Die Worte der weißen Königin
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Description
Poetisch und voller Sehnsucht - der neue Roman der "Märchenerzählerin" Niemanden beneidet Lion mehr als die Seeadler, wenn er sie beobachtet, wie sie hoch am Himmel kreisen, so frei und glücklich. Bei ihm zu Hause in dem Dorf an der Ostsee gibt es nicht viel, auf das man neidisch sein könnte. Immer häufiger verwandelt sein Vater sich im Alkoholrausch in den gewalttätigen schwarzen König, der Lion misshandelt. Als er es nicht mehr aushält, flüchtet Lion in den Wald zu den Adlern. Doch das Leben dort ist hart und immer wieder denkt Lion an die weiße Königin, die alte Frau, die ihm einst so wunderbar vorgelesen hat. Durch sie hat er den Zauber der Worte, ihre Wärme und Kraft entdeckt … Antonia Michaelis erzählt eine tief berührende Geschichte über familiäre Gewalt und die Kraft, sich zu befreien Eine sprachlich brillante Hommage an die Macht der Worte und der Fantasie.
Book Information
Author Description
Antonia Michaelis studierte Medizin in Greifswald. Sie engagiert sich für Kinder in Madagaskar und hat zahlreiche Romane für Kinder, Jugendliche und Erwachsene veröffentlicht.
Posts
// Worum es geht // Der 10jährige Lion lebt mit seinem Vater in einem kleinen, großteils verlassenen, Dorf. Er beobachtet stundenlang die Seeadler, die frei und wild durch die Lüfte fliegen, während er am Boden verharren muss, unfähig ihnen zu folgen. Bei ihnen findet er Trost und Halt, wenn sein Vater sich immer öfter in den schwarzen König verwandelt. Eines Tages, als sein Vater längst mehr als nur einen Schritt zu weit gegangen ist, flüchtet sich Lion in den Wald zu den Adlern. Dort lernt der kleine Junge, dass das Leben draußen im Wald hart und einsam ist. Doch dann beschließt er eine Reise anzutreten. Nach Berlin. Denn dort befindet sich die weiße Königin mit all ihren wunderbaren Worten, nach denen er sich so sehr sehnt. // Was ich davon halte // Von Antonia Michaelis habe ich zum ersten Mal im August 2014 gehört, als "Niemand liebt November" herausgekommen ist. Also habe ich mir diese Autorin genauer angeschaut und letztendlich stehen nun drei Bücher von ihr in meinem Regal. "Die Worte der weißen Königin" ist das erste von den dreien, das ich gelesen habe und ich bin begeistert. Der Protagonist Lion hat mein Herz im Sturm erobert. Der kleine Junge, der so viel durchleben und vor allem durchleiden musste. Mit dem Thema, das Antonia Michaelis in diesem Buch behandelt, hat sie mir vor Augen geführt, was draußen in der Welt nur allzu oft geschieht. Kinder, die als Prügelknaben für ihre Eltern herhalten müssen. Kinder, die geschlagen und bestraft werden, weil die Eltern ihr eigenes Leben nicht im Griff haben. Kinder, die leiden müssen, weil ihr Eltern nicht mit ihren Problemen zurecht kommen. Kinder, die eingesperrt werden, weil die Eltern nicht wissen wohin mit ihrer Wut und dem Hass auf die Welt und auch auf sich selbst. Lion ist ein solches Kind. Ein Kind das vom eigenen Vater misshandelt wird. Das, was dieses Kind erlebt hat, sollte keinem Kind auf der ganzen Welt widerfahren und doch passiert es viel zu oft. Es ist absolut berührend und herzergreifend wie Antonia Michaelis die Geschichte von Lion erzählt. Wie sie die richtigen Worte dafür findet, um zu beschreiben was er fühlt, denkt und wie er handelt. Gleichzeitig erkennt man als Leser, dass für Lion vor allem die Worte und Geschichten, die er in dieser Kirche hört, beinahe schon Lebensretter sind. Er möchte sie wiederfinden, um glücklich zu sein und damit beginnt seine Reise. Die Flucht vor dem alten Leben und der Beginn von einem großen Abenteuer. Mehrmals hatte ich Tränen in den Augen, denn das, was der 10jährige Junge erlebt, sollte wirklich kein Kind erleben. Gleichzeitig jedoch habe ich, während ich das Buch gelesen habe, nie so richtig das Gefühl gehabt, dass das alles falsch ist. Sondern durch die wunderbaren Worte der Autorin habe ich festgestellt, dass es wohl auch so sein musste, um zu dem Ende zu kommen, das das Buch auch hatte. Auf seiner Reiser zur weißen Königin durchlebt Lion einiges und dabei verschwimmen oftmals die Grenzen zwischen Realität und Fantasie. Doch nur dadurch oder wohl eher deshalb, überlebt der Junge. Mit Hilfe dieser Fantasie, kann er all das, was er erlebt hat, auch überleben. Er wird stärker, ist leider aber auch viel schneller erwachsen geworden, als es ein 10jähriger sollte. Die Worte, an die er sich erinnert, geben ihm Kraft und die Fantasie schützt ihn davor, zusammen zu brechen. Der Erzählstil und die Schreibweise sind einfach so fesselnd, dass ich mich zu jeder Zeit so gefühlt habe, als würde ich gemeinsam mit Lion all den Schrecken aber auch das Schöne durchleben. Und gerade diese Tatsache lässt mich das Buch nur noch mehr zu schätzen wissen. Das Einzige, das mich ein klein wenig gestört hat, war das Ende. SPOILER [Es ging mir einfach zu glatt auf. Natürlich habe ich mir ein schönes Ende für Lion gewünscht, gleichzeitig hatte ich aber nicht wirklich die Hoffnung, dass es das auch tatsächlich geben wird. Es war mir einfach zu märchenhaft a la "...und sie lebten glücklich…" Dass es sich wirklich so entwickelt hat, hat mir zwar die Tränen in die Augen getrieben aber irgendwie war mir das einfach zu unrealistisch. Denn, wann geht eine solche Geschichte tatsächlich so gut aus? ] SPOILER ENDE // Fazit // Eine wunderschön geschrieben Geschichte, die aufwühlend aber trotzdem herzberührend ist. Antonia Michaelis Worte haben mich zu Tränen gerührt und ich bin sicher, dass ich diese Geschichte nicht so schnell vergessen werde. Gute 4 / 5 Sterne.
Meine Meinung Geschichte Zunächst wusste ich nicht, was mich erwartet. Der Titel klingt nach einer Fantasy-Geschichte, doch der Klappentext sagt etwas anderes aus. Letzten Endes durfte ich eine tiefgründige, sehr an den Nerven zerrende Geschichte erleben. Der Inhalt des Buches sagt soviel aus. Hoffnung in der Schwärze, Freundschaft in der Hoffnungslosigkeit, Vertrauen in der Bodenlosigkeit. Bewegend fand ich vor allem, in die Welt von Lion einzutauchen. Einem kleinen Jungen. Ich habe immer das Problem, das Kinder eines jungen Alters immer mehr können, als für das Alter gewöhnlich ist. Doch bei Lion wirkte alles realistisch und vor allem verlor ich nie sein Alter aus den Augen. Kindliche Fantasien, Wünsche und Ängste flossen in die Geschichte. Der kleine Lion, auf der Suche nach Worten. Bewegenden Worten einer Frau, die seine Kindheit prägte. Gegen Ende möchte ich von keinem Höhepunkt reden, denn das ganze Buch war ein einziger, mitreißender Höhepunkt. Lions Schicksal scheint immer auswegloser. Die Wahrheit zu kennen erdrückt den Leser eher, als etwas vorweg zu nehmen. Das Ende war berührend, schön, doch leider oftmals kein Realismus. Dennoch kann ich es jedem empfehlen. Charaktere Die ganze Geschichte verfolgt man den kleinen Lion auf seiner Reise. Sein Geist ist stark, in seinem Alter muss er schon viel erleben. Normalerweise ist es der charakterliche Aspekt der auffällt in einem Buch, doch hier ist es der mentale. Tief in die Seele zu blicken war eine neue Erfahrung. Jeder der Charaktere hatte Magie an sich hängen. Helle oder Dunkle. Jeder hatte eine einzigartigen Rolle in der Geschichte. Schreibstil & Sichtweise Geschrieben ist das Buch in einem harmonischen, tief berührenden Stil. Die Autorin spielt mit Worten, so wie es die weiße Königin tut. Sie sind magisch, berührend, einzigartig. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive von Lion. Cover & Titel Das Cover transportiert die Magie der Worte im Inneren des Buches. Dieser glänzende Schimmer auf der Wasseroberfläche, obwohl dieser von Dunkelheit umhüllt ist. Die Wellen die schlagen, vermutlich ausgelöst von einem einzigen Stein. Situationen, ausgelöst durch eine einzige Szene. Auf der Rückseite sieht man Lions Seeadler, der mir vorne etwas gefehlt hat, aber er ist dort. Auch der Titel ist gut gewählt. Sofort wird man in Lions Welt mitgenommen. Die ersten Worte, die man aus seiner fantasievollen Welt erfährt. Zitat " >>Jetzt bist du völlig übergeschnappt<<, sagte Olin. Ich sah ihre Füße aus einem Apfelbaum hängen.<>Ja, jetzt bin ich wohl völlig übergeschnappt<>Ist das nicht wunderbar?<<" - Seite 174 Fazit Eine tief berührende Geschichte, die mich sofort fesseln konnte und mich mit dem harmonischen Wortklang sofort in eine andere Welt führte. Nach Beendigung brauchte ich erstmal eine Pause für die Seele. Das Buch ist absolut empfehlenswert. Lest es!
Kurzbeschreibung: Niemanden beneidet Lion mehr als die Seeadler, wenn er sie beobachtet, wie sie hoch am Himmel kreisen, so frei und glücklich. Bei ihm zu Hause in dem Dorf an der Ostsee gibt es nicht viel, auf das man neidisch sein könnte. Immer häufiger verwandelt sein Vater sich im Alkoholrausch in den gewalttätigen schwarzen König, der Lion misshandelt. Als er es nicht mehr aushält, flüchtet Lion in den Wald zu den Adlern. Doch das Leben dort ist hart und immer wieder denkt Lion an die weiße Königin, die alte Frau, die ihm einst so wunderbar vorgelesen hat. Durch sie hat er den Zauber der Worte, ihre Wärme und Kraft entdeckt... *Quelle* Zur Autorin: Antonia Michaelis, Jahrgang 1979, in Norddeutschland geboren, in Süddeutschland aufgewachsen, zog es nach dem Abitur in die weite Welt. Sie arbeitete u.a. in Südindien, Nepal und Peru. In Greifswald studierte sie Medizin und begann parallel dazu, Geschichten für Kinder und Jugendliche schreiben. Seit einigen Jahren lebt sie nun als freie Schriftstellerin in der Nähe der Insel Usedom und hat zahlreiche Kinder und Jugendbücher veröffentlicht, facettenreich, fantasievoll und mit großem Erfolg. Der Märchenerzähler, ihr erstes Buch für junge Erwachsene, wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Meinung: Der kleine Lion wächst bei seinem Vater in einem Dorf in Ostdeutschland auf, nachdem die Mutter die beiden vor mehreren Jahren verlassen hat, um ihr Glück im Westen zu suchen. Lion liebt seinen Vater, der in einer Werft arbeitet und ihn viel in die nahegelegenen Wälder mitnimmt, um ihm die Natur näherzubringen. Doch als der Vater seine Arbeitsstelle verliert, wird der Alkohol sein bester Freund und Lion immer öfter Opfer seiner Wut, die sich in Schlägen und Misshandlung seines Kindes ein Ventil sucht. Bald ist er nicht mehr der geliebte Vater, sondern für Lion nur noch der schwarze König, der sich des Vaters bemächtigt. Trost findet Lion in seiner Freundschaft zu einem Seeadler, den er zähmt, in seiner Schwester Olin und in den Worten der weißen Königin, einer älteren Dame, die jeden Samstag Kindern in der Kirche vorliest, bis er eines Tages beschließt, von zu Hause wegzulaufen. Antonia Michaelis konnte mich bereits mit ihrem außergewöhnlichen Jugendroman Der Märchenerzähler begeistern. Deshalb war ich gespannt auf Die Worte der weißen Königin, das zwar auch sehr speziell ist, mich aber nicht ganz so sehr fesseln konnte. Lion ist ein Protagonist, den man sofort in sein Herz schließt. Der kleine Junge wächst ohne Mutter auf, doch sein Vater ist anfangs noch sehr bemüht um ihn und versucht, ihm das Leben so schön wie möglich zu gestalten. Doch als er seine Stelle in der Werft verliert, greift er immer öfter zum Alkohol und wird gewalttätig gegenüber Lion. Immer brutaler werden die Schläge, sodass Lion nicht mehr zur Schule gehen kann und vom Vater sogar in den Keller eingesperrt wird. Erst als ihm seine Schwester Olin erscheint, er die weiße Königin, eine ältere Dame, die Kindern Geschichten vorliest, trifft und einen Seeadler zum Freund gewinnt, wird Lion selbstbewusster und nutzt die Gelegenheit, von zu Hause wegzulaufen und ein autonomes Leben im Wald zu führen. Antonia Michaelis kleidet die Geschichte um Lion in eine sehr poetische Sprache, sodass diese wie eine richtige Märchenerzählung anmutet. Obwohl es in der Handlung vor allem um Gewalt gegen Schutzbefohlene, Misshandlung dieser und Alkoholismus und seine Folgen geht, spielt auch Freundschaft und ein gewisses Ziel vor Augen eine tragende Rolle. Der Roman besticht vor allem durch Antonia Michaelis' ungemein poetischen Schreibstil, mit dem sie bereits in Der Märchenerzähler brillierte. Auch dieser Jugendroman erzählt eine traurige Geschichte, die aber auch viele schöne Momente in sich birgt. Jedoch war mir hier der Märchen-Anteil, in dem sich die Realität etwas verliert, ein wenig zu hoch und das Ende auch nicht so ganz nach meinem Geschmack. Trotz dieser kleinen Mankos ist Die Worte der weißen Königin wiederum ein sehr spezieller und stilistisch ansprechender Jugendroman, den ich gerne gelesen habe. Fazit: Wie schon Der Märchenerzähler ist Die Worte der weißen Königin eine traurig-schöne Geschichte mit einem ernsten Grundthema, das von Antonia Michaelis in poetische Worte und eine märchenhafte Erzählung gekleidet wurde, wenn auch das Ende Geschmacksache sein dürfte.
Lion lebt mit seinem Vater alleine, seitdem die Mutter die beiden alleine zurückgelassen hat. Als der Vater dann noch seine Arbeit verliert und keinen Boden mehr unter den Füßen sieht, beginnt dieser zu trinken und wird handgreiflich gegenüber Lion. Der Alkoholkonsum macht ihn immer mehr zu einem Monster und Lion versucht an seinen wahren Vater zu glauben. Er lernt in der Kirche eine alte Dame kennen, die er die weiße Königin nennt. Sie liest wunderbare Geschichten vor, doch gerade als Lion sie findet, geht sie auf eine lange Reise. Lion ist traurig und sucht Trost bei seinen Seeadlern im Wald. Dort lernt er auch die kleine Olin kennen, die sich als seine Schwester ausgibt, welche in jüngsten Jahren von zuhause weggelaufen sei. Zusammen mit Olin und seinem wundervollen Seeadler, beschließt er seine weiße Königin zu suchen, und begibt sich somit in das Abenteuer seines Lebens. Das Buch versetzt einem am Anfang Schläge, öffnet einem das Herz um es dann wieder zu verletzen. Ich musste mehrere Male innehalten, das Buch zuklappen, und einfach darüber nachdenken, was ich gelesen habe. Zur Mitte hin wird das Buch leider etwas langatmig, da der Schreibstil sehr eintönig wird. Trotz allem gibt es immer wieder Stellen in den einzelnen Kapiteln, die einem die erwartete Spannung zurückgeben. Zum Ende hin zieht die Spannung dann wieder richtig an und auch die ersten Tränen machen sich bereit. Antonia Michaelis' Schreibstil ist poetisch und einfühlend wie eh und je. Die Handlung ist ebenfalls wie immer etwas Besonderes und man verfolgt sie gerne. Auch mit den Charakteren kann man sich recht gut verbinden und jede einzelne Seite ist ein Erlebnis, ein Abenteuer. Wunderschön. Zwar hat es mir lange nicht so sehr den Atem geraubt, wie der Märchenerzähler der Autorin, aber immerhin hatte ich ein paar angenehme Lesestunden und wieder einen etwas anderen Blick auf gewissen Dinge in der Welt erhalten. Antonia Michaelis erweitert das Bewusstsein.
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Poetisch und voller Sehnsucht - der neue Roman der "Märchenerzählerin" Niemanden beneidet Lion mehr als die Seeadler, wenn er sie beobachtet, wie sie hoch am Himmel kreisen, so frei und glücklich. Bei ihm zu Hause in dem Dorf an der Ostsee gibt es nicht viel, auf das man neidisch sein könnte. Immer häufiger verwandelt sein Vater sich im Alkoholrausch in den gewalttätigen schwarzen König, der Lion misshandelt. Als er es nicht mehr aushält, flüchtet Lion in den Wald zu den Adlern. Doch das Leben dort ist hart und immer wieder denkt Lion an die weiße Königin, die alte Frau, die ihm einst so wunderbar vorgelesen hat. Durch sie hat er den Zauber der Worte, ihre Wärme und Kraft entdeckt … Antonia Michaelis erzählt eine tief berührende Geschichte über familiäre Gewalt und die Kraft, sich zu befreien Eine sprachlich brillante Hommage an die Macht der Worte und der Fantasie.
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Antonia Michaelis studierte Medizin in Greifswald. Sie engagiert sich für Kinder in Madagaskar und hat zahlreiche Romane für Kinder, Jugendliche und Erwachsene veröffentlicht.
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// Worum es geht // Der 10jährige Lion lebt mit seinem Vater in einem kleinen, großteils verlassenen, Dorf. Er beobachtet stundenlang die Seeadler, die frei und wild durch die Lüfte fliegen, während er am Boden verharren muss, unfähig ihnen zu folgen. Bei ihnen findet er Trost und Halt, wenn sein Vater sich immer öfter in den schwarzen König verwandelt. Eines Tages, als sein Vater längst mehr als nur einen Schritt zu weit gegangen ist, flüchtet sich Lion in den Wald zu den Adlern. Dort lernt der kleine Junge, dass das Leben draußen im Wald hart und einsam ist. Doch dann beschließt er eine Reise anzutreten. Nach Berlin. Denn dort befindet sich die weiße Königin mit all ihren wunderbaren Worten, nach denen er sich so sehr sehnt. // Was ich davon halte // Von Antonia Michaelis habe ich zum ersten Mal im August 2014 gehört, als "Niemand liebt November" herausgekommen ist. Also habe ich mir diese Autorin genauer angeschaut und letztendlich stehen nun drei Bücher von ihr in meinem Regal. "Die Worte der weißen Königin" ist das erste von den dreien, das ich gelesen habe und ich bin begeistert. Der Protagonist Lion hat mein Herz im Sturm erobert. Der kleine Junge, der so viel durchleben und vor allem durchleiden musste. Mit dem Thema, das Antonia Michaelis in diesem Buch behandelt, hat sie mir vor Augen geführt, was draußen in der Welt nur allzu oft geschieht. Kinder, die als Prügelknaben für ihre Eltern herhalten müssen. Kinder, die geschlagen und bestraft werden, weil die Eltern ihr eigenes Leben nicht im Griff haben. Kinder, die leiden müssen, weil ihr Eltern nicht mit ihren Problemen zurecht kommen. Kinder, die eingesperrt werden, weil die Eltern nicht wissen wohin mit ihrer Wut und dem Hass auf die Welt und auch auf sich selbst. Lion ist ein solches Kind. Ein Kind das vom eigenen Vater misshandelt wird. Das, was dieses Kind erlebt hat, sollte keinem Kind auf der ganzen Welt widerfahren und doch passiert es viel zu oft. Es ist absolut berührend und herzergreifend wie Antonia Michaelis die Geschichte von Lion erzählt. Wie sie die richtigen Worte dafür findet, um zu beschreiben was er fühlt, denkt und wie er handelt. Gleichzeitig erkennt man als Leser, dass für Lion vor allem die Worte und Geschichten, die er in dieser Kirche hört, beinahe schon Lebensretter sind. Er möchte sie wiederfinden, um glücklich zu sein und damit beginnt seine Reise. Die Flucht vor dem alten Leben und der Beginn von einem großen Abenteuer. Mehrmals hatte ich Tränen in den Augen, denn das, was der 10jährige Junge erlebt, sollte wirklich kein Kind erleben. Gleichzeitig jedoch habe ich, während ich das Buch gelesen habe, nie so richtig das Gefühl gehabt, dass das alles falsch ist. Sondern durch die wunderbaren Worte der Autorin habe ich festgestellt, dass es wohl auch so sein musste, um zu dem Ende zu kommen, das das Buch auch hatte. Auf seiner Reiser zur weißen Königin durchlebt Lion einiges und dabei verschwimmen oftmals die Grenzen zwischen Realität und Fantasie. Doch nur dadurch oder wohl eher deshalb, überlebt der Junge. Mit Hilfe dieser Fantasie, kann er all das, was er erlebt hat, auch überleben. Er wird stärker, ist leider aber auch viel schneller erwachsen geworden, als es ein 10jähriger sollte. Die Worte, an die er sich erinnert, geben ihm Kraft und die Fantasie schützt ihn davor, zusammen zu brechen. Der Erzählstil und die Schreibweise sind einfach so fesselnd, dass ich mich zu jeder Zeit so gefühlt habe, als würde ich gemeinsam mit Lion all den Schrecken aber auch das Schöne durchleben. Und gerade diese Tatsache lässt mich das Buch nur noch mehr zu schätzen wissen. Das Einzige, das mich ein klein wenig gestört hat, war das Ende. SPOILER [Es ging mir einfach zu glatt auf. Natürlich habe ich mir ein schönes Ende für Lion gewünscht, gleichzeitig hatte ich aber nicht wirklich die Hoffnung, dass es das auch tatsächlich geben wird. Es war mir einfach zu märchenhaft a la "...und sie lebten glücklich…" Dass es sich wirklich so entwickelt hat, hat mir zwar die Tränen in die Augen getrieben aber irgendwie war mir das einfach zu unrealistisch. Denn, wann geht eine solche Geschichte tatsächlich so gut aus? ] SPOILER ENDE // Fazit // Eine wunderschön geschrieben Geschichte, die aufwühlend aber trotzdem herzberührend ist. Antonia Michaelis Worte haben mich zu Tränen gerührt und ich bin sicher, dass ich diese Geschichte nicht so schnell vergessen werde. Gute 4 / 5 Sterne.
Meine Meinung Geschichte Zunächst wusste ich nicht, was mich erwartet. Der Titel klingt nach einer Fantasy-Geschichte, doch der Klappentext sagt etwas anderes aus. Letzten Endes durfte ich eine tiefgründige, sehr an den Nerven zerrende Geschichte erleben. Der Inhalt des Buches sagt soviel aus. Hoffnung in der Schwärze, Freundschaft in der Hoffnungslosigkeit, Vertrauen in der Bodenlosigkeit. Bewegend fand ich vor allem, in die Welt von Lion einzutauchen. Einem kleinen Jungen. Ich habe immer das Problem, das Kinder eines jungen Alters immer mehr können, als für das Alter gewöhnlich ist. Doch bei Lion wirkte alles realistisch und vor allem verlor ich nie sein Alter aus den Augen. Kindliche Fantasien, Wünsche und Ängste flossen in die Geschichte. Der kleine Lion, auf der Suche nach Worten. Bewegenden Worten einer Frau, die seine Kindheit prägte. Gegen Ende möchte ich von keinem Höhepunkt reden, denn das ganze Buch war ein einziger, mitreißender Höhepunkt. Lions Schicksal scheint immer auswegloser. Die Wahrheit zu kennen erdrückt den Leser eher, als etwas vorweg zu nehmen. Das Ende war berührend, schön, doch leider oftmals kein Realismus. Dennoch kann ich es jedem empfehlen. Charaktere Die ganze Geschichte verfolgt man den kleinen Lion auf seiner Reise. Sein Geist ist stark, in seinem Alter muss er schon viel erleben. Normalerweise ist es der charakterliche Aspekt der auffällt in einem Buch, doch hier ist es der mentale. Tief in die Seele zu blicken war eine neue Erfahrung. Jeder der Charaktere hatte Magie an sich hängen. Helle oder Dunkle. Jeder hatte eine einzigartigen Rolle in der Geschichte. Schreibstil & Sichtweise Geschrieben ist das Buch in einem harmonischen, tief berührenden Stil. Die Autorin spielt mit Worten, so wie es die weiße Königin tut. Sie sind magisch, berührend, einzigartig. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive von Lion. Cover & Titel Das Cover transportiert die Magie der Worte im Inneren des Buches. Dieser glänzende Schimmer auf der Wasseroberfläche, obwohl dieser von Dunkelheit umhüllt ist. Die Wellen die schlagen, vermutlich ausgelöst von einem einzigen Stein. Situationen, ausgelöst durch eine einzige Szene. Auf der Rückseite sieht man Lions Seeadler, der mir vorne etwas gefehlt hat, aber er ist dort. Auch der Titel ist gut gewählt. Sofort wird man in Lions Welt mitgenommen. Die ersten Worte, die man aus seiner fantasievollen Welt erfährt. Zitat " >>Jetzt bist du völlig übergeschnappt<<, sagte Olin. Ich sah ihre Füße aus einem Apfelbaum hängen.<>Ja, jetzt bin ich wohl völlig übergeschnappt<>Ist das nicht wunderbar?<<" - Seite 174 Fazit Eine tief berührende Geschichte, die mich sofort fesseln konnte und mich mit dem harmonischen Wortklang sofort in eine andere Welt führte. Nach Beendigung brauchte ich erstmal eine Pause für die Seele. Das Buch ist absolut empfehlenswert. Lest es!
Kurzbeschreibung: Niemanden beneidet Lion mehr als die Seeadler, wenn er sie beobachtet, wie sie hoch am Himmel kreisen, so frei und glücklich. Bei ihm zu Hause in dem Dorf an der Ostsee gibt es nicht viel, auf das man neidisch sein könnte. Immer häufiger verwandelt sein Vater sich im Alkoholrausch in den gewalttätigen schwarzen König, der Lion misshandelt. Als er es nicht mehr aushält, flüchtet Lion in den Wald zu den Adlern. Doch das Leben dort ist hart und immer wieder denkt Lion an die weiße Königin, die alte Frau, die ihm einst so wunderbar vorgelesen hat. Durch sie hat er den Zauber der Worte, ihre Wärme und Kraft entdeckt... *Quelle* Zur Autorin: Antonia Michaelis, Jahrgang 1979, in Norddeutschland geboren, in Süddeutschland aufgewachsen, zog es nach dem Abitur in die weite Welt. Sie arbeitete u.a. in Südindien, Nepal und Peru. In Greifswald studierte sie Medizin und begann parallel dazu, Geschichten für Kinder und Jugendliche schreiben. Seit einigen Jahren lebt sie nun als freie Schriftstellerin in der Nähe der Insel Usedom und hat zahlreiche Kinder und Jugendbücher veröffentlicht, facettenreich, fantasievoll und mit großem Erfolg. Der Märchenerzähler, ihr erstes Buch für junge Erwachsene, wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Meinung: Der kleine Lion wächst bei seinem Vater in einem Dorf in Ostdeutschland auf, nachdem die Mutter die beiden vor mehreren Jahren verlassen hat, um ihr Glück im Westen zu suchen. Lion liebt seinen Vater, der in einer Werft arbeitet und ihn viel in die nahegelegenen Wälder mitnimmt, um ihm die Natur näherzubringen. Doch als der Vater seine Arbeitsstelle verliert, wird der Alkohol sein bester Freund und Lion immer öfter Opfer seiner Wut, die sich in Schlägen und Misshandlung seines Kindes ein Ventil sucht. Bald ist er nicht mehr der geliebte Vater, sondern für Lion nur noch der schwarze König, der sich des Vaters bemächtigt. Trost findet Lion in seiner Freundschaft zu einem Seeadler, den er zähmt, in seiner Schwester Olin und in den Worten der weißen Königin, einer älteren Dame, die jeden Samstag Kindern in der Kirche vorliest, bis er eines Tages beschließt, von zu Hause wegzulaufen. Antonia Michaelis konnte mich bereits mit ihrem außergewöhnlichen Jugendroman Der Märchenerzähler begeistern. Deshalb war ich gespannt auf Die Worte der weißen Königin, das zwar auch sehr speziell ist, mich aber nicht ganz so sehr fesseln konnte. Lion ist ein Protagonist, den man sofort in sein Herz schließt. Der kleine Junge wächst ohne Mutter auf, doch sein Vater ist anfangs noch sehr bemüht um ihn und versucht, ihm das Leben so schön wie möglich zu gestalten. Doch als er seine Stelle in der Werft verliert, greift er immer öfter zum Alkohol und wird gewalttätig gegenüber Lion. Immer brutaler werden die Schläge, sodass Lion nicht mehr zur Schule gehen kann und vom Vater sogar in den Keller eingesperrt wird. Erst als ihm seine Schwester Olin erscheint, er die weiße Königin, eine ältere Dame, die Kindern Geschichten vorliest, trifft und einen Seeadler zum Freund gewinnt, wird Lion selbstbewusster und nutzt die Gelegenheit, von zu Hause wegzulaufen und ein autonomes Leben im Wald zu führen. Antonia Michaelis kleidet die Geschichte um Lion in eine sehr poetische Sprache, sodass diese wie eine richtige Märchenerzählung anmutet. Obwohl es in der Handlung vor allem um Gewalt gegen Schutzbefohlene, Misshandlung dieser und Alkoholismus und seine Folgen geht, spielt auch Freundschaft und ein gewisses Ziel vor Augen eine tragende Rolle. Der Roman besticht vor allem durch Antonia Michaelis' ungemein poetischen Schreibstil, mit dem sie bereits in Der Märchenerzähler brillierte. Auch dieser Jugendroman erzählt eine traurige Geschichte, die aber auch viele schöne Momente in sich birgt. Jedoch war mir hier der Märchen-Anteil, in dem sich die Realität etwas verliert, ein wenig zu hoch und das Ende auch nicht so ganz nach meinem Geschmack. Trotz dieser kleinen Mankos ist Die Worte der weißen Königin wiederum ein sehr spezieller und stilistisch ansprechender Jugendroman, den ich gerne gelesen habe. Fazit: Wie schon Der Märchenerzähler ist Die Worte der weißen Königin eine traurig-schöne Geschichte mit einem ernsten Grundthema, das von Antonia Michaelis in poetische Worte und eine märchenhafte Erzählung gekleidet wurde, wenn auch das Ende Geschmacksache sein dürfte.
Lion lebt mit seinem Vater alleine, seitdem die Mutter die beiden alleine zurückgelassen hat. Als der Vater dann noch seine Arbeit verliert und keinen Boden mehr unter den Füßen sieht, beginnt dieser zu trinken und wird handgreiflich gegenüber Lion. Der Alkoholkonsum macht ihn immer mehr zu einem Monster und Lion versucht an seinen wahren Vater zu glauben. Er lernt in der Kirche eine alte Dame kennen, die er die weiße Königin nennt. Sie liest wunderbare Geschichten vor, doch gerade als Lion sie findet, geht sie auf eine lange Reise. Lion ist traurig und sucht Trost bei seinen Seeadlern im Wald. Dort lernt er auch die kleine Olin kennen, die sich als seine Schwester ausgibt, welche in jüngsten Jahren von zuhause weggelaufen sei. Zusammen mit Olin und seinem wundervollen Seeadler, beschließt er seine weiße Königin zu suchen, und begibt sich somit in das Abenteuer seines Lebens. Das Buch versetzt einem am Anfang Schläge, öffnet einem das Herz um es dann wieder zu verletzen. Ich musste mehrere Male innehalten, das Buch zuklappen, und einfach darüber nachdenken, was ich gelesen habe. Zur Mitte hin wird das Buch leider etwas langatmig, da der Schreibstil sehr eintönig wird. Trotz allem gibt es immer wieder Stellen in den einzelnen Kapiteln, die einem die erwartete Spannung zurückgeben. Zum Ende hin zieht die Spannung dann wieder richtig an und auch die ersten Tränen machen sich bereit. Antonia Michaelis' Schreibstil ist poetisch und einfühlend wie eh und je. Die Handlung ist ebenfalls wie immer etwas Besonderes und man verfolgt sie gerne. Auch mit den Charakteren kann man sich recht gut verbinden und jede einzelne Seite ist ein Erlebnis, ein Abenteuer. Wunderschön. Zwar hat es mir lange nicht so sehr den Atem geraubt, wie der Märchenerzähler der Autorin, aber immerhin hatte ich ein paar angenehme Lesestunden und wieder einen etwas anderen Blick auf gewissen Dinge in der Welt erhalten. Antonia Michaelis erweitert das Bewusstsein.








