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TAGE AM FLUSS Jochen Mariss ET: 01.06.26 Sara Harmsen bringt täglich mit ihrer alten Fähre die Bewohner des kleinen Dorfes Erlengrund ans Festland und wieder zurück. Sie lebt zurückgezogen mit ihren Hühnern und Schafen und meidet jeden Kontakt. Doch auch sie selbst wird von vielen Dorfbewohnern gemieden – zumindest von jener Hälfte, die den längst überfälligen Bau einer Brücke befürwortet. Die andere Hälfte des Dorfes ist ihr hingegen dankbar, denn Sara weigert sich, ihr Grundstück zu verkaufen – genau dort soll auf der Seite von Erlengrund die Brücke entstehen. Sara selbst ist das alles ziemlich gleichgültig. Sie wünscht sich vor allem ihre Ruhe. Baulärm möchte sie ebenso wenig wie den Tourismus, der mit einer Brücke zwangsläufig Einzug halten würde. Außerdem wäre der Bau das Ende ihres Fährbetriebs, der ihre einzige Einnahmequelle ist und den sie einst von ihrem Vater übernommen hat. Nur der immer weiter sinkende Wasserspiegel bereitet ihr Sorgen, denn ohne ausreichend Wasser kann sie weder ihre Fähre betreiben noch ihren Gemüsegarten bewässern. Doch ihr ruhiges, zurückgezogenes Leben gerät an einem sonnigen Sommertag plötzlich aus den Fugen, als der Klimaschützer Leon verletzt auf ihre Fähre taumelt und dringend einen Unterschlupf sucht. Wie es weitergeht, solltet ihr unbedingt selbst herausfinden. Jochen Mariss greift Themen wie Wasserknappheit, sinkende Pegelstände und die Abholzung der Wälder auf, ohne dabei belehrend zu wirken. Stattdessen verwebt er diese aktuellen Probleme gekonnt mit einer ruhigen, stimmungsvollen Sommergeschichte. Die Atmosphäre hat mich von Beginn an eingefangen, und ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Fazit: Ein stimmungsvoller Roman, der wichtige Themen aufgreift und dabei nie belehrend wirkt. Eine klare Leseempfehlung für alle, die ruhige, atmosphärische Geschichten mit Tiefgang mögen. 4/5

1 hours ago
TAGE AM FLUSS Jochen Mariss ET: 01.06.26 Sara Harmsen bringt täglich mit ihrer alten Fähre die Bewohner des kleinen Dorfes Erlengrund ans Festland und wieder zurück. Sie lebt zurückgezogen mit ihren Hühnern und Schafen und meidet jeden Kontakt. Doch auch sie selbst wird von vielen Dorfbewohnern gemieden – zumindest von jener Hälfte, die den längst überfälligen Bau einer Brücke befürwortet. Die andere Hälfte des Dorfes ist ihr hingegen dankbar, denn Sara weigert sich, ihr Grundstück zu verkaufen – genau dort soll auf der Seite von Erlengrund die Brücke entstehen. Sara selbst ist das alles ziemlich gleichgültig. Sie wünscht sich vor allem ihre Ruhe. Baulärm möchte sie ebenso wenig wie den Tourismus, der mit einer Brücke zwangsläufig Einzug halten würde. Außerdem wäre der Bau das Ende ihres Fährbetriebs, der ihre einzige Einnahmequelle ist und den sie einst von ihrem Vater übernommen hat. Nur der immer weiter sinkende Wasserspiegel bereitet ihr Sorgen, denn ohne ausreichend Wasser kann sie weder ihre Fähre betreiben noch ihren Gemüsegarten bewässern. Doch ihr ruhiges, zurückgezogenes Leben gerät an einem sonnigen Sommertag plötzlich aus den Fugen, als der Klimaschützer Leon verletzt auf ihre Fähre taumelt und dringend einen Unterschlupf sucht. Wie es weitergeht, solltet ihr unbedingt selbst herausfinden. Jochen Mariss greift Themen wie Wasserknappheit, sinkende Pegelstände und die Abholzung der Wälder auf, ohne dabei belehrend zu wirken. Stattdessen verwebt er diese aktuellen Probleme gekonnt mit einer ruhigen, stimmungsvollen Sommergeschichte. Die Atmosphäre hat mich von Beginn an eingefangen, und ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Fazit: Ein stimmungsvoller Roman, der wichtige Themen aufgreift und dabei nie belehrend wirkt. Eine klare Leseempfehlung für alle, die ruhige, atmosphärische Geschichten mit Tiefgang mögen. 4/5
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