Wohnen

Wohnen

Hardback
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Description

Doris Dörrie, die gefeierte Filmemacherin und Autorin, erzählt ihr Leben als Wohnende und fragt, wie und mit wem wir wohnen wollen – eine unendliche Vielfalt des Wohnens tut sich auf. Doris Dörrie ist eine Wohnende wider Willen. Nie wollte sie sich niederlassen, fest einrichten, Wurzeln schlagen, aber wie andere wohnen, hat sie immer schon fasziniert. In Kalifornien geht sie zu Hausbesichtigungen, nur um sich andere Leben in anderen Räumen auszumalen. Auf ihren unzähligen Reisen nach Japan, Mexiko, Marokko, Amerika und Südeuropa sieht sie, wie eng das Wohnen an die jeweilige Kultur geknüpft ist. Und bei ihrer Arbeit als Filmemacherin wird sie zur Expertin für das Erschaffen künstlicher Wohnwelten. Doch während sie ihr eigenes Elternhaus beschreibt, die Studentenbuden, Wohngemeinschaften und das versuchsweise Leben auf dem Land, drängt sich ihr eine Frage immer wieder auf: Wo ist eigentlich in all diesen Häusern und Wohnungen der Raum für die Frauen geblieben? Könnte es etwa sein, dass aus der Hausfrau nur eine Frau im Haus mit anderen geworden ist? Doris Dörrie ist fest entschlossen: Sie will ihre ganz eigene Art des Wohnens finden.

Book Information

Main Genre
Biographies
Sub Genre
Literary Essays
Format
Hardback
Pages
128
Price
20.60 €

Author Description

Doris Dörrie, geboren in Hannover, studierte Theater und Schauspiel in den USA, entschloss sich dann aber, lieber Regie zu führen und besuchte die Filmhochschule in München. Parallel zu ihrer Filmarbeit (u. a. "Mitten ins Herz", "Männer", "Kirschblüten – Hanami", "Grüße aus Fukushima") veröffentlichte sie Kinderbücher, Kurzgeschichten, Romane (u.a. "Das blaue Kleid", "Diebe und Vampire"), ein Buch über das Schreiben ("Leben, schreiben, atmen") und Autofiktion (u.a. "Die Heldin reist", "Die Reisgöttin"). Sie lebt in München.

Posts

13
All
3

Sehr persönliche Ansichten und Rückblicke der Autorin auf ihre“ Wohnsituationen“. Sehr japanlastig. Vieles kannte ich schon aus „ Die Heldin reist“ Muss man nicht lesen.

5

Ich mag diese Buchreihe wirklich sehr, da sie neben vielen persönlichen Erfahrungen der Autorinnen, auch Wissen/Informationen auf eine übersichtliche Seitenanzahl enthält.

„Es ist wie eine Bestandsaufnahme unserer inneren Räume: Dort habe ich gewohnt. Da war ich so. Und dort habe ich gewohnt und war so. Vielleicht dieselbe, vielleicht eine andere, vielleicht dieselbe und eine andere.“ (S. 73)

3.5

So viel mehr als Wohnen!

Eine wirklich gute Geschichtenerzählerin macht hier genau das was sie wirklich gut kann: wirklich gute Geschichten erzählen. Das Thema Wohnen zieht sich dabei tatsächlich wie ein roter Faden durch das Buch und doch hat man nicht im Entferntesten das Gefühl ein Buch zu diesem Thema zu lesen. Nicht überraschend daher auch das Ergebnis des Schöner-Wohnen-Tests am Ende des Buches ;) Stattdessen geht es um so viel mehr. Um Feminismus und Nachkriegszeit, Erwachsenwerden und Beziehungen, Pandemie und häusliche Gewalt, alternative Wohnkonzepte und Rechtsruck, Integration und Heimatbegriff, Gartenarbeit und Esskultur, Kindheit und Abschied von den Eltern, Minimalismus und Konsum, Japan und New York… Schön!

5

Was sagt deine Art zu Wohnen über dich aus?

„Heimat und Zuhause sind oft zwei unterschiedliche Dinge.“ Doris Dörrie schreibt in der Buchreihe Leben von Hanser Berlin über das Wohnen. Sie selbst wollte sich nie niederlassen und sesshaft werden. Man begleitet sie durch ihre Wohnsituationen von kleinauf. Sie bringt vielfältigste Themen mit dazu und gesellschaftliche Normen, abhängig von Land und Jahr. Sehr oft erzählt sie von Japan. Sie betrachtet das Wohnen von vielen Seiten und zeigt auf, dass Wohnen vielschichtiger ist als nur ein Dach über den Kopf. „Immer existieren wir in unserer Vorstellung von uns selbst in realen, fantasierten und erinnerten Räumen.“ Ein so starkes Buch. Mein Lieblingsbuch bisher aus dieser Buchreihe und überhaupt ein Buch, was noch länger in mir nachwirken wird. Zum einen lernt man das Wohn-Leben der Autorin von Kindheit bis in das Erwachsenenalter, mit diversen Stationen in Deutschland und im Ausland, kennen, was sie ganz toll erzählt. Sie betrachtet das Wohnen von so vielen Gesichtspunkten. Für mich selbst ist mein Zuhause ein Rückzugsort, in dem ich mich sicher und geborgen fühle. Die Vorstellung, dass dieser nicht da wäre bzw. ich nicht gerne aus diversen Gründen nach Hause gehen möchte, behagt mir nicht. Auf der anderen Seite arbeiten und leben wir um zu wohnen. Wir verstecken uns, ziehen uns zurück in unsere vier Wände. Es ist ein Menschenrecht. Für den Traum verschulden wir uns, arbeiten wie blöd, richten uns schick ein, renovieren und haben Angst es wieder zu verlieren. Die Häuser/Wohnungen, in denen man aufgewachsen ist, prägen einen bis heute. Erinnerungen kommen hoch. In jeder Wohnsituation war bzw. ist man ein anderer Mensch. Herauszufinden, wie man wohnen möchte, ist nicht leicht und kann sich je nach Lebenssituation und Alter ändern. Wohnen begleitet einen das ganze Leben. Ich mag das Buch so sehr und bin froh es gelesen zu haben 🤍 „Wir bewohnen uns selbst, wenn wir an unsere Räume erinnern.“

4

„Wir tragen den Ort, an dem wir aufgewachsen sind, für immer in uns, und wenn wir Glück haben, war es ein geschützter, sicherer Ort.“

„Wohnen“ von Doris Dörrie hat mich leise, aber nachhaltig berührt. In diesen scheinbar kleinen Beobachtungen über Räume, Häuser und Orte steckt überraschend viel Leben: Erinnerungen, Sehnsüchte, Verluste. 📚😍 Die Autorin schreibt klar und unaufgeregt, und genau darin liegt die emotionale Wucht. Man erkennt sich selbst zwischen Umzugskartons, vertrauten Ecken und dem Gefühl, irgendwo ankommen zu wollen – oder es nie ganz zu schaffen. Dieses Buch liest sich wie ein stilles Gespräch über das, was uns hält, prägt und manchmal auch einengt. Warm, ehrlich und lange nachhallend. Es ist bereits mein 2. Buch der „Leben“-Reihe vom Hanser Berlin Verlag. ❤️

„Wir tragen den Ort, an dem wir aufgewachsen sind, für immer in uns, und wenn wir Glück haben, war es ein geschützter, sicherer Ort.“
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„Wir tragen den Ort, an dem wir aufgewachsen sind, für immer in uns, und wenn wir Glück haben, war es ein geschützter, sicherer Ort.“ Ich habe mit diesem Buch etwas gehadert, obwohl ich den Schreibstil der Autorin mag, da es (ohne Kapitelunterteilung) zwischen Themen umherspringt, mit denen ich wenig Berührungspunkte habe.

4

Gedanken, die auch mir machte 💚💛

„Wohnen“. Was genau bedeutet das? Und wenn wir von bedeuten sprechen, ist „Wohnen“ für alle Menschen gleich? „Wohnen ist ein Menschenrecht.“ (Pos. 1014), sagt Frau Dörrie, doch nicht jeder kann sich Wohnraum leisten. Weil es ihn nicht gibt oder unbezahlbar geworden ist. Auf ganz persönliche Art setzt die Autorin sich mit dem Thema auseinander und wirft gleichzeitig einen zu recht, kritischen Blick auf die Frau. Eine Mutter ist immer zuhause, ist immer nützlich und hat in den seltensten Fällen ein eigenes Zimmer. Während ihrer Zeit in den Staaten, gestaltete die Doris Dörrie ihre freie Zeit dementsprechend, dass sie auf Hausbesichtigungen ging, weil sie das Thema „Wohnen“ schon immer spannend fand. Auf ihre Frage hin, wo denn das „woman hole“ im Haus zu finden sei (als „man hole“ galten all die Hobby- und Fitnessräume), bekam Frau Dörrie den Waschraum gezeigt. In ihrem Essay spricht sie über ihre eigenen Wohnsituationen, hat sich nie wie andere Menschen nach einem festen Standort gesehnt. „Ich frage mich, wie sehr meine Art, zu wohnen, von der Wohnung meiner Kindheit geprägt wurde, wie sehr wir Wohnmuster in uns tragen, die wir entweder imitieren oder gegen die wir revoltieren.“ (Pos. 90) Ein Thema, welches mich selbst sehr beschäftigt. Wieviel Wohnmuster tragen wir in uns? Oder „(…)suchen wir immer wieder nach Orten, die uns an unsere Herkunft erinnern.“ (Pos. 377) Kennt nicht jeder das Gefühl als Erwachsener sein Elternhaus zu Besuchen und im Grunde, dort doch nicht mehr zu Hause zu sein? Ein nachdenklich machendes Buch über ein wirklich interessantes Thema

5

Das war mein liebster Teil der Reihe bis jetzt und ab sofort bin ich Doris Dörrie Fan 😍 Längere Rezension folgt

5

Ich mag ihren Schreibstil sehr. Ich wurde noch nie von einem Buch von ihr enttäuscht. So mochte ich auch die Perspektive aufs wohnen von ihr. Ein sehr schlaues Buch. Wie sicher ist unsere Wohnung, wie gehen wir mit Wohnungsmangel um. Was hat wohnen bzw. Wohneigentum früher bedeutet? Sehr schlaue Impulse gibt uns da Frau Dörrie.

4

Nettes, kurzes Buch für zwischendurch.

Was macht das Wohnen mit uns während wir aufwachsen? Wie beeinflusst es unser tägliches Leben und Denken,? Auch im gesellschaftlichen Sinne. Stadt, Land, WG oder doch lieber alleine? Ab wann zählt man als Heimische? Wie lange als Zugezogene? In diesem Buch findet man viele Fragen und die ein und andere Antwort zum Nachdenken darauf. Ich fand es ganz schön mal etwas kürzeres zu lesen und es war überraschend gut.

Nettes, kurzes Buch für zwischendurch.
3

Gute Denkanstöße

Ich interessiere und beschäftige mich privat und beruflich viel mit dem Thema Wohnen und dieses Buch hat mir viele neue Denkanstöße und Perspektiven mitgegeben. Die immer wiederkehrenden Japanbezüge haben mich leider nicht abgeholt. Die fehlende Unterteilung in Kapitel ebenfalls nicht. Ich hatte zeitweise das Gefühl, dass sich das Buch wiederholt und gleichzeitig immer wieder neue Themen aufploppen, die dann nicht tief genug bearbeitet werden.

3

Sehr nachdenklich.

Besonders in der ersten Hälfte des Buches habe ich stark gemerkt, dass ich nicht unbedingt die Zielgruppe bin. Doris Dörrie ist etwa so alt wie meine Großmutter. Die Zerstörung des Krieges habe ich nie so nah erfahren. Ich empfinde es zwar als sehr wichtig, diese Erfahrungen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, jedoch sorgt dieser große Altersunterschied zu einer massiven Differenz im Verständnis des Wohnens. Vieles sehe ich trotzdem ähnlich wie Dörrie, besonders ihre politische Sicht auf die Dinge ist meiner sehr ähnlich und es ist erfrischend zu sehen, dass auch "ältere" Menschen diese Sichtweise vertreten. Unerwartet und doch erfreulich war auch der letzte metaphorische Ausflug nach Japan, da mich die japanische Art zu leben und zu wohnen auch interessieren.

4

10 Bücher über die 10 wichtigsten Themen des Lebens Wohnen von Doris Dörrie ist eines davon und es gefiel mir richtig gut. Sie nimmt uns mit in ihre verschiedensten Lebens- und somit auch Wohnsituationen. Ob in New York, auf dem Lande in Deutschland oder in Japan. Dörrie erzählt leicht und in ganz vielen Situationen dachte ich mir, genau so ist es. Lesenswert!

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