr komplex, eine Geschichte, die sich ihrem Leser erst nach und nach öffnet und bei der auch zwischen den Zeilen vieles geschrieben steht. Es ist ein Buch, das sehr konzentriert gelesen werden will, im Idealfall hat man ein gewisses Vorwissen (oder Interesse) an China, seinen Menschen und seiner Kultur. Anders als "Wütendes Feuer" lebt "Weiches Begräbnis" auch von seinen leisen Tönen, manchmal entwickelt sich die Geschichte gar ein bisschen langsam, ächzt beinahe unter ihren vielen Bildern und Metaphern. Man sollte schon in der Stimmung sein, sich auch dieses Buch einzulassen. Dann erwartet den geneigten Leser allerdings weit mehr, als einfach ein spannender Roman über eine Frau, die ihr Gedächtnis verloren hat. Die Aufarbeitung eines gesellschaftlichen Traumas ist davon ebenso Teil, wie eine heute noch berechtigte Kritik an der chinesischen Geschichtsschreibung. Mir hat das Buch sehr gefallen und vor allem einen besonderen Eindruck hinterlassen. Ein Roman, den man nicht vergisst! Von mir gibt es 4 🌟

6. Sept. 2022
Ein Stück chinesische Vergangenheit
Schon eine ganze Weile stand "Weiches Begräbnis" der chinesischen Autorin Fang Fang auf meiner Liste! Das Buch wurde groß besprochen und nachdem mir ihr zweites in Deutschland verfügbares Buch (Wütendes Feuer) ausgesprochen gut gefallen hat, habe ich endlich nicht mehr gewartet 😄 "Weiches Begräbnis" ist sehr komplex, eine Geschichte, die sich ihrem Leser erst nach und nach öffnet und bei der auch zwischen den Zeilen vieles geschrieben steht. Es ist ein Buch, das sehr konzentriert gelesen werden will, im Idealfall hat man ein gewisses Vorwissen (oder Interesse) an China, seinen Menschen und seiner Kultur. Anders als "Wütendes Feuer" lebt "Weiches Begräbnis" auch von seinen leisen Tönen, manchmal entwickelt sich die Geschichte gar ein bisschen langsam, ächzt beinahe unter ihren vielen Bildern und Metaphern. Man sollte schon in der Stimmung sein, sich auch dieses Buch einzulassen. Dann erwartet den geneigten Leser allerdings weit mehr, als einfach ein spannender Roman über eine Frau, die ihr Gedächtnis verloren hat. Die Aufarbeitung eines gesellschaftlichen Traumas ist davon ebenso Teil, wie eine heute noch berechtigte Kritik an der chinesischen Geschichtsschreibung. Mir hat das Buch sehr gefallen und vor allem einen besonderen Eindruck hinterlassen. Ein Roman, den man nicht vergisst! Von mir gibt es 4 🌟
6. Sept. 2022








