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Radio Sarajevo

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Über das Buch

»Dies ist die Geschichte meiner Kindheit und meines Kriegs.« Als im April 1992 der Krieg beginnt, ist Tijan Sila nur zehn Jahre alt, doch bis heute kann er sich an den Geruch von gezündetem Sprengstoff erinnern. Während Sarajevo in Flammen steht, wird aus dem Jungen, der er damals war, ein junger Mann. Er streift durch die Ruinen der ausgebombten Stadt und sammelt Dinge, die von den Geflohenen und Gestorbenen zurückgeblieben sind, um sie auf dem Schwarzmarkt gegen Essen zu tauschen. Er lernt zu überleben, und er akzeptiert die grausame neue Normalität, doch zu welchem Preis? Seine Geschichte ist eine Geschichte des Unerwarteten. Sie erzählt davon, wie Dichter zu Mördern werden und Mörder zu Helden. Sie erzählt von Menschen, denen jede Menschlichkeit jäh genommen wurde, und von den Spreißeln, die der Krieg im Hirn jedes Überlebenden hinterlässt.

Editionen (4)

ISBN4066339960589
VerlagAudiolino
Erscheinungsdatum25.09.23

Rezensionen & Bewertungen

412 Bewertungen

78 Rezensionen

4,4

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  • laroute
    laroute

    131 Follower

    4,5

    Ein SUB Buch, das mir vorgeschlagen wurde von @mrs.lovesbooks In Fragmenten erzählt Tijan Sila seine Geschichte als Kind (um die 10 Jahre) in Sarajevo im Krieg. Im Nachwort sagt er, dass er gegen das Vergessen schreibt. Sarajevo war eingeschlossen und Angriffe, Hunger, täglich sterbende Menschen, Gewalt, Plünderung, Waffen in den Händen von Kindern - es werden schreckliche Ereignisse erzählt, aber auf eine Art, die man gut lesen kann und sollte. Vieles wird eher angedeutet als auserzählt, zum Beispiel alles, was seine Eltern aus dem Krieg mitgenommen haben und nie wieder losgeworden sind. Auffällig ist wie sehr er die akademische Bildung der Eltern betont. Andererseits war diese Ursache für Anfeindungen in der Nachbarschaft und stehen außerdem im Kontrast zu den späteren Schwierigkeiten in Deutschland.

    3 Tage vor

  • bea777
    bea777

    482 Follower

    5,0

    Schonungslose Schilderungen einer Kindheit in den 1990er Jahre in Sarajevo zu Beginn des Bosnienkrieges

    Tijan Sila schildert auf nur ca. 170 Seiten seine Erfahrungen als Heranwachsender in Sarajevo. Es beginnt mit dem Ausbruch des Bosnienkrieges und endet mit der Flucht seiner Familie nach Deutschland ca. 3 Jahre später. Was er, seine Eltern, sein Bruder und seine Freunde in der Zwischenzeit erleben wird kompromisslos erzählt. Die Kälte des Winters, der Hunger, das Abstumpfen bei heftigem Beschuss, aber auch die Angst sind deutlich spürbar. Das nachfolgende Zitat gibt einen kurzen Einblick: Sarajevo kam mir vor wie ein schwarzer Wald, der Tod als ein Jäger, und ich fühlte zum ersten Mal das, was ich erst Jahre später, in Deutschland, in Worte zu fassen schaffte: Ich fühlte, dass zu leben vor allem bedeutete, Grauen auszuhalten. Mich hat das Buch sehr berührt, insbesondere auch die Schilderungen, was der Krieg und die tägliche Gewalt, die Angst und die Flucht in Drogen den Kinderseelen angetan haben. Gleichzeitig musste ich daran denken, dass es auf der Welt gerade zahlreiche kriegerische und gewaltvolle Auseinandersetzungen gibt und täglich Kinder dem Wahnsinn, verursacht durch Erwachsene, täglich ausgesetzt sind. Ich gebe eine Leseempfehlung, weiße aber explizit darauf hin, dass gewaltvolle Szenen und sexualisierte Gewalt dargestellt werden.

    10. Feb. 2026

  • die_christina
    die_christina

    186 Follower

    3,5

    Interessant, zu lesen, wie ein Kind den Krieg erlebt, was es mit ihm macht. Ich weiß das Buch für mich jedoch nicht richtig einzuschätzen. Ich habe es gelesen, aber es klingt so gar nicht nach. Es lässt mich nicht über das gelesene nachdenken.

    14. Mai 2026

3 von 78 Rezensionen

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