Romane

Tage am Fluss

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Über das Buch

Manchmal muss man gegen den Strom schwimmen, um bei sich anzukommen!

An einem heißen Sommertag strandet ein junger Mann bei der Fährfrau Sara Harmsen und bringt all ihre sorgsam errichteten Mauern ins Wanken. Ein Hörbuch über alte Wunden und den Mut, sich wieder auf das Leben einzulassen.

Sara Harmsen betreibt eine kleine Fähre, die das Dorf Erlengrund mit dem Rest der Welt verbindet. Mit sieben Hühnern, drei Schafen und der Hündin Luna lebt sie in einem abgelegenen Haus am Fluss. Eines Tages taucht auf Saras Fähre ein junger Mann mit einer Kopfverletzung auf, Leon. Sara verarztet den jungen Mann und versteckt ihn bei sich. Dafür verlangt sie, dass er ihr bei den Arbeiten rund um ihr Haus hilft. Beim Scheren der Schafe, bei der Reparatur des Hühnerstalls und beim Sensen der Obstwiese kommen sich Sara und Leon zögerlich näher und bringen den Mut auf, sich ihren alten Wunden zu stellen. Und sie teilen ihre Liebe zur Natur und die Sorge um unseren Planeten. Als die beiden sich gegen eine geplante Brücke wenden, die Saras Fähre bedroht, sehen sie sich Anfeindungen und Übergriffen aus dem Dorf ausgesetzt. Und dann tritt auch noch der Fluss über die Ufer …

Heike Warmuth und Nils Kretschmer leihen Sara und Leon ihre Stimmen und begleiten uns durch Jochen Mariss' atmosphärisches Romandebüt.

Zu diesem Hörbuch gibt es Zusatzmaterial. Eine Anleitung zum Download finden Sie im FAQ des Shops und der argon-Webseite.

Editionen (3)

ISBN9783839822524
VerlagArgon
Erscheinungsdatum09.07.26

Rezensionen & Bewertungen

65 Bewertungen

29 Rezensionen

4,3

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  • booktimewithmimi
    booktimewithmimi

    329 Follower

    5,0

    Dieser Roman ist einfach traumhaft schön! Ich habe es so genossen dieser Geschichte zu lauschen. Die Atmosphäre war sehr angenehm und erfrischend. Sara ist eine starke Persönlichkeit und ich habe ihre Frauenpower geliebt & ihren Lebensstil! Ich war sehr gebannt und konnte gar nicht mehr auf hören, dem Hörspiel zu lauschen. Auch wenn ich Romane mittlerweile oft langweilig finde, bzw. Sich einiges auch wiederholt, konnte ich hier was ganz neues und schönes entdecken. Der Schreibstil ist so flüssig und authentisch. Ein richtiges Meisterwerk!😇🙌🏻

    12 Stunden vor

  • theagri
    theagri

    791 Follower

    5,0

    Etwas von Grund auf ändern und Zeichen setzen. "Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.« Durch das schöne Cover wurde ich auf das Romandebüt von Jochen Mariss aufmerksam und habe mich gefreut ihn, dank NetGalley und dem Kiepenheuer & Witsch Verlag, vorab als ebook lesen zu können. Sara lebt auf einem kleinen Hof mit ihren Tieren am Fluss in einem kleinen Dorf. Sie ist die Fährfrau. Jonas kommt mit einer Kopfverletzung und einem Geheimnis auf ihre Fähre und sie versorgt ihn. Dafür hilft er auf dem Hof. Heiße Sommertage, kein Regen, der Pegelstand des Flusses wird immer niedriger. Trotzdem kann man sich die Idylle vorstellen, dazwischen der heruntergekommene Hof, die träge machende Hitze, der trockene Garten. Es gelingt dem Autor ausgezeichnet, diese Bilder mit schönen Worten vor Augen zu transportieren. Doch auch den Kummer, die Einsamkeit, die Erinnerungen sind spürbar. Und sehr schön wird der Prozess beschreiben, wie man sich öffnen und füreinander da sein kann. Berührend und tiefgehend erzählt. Die beiden Protagonisten werden allmählich eingeführt und geduldig entwickeln sich ihre Charaktere, die glaubhaft und authentisch beschrieben werden, die ihren Überzeugungen gemäß handeln und leben. Man spürt ihre Sorge um den Zustand unserer Welt, ihr Bemühungen zu verstehen und zu bewahren. Jochen Mariss erzählt seine Geschichte langsam, so dass sich die Problematik allmählich entwickelt und auf die Höhepunkte zusteuert. Dabei werden seine Themen - Natur, Klima, Umwelt - dem Lesenden nicht übergestülpt, sondern plastisch vor Augen gemalt. Alles folgt logisch aufeinander. Mir hat dieser ruhig erzählte Roman, den eine stille Spannung durchzieht und der verschiedene Problematiken im zwischenmenschlichen und in unserer Umwelt zum Thema macht, sehr gefallen. Nicht besser wissend sondern gut wissend erzählt.

    9. Juli 2026

  • wordfflow
    wordfflow

    43 Follower

    4,0

    Mutmachender Weckruf

    Tage am Fluss von Jochen Mariss ist ein Roman über eine unerwartete Freundschaft zweier Menschen, die in die Thematik Umweltaktivismus eingebettet ist. Sara ist Fährfrau und lebt mit den Wunden ihrer Vergangenheit eher zurückgezogen am Fluss in einem kleinen Dorf. Leon flüchtet sich verletzt vor der Polizei auf Saras Fähre und kommt zunächst unwillig bei ihr unter. Als Saras Existenz bedroht wird, finden die beiden trotz ihrer Unterschiede Gemeinsamkeiten und gewinnen mit der Zeit Akzeptanz, Solidarität und Freundschaft. Sara und Leon konnten unterschiedlich schnell meine Sympathie gewinnen, aber ich habe beide in mein Herz geschlossen. Besonders auch die Gegenüberstellung der beiden fand ich spannend. Während Sara eine großartige Charakterentwicklung hinlegt, fungiert Leon eher als ihr Katalysator. Mariss hat zwei Personen geschaffen, die trotz ihrer Gegenteile gemeinsame Ziele verfolgen und dabei für Lesende greifbar werden. Nicht zuletzt das Sprecher*innen-Duo Heike Warmuth und Nils Kretschmer haben dazu beigetragen, Sara und Leon zum Leben zu erwecken. Lediglich die durch die Geschichte hinweg angedeutete sexualisierte Ebene fand ich zum einen absolut überflüssig, vor allem hat sie mich aber massiv genervt. Wie ein Splitter, den man nicht richtig greifen kann und an den man bei jeder Bewegung unangenehm erinnert wird. Denn die übergeordnete Handlung rund um Widerstand, Aktivismus und Umweltschutz, zusammen mit der wachsenden Freundschaft, waren authentisch umgesetzt und haben die Geschichte getragen. In Anbetracht der aktuellen Lage, dass der Klimawandel immer spürbarer wird, ist die Geschichte ein literarischer Weckruf und gerade deswegen für mich so mutmachend und inspirierend. Eine Szene zum Ende hin fand ich etwas zu künstlich dramatisiert und Leon hat in der Situation wirklich nicht mitgedacht und leichtsinnig gehandelt, aber den Ausgang insgesamt fand ich sehr gelungen und hoffnungsvoll. Für mich ist Tage am Fluss ein insgesamt sehr gelungener und wichtiger Roman über Freundschaft, Solidarität und Aktivismus, den jeder lesen oder hören sollte, auch wenn ich zwei kleine Punkte abziehen musste.

    7 Tage vor

3 von 29 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

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1st.bookworm
1st.bookworm7. Juli 2026

Sie ist fast 50, und er. Ich tippe jetzt mal so auf die 20 was würdet ihr sagen? Na, bin gespannt in welche Richtung das geht. Im Klappentext steht ja, dass sie sich noch annähern😅 Ansonsten gefällt mir der ruhige Schreibstil eigentlich recht gut. Normalerweise lese ich solche Geschichten nicht aber man muss ja öfter mal was Neues ausprobieren. 😁

Autorin / Autor

Über Jochen Mariss

Jochen Mariss, geboren 1955 in Köln, studierte Grafik Design mit Schwerpunkt Fotografie in Bielefeld und war Mitbegründer des Verlags Grafik Werkstatt. Hier erschienen zahlreiche Gedichte und Fotografien von ihm, u.a. in Form von Foto-Text-Postkarten, Plakaten, Kalendern und Büchern, und erreichten eine Gesamtauflage von mehr als einer Million. Diese lyrischen Texte waren der Beginn seiner schriftstellerischen Arbeit, es folgten Kurzgeschichten, Kinderbücher und Romane. Heute lebt er als freier Schriftsteller in Bielefeld. Tage am Fluss ist sein Romandebüt.

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