Solange die Nachtigall singt
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Description
Ein Wald, der im Nebel ein Rätsel verbirgt. Ein Wanderer, der sich verirrt. Eine Geschichte, die dem Leser den Atem raubt
Nach Abschluss seiner Tischlerlehre begibt sich Jari auf Wanderschaft, um Freiheit und Natur zu genießen. Dabei trifft er auf Jascha, das bezauberndste Mädchen, dem er je begegnet ist, und folgt ihr zu ihrer Enklave mitten im Wald. Gefangen zwischen märchenhafter Schönheit und menschlichen Abgründen wird der harmlose Tischler zum unerbittlichen Jäger. Poetisch und fesselnd erzählt Erfolgsautorin Antonia Michaelis die Geschichte einer Liebe, der kein Geheimnis zu düster und kein Opfer zu groß ist. Das Meisterwerk einer Märchenerzählerin.
Book Information
Author Description
Antonia Michaelis studierte Medizin in Greifswald. Sie engagiert sich für Kinder in Madagaskar und hat zahlreiche Romane für Kinder, Jugendliche und Erwachsene veröffentlicht.
Posts
Antonia Michaelis verwendet hier eine sehr poetische, märchenhafte Sprache. Die Atmosphäre des Buches hat mir gut gefallen, die Geschichte an sich auch. Was mir leider überhaupt nicht gefallen hat, ist das hier vermittelte Frauenbild als schutzbedürftiges, schwaches Wesen, das einen starken Mann an seiner Seite braucht. Dieser wiederum stellt sich bei ihrem Anblick vor, dass sie ihm unzählige Kinder gebiert. Ernsthaft? Muss das sein?

Dieses Buch war leider unfassbar lanweilig, obwohl es so vielversprechend klang. Kurz zum Inhalt: Der 18jährige Tischlergeselle (in Papas Tischlerei) Jari hat es sich in den Kopf gesetzt, allein durch Berge und Wälder zu wandern um einmal von zu Hause fortzukommen. Er begegnet einem scheinbar hässlichen Mädchen gleichen Alters, Jascha, das sich auf dem Weg durch den Wald jedoch als umwerfend schön entpuppt und ihn in sein Häuschen im Walde einlädt. Der hormonell unausgelastete Junge folgt ihr natürlich und wird in einen Strudel aus traumabedingter Phantasiewelt, relativ unglaubwürdig motivierter Gewalt, erzwungen provokanter Erotik und Fliegenpilzkonsum gesogen. Am Ende hat er drei Menschen getötet, auf seinen besten Freund geschossen und für immer seinem alten Leben abgeschworen. Und das an der Seite von Jascha, die ihn über Monate unter Drogen gesetzt, ihm die Existenz ihrer beiden toten Drillingsschwestern vorgegaukelt, ihn zum Töten überredet und mit seinem besten Freund geschlafen hat (was vielleicht verständlich ist, weil man die beiden Jungen auch als Leser nur dann unterscheiden kann, wenn wieder einmal Mattis geschmackloses Tattoo erwähnt wird), von dem sie nun schwanger ist. Der Epilog erfüllt keinen Zweck außer zu untermalen, dass Jari nicht besonders helle und Jascha noch immer ziemlich psychotisch ist. Womöglich klingt sogar meine Zusammenfassung spannender als das Buch selbst. Was mich hat weiterlesen lassen (und mehr als einen Stern verteilen), war neben der Tatsache, dass ich einen Lesepartner hatte, auch die unheimlich schöne Sprache der Autorin. Ihre Beschreibungen sind kraftvoll und sogar poetisch, atmosphärisch dicht und ein wenig märchenhaft. Was leider unglaublich schlecht zu einem modernen Teenager wie Jari passt, der dadurch wirkt wie jemand, der krampfhaft aber talentfrei versucht, den Dichterfürsten zu geben, diese Rolle aber nie mehr als zwei Minuten am Stück aufrecht erhalten kann. Diese Diskrepanz zwischen Charakteren und Sprache ist erstaunlich störend für mich gewesen; und ich glaube, das Buch hätte wirklich bemerkenswert sein können (im positiven Sinne), wenn die Autorin entweder deutlich erwachsenere Charaktere gewählt oder die Handlung mindestens 150 Jahre in die Vergangenheit transferiert hätte. Das andere große Problem war für mich die Vorhersehbarkeit der Wendungen der Handlung, die vermutlich hätten überraschen sollen, aber so massiv von Vorausdeutungen begleitet wurden, dass wirklich nur jemand sehr Begriffsstutziges (Jari) nicht schon dutzende Seiten vor der Auflösung wusste, was hinter dem jeweiligen großen Geheimnis steckt. Schuld daran war sicher auch der sehr plakative zweite Zeitstrang, der dem Leser das traumatische Entführungserlebnis Jaschas und ihrer Schwestern schildert - nicht namentlich, aber ab dem zweiten oder spätestens dritten Auftreten eindeutig. Und an diesem Punkt hat der Roman leider noch ein paar hundert Seiten... Fazit: Viele interessante Ansätze und Ideen, eine wirklich eindrucksvolle Sprache - aber leider dennoch ein ausnehmend langweiliges und langatmiges Buch. Schade.
Inhalt: Jari ist 18 Jahre alt und hat seine Tischlerlehre gerade beendet. Er begibt sich auf eine Wanderschaft um ein Abenteuer zu erleben und etwas zu haben, was er erzählen kann. Dort trifft er auf ein seltsames und wunderschönes Mädchen. Jascha. Sie führt ihn in ihre Hütte in einen einsamen Wald, in einen Wald, in dem schon viele Menschen verschwunden sind. Beides, Wald und Hütte, sind so geheimnisvoll und schön wie das Mädchen. Doch schon bald muss Jari lernen, dass diese Schönheit einhergeht mit Geheimnissen, Einsamkeit und Grausamkeit. Ist es schon zu spät? Kann er sich noch retten? Oder ist Jari gefangen in der grausamen Welt der Schönheit? Meine Meinung: Dieses Buch ist faszinierend. Es hat eine ganz bestimmte Aura. Ich würde es als ein neues und düsteres Märchen beschreiben, jedoch nicht dazu geeignet, es Kindern zu erzählen. Viel eher ist es für ältere Jugendliche und Erwachsene bestimmt, da es ziemlich grausam ist. Nicht nur auf eine blutige Art, sondern auch was die Psyche betrifft und wie das Wesen eines Menschen sich in diesem Buch ändert. Die Atmosphäre in diesem Buch ist schon fast greifbar. Die melancholische und düstere Art zieht einen so in den Bann und in das Buch, dass man bald das Gefühl hat, selbst in diesem Wald, in dieser Geschichte gefangen zu sein. Es ergeht einem wie Jari, schon bald kann man nicht mehr so recht unterscheiden, was real ist und was nicht. Der besondere Schreibstil der Autorin trägt auch dazu bei. Sie schreibt schon fast poetisch. Genau wie die Geschichte und Dinge in diesem Buch ist der Schreibstil wunderschön und gleichsam grausam, da er das Gefühl eines düsteren Märchens noch verstärkt. Er wirkt rund und erfahren. Jedes Wort scheint perfekt gewählt. So verwundert es nicht, dass die Autorin es auch schafft, einem immer falsche Fährten zu legen. Man denkt bald, man wüsste nun was los ist doch findet dann heraus, dass sie genau geplant hat, was man denken soll und man irgendwann hilflos wie Jari versucht zu unterscheiden, was nun in die Realität gehört und was nicht. Sie spielt mit dem Leser, wie die Schönheit mit Jari spielt. Ich bin von dem Buch absolut begeistert und würde am liebsten alle Bücher von dieser Autorin sofort auch lesen. Ich kann es allen empfehlen, die einen Hang zu düstern Geschichten haben und sich gern in ihre Welt entführen lassen wollen. Das Buch ist sehr spannend, sodass ich es zu Ende lesen musste, auch wenn ich es nicht wollte, da ich nicht wollte, dass die Geschichte zu Ende ist. Liebe Grüße
2,5 Sterne Also irgendwie hatte ich mir mehr erwartet. Die Handlung war sehr verworren, aber nicht genial oder interessant verworren sondern nur um den Leser dran zu halten und eine spannende, clevere Auflösung vorzugaukeln. Das Verhalten des Protagonisten war absolut nicht nachvollziehbar, weder warum er ständig Pilze konsumiert, noch warum er sich zum Narren halten und permanent an der Nase herumführen lässt. Dabei fing das Buch ganz gut an, was aber schnell nachgelassen hat. Zwischendrin dachte ich dann immer wieder, jetzt wird's interessant und wurde letztendlich enttäuscht. Am Ende sind wir im Prinzip wieder am Anfang. Wow, das war auch nicht wirklich überraschend. Einzig und allein der Schreibstil von Antonia Michaelis hat mir wirklich gut gefallen.
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Ein Wald, der im Nebel ein Rätsel verbirgt. Ein Wanderer, der sich verirrt. Eine Geschichte, die dem Leser den Atem raubt
Nach Abschluss seiner Tischlerlehre begibt sich Jari auf Wanderschaft, um Freiheit und Natur zu genießen. Dabei trifft er auf Jascha, das bezauberndste Mädchen, dem er je begegnet ist, und folgt ihr zu ihrer Enklave mitten im Wald. Gefangen zwischen märchenhafter Schönheit und menschlichen Abgründen wird der harmlose Tischler zum unerbittlichen Jäger. Poetisch und fesselnd erzählt Erfolgsautorin Antonia Michaelis die Geschichte einer Liebe, der kein Geheimnis zu düster und kein Opfer zu groß ist. Das Meisterwerk einer Märchenerzählerin.
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Antonia Michaelis studierte Medizin in Greifswald. Sie engagiert sich für Kinder in Madagaskar und hat zahlreiche Romane für Kinder, Jugendliche und Erwachsene veröffentlicht.
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Antonia Michaelis verwendet hier eine sehr poetische, märchenhafte Sprache. Die Atmosphäre des Buches hat mir gut gefallen, die Geschichte an sich auch. Was mir leider überhaupt nicht gefallen hat, ist das hier vermittelte Frauenbild als schutzbedürftiges, schwaches Wesen, das einen starken Mann an seiner Seite braucht. Dieser wiederum stellt sich bei ihrem Anblick vor, dass sie ihm unzählige Kinder gebiert. Ernsthaft? Muss das sein?

Dieses Buch war leider unfassbar lanweilig, obwohl es so vielversprechend klang. Kurz zum Inhalt: Der 18jährige Tischlergeselle (in Papas Tischlerei) Jari hat es sich in den Kopf gesetzt, allein durch Berge und Wälder zu wandern um einmal von zu Hause fortzukommen. Er begegnet einem scheinbar hässlichen Mädchen gleichen Alters, Jascha, das sich auf dem Weg durch den Wald jedoch als umwerfend schön entpuppt und ihn in sein Häuschen im Walde einlädt. Der hormonell unausgelastete Junge folgt ihr natürlich und wird in einen Strudel aus traumabedingter Phantasiewelt, relativ unglaubwürdig motivierter Gewalt, erzwungen provokanter Erotik und Fliegenpilzkonsum gesogen. Am Ende hat er drei Menschen getötet, auf seinen besten Freund geschossen und für immer seinem alten Leben abgeschworen. Und das an der Seite von Jascha, die ihn über Monate unter Drogen gesetzt, ihm die Existenz ihrer beiden toten Drillingsschwestern vorgegaukelt, ihn zum Töten überredet und mit seinem besten Freund geschlafen hat (was vielleicht verständlich ist, weil man die beiden Jungen auch als Leser nur dann unterscheiden kann, wenn wieder einmal Mattis geschmackloses Tattoo erwähnt wird), von dem sie nun schwanger ist. Der Epilog erfüllt keinen Zweck außer zu untermalen, dass Jari nicht besonders helle und Jascha noch immer ziemlich psychotisch ist. Womöglich klingt sogar meine Zusammenfassung spannender als das Buch selbst. Was mich hat weiterlesen lassen (und mehr als einen Stern verteilen), war neben der Tatsache, dass ich einen Lesepartner hatte, auch die unheimlich schöne Sprache der Autorin. Ihre Beschreibungen sind kraftvoll und sogar poetisch, atmosphärisch dicht und ein wenig märchenhaft. Was leider unglaublich schlecht zu einem modernen Teenager wie Jari passt, der dadurch wirkt wie jemand, der krampfhaft aber talentfrei versucht, den Dichterfürsten zu geben, diese Rolle aber nie mehr als zwei Minuten am Stück aufrecht erhalten kann. Diese Diskrepanz zwischen Charakteren und Sprache ist erstaunlich störend für mich gewesen; und ich glaube, das Buch hätte wirklich bemerkenswert sein können (im positiven Sinne), wenn die Autorin entweder deutlich erwachsenere Charaktere gewählt oder die Handlung mindestens 150 Jahre in die Vergangenheit transferiert hätte. Das andere große Problem war für mich die Vorhersehbarkeit der Wendungen der Handlung, die vermutlich hätten überraschen sollen, aber so massiv von Vorausdeutungen begleitet wurden, dass wirklich nur jemand sehr Begriffsstutziges (Jari) nicht schon dutzende Seiten vor der Auflösung wusste, was hinter dem jeweiligen großen Geheimnis steckt. Schuld daran war sicher auch der sehr plakative zweite Zeitstrang, der dem Leser das traumatische Entführungserlebnis Jaschas und ihrer Schwestern schildert - nicht namentlich, aber ab dem zweiten oder spätestens dritten Auftreten eindeutig. Und an diesem Punkt hat der Roman leider noch ein paar hundert Seiten... Fazit: Viele interessante Ansätze und Ideen, eine wirklich eindrucksvolle Sprache - aber leider dennoch ein ausnehmend langweiliges und langatmiges Buch. Schade.
Inhalt: Jari ist 18 Jahre alt und hat seine Tischlerlehre gerade beendet. Er begibt sich auf eine Wanderschaft um ein Abenteuer zu erleben und etwas zu haben, was er erzählen kann. Dort trifft er auf ein seltsames und wunderschönes Mädchen. Jascha. Sie führt ihn in ihre Hütte in einen einsamen Wald, in einen Wald, in dem schon viele Menschen verschwunden sind. Beides, Wald und Hütte, sind so geheimnisvoll und schön wie das Mädchen. Doch schon bald muss Jari lernen, dass diese Schönheit einhergeht mit Geheimnissen, Einsamkeit und Grausamkeit. Ist es schon zu spät? Kann er sich noch retten? Oder ist Jari gefangen in der grausamen Welt der Schönheit? Meine Meinung: Dieses Buch ist faszinierend. Es hat eine ganz bestimmte Aura. Ich würde es als ein neues und düsteres Märchen beschreiben, jedoch nicht dazu geeignet, es Kindern zu erzählen. Viel eher ist es für ältere Jugendliche und Erwachsene bestimmt, da es ziemlich grausam ist. Nicht nur auf eine blutige Art, sondern auch was die Psyche betrifft und wie das Wesen eines Menschen sich in diesem Buch ändert. Die Atmosphäre in diesem Buch ist schon fast greifbar. Die melancholische und düstere Art zieht einen so in den Bann und in das Buch, dass man bald das Gefühl hat, selbst in diesem Wald, in dieser Geschichte gefangen zu sein. Es ergeht einem wie Jari, schon bald kann man nicht mehr so recht unterscheiden, was real ist und was nicht. Der besondere Schreibstil der Autorin trägt auch dazu bei. Sie schreibt schon fast poetisch. Genau wie die Geschichte und Dinge in diesem Buch ist der Schreibstil wunderschön und gleichsam grausam, da er das Gefühl eines düsteren Märchens noch verstärkt. Er wirkt rund und erfahren. Jedes Wort scheint perfekt gewählt. So verwundert es nicht, dass die Autorin es auch schafft, einem immer falsche Fährten zu legen. Man denkt bald, man wüsste nun was los ist doch findet dann heraus, dass sie genau geplant hat, was man denken soll und man irgendwann hilflos wie Jari versucht zu unterscheiden, was nun in die Realität gehört und was nicht. Sie spielt mit dem Leser, wie die Schönheit mit Jari spielt. Ich bin von dem Buch absolut begeistert und würde am liebsten alle Bücher von dieser Autorin sofort auch lesen. Ich kann es allen empfehlen, die einen Hang zu düstern Geschichten haben und sich gern in ihre Welt entführen lassen wollen. Das Buch ist sehr spannend, sodass ich es zu Ende lesen musste, auch wenn ich es nicht wollte, da ich nicht wollte, dass die Geschichte zu Ende ist. Liebe Grüße
2,5 Sterne Also irgendwie hatte ich mir mehr erwartet. Die Handlung war sehr verworren, aber nicht genial oder interessant verworren sondern nur um den Leser dran zu halten und eine spannende, clevere Auflösung vorzugaukeln. Das Verhalten des Protagonisten war absolut nicht nachvollziehbar, weder warum er ständig Pilze konsumiert, noch warum er sich zum Narren halten und permanent an der Nase herumführen lässt. Dabei fing das Buch ganz gut an, was aber schnell nachgelassen hat. Zwischendrin dachte ich dann immer wieder, jetzt wird's interessant und wurde letztendlich enttäuscht. Am Ende sind wir im Prinzip wieder am Anfang. Wow, das war auch nicht wirklich überraschend. Einzig und allein der Schreibstil von Antonia Michaelis hat mir wirklich gut gefallen.










