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Tage am Fluss

4.2(89)
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About the book

Manchmal muss man gegen den Strom schwimmen, um bei sich anzukommen An einem heißen Sommertag strandet ein junger Mann bei der Fährfrau Sara Harmsen und bringt all ihre sorgsam errichteten Mauern ins Wanken. Ein Roman über alte Wunden und den Mut, sich wieder auf das Leben einzulassen. Sara Harmsen betreibt eine kleine Fähre, die das Dorf Erlengrund mit dem Rest der Welt verbindet. Mit sieben Hühnern, drei Schafen und der Hündin Luna lebt sie in einem abgelegenen Haus am Fluss. Eines Tages taucht auf Saras Fähre ein junger Mann mit einer Kopfverletzung auf, Leon. Sara verarztet den jungen Mann und versteckt ihn bei sich. Dafür verlangt sie, dass er ihr bei den Arbeiten rund um ihr Haus hilft. Beim Scheren der Schafe, bei der Reparatur des Hühnerstalls und beim Sensen der Obstwiese kommen sich Sara und Leon zögerlich näher und bringen den Mut auf, sich ihren alten Wunden zu stellen. Und sie teilen ihre Liebe zur Natur und die Sorge um unseren Planeten. Als die beiden sich gegen eine geplante Brücke wenden, die Saras Fähre bedroht, sehen sie sich Anfeindungen und Übergriffen aus dem Dorf ausgesetzt. Und dann tritt auch noch der Fluss über die Ufer … »Diese Zeit ruft nach Geschichten wie dieser. Stark und stärkend, voller Lust am Leben. Große Empfehlung!« Luisa Neubauer

Editions (3)

ISBN9783462314403
PublisherE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
Publication Date06/01/26
Pages320

Reviews & Ratings

89 ratings

40 reviews

4.2

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  • hamburger.lesemaus
    hamburger.lesemaus

    409 Followers

    4.0

    TAGE AM FLUSS Jochen Mariss ET: 01.06.26 Sara Harmsen bringt täglich mit ihrer alten Fähre die Bewohner des kleinen Dorfes Erlengrund ans Festland und wieder zurück. Sie lebt zurückgezogen mit ihren Hühnern und Schafen und meidet jeden Kontakt. Doch auch sie selbst wird von vielen Dorfbewohnern gemieden – zumindest von jener Hälfte, die den längst überfälligen Bau einer Brücke befürwortet. Die andere Hälfte des Dorfes ist ihr hingegen dankbar, denn Sara weigert sich, ihr Grundstück zu verkaufen – genau dort soll auf der Seite von Erlengrund die Brücke entstehen. Sara selbst ist das alles ziemlich gleichgültig. Sie wünscht sich vor allem ihre Ruhe. Baulärm möchte sie ebenso wenig wie den Tourismus, der mit einer Brücke zwangsläufig Einzug halten würde. Außerdem wäre der Bau das Ende ihres Fährbetriebs, der ihre einzige Einnahmequelle ist und den sie einst von ihrem Vater übernommen hat. Nur der immer weiter sinkende Wasserspiegel bereitet ihr Sorgen, denn ohne ausreichend Wasser kann sie weder ihre Fähre betreiben noch ihren Gemüsegarten bewässern. Doch ihr ruhiges, zurückgezogenes Leben gerät an einem sonnigen Sommertag plötzlich aus den Fugen, als der Klimaschützer Leon verletzt auf ihre Fähre taumelt und dringend einen Unterschlupf sucht. Wie es weitergeht, solltet ihr unbedingt selbst herausfinden. Jochen Mariss greift Themen wie Wasserknappheit, sinkende Pegelstände und die Abholzung der Wälder auf, ohne dabei belehrend zu wirken. Stattdessen verwebt er diese aktuellen Probleme gekonnt mit einer ruhigen, stimmungsvollen Sommergeschichte. Die Atmosphäre hat mich von Beginn an eingefangen, und ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Fazit: Ein stimmungsvoller Roman, der wichtige Themen aufgreift und dabei nie belehrend wirkt. Eine klare Leseempfehlung für alle, die ruhige, atmosphärische Geschichten mit Tiefgang mögen. 4/5

    1 hours ago

  • literaturgarten
    literaturgarten

    34 Followers

    5.0

    Gut zu lesender Roman über Klimawandel! Verzicht auf Konsum und Bescheidenheit sind wichtiger denn je !

    1 days ago

  • theagri
    theagri

    797 Followers

    5.0

    Etwas von Grund auf ändern und Zeichen setzen. "Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.« Durch das schöne Cover wurde ich auf das Romandebüt von Jochen Mariss aufmerksam und habe mich gefreut ihn, dank NetGalley und dem Kiepenheuer & Witsch Verlag, vorab als ebook lesen zu können. Sara lebt auf einem kleinen Hof mit ihren Tieren am Fluss in einem kleinen Dorf. Sie ist die Fährfrau. Jonas kommt mit einer Kopfverletzung und einem Geheimnis auf ihre Fähre und sie versorgt ihn. Dafür hilft er auf dem Hof. Heiße Sommertage, kein Regen, der Pegelstand des Flusses wird immer niedriger. Trotzdem kann man sich die Idylle vorstellen, dazwischen der heruntergekommene Hof, die träge machende Hitze, der trockene Garten. Es gelingt dem Autor ausgezeichnet, diese Bilder mit schönen Worten vor Augen zu transportieren. Doch auch den Kummer, die Einsamkeit, die Erinnerungen sind spürbar. Und sehr schön wird der Prozess beschreiben, wie man sich öffnen und füreinander da sein kann. Berührend und tiefgehend erzählt. Die beiden Protagonisten werden allmählich eingeführt und geduldig entwickeln sich ihre Charaktere, die glaubhaft und authentisch beschrieben werden, die ihren Überzeugungen gemäß handeln und leben. Man spürt ihre Sorge um den Zustand unserer Welt, ihr Bemühungen zu verstehen und zu bewahren. Jochen Mariss erzählt seine Geschichte langsam, so dass sich die Problematik allmählich entwickelt und auf die Höhepunkte zusteuert. Dabei werden seine Themen - Natur, Klima, Umwelt - dem Lesenden nicht übergestülpt, sondern plastisch vor Augen gemalt. Alles folgt logisch aufeinander. Mir hat dieser ruhig erzählte Roman, den eine stille Spannung durchzieht und der verschiedene Problematiken im zwischenmenschlichen und in unserer Umwelt zum Thema macht, sehr gefallen. Nicht besser wissend sondern gut wissend erzählt.

    Jul 9, 2026

3 of 40 reviews

SocialReads

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1st.bookworm
1st.bookwormJul 7, 2026

Sie ist fast 50, und er. Ich tippe jetzt mal so auf die 20 was würdet ihr sagen? Na, bin gespannt in welche Richtung das geht. Im Klappentext steht ja, dass sie sich noch annähern😅 Ansonsten gefällt mir der ruhige Schreibstil eigentlich recht gut. Normalerweise lese ich solche Geschichten nicht aber man muss ja öfter mal was Neues ausprobieren. 😁

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Author

About Jochen Mariss

Jochen Mariss, geboren 1955 in Köln, studierte Grafikdesign mit Schwerpunkt Fotografie in Bielefeld und war Mitbegründer des Verlags Grafik Werkstatt. Hier erschienen zahlreiche Gedichte und Fotografien von ihm, u. a. in Form von Foto-Text-Postkarten, und machten seinen Namen im deutschsprachigen Raum bekannt. Diese lyrischen Texte waren der Beginn seiner schriftstellerischen Arbeit, es folgten Kurzgeschichten und Kinderbücher. Heute lebt er als freier Schriftsteller in Bielefeld. »Tage am Fluss« ist sein Romandebüt.

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