Lieben
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Description
Book Information
Author Description
Emilia Roig ist promovierte Politikwissenschaftlerin und Autorin der Bestseller "Why We Matter" (2021) und "Das Ende der Ehe" (2023). Roig ist Autorin zahlreicher Publikationen auf Deutsch, Englisch und Französisch und wurde für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet.
Posts
Birgt viel zum drüber nachdenken
Sehr persönlich erzählt Emilia Roig von ihrer Sicht über die Liebe. Einiges davon hat mich während dem Lesen so sehr nicken lassen, in dem Gedanken wie recht sie hat. Und sie gibt Impulse die Liebe über die klassische romantische Partnerschaft hinaus zu betrachten, z.B. im Bezug auf Freundschaft, Natur, … das hat mir einige richtig gute Denkanstöße gegeben und für so ein dünnes Buch hatte es erstaunlich viel Substanz.
Kosmos Liebe
Über Liebe zu schreiben ist wohl eine der größten Herausforderungen, der sich ein Autor oder eine Autorin stellen kann. Jede:r kennt sie oder hat schonmal eine Form der Liebe erlebt und daher ist es gar nicht so leicht, einen neuen und gewissermaßen distanzierten Blick auf die Liebe zu gewinnen. Emilia Roig hat daher einen sehr persönlichen Text geschrieben, der sie verletzlich zeigt und Einblicke in ihr Innerstes gibt. Liebe ist dabei gleichzeitig Herausforderung und Kraftspenderin, denn Roig macht klar, dass Liebe in unserer Gesellschaft auch oft mit Erwartungen und Prägungen einhergeht. Die Liebe zwischen Eltern und Kind oder Freunden, zur Natur und zu sich selbst sind Etappen, denen sich die Autorin in ihrem Essay widmet. Dabei verschiebt sich der Fokus immer weiter auf die spirituelle Ebene der Liebe - und an dieser Stelle gehen der Liebesschwerpunkt der Autorin und mein eigener vielleicht einfach zu weit auseinander. Denn einerseits kann ich diese subjektive Perspektive darauf, was Liebe sein kann, wahrnehmen und auch akzeptieren; für mich selbst konnte ich aber nicht sehr viel Inspirierendes mitnehmen. Jeder Text über die Liebe hat seine Daseinsberechtigung aber für mich fehlte hier ein Aha-Erlebnis.
Treffer! Ich fand „Lieben“ von Emilia Roig absolut beeindruckend. Ihre Analysen sind messerscharf, ihre Beobachtungen klug und entwaffnend. Selten habe ich ein Buch gelesen, das so präzise und kraftvoll aufzeigt, wie Liebe mit Macht, Strukturen und Gesellschaft verwoben ist. Roig verbindet persönliche Erfahrungen mit feministischer Theorie und schafft es, das Konzept von Liebe radikal neu zu denken. Besonders berührt hat mich ihre Art, die politischen Dimensionen der Liebe herauszuarbeiten. Ich habe so viele Stellen markiert, weil ihre Worte mich mitten ins Herz getroffen haben. Einziger Kritikpunkt: Das Kapitel über Spiritualität hat mich nicht wirklich angesprochen. Während der Rest des Buches mich voll mitgerissen hat, konnte ich hier weniger Bezug finden. Trotzdem bleibt „Lieben“ für mich ein herausragendes Werk, inspirierend, schmerzhaft ehrlich und voller neuer Perspektiven. Ein Buch, das mich noch lange begleiten wird.
Über die Vielfältigkeit der Liebe ⭐️🤍
Die Autorin hat ein Essay über Lieben geschrieben. Über die Liebe zu sich selbst, die romantische Liebe, die Liebe zur Natur, die Freundschaftsliebe bis zur kosmischen Liebe in der Astrologie. Sie gibt tiefe Einblicke in ihre Erfahrungen, ihre auch traurigen Erlebnisse, was für sie Liebe ist und wie sie liebt. „You‘ve got to learn to leave the table when love‘s no longer being served.“ Sie zeigt auf, dass Liebe die Frage auf alle Antworten ist. Dass überall Liebe ist und dass zu viel Liebe, die man nicht vergeben kann, unglücklich macht. Ein neues Buch aus der Reihe „Leben“, was kurzweilig und mich wieder sehr gecatcht hat. „Wenn wir allein sein können, können wir mit anderen zusammen sein, ohne sie nur dazu zu benutzen, dem Alleinsein zu entkommen.“
Liebe, liebe, liebe! Die treibende Energie, die das Universum zusammenhält und gleichzeitig vermag es aus den Fugen zu reißen!
Emilia Roig widmet sich mal wieder mit einer unglaublichen klugen, intersektional und Strukturen reflektierend einem Thema zu und ihre Worte sind messerscharf und gleichzeitig wie eine universelle Umarmung an die Kraft, die die Welt zusammenhält: die Liebe. Roig reflektiert Liebe im Patriarchat und im Kapitalismus. Beleuchtet die Hierarchisierungen und Machtsstrukturen und öffnet den Raum für eine Befreiung der Liebe aus den Fesseln der Rationalität und Vernunft. Für eine radikale, mutige und kosmische Liebe.
Gesammelte Essays
Emilia Roig schreibt in diesem Buch aus einer sehr persönlichen Perspektive. Ihre Gedanken zum Thema Liebe in allen Lebensbereichen werden beleuchtet. Manchmal auch ein wenig philosophisch und spirituell. Dabei schreibt sie nachvollziehbar und klar, manchmal mit großen Worten. An manchen Stellen hätte ich mir ein Tiefergehen gewünscht, was aber den Rahmen dieses Buches gesprengt hätte. Deswegen ist das Buch eine Empfehlung zum Einstieg.
In diesem Band der Reihe Hanser Berlin LEBEN soll es ums Lieben gehen, und zwar nicht nur im Sinn der rosaroten Brille, sondern etwas weiter gefasst. „Die romantische Liebe hat ein wankelmütiges Wesen. Sie erhebt uns in die höchsten Höhen und stürzt uns in die tiefsten Tiefen, sie befreit und sperrt uns ein, wir sehnen uns nach ihr, und wenn wir sie finden, sind wir oft so überwältigt, dass wir Reißaus nehmen.“ Solche sprachlichen Bilder lassen mich in Verzückung geraten. Allerdings ist imselben Kapitel ständig von „Lovers“ die Rede - warum nicht „Liebende“, um nicht eine Fremdsprache zu bemühen? Die Autorin wird an vielen Stellen sehr persönlich, wofür ich großen Respekt habe, zumal es unter anderem um Missbrauch geht. Doch die Liebe bleibt dabei auf der Strecke. Ich sehe den Kontext nicht bei einer Vergewaltigung und auch nicht bei der Deutung der Sterne. Es geht hier um Werte, Freundschaft, Tiere oder den Kosmos. Und das sind durchaus spannende Themen. Mir ging jedoch beim Lesen meist ein Gedanke durch den Kopf, und der war: Das ist doch völlig am Thema vorbei. Und deshalb fällt mein Urteil harsch aus: Ich empfehle das Buch nicht, handelt es sich doch um eine Mogelpackung.
Voller Liebe
Dieses Buch kann ich jeder Person ans Herz legen. Es offenbart neue Perspektiven auf die Liebe und bricht aus aus einem begrenzten Verständnis vom Lieben, welches oft der monogamen romantischen Paarbeziehung vorbehalten ist. Unsere Welt kann mehr Liebe vertragen. Unsere Welt kann dieses Buch vertragen.
Liebe aus drei Blickwinkeln
Ich liebe den Schreibstil von Emilia Roig und dass sie es immer schafft, ein Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten (und dass die Prise Feminismus dabei natürlich niemals fehlen darf!). Am meisten abgeholt hat mich das Kapitel über Liebe in der Freundschaft. Ich finde, wir sollten dieser Liebe noch viel mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen und sie auch als solche benennen. 1,5 Sterne Abzug gibt's, weil mich das Kapitel über die Liebe zur Natur leider nicht soo abgeholt hat wie die anderen, sodass ich dort ziemlich schnell drübergelesen habe.
Große Liebe für ein kleines Buch!
„Du bist in die Liebe verliebt“ … sagt eine Freundin zu Emilia Roig. „Und das stimmt, ich liebe die Liebe so sehr, dass mein ganzes Leben auf sie ausgerichtet ist. Ich denke ununterbrochen über sie nach und sehne mich jede Sekunde nach ihr.“ …antwortet diese. In dem Essay-Band LIEBEN, erschienen 2024 und Teil einer zehnbändigen Reihe aus dem Hanser Berlin Verlag über die zehn wichtigsten Themen des Lebens, schreibt Emilia Roig über ihr Lieblingsthema. Denn sie ist zur Erkenntnis gelangt, das „alles in der Welt sich um Liebe dreht, und wenn es nicht um Liebe geht, dann geht es um ihre Abwesenheit.“ (S. 9) Sie betrachtet die Liebe und das Lieben intensiv und komprimiert. Gleichzeitig denkt sie groß und erweitert die Grenzen, bis sie sich auflösen. Wie immer schreibt sie gut lesbar, tief philosophisch und gleichzeitig politisch relevant. Sie untersucht die Liebe zur Familie und in romantischen Beziehungen, erweitert das Spektrum auf Freund*innenschaft und die Natur, die Tiere und den ganzen Kosmos. Ihre Gedanken und Ausführungen versteht sie als Einladung. Auch an ihren subjektiven Erfahrungen teilzuhaben, von denen sie reichlich teilt. Deshalb ist eine Trigger-Warnung angebracht, denn es kommen Beschreibungen sexueller Gewalt vor. Zahlreiche Zitate ergänzen ihre eigenen Gedanken und sind ein zusätzlicher Gewinn für die Lesenden. Das Büchlein hat nur 121 Seiten und könnte problemlos an einem Nachmittag durchgelesen werden. Doch damit würden die Lesenden dem Inhalt nicht gerecht und sie würden sich selbst keinen Gefallen tun, denn erst das Nach- und Mitdenken, das Innehalten und in sich selbst hinein fühlen, heben den Genuss der geteilten Gedanken und verbinden Werk, Autorin und Leserschaft. Denn im besten aller Fälle führt die Lektüre zu mehr Liebe in dieser Welt und für diese Welt. Zu Verbundenheit und Achtsamkeit, Heilung und mehr Lebendigkeit. Ich habe mich bereits als Fan-Girl geoutet und empfehle natürlich auch dieses Buch uneingeschränkt. Wie bereits bei den anderen Büchern von Emilia Roig, unterstreiche ich fast jeden Satz, denn ich bin sehr empfänglich für ihre Ausführungen. Mir gefällt die klare Positionierung gegen die zerstörerischen Kräfte des Patriarchats und Kapitalismus, samt ihren Begleitern Kolonialismus, Rassismus, Sexismus, Ableismus, Klassismus, Misogynie, Trans- und Queerfeindlichkeit. Doch der Aktivismus, welcher sich gegen diese und viele weitere Diskriminierungs- und Unterdrückungsformen richtet, hat seine Quelle in der Liebe, die sich auch als Wut äußert und äußern darf – vielleicht sogar muss. Als Frau und Feministin trage ich viel unterdrückte Wut in mir. (‚not all men‘ – but always man..) Emilia Roig schreibt dazu: “Unsere Wut verrät, was uns wirklich wichtig ist. … Ich frage mich, ob meine Selbstbefreiung über meine eigene Biografie hinaus relevant sein kann. In der kollektiven Kraft globaler Protestbewegungen für mehr Gerechtigkeit sehe ich meine Energie gespiegelt und vergrößert. Wenn meine private Wut Zeichen meiner Selbstliebe ist, ist unsere kollektive Wut dann Zeichen einer solidarischen Liebe für die Menschheit?“ (S.120) Möge dieses Buch viele Leser*innen finden und zu mehr solidarischer Liebe anstiften. Mich jedenfalls hat überzeugt.
Aktivismus ist Liebe und umgekehrt Grosse Themen werden in diesem dünnen Buch zusammengefasst. Vieles ist schon bekannt und muss nur noch im Alltag integriert werden, jedoch ist dies nicht immer so einfach. Ein Austausch kann helfen und ist meiner Ansicht nach notwendig. Gerade bei Sätzen und Situationen, welche man einfach so annimmt und bei genauerer Betrachtung bemerkt, das dies dem eigenen Wert nicht mehr entspricht. Ein wichtiges Buch, sprecht darüber und tauscht euch aus! Der Schreibstil ist einfach gehalten. Da es sich jedoch um ein komplexes Thema handelt, ist es kein Buch für zwischendurch.
Leider konnte ich nur bei wenigen Aspekten relaten und zeitweise war das Buch etwas anstrengend
Ich wollte dieses Buch wirklich „Lieben“. Am Anfang hat es mir auch wirklich gefallen als Emilia Roig von ihrer Familiengeschichte erzählt und welche Schlüsse sie daraus gezogen hat bzw gelernt hat. Auch das Kapitel Lovers und Freunde hat mir gefallen, sowie als es um die Umwelt ging, jedoch muss ich leider sagen, dass ich bereits bei der Freundschaft schon ein paar Dinge hatte, die ich einfach nicht nachempfinden konnte und auch nicht zu 100 Prozent verstanden habe, was die Autorin damit meinte. Mit dem letzten Kapitel konnte ich mich dann überhaupt nicht identifizieren. Das ist aber natürlich komplett persönlich und ist für alle Leser*Innen individuell, je nachdem was man selbst nachempfinden kann. Ich hoffe sehr anderen Menschen gefällt das Buch besser 🫶🏻
Die Essayreihe "Das Leben lesen" von Hanser Berlin widmet sich den zehn wichtigsten Themen des Lebens. In diesem Rahmen erschien "Lieben" von Emilia Roig, ein Buch, das sich mit der Bedeutung von Liebe in einer patriarchalen Gesellschaft auseinandersetzt. Die Autorin, bekannt für ihre intersektionale Perspektive auf soziale Gerechtigkeit, ist Gründerin des Center for Intersectional Justice (CIJ) und eine renommierte Wissenschaftlerin. Ihre Biografie – aufgewachsen in einer algerisch-jüdisch-karibischen Familie in Frankreich – prägt ihre Schriften, die oft politische und gesellschaftliche Strukturen hinterfragen. Worum geht’s genau? In "Lieben" plädiert Emilia Roig für eine umfassendere Sicht auf Liebe weit über die klassische romantische Beziehung hinaus und fordert dazu auf, Solidarität und Empathie radikal neu zu denken. Sie argumentiert, dass die romantische Liebe in unserer Gesellschaft zu stark im Mittelpunkt steht, während andere Formen von Liebe – Freundschaft, Mitgefühl, Verbundenheit zur Natur – oft übersehen werden. Roig verbindet ihre persönliche Lebensgeschichte mit einer tiefgehenden Analyse von Machtstrukturen, Hierarchien und kapitalistischen Zwängen, die unsere Vorstellungen von Liebe beeinflussen. Sie zeigt auf, wie Liebe im Patriarchat und Kapitalismus geformt wird, und fordert dazu auf, Liebe aus diesen Fesseln zu befreien. Während die ersten Kapitel sich mit zwischenmenschlichen Beziehungen beschäftigen, geht sie in den letzten beiden Kapiteln stärker auf spirituelle und universelle Aspekte der Liebe ein, die auch die Natur und das Universum mit einbeziehen. Meine Meinung Da ich bereits Werke von Emilia Roig kannte, war ich gespannt auf ihren literarischen Essay. "Lieben" ist meiner Meinung nach ein kluges, strukturell reflektiertes Buch, das das Thema aus einer intersektionalen Perspektive beleuchtet. Besonders beeindruckt haben mich die ersten vier Kapitel, in denen sie sich mit Freundschaft, romantischer Liebe und gesellschaftlichen Erwartungen auseinandersetzt. Auch wenn einige Gedanken nicht neu waren, da sie - wie ich es von der Autorin nicht anders erwartet hätte - aus einer feministischen Perspektive heraus geschrieben sind und bereits in anderen Büchern behandelt wurden die ich gelesen hab, haben sie mich dennoch zum Nachdenken angeregt und ich hab mir viele Stellen markiert. Weniger gut gefallen haben mir hingegen die letzten beiden Kapitel, die mir persönlich zu spirituell, ja man kann es nicht anders sagen fast schon esoterisch waren. Während ich die grundsätzliche Botschaft, die Natur und andere Spezies stärker in unser Liebesverständnis einzubeziehen, nachvollziehen kann und begrüße, fiel es mir schwer, mich mit den tiefergehenden Gedanken der Autorin zu dem Thema zu verbinden. Diese für mich abstrakteren Passagen fühlten sich für mich einfach zu weit von meinem eigenen Erfahrungshorizont entfernt an. Positiv hervorzuheben ist der sachbuchartige Charakter des Essays. Roig schreibt nicht nur aus persönlicher Perspektive, sondern verknüpft ihre Gedanken mit theoretischen Überlegungen (anderer Autor:innen) und bietet im Anhang eine ausführliche Literaturliste zur Vertiefung. Gerade weil das Buch mit knapp 120 Seiten relativ kurz ist, ist diese Liste eine wertvolle Ergänzung für Leser:innen, die sich tiefergehend mit bestimmten Aspekten befassen möchten. Was Roigs Schreibstil besonders macht, ist die Kombination aus analytischer Schärfe und emotionaler Wärme. Ihre Worte sind präzise und klar, gleichzeitig wirkt ihr Text wie eine universelle Umarmung an die Kraft, die die Welt zusammenhält: die Liebe. Sie schafft es, die gesellschaftlichen Konstruktionen von Liebe zu dekonstruieren und Räume für neue Vorstellungen zu eröffnen. Dabei bleibt sie stets politisch und stellt Liebe in den Kontext von Macht und Hierarchie. Fazit "Lieben" ist ein kluges, gesellschaftskritisches Buch, das Liebe aus einer intersektionalen Perspektive betrachtet und traditionelle Vorstellungen hinterfragt. Während die ersten Kapitel viele wertvolle Gedankenanstöße bieten, sind die letzten Abschnitte für mich persönlich wenig greifbar. Dennoch bleibt es eine inspirierende Lektüre, die sich lohnt. 4 von 5 Sternen.
3,5 ich mochte den ersten teil sehr gerne und konnte auch bisschen was mitnehmen und es waren schöne gedanken aufgeführt und es hat zum nachdenken angeregt, jedoch muss ich sagen dass mir das ende bisschen zu spirituell war und ich nicht denke dass wir alle drogen legalisieren sollten um in mit dem kosmos zu verbinden naja aber süßes buch
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Book Information
Author Description
Emilia Roig ist promovierte Politikwissenschaftlerin und Autorin der Bestseller "Why We Matter" (2021) und "Das Ende der Ehe" (2023). Roig ist Autorin zahlreicher Publikationen auf Deutsch, Englisch und Französisch und wurde für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet.
Posts
Birgt viel zum drüber nachdenken
Sehr persönlich erzählt Emilia Roig von ihrer Sicht über die Liebe. Einiges davon hat mich während dem Lesen so sehr nicken lassen, in dem Gedanken wie recht sie hat. Und sie gibt Impulse die Liebe über die klassische romantische Partnerschaft hinaus zu betrachten, z.B. im Bezug auf Freundschaft, Natur, … das hat mir einige richtig gute Denkanstöße gegeben und für so ein dünnes Buch hatte es erstaunlich viel Substanz.
Kosmos Liebe
Über Liebe zu schreiben ist wohl eine der größten Herausforderungen, der sich ein Autor oder eine Autorin stellen kann. Jede:r kennt sie oder hat schonmal eine Form der Liebe erlebt und daher ist es gar nicht so leicht, einen neuen und gewissermaßen distanzierten Blick auf die Liebe zu gewinnen. Emilia Roig hat daher einen sehr persönlichen Text geschrieben, der sie verletzlich zeigt und Einblicke in ihr Innerstes gibt. Liebe ist dabei gleichzeitig Herausforderung und Kraftspenderin, denn Roig macht klar, dass Liebe in unserer Gesellschaft auch oft mit Erwartungen und Prägungen einhergeht. Die Liebe zwischen Eltern und Kind oder Freunden, zur Natur und zu sich selbst sind Etappen, denen sich die Autorin in ihrem Essay widmet. Dabei verschiebt sich der Fokus immer weiter auf die spirituelle Ebene der Liebe - und an dieser Stelle gehen der Liebesschwerpunkt der Autorin und mein eigener vielleicht einfach zu weit auseinander. Denn einerseits kann ich diese subjektive Perspektive darauf, was Liebe sein kann, wahrnehmen und auch akzeptieren; für mich selbst konnte ich aber nicht sehr viel Inspirierendes mitnehmen. Jeder Text über die Liebe hat seine Daseinsberechtigung aber für mich fehlte hier ein Aha-Erlebnis.
Treffer! Ich fand „Lieben“ von Emilia Roig absolut beeindruckend. Ihre Analysen sind messerscharf, ihre Beobachtungen klug und entwaffnend. Selten habe ich ein Buch gelesen, das so präzise und kraftvoll aufzeigt, wie Liebe mit Macht, Strukturen und Gesellschaft verwoben ist. Roig verbindet persönliche Erfahrungen mit feministischer Theorie und schafft es, das Konzept von Liebe radikal neu zu denken. Besonders berührt hat mich ihre Art, die politischen Dimensionen der Liebe herauszuarbeiten. Ich habe so viele Stellen markiert, weil ihre Worte mich mitten ins Herz getroffen haben. Einziger Kritikpunkt: Das Kapitel über Spiritualität hat mich nicht wirklich angesprochen. Während der Rest des Buches mich voll mitgerissen hat, konnte ich hier weniger Bezug finden. Trotzdem bleibt „Lieben“ für mich ein herausragendes Werk, inspirierend, schmerzhaft ehrlich und voller neuer Perspektiven. Ein Buch, das mich noch lange begleiten wird.
Über die Vielfältigkeit der Liebe ⭐️🤍
Die Autorin hat ein Essay über Lieben geschrieben. Über die Liebe zu sich selbst, die romantische Liebe, die Liebe zur Natur, die Freundschaftsliebe bis zur kosmischen Liebe in der Astrologie. Sie gibt tiefe Einblicke in ihre Erfahrungen, ihre auch traurigen Erlebnisse, was für sie Liebe ist und wie sie liebt. „You‘ve got to learn to leave the table when love‘s no longer being served.“ Sie zeigt auf, dass Liebe die Frage auf alle Antworten ist. Dass überall Liebe ist und dass zu viel Liebe, die man nicht vergeben kann, unglücklich macht. Ein neues Buch aus der Reihe „Leben“, was kurzweilig und mich wieder sehr gecatcht hat. „Wenn wir allein sein können, können wir mit anderen zusammen sein, ohne sie nur dazu zu benutzen, dem Alleinsein zu entkommen.“
Liebe, liebe, liebe! Die treibende Energie, die das Universum zusammenhält und gleichzeitig vermag es aus den Fugen zu reißen!
Emilia Roig widmet sich mal wieder mit einer unglaublichen klugen, intersektional und Strukturen reflektierend einem Thema zu und ihre Worte sind messerscharf und gleichzeitig wie eine universelle Umarmung an die Kraft, die die Welt zusammenhält: die Liebe. Roig reflektiert Liebe im Patriarchat und im Kapitalismus. Beleuchtet die Hierarchisierungen und Machtsstrukturen und öffnet den Raum für eine Befreiung der Liebe aus den Fesseln der Rationalität und Vernunft. Für eine radikale, mutige und kosmische Liebe.
Gesammelte Essays
Emilia Roig schreibt in diesem Buch aus einer sehr persönlichen Perspektive. Ihre Gedanken zum Thema Liebe in allen Lebensbereichen werden beleuchtet. Manchmal auch ein wenig philosophisch und spirituell. Dabei schreibt sie nachvollziehbar und klar, manchmal mit großen Worten. An manchen Stellen hätte ich mir ein Tiefergehen gewünscht, was aber den Rahmen dieses Buches gesprengt hätte. Deswegen ist das Buch eine Empfehlung zum Einstieg.
In diesem Band der Reihe Hanser Berlin LEBEN soll es ums Lieben gehen, und zwar nicht nur im Sinn der rosaroten Brille, sondern etwas weiter gefasst. „Die romantische Liebe hat ein wankelmütiges Wesen. Sie erhebt uns in die höchsten Höhen und stürzt uns in die tiefsten Tiefen, sie befreit und sperrt uns ein, wir sehnen uns nach ihr, und wenn wir sie finden, sind wir oft so überwältigt, dass wir Reißaus nehmen.“ Solche sprachlichen Bilder lassen mich in Verzückung geraten. Allerdings ist imselben Kapitel ständig von „Lovers“ die Rede - warum nicht „Liebende“, um nicht eine Fremdsprache zu bemühen? Die Autorin wird an vielen Stellen sehr persönlich, wofür ich großen Respekt habe, zumal es unter anderem um Missbrauch geht. Doch die Liebe bleibt dabei auf der Strecke. Ich sehe den Kontext nicht bei einer Vergewaltigung und auch nicht bei der Deutung der Sterne. Es geht hier um Werte, Freundschaft, Tiere oder den Kosmos. Und das sind durchaus spannende Themen. Mir ging jedoch beim Lesen meist ein Gedanke durch den Kopf, und der war: Das ist doch völlig am Thema vorbei. Und deshalb fällt mein Urteil harsch aus: Ich empfehle das Buch nicht, handelt es sich doch um eine Mogelpackung.
Voller Liebe
Dieses Buch kann ich jeder Person ans Herz legen. Es offenbart neue Perspektiven auf die Liebe und bricht aus aus einem begrenzten Verständnis vom Lieben, welches oft der monogamen romantischen Paarbeziehung vorbehalten ist. Unsere Welt kann mehr Liebe vertragen. Unsere Welt kann dieses Buch vertragen.
Liebe aus drei Blickwinkeln
Ich liebe den Schreibstil von Emilia Roig und dass sie es immer schafft, ein Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten (und dass die Prise Feminismus dabei natürlich niemals fehlen darf!). Am meisten abgeholt hat mich das Kapitel über Liebe in der Freundschaft. Ich finde, wir sollten dieser Liebe noch viel mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen und sie auch als solche benennen. 1,5 Sterne Abzug gibt's, weil mich das Kapitel über die Liebe zur Natur leider nicht soo abgeholt hat wie die anderen, sodass ich dort ziemlich schnell drübergelesen habe.
Große Liebe für ein kleines Buch!
„Du bist in die Liebe verliebt“ … sagt eine Freundin zu Emilia Roig. „Und das stimmt, ich liebe die Liebe so sehr, dass mein ganzes Leben auf sie ausgerichtet ist. Ich denke ununterbrochen über sie nach und sehne mich jede Sekunde nach ihr.“ …antwortet diese. In dem Essay-Band LIEBEN, erschienen 2024 und Teil einer zehnbändigen Reihe aus dem Hanser Berlin Verlag über die zehn wichtigsten Themen des Lebens, schreibt Emilia Roig über ihr Lieblingsthema. Denn sie ist zur Erkenntnis gelangt, das „alles in der Welt sich um Liebe dreht, und wenn es nicht um Liebe geht, dann geht es um ihre Abwesenheit.“ (S. 9) Sie betrachtet die Liebe und das Lieben intensiv und komprimiert. Gleichzeitig denkt sie groß und erweitert die Grenzen, bis sie sich auflösen. Wie immer schreibt sie gut lesbar, tief philosophisch und gleichzeitig politisch relevant. Sie untersucht die Liebe zur Familie und in romantischen Beziehungen, erweitert das Spektrum auf Freund*innenschaft und die Natur, die Tiere und den ganzen Kosmos. Ihre Gedanken und Ausführungen versteht sie als Einladung. Auch an ihren subjektiven Erfahrungen teilzuhaben, von denen sie reichlich teilt. Deshalb ist eine Trigger-Warnung angebracht, denn es kommen Beschreibungen sexueller Gewalt vor. Zahlreiche Zitate ergänzen ihre eigenen Gedanken und sind ein zusätzlicher Gewinn für die Lesenden. Das Büchlein hat nur 121 Seiten und könnte problemlos an einem Nachmittag durchgelesen werden. Doch damit würden die Lesenden dem Inhalt nicht gerecht und sie würden sich selbst keinen Gefallen tun, denn erst das Nach- und Mitdenken, das Innehalten und in sich selbst hinein fühlen, heben den Genuss der geteilten Gedanken und verbinden Werk, Autorin und Leserschaft. Denn im besten aller Fälle führt die Lektüre zu mehr Liebe in dieser Welt und für diese Welt. Zu Verbundenheit und Achtsamkeit, Heilung und mehr Lebendigkeit. Ich habe mich bereits als Fan-Girl geoutet und empfehle natürlich auch dieses Buch uneingeschränkt. Wie bereits bei den anderen Büchern von Emilia Roig, unterstreiche ich fast jeden Satz, denn ich bin sehr empfänglich für ihre Ausführungen. Mir gefällt die klare Positionierung gegen die zerstörerischen Kräfte des Patriarchats und Kapitalismus, samt ihren Begleitern Kolonialismus, Rassismus, Sexismus, Ableismus, Klassismus, Misogynie, Trans- und Queerfeindlichkeit. Doch der Aktivismus, welcher sich gegen diese und viele weitere Diskriminierungs- und Unterdrückungsformen richtet, hat seine Quelle in der Liebe, die sich auch als Wut äußert und äußern darf – vielleicht sogar muss. Als Frau und Feministin trage ich viel unterdrückte Wut in mir. (‚not all men‘ – but always man..) Emilia Roig schreibt dazu: “Unsere Wut verrät, was uns wirklich wichtig ist. … Ich frage mich, ob meine Selbstbefreiung über meine eigene Biografie hinaus relevant sein kann. In der kollektiven Kraft globaler Protestbewegungen für mehr Gerechtigkeit sehe ich meine Energie gespiegelt und vergrößert. Wenn meine private Wut Zeichen meiner Selbstliebe ist, ist unsere kollektive Wut dann Zeichen einer solidarischen Liebe für die Menschheit?“ (S.120) Möge dieses Buch viele Leser*innen finden und zu mehr solidarischer Liebe anstiften. Mich jedenfalls hat überzeugt.
Aktivismus ist Liebe und umgekehrt Grosse Themen werden in diesem dünnen Buch zusammengefasst. Vieles ist schon bekannt und muss nur noch im Alltag integriert werden, jedoch ist dies nicht immer so einfach. Ein Austausch kann helfen und ist meiner Ansicht nach notwendig. Gerade bei Sätzen und Situationen, welche man einfach so annimmt und bei genauerer Betrachtung bemerkt, das dies dem eigenen Wert nicht mehr entspricht. Ein wichtiges Buch, sprecht darüber und tauscht euch aus! Der Schreibstil ist einfach gehalten. Da es sich jedoch um ein komplexes Thema handelt, ist es kein Buch für zwischendurch.
Leider konnte ich nur bei wenigen Aspekten relaten und zeitweise war das Buch etwas anstrengend
Ich wollte dieses Buch wirklich „Lieben“. Am Anfang hat es mir auch wirklich gefallen als Emilia Roig von ihrer Familiengeschichte erzählt und welche Schlüsse sie daraus gezogen hat bzw gelernt hat. Auch das Kapitel Lovers und Freunde hat mir gefallen, sowie als es um die Umwelt ging, jedoch muss ich leider sagen, dass ich bereits bei der Freundschaft schon ein paar Dinge hatte, die ich einfach nicht nachempfinden konnte und auch nicht zu 100 Prozent verstanden habe, was die Autorin damit meinte. Mit dem letzten Kapitel konnte ich mich dann überhaupt nicht identifizieren. Das ist aber natürlich komplett persönlich und ist für alle Leser*Innen individuell, je nachdem was man selbst nachempfinden kann. Ich hoffe sehr anderen Menschen gefällt das Buch besser 🫶🏻
Die Essayreihe "Das Leben lesen" von Hanser Berlin widmet sich den zehn wichtigsten Themen des Lebens. In diesem Rahmen erschien "Lieben" von Emilia Roig, ein Buch, das sich mit der Bedeutung von Liebe in einer patriarchalen Gesellschaft auseinandersetzt. Die Autorin, bekannt für ihre intersektionale Perspektive auf soziale Gerechtigkeit, ist Gründerin des Center for Intersectional Justice (CIJ) und eine renommierte Wissenschaftlerin. Ihre Biografie – aufgewachsen in einer algerisch-jüdisch-karibischen Familie in Frankreich – prägt ihre Schriften, die oft politische und gesellschaftliche Strukturen hinterfragen. Worum geht’s genau? In "Lieben" plädiert Emilia Roig für eine umfassendere Sicht auf Liebe weit über die klassische romantische Beziehung hinaus und fordert dazu auf, Solidarität und Empathie radikal neu zu denken. Sie argumentiert, dass die romantische Liebe in unserer Gesellschaft zu stark im Mittelpunkt steht, während andere Formen von Liebe – Freundschaft, Mitgefühl, Verbundenheit zur Natur – oft übersehen werden. Roig verbindet ihre persönliche Lebensgeschichte mit einer tiefgehenden Analyse von Machtstrukturen, Hierarchien und kapitalistischen Zwängen, die unsere Vorstellungen von Liebe beeinflussen. Sie zeigt auf, wie Liebe im Patriarchat und Kapitalismus geformt wird, und fordert dazu auf, Liebe aus diesen Fesseln zu befreien. Während die ersten Kapitel sich mit zwischenmenschlichen Beziehungen beschäftigen, geht sie in den letzten beiden Kapiteln stärker auf spirituelle und universelle Aspekte der Liebe ein, die auch die Natur und das Universum mit einbeziehen. Meine Meinung Da ich bereits Werke von Emilia Roig kannte, war ich gespannt auf ihren literarischen Essay. "Lieben" ist meiner Meinung nach ein kluges, strukturell reflektiertes Buch, das das Thema aus einer intersektionalen Perspektive beleuchtet. Besonders beeindruckt haben mich die ersten vier Kapitel, in denen sie sich mit Freundschaft, romantischer Liebe und gesellschaftlichen Erwartungen auseinandersetzt. Auch wenn einige Gedanken nicht neu waren, da sie - wie ich es von der Autorin nicht anders erwartet hätte - aus einer feministischen Perspektive heraus geschrieben sind und bereits in anderen Büchern behandelt wurden die ich gelesen hab, haben sie mich dennoch zum Nachdenken angeregt und ich hab mir viele Stellen markiert. Weniger gut gefallen haben mir hingegen die letzten beiden Kapitel, die mir persönlich zu spirituell, ja man kann es nicht anders sagen fast schon esoterisch waren. Während ich die grundsätzliche Botschaft, die Natur und andere Spezies stärker in unser Liebesverständnis einzubeziehen, nachvollziehen kann und begrüße, fiel es mir schwer, mich mit den tiefergehenden Gedanken der Autorin zu dem Thema zu verbinden. Diese für mich abstrakteren Passagen fühlten sich für mich einfach zu weit von meinem eigenen Erfahrungshorizont entfernt an. Positiv hervorzuheben ist der sachbuchartige Charakter des Essays. Roig schreibt nicht nur aus persönlicher Perspektive, sondern verknüpft ihre Gedanken mit theoretischen Überlegungen (anderer Autor:innen) und bietet im Anhang eine ausführliche Literaturliste zur Vertiefung. Gerade weil das Buch mit knapp 120 Seiten relativ kurz ist, ist diese Liste eine wertvolle Ergänzung für Leser:innen, die sich tiefergehend mit bestimmten Aspekten befassen möchten. Was Roigs Schreibstil besonders macht, ist die Kombination aus analytischer Schärfe und emotionaler Wärme. Ihre Worte sind präzise und klar, gleichzeitig wirkt ihr Text wie eine universelle Umarmung an die Kraft, die die Welt zusammenhält: die Liebe. Sie schafft es, die gesellschaftlichen Konstruktionen von Liebe zu dekonstruieren und Räume für neue Vorstellungen zu eröffnen. Dabei bleibt sie stets politisch und stellt Liebe in den Kontext von Macht und Hierarchie. Fazit "Lieben" ist ein kluges, gesellschaftskritisches Buch, das Liebe aus einer intersektionalen Perspektive betrachtet und traditionelle Vorstellungen hinterfragt. Während die ersten Kapitel viele wertvolle Gedankenanstöße bieten, sind die letzten Abschnitte für mich persönlich wenig greifbar. Dennoch bleibt es eine inspirierende Lektüre, die sich lohnt. 4 von 5 Sternen.
3,5 ich mochte den ersten teil sehr gerne und konnte auch bisschen was mitnehmen und es waren schöne gedanken aufgeführt und es hat zum nachdenken angeregt, jedoch muss ich sagen dass mir das ende bisschen zu spirituell war und ich nicht denke dass wir alle drogen legalisieren sollten um in mit dem kosmos zu verbinden naja aber süßes buch





































