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Interessante Idee, mittelprächtige Umsetzung. Dieses Buch war sehr anders als erwartet, was in erster Linie damit zusammenhängt, dass es sich hierbei nicht wie ursprünglich von mir gedacht um eine reine YA Romance handelt, sondern um eine Mischung aus Romance und Fantasy, da die Geschichte einen paranormalen Aspekt beinhaltet, welcher sehr zentral für die gesamte Handlung ist. Mich persönlich hat das nicht gestört, da ich gerne Fantasy lese, ich war bloß überrascht, aber da es sicherlich auch einige Romance-Leser:innen gibt, die keine übernatürlichen Elemente mögen, wäre ein eindeutiger Klappentext durchaus sinnvoll gewesen. Der englische Originaltitel "Invisibility" ist da deutlich aufschlussreicher... Vom Genre und Konzept her gibt es starke Paralellen zu "Letztendlich sind wir dem Universum egal", welches ebenfalls von David Levithan geschrieben wurde - Er scheint wohl eine Schwäche für Geschichten dieser Art zu besitzen. Aufgrund des unerwarteten Fantasyanteils hatte ich von Anfang an viele Fragen, die im Verlauf der Geschichte leider auch nicht alle zu meiner vollen Zufriedenheit beantwortet wurden, aber dafür haben sie mich stets zum Weiterlesen angehalten. Ich war gespannt darauf, mehr zu erfahren und dementsprechend gefesselt. Langweilig wird es hier definitiv nie, zumal die Handlungsentwicklung einige Überraschungen für uns bereithält, jedoch würde ich euch empfehlen, nicht zu genau hinzuschauen, gerade was das fantastische "Worldbuilding" anbelangt. Einerseits mochte ich die Geschichte, anderseits hatte ich mir schon mehr davon erhofft. Das Buch hätte insgesamt einfach besser ausgearbeitet sein können, sowohl hinsichtlich seiner Storyline/ seines Konzepts als auch in Bezug auf seine Charaktere und die emotionale Ebene. Die Idee hinter dieser Geschichte ist durchaus interessant, aber der Umsetzung fehlt es meiner Meinung nach an Tiefe. Die Autor:innen kratzen mir an vielen Stellen zu stark an der Oberfläche - Da bin ich von David Levithan einfach Besseres gewohnt (und von Andrea Cremer hatte ich bis dahin leider noch nichts gelesen). Die Liebesgeschichte entwickelte sich mir viel zu schnell und zu sehr aus dem Nichts heraus, um den Charakteren ihre Gefühle füreinander vollkommen abnehmen zu können. Obwohl diese Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Stephen und Elizabeth in der ersten Person Singular erzählt wird, konnte ich nicht so sehr mit ihnen mitfühlen und mitfiebern wie ich es mir gewünscht hätte. Ihre Liebesgeschichte konnte mich insgesamt einfach nicht so richtig abholen und ergreifen, aber ich mag die Botschaft, die sie in sich trägt. Die Charaktere werden zwar lebensnah und authentisch beschrieben, aber ich konnte sie leider trotzdem nur eingeschränkt greifen und fühlen. Vor allem die beiden Protagonist:innen blieben mir hier viel zu blass, da hatte sogar Elizabeth's Bruder Laurie mehr Tiefe als seine Schwester oder Stephen, was ich wirklich schade fand. Laurie's Geschichte würde ich übrigens liebend gerne lesen - Darin sehe ich viel Potenzial! Das Buch ließ sich flüssig lesen und konnte mit einem einnehmenden, leichten und unkomplizierten Schreibstil glänzen, der mir persönlich aber zu wenig Leben und Gefühl in sich trug. Hier fällt es mir allerdings schwer zu bestimmen, was davon an den Charakteren und ihrer Liebesgeschichte lag und was ausschließlich dem Schreibstil zuzuschreiben ist. Der finale Showdown hatte es dann noch einmal ordentlich in sich und konnte mich richtig packen, womit ich gar nicht mehr gerechnet hatte. Die Lage spitzte sich immer weiter zu und ließ mich dadurch automatisch mehr mitfiebern. Es war nervenaufreibend, spannend und mitreißend bis die Geschichte letztlich ein recht offenes Ende fand - Nur damit ihr schon mal vorgewarnt seid, da einige das ja nicht so gerne mögen. Alles in allem mochte ich zwar die grundlegende Idee der Geschichte, halte ihre Umsetzung aber in mehrfacher Hinsicht für ausbaufähig, gerade was Charaktertiefe, Nahbarkeit und Gefühl anbelangt. 3/ 5 Sterne ⭐️
Aug 20, 2024
Interessante Idee, mittelprächtige Umsetzung. Dieses Buch war sehr anders als erwartet, was in erster Linie damit zusammenhängt, dass es sich hierbei nicht wie ursprünglich von mir gedacht um eine reine YA Romance handelt, sondern um eine Mischung aus Romance und Fantasy, da die Geschichte einen paranormalen Aspekt beinhaltet, welcher sehr zentral für die gesamte Handlung ist. Mich persönlich hat das nicht gestört, da ich gerne Fantasy lese, ich war bloß überrascht, aber da es sicherlich auch einige Romance-Leser:innen gibt, die keine übernatürlichen Elemente mögen, wäre ein eindeutiger Klappentext durchaus sinnvoll gewesen. Der englische Originaltitel "Invisibility" ist da deutlich aufschlussreicher... Vom Genre und Konzept her gibt es starke Paralellen zu "Letztendlich sind wir dem Universum egal", welches ebenfalls von David Levithan geschrieben wurde - Er scheint wohl eine Schwäche für Geschichten dieser Art zu besitzen. Aufgrund des unerwarteten Fantasyanteils hatte ich von Anfang an viele Fragen, die im Verlauf der Geschichte leider auch nicht alle zu meiner vollen Zufriedenheit beantwortet wurden, aber dafür haben sie mich stets zum Weiterlesen angehalten. Ich war gespannt darauf, mehr zu erfahren und dementsprechend gefesselt. Langweilig wird es hier definitiv nie, zumal die Handlungsentwicklung einige Überraschungen für uns bereithält, jedoch würde ich euch empfehlen, nicht zu genau hinzuschauen, gerade was das fantastische "Worldbuilding" anbelangt. Einerseits mochte ich die Geschichte, anderseits hatte ich mir schon mehr davon erhofft. Das Buch hätte insgesamt einfach besser ausgearbeitet sein können, sowohl hinsichtlich seiner Storyline/ seines Konzepts als auch in Bezug auf seine Charaktere und die emotionale Ebene. Die Idee hinter dieser Geschichte ist durchaus interessant, aber der Umsetzung fehlt es meiner Meinung nach an Tiefe. Die Autor:innen kratzen mir an vielen Stellen zu stark an der Oberfläche - Da bin ich von David Levithan einfach Besseres gewohnt (und von Andrea Cremer hatte ich bis dahin leider noch nichts gelesen). Die Liebesgeschichte entwickelte sich mir viel zu schnell und zu sehr aus dem Nichts heraus, um den Charakteren ihre Gefühle füreinander vollkommen abnehmen zu können. Obwohl diese Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Stephen und Elizabeth in der ersten Person Singular erzählt wird, konnte ich nicht so sehr mit ihnen mitfühlen und mitfiebern wie ich es mir gewünscht hätte. Ihre Liebesgeschichte konnte mich insgesamt einfach nicht so richtig abholen und ergreifen, aber ich mag die Botschaft, die sie in sich trägt. Die Charaktere werden zwar lebensnah und authentisch beschrieben, aber ich konnte sie leider trotzdem nur eingeschränkt greifen und fühlen. Vor allem die beiden Protagonist:innen blieben mir hier viel zu blass, da hatte sogar Elizabeth's Bruder Laurie mehr Tiefe als seine Schwester oder Stephen, was ich wirklich schade fand. Laurie's Geschichte würde ich übrigens liebend gerne lesen - Darin sehe ich viel Potenzial! Das Buch ließ sich flüssig lesen und konnte mit einem einnehmenden, leichten und unkomplizierten Schreibstil glänzen, der mir persönlich aber zu wenig Leben und Gefühl in sich trug. Hier fällt es mir allerdings schwer zu bestimmen, was davon an den Charakteren und ihrer Liebesgeschichte lag und was ausschließlich dem Schreibstil zuzuschreiben ist. Der finale Showdown hatte es dann noch einmal ordentlich in sich und konnte mich richtig packen, womit ich gar nicht mehr gerechnet hatte. Die Lage spitzte sich immer weiter zu und ließ mich dadurch automatisch mehr mitfiebern. Es war nervenaufreibend, spannend und mitreißend bis die Geschichte letztlich ein recht offenes Ende fand - Nur damit ihr schon mal vorgewarnt seid, da einige das ja nicht so gerne mögen. Alles in allem mochte ich zwar die grundlegende Idee der Geschichte, halte ihre Umsetzung aber in mehrfacher Hinsicht für ausbaufähig, gerade was Charaktertiefe, Nahbarkeit und Gefühl anbelangt. 3/ 5 Sterne ⭐️
Aug 20, 2024






