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Romane

Was das Leben kostet

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Über das Buch

» Herausragend und wunderschön, voller Witz und rasiermesserscharfer Einsichten. « Financial Times

Wenn sich das Leben ändert, tut es dies meist radikal. Deborah Levy und ihr Mann gehen getrennte Wege, ihre Mutter wird bald sterben. Doch die entstehende Lücke bedeutet auch Raum für Neues. In präziser und suggestiver Prosa erschreibt Levy sich aus den Bruchstücken ihres alten Selbst ein neues und fragt: Was heißt es, frei zu sein - als Künstlerin, als Frau, als Mutter oder Tochter? Und was ist der Preis dieser Freiheit?

»Jeder Satz ein kleines Meisterwerk«, schreibt The Telegraph , und so wird aus einer individuellen Geschichte ein lebenskluges und fesselndes Zeugnis einer zutiefst menschlichen Erfahrung.

»Das Leben bricht auseinander. Wir versuchen es in die Hand zu nehmen, versuchen es zusammenzuhalten. Bis uns irgendwann klar wird, dass wir es gar nicht zusammenhalten wollen.«

Editionen (2)

ISBN9783455008920
VerlagHoffmann und Campe
Erscheinungsdatum06.05.20
Seitenzahl160

Merkmale

1 Bewertungen

LangsamKomplexAnschaulichPoetischUngewöhnlichNachdenklich

Rezensionen & Bewertungen

41 Bewertungen

9 Rezensionen

4,0

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  • nouvellenoel
    nouvellenoel

    85 Follower

    4,5

    Feministisch und lebensnah

    "Wenn die Liebe Sprünge bekommt, dringt die Nacht ein. Und die dauert endlos. Sie ist voller zorniger Gedanken und Vorwürfe [...]." "Wer je um Freiheit gerungen hat, weiß, was sie kostet." "Die Person zu werden, die jemand anders sich für uns ausgedacht hat, ist keine Freiheit - sondern eine Hypothek auf das eigene Leben, mit der die Ängste anderer abgetragen werden." Ein tolles Buch, das patriarchale Strukturen anspricht, aber auch noch viele andere wichtige Themen behandelt, welches Szenen des Lebens einer Frau schildert mit einer fesselnden Erzähltechnik und Metaphorik - ich bin aus dem Markieren nicht mehr rausgekommen.

    25. Juli 2025

  • jtk_0701
    jtk_0701

    344 Follower

    4,0

    Deborah Levy erzählt hier keine besondere Geschichte, aber sie schreibt wirklich besondere Sätze. Situationen, Gedanken und Momente, die sie in Zusammenhang bringt, die mich faszinieren. Episodenhaft beschreibt sie ihre Leben nach der Scheidung und kommt dabei auf feministische Gedanken, bringt sie in Verbindung mit literarische Werken und Zitaten, denkt klug und ehrlich über ihr Leben nach, als (ex)Ehefrau, Mutter und Tochter. Sie zieht mit ihren Kindern nach London, die große Tochter zieht fürs Studium aus, sie bekommt die Möglichkeit in einem Holzschuppen ein Arbeitszimmer einzurichten, damit Freiheit zu gewinnen und zu schreiben. Während dieser Phase erkrankt ihre Mutter schwer und die Mutter-Tochter Beziehung wird sehr berührend und ehrlich beleuchtet. Gedanken, die so klar sind, dass ich sie am liebsten in mein Gedächtnis einbrennen möchte. Ich hab das Buch zusammen mit Freundinnen gelesen und der Austausch danach war so belebend. Dabei habe ich überraschenderweise festgestellt, dass die eigene Lebenssituation eine große Rolle beim Lesen dieses Buches spielt. Viele Gedanken, die wir Mütter hier absolut nachvollziehen konnten, waren für die kinderlosen Freundinnen nicht fassbar. Emanzipierte Lebensweisen waren für sie selbstverständlich. Ich weiß nicht, ob das allgemein übertragbar ist, aber es scheint so, dass Mütter vermehrt in bestimmte Rollen gezwängt werden und dadurch ihrer Freiheiten beraubt. Eigenes Zimmer, Zeit für sich und den eigenen Namen zu behalten und nicht „Frau von“ zu werden, war für die kinderlosen Freundinnen selbstverständlich. Ich habe schon lange nicht mehr so viele Sätze markiert und das Gefühl gehabt, dieses Buch mehrmals lesen zu wollen. Für die eine Freundin war zu wenig „Geschichte“ und zu viele Zitate und doch haben wir es alle geliebt, als bereichernd und lesenswert empfunden. „Sie musste Freiheiten für sich in Anspruch nehmen, die ein Big Silver selbstverständlich waren - ihm fiel es schließlich nicht schwer, so zu sein, wie er war.“ S.12 „Ich fragte mich, warum mein Kollege so oft die Namen der Frauen vergaß, die er auf Veranstaltungen traf. Eine Frau war für ihn immer jemandes Frau oder Freundin, als sei dies das Einzige, was ich wissen müsste.“ S.18 „Aber ein neues Zuhause einzurichten, ein Raum für eine Mutter und ihre Töchter zu schaffen, war derart mühsam und anstrengend, derart umfassend und interessant, dass ich zu meiner Überraschung feststellte: Es bekam mir, das Chaos jener Zeit; ich funktionierte sehr gut.“ S.27

    1. Juni 2024

  • milli.liest
    milli.liest

    65 Follower

    3,0

    deborah levy schreibt in „was das leben kostet“ teilweise autobiografisch über verschiedene entwicklungen im leben einer frau mittleren alters.   nach der scheidung ihres mannes zieht die protagonistin mit ihren beiden kindern von südafrika nach london und versucht, mit dem schreiben finanziell über die runden zu kommen.   sie schreibt über den verlust ihrer mutter & über das patriarchat.   in kurzen, episodenhaften ausschnitten ihres lebens greift sie immer wieder auf literatur zurück, die sie selbst gern gelesen hat & so verweist sie auf viele autor*innen und bindet die werke in ihre lebensphase ein.   trotz der kürze steckt viel in dem buch. leider habe ich nur wenige der erwähnten bücher gelesen und konnte dadurch nur teilweise ihre gedanken zu den werken und die übertragung auf ihr eigenes leben nachvollziehen. für diejenigen, die bücher von simone de beauvoir, emily dickinson oder marcel proust gelesen haben, ist dieses buch auf jeden fall genau das richtige. ✨         auch wenn ich manchmal das gefühl hatte 10-20 jahre zu jung für das buch zu sein, mochte ich es gerne. ein highlight ist es dadurch aber leider nicht geworden.

    29. März 2024

3 von 9 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Deborah Levy

Deborah Levy, geboren 1959 in der Südafrikanischen Union, ist eine britische Theater- und Romanautorin sowie Lyrikerin. Ihre Stücke werden u. a. von der Royal Shakespeare Company aufgeführt. Ihre Romane Swimming Home (2011; dt. Heim schwimmen, 2013) und Hot Milk (2016; dt. Heiße Milch, 2018) standen auf der Man Booker Prize Shortlist. Deborah Levy lebt und arbeitet in London.

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