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Biografien

Zuhause

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Über das Buch

Wo gehören wir hin? Was ist unser Zuhause in einer Zeit, in der sich immer weniger Menschen sinnstiftend dem Ort verbunden fühlen, an dem sie geboren wurden? In seinem persönlichen Essay beschreibt Daniel Schreiber den Umschwung eines kollektiven Gefühls: Zuhause ist nichts Gegebenes mehr, sondern ein Ort, nach dem wir uns sehnen, zu dem wir suchend aufbrechen. Schreiber blickt auf Philosophie, Soziologie und Psychoanalyse, und zugleich erzählt er seine eigene Geschichte: von Vorfahren, die ihr Leben auf der Flucht verbrachten. Von der Kindheit eines schwulen Jungen in einem mecklenburgischen Dorf. Von der Suche nach dem Platz, an dem wir bleiben können.

Editionen (3)

ISBN9783446254749
VerlagHanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Erscheinungsdatum20.02.17
Seitenzahl144

Rezensionen & Bewertungen

159 Bewertungen

8 Rezensionen

4,1

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  • entropie
    entropie

    131 Follower

    4,0

    Was ist Heimat? Wo fühlen wir uns zuhause? Ein kluger, leiser, berührender Essay

    Mit ‚Zuhause‘ habe ich nun das vierte Buch von Daniel Schreiber gelesen – nach Allein, Liebe, Ein Aufruf und Zeit der Verluste. Stilistisch überrascht mich dieser Essay nicht: Schreiber bleibt seiner Mischung aus persönlicher Erfahrung, gesellschaftlicher Analyse und philosophischer Einordnung treu. Und doch gelingt es ihm wieder, viele kleine Gedankenschätze zu formulieren, die einen zum Weiterdenken anregen. Ich habe das Hörbuch gehört, das er wieder selbst gesprochen hat. Ich mag seine warme, leicht melancholische Stimme sehr gern. Ausgangspunkt des Buches ist Schreibers Biografie: das Aufwachsen als schwuler Junge in einem mecklenburgischen Dorf, geprägt von Ausgrenzung und dem Gefühl, nirgends wirklich hinzupassen. Dazu kommt die Familiengeschichte von Flucht und Entwurzelung, die sein Nachdenken über Heimat und Zugehörigkeit bis heute prägt. Diese autobiografischen Linien verwebt er mit Reflexionen über ein modernes Lebensgefühl, in dem „Zuhause“ kein fester Ort mehr ist, sondern eine fragile, manchmal schmerzhafte Suche. Schreiber schreibt wie immer ruhig, melancholisch und sehr reflektiert. Nichts ist spektakulär, aber vieles ist berührend. Der Essay lädt ein, über die eigenen Orte, Verluste und Sehnsüchte nachzudenken – und darüber, was es heute bedeutet, irgendwo anzukommen.

    Was ist Heimat? Wo fühlen wir uns zuhause? Ein kluger, leiser, berührender Essay

    5. Mai 2026

  • anjarie
    anjarie

    37 Follower

    5,0

    Tolle Darstellung

    Eigene Erfahrungen des Autors und Zitate aus verschiedenen Untersuchungen und anderen Personen machen die Darstellung sehr lesenswert.

    12. März 2024

  • neta
    neta

    45 Follower

    5,0

    Ich mag Daniel Schreiber einfach. So tolle Fakten, Beobachtungen, Reflexionen, die er verwebt, an denen er uns teilhaben lässt und zum selber nachdenken anregt.

    26. Apr. 2024

3 von 8 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Daniel Schreiber

Daniel Schreiber, geboren 1977, ist Schriftsteller. Mit seinen Texten hat er eine neue Form des literarischen Essays geprägt. Seine Bücher – "Nüchtern" (2014), "Zuhause" (2017), "Allein" (2021) und "Die Zeit der Verluste" (2023) – wurden vom Feuilleton begeistert aufgenommen und standen teils monatelang auf der SPIEGEL-Bestseller und Sachbuch-Bestenliste. Er lebt in Berlin.

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