Fleischmarkt
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Description
Book Information
Author Description
Laurie Penny, geboren 1986 in London, ist Buch- und Drehbuchautor*in und Journalist*in. Studium der englischen Literaturwissenschaft in Oxford, Nieman Fellowship für Journalismus in Harvard. Sie publizierte u.a. im Guardian, New Statesman, Time Magazine, New York Times und Vice über Politik, soziale Gerechtigkeit, Popkultur und Feminismus. Als Drehbuchautor*in wirkte sie an den Serien »The Nevers«, »The Haunting of Bly Manor« und »Carnival Row« mit. Ihre Bücher »Fleischmarkt« (2012), »Unsagbare Dinge« (2015), »Babys machen & andere Storys« (2016) und »Bitch Doktrin« (2017) machten Penny zur Ikone des jungen Feminismus.
Posts
Fleischmarkt von Laurie Penny. Ich habe mir dieses Werk nun vorgenommen und muss sagen, dass es mich nicht so recht überraschen konnte. Während viele das Buch als sehr extrem oder radikal beschreiben, empfand ich das persönlich gar nicht so. Mein Hauptproblem war eher, dass ich hier nicht viel Neues für mich herausgehört habe. Vieles von dem, was Penny über die Kontrolle des weiblichen Körpers und den Druck des Marktes schreibt, wird in anderen feministischen Werken bereits sehr ausführlich behandelt. Es fühlte sich für mich oft wie eine Wiederholung von Themen an, die in der Bubble eigentlich schon bekannt sind. Wer sich schon länger mit Feminismus beschäftigt, wird hier wenig bahnbrechende neue Erkenntnisse finden. Es ist zwar flüssig geschrieben und fasst bekannte Standpunkte gut zusammen, aber der erhoffte "Aha-Moment" blieb bei mir leider aus. Für Einsteiger ist es sicher ein solider Überblick, aber mir hat die neue Perspektive gefehlt, die über das bereits Bekannte hinausgeht. ★★★☆☆ (3 von 5 Sternen)
Ich tue mich immer ein wenig schwer damit, Sachbüchern eine Sternebewertung zu geben. Für mich steht fest: Sachbücher sind von Zeit zu Zeit wichtig und Fleischmarkt ist da keine Ausnahme. Es fällt mir schwer zu sagen, dass mich das Thema "interessiert", denn es betrifft mich ganz konkret. Gerade deshalb schätze ich es sehr, neue Perspektiven kennenzulernen und mit dem Gefü aus einem Buch herauszugehen, etwas dazugelernt zu haben. Und genau das ist hier der Fall. Ich habe viel erfahren über Themen, die alle Frauen* in irgendeiner Weise betreffen: Sexualität, Prostitution, Essstörungen, Konsum, Hausarbeit - Laurie Penny zeigt in den einzelnen Kapiteln die strukturellen Zusammenhänge auf, die den Handel mit dem "weiblichen Fleisch" als sexuelles und soziales Kapital ermöglichen und stabilisieren. Das Buch ist klug geschrieben, es regt zum Nachdenken an und es macht wütend - aber auf eine produktive Weise. Es ist wichtig, sich immer wieder bewusst zu machen, wie das Patriarchat funktioniert. Diese Wut, die beim Lesen entsteht, kann und sollte genutzt werden. Natürlich ist Fleischmarkt kein Spaziergang: Es frustriert, es schmerzt, aber genau das soll es auch. Einziger Kritikpunkt, den ich bei feministischer Literatur habe: Die Sprache ist nicht besonders zugänglich. Mein akademischer Hintergrund hilft mir zwar dabei, solche Texte zu verstehen, aber trotzdem war das Lesen mitunter anstrengend so sehr, dass ich zwischendurch auf das Hörbuch umgestiegen bin. Ich würde mir wünschen, dass so zentrale und wichtige Themen barrierearmer aufbereitet werden, damit noch mehr Menschen Zugang dazu finden. Trotzdem: Für alle, die sich für das Thema interessieren und bereit sind, sich mit einem etwas komplexeren Text auseinanderzusetzen, ist Fleischmarkt absolut empfehlenswert.
Der Titel sagt schon alles Die Welt ist ein Fleischmarkt, jedenfalls die von uns Frauen. Verstehen kann ich das nach wie vor nicht, allerdings weiß ich, dass dies nur daran liegt, dass die großen männlichen Männer ihrer Zunft, furchtbare Angst vor uns haben und deswegen alles tun, um uns klein zu halten. Tja, dumm gelaufen, denn wir wehren uns. Und das sehr erfolgreich, wenn ich so in die Geschichte schaue. Es ist ein sehr aufschlussreiches Buch, auch wenn es sich eher auf die USA und UK bezieht, kann man dieses Buch absolut auch auf den Rest der Welt beziehen
Es fällt mir recht schwer, Laurie Pennys Fleischmarkt zu bewerten. Das liegt zum einen am Erscheinungsjahr: Ein Text von 2012 reiht sich im Bereich feministischer Fachliteratur hinter einigen aktuelleren Werken ein. Zum anderen sind viele der im Text ausgeführten Gedanken nicht ganz neu für mich, da mich die angesprochenen Themen schon länger begleiten. Das sagt allerdings nichts über die Qualität des Textes selbst aus: Penny liefert einen guten Überblick über verschiedene Bereiche des Feminismus und Sexismus und schlägt dabei eine entscheidende Brücke zum Kapitalismus. Ihre Gedanken und auch ihre Wut sind auch 15 Jahre später noch relevant. Ich kann mir vorstellen, dass der Text weniger zugänglich für die Personen ist, die nicht an seinen akademischen Schreibstil gewöhnt sind - hier kann ich nur empfehlen: lasst euch davon nicht abschrecken. Wenn euch Laurie Pennys Arbeit inhaltlich interessiert, gebt euch ein paar Seiten Zeit, um euch an die Sprache zu gewöhnen.

Der Körper als Ware: Feminismus zwischen Kapital und Kontrolle
In „Fleischmarkt” analysiert Laurie Penny, wie der Kapitalismus weibliche Körper verwertet, kontrolliert und diszipliniert. Sie zeigt, dass die Unterdrückung von Frauen* nicht losgelöst von wirtschaftlichen Strukturen betrachtet werden kann, vielmehr sind Sexismus und Kapitalismus eng miteinander verwoben. Penny schreibt mit Wut und Klarheit über Themen wie Schönheitsnormen, Sexarbeit, Essstörungen und Care-Arbeit. Sie legt dar, wie der weibliche Körper permanent zur öffentlichen Verhandlungsmasse gemacht wird, sei es durch Werbeindustrie, Pornografie oder soziale Erwartungen. Dabei verbindet sie politische Analyse mit persönlichen Reflexionen. Allerdings ist „Fleischmarkt” eher ein wütender Essay als eine tiefgehende Untersuchung. Penny spricht viele zentrale Themen an, kann aber nicht überall in die Tiefe gehen. Besonders problematisch ist das Kapitel über Transmenschen, das sprachlich nicht mehr zeitgemäß ist und an manchen Stellen eine Perspektive vermissen lässt, die transinklusive feministische Diskurse heute längst einfordern. Trotzdem bleibt „Fleischmarkt” ein kraftvoller, wenn auch manchmal etwas grob gezeichneter Beitrag zur feministischen Kapitalismuskritik. Mit einer Bewertung von 3,5/5 ist es ein Buch, das aufrüttelt, auch wenn einige Argumente präziser hätten ausgearbeitet werden können.
Ein wichtiger feministischer Beitrag – ehrlich, direkt und mit bleibender Wirkung.
Ich schätze Fleischmarkt sehr, weil es eines der ersten feministischen Bücher war, das ich gelesen habe und es hat etwas in mir ausgelöst, das bis heute nachhallt. Auch wenn es vielleicht nicht das umfassendste oder tiefgründigste Werk im feministischen Diskurs ist, hat es durch Laurie Pennys ehrliche, wütende und gleichzeitig kluge Art einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Ihr Schreibstil ist direkt, persönlich und unbequem und genau das macht das Buch so wertvoll. Sie spricht Themen wie Schönheitsideale, Körperkontrolle, Sexarbeit und patriarchale Strukturen in einer Sprache an, die wachrüttelt, ohne belehrend zu sein. Man merkt, dass sie schreibt, weil sie etwas zu sagen hat und nicht um zu gefallen. Gerade im Rückblick, nachdem ich mittlerweile einige andere feministische Texte gelesen habe, finde ich es umso bemerkenswerter, wie viel Fleischmarkt damals für mich geöffnet hat. Es ist vielleicht kein akademisches Grundlagenwerk aber dafür ein emotionales, kraftvolles Buch, das auch Jahre später noch seine Relevanz behält.
Thought-provoking but not perfect. Very short so therefore a lot of arguments are mentioned only rather than explained and discussed in detail. Loved the connections to capitalism (which is what the book promised to do after all) but the more radical viewpoints like knitting = supporting domestic abuse and woman being undervalued are a bit too much for me. Some passages screamed misogyny and the chapter about trans people is not up to date in terms of language either. But you don't have to agree with everything you read so I'd still absolutely recommend reading this as thought material.
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Laurie Penny, geboren 1986 in London, ist Buch- und Drehbuchautor*in und Journalist*in. Studium der englischen Literaturwissenschaft in Oxford, Nieman Fellowship für Journalismus in Harvard. Sie publizierte u.a. im Guardian, New Statesman, Time Magazine, New York Times und Vice über Politik, soziale Gerechtigkeit, Popkultur und Feminismus. Als Drehbuchautor*in wirkte sie an den Serien »The Nevers«, »The Haunting of Bly Manor« und »Carnival Row« mit. Ihre Bücher »Fleischmarkt« (2012), »Unsagbare Dinge« (2015), »Babys machen & andere Storys« (2016) und »Bitch Doktrin« (2017) machten Penny zur Ikone des jungen Feminismus.
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Fleischmarkt von Laurie Penny. Ich habe mir dieses Werk nun vorgenommen und muss sagen, dass es mich nicht so recht überraschen konnte. Während viele das Buch als sehr extrem oder radikal beschreiben, empfand ich das persönlich gar nicht so. Mein Hauptproblem war eher, dass ich hier nicht viel Neues für mich herausgehört habe. Vieles von dem, was Penny über die Kontrolle des weiblichen Körpers und den Druck des Marktes schreibt, wird in anderen feministischen Werken bereits sehr ausführlich behandelt. Es fühlte sich für mich oft wie eine Wiederholung von Themen an, die in der Bubble eigentlich schon bekannt sind. Wer sich schon länger mit Feminismus beschäftigt, wird hier wenig bahnbrechende neue Erkenntnisse finden. Es ist zwar flüssig geschrieben und fasst bekannte Standpunkte gut zusammen, aber der erhoffte "Aha-Moment" blieb bei mir leider aus. Für Einsteiger ist es sicher ein solider Überblick, aber mir hat die neue Perspektive gefehlt, die über das bereits Bekannte hinausgeht. ★★★☆☆ (3 von 5 Sternen)
Ich tue mich immer ein wenig schwer damit, Sachbüchern eine Sternebewertung zu geben. Für mich steht fest: Sachbücher sind von Zeit zu Zeit wichtig und Fleischmarkt ist da keine Ausnahme. Es fällt mir schwer zu sagen, dass mich das Thema "interessiert", denn es betrifft mich ganz konkret. Gerade deshalb schätze ich es sehr, neue Perspektiven kennenzulernen und mit dem Gefü aus einem Buch herauszugehen, etwas dazugelernt zu haben. Und genau das ist hier der Fall. Ich habe viel erfahren über Themen, die alle Frauen* in irgendeiner Weise betreffen: Sexualität, Prostitution, Essstörungen, Konsum, Hausarbeit - Laurie Penny zeigt in den einzelnen Kapiteln die strukturellen Zusammenhänge auf, die den Handel mit dem "weiblichen Fleisch" als sexuelles und soziales Kapital ermöglichen und stabilisieren. Das Buch ist klug geschrieben, es regt zum Nachdenken an und es macht wütend - aber auf eine produktive Weise. Es ist wichtig, sich immer wieder bewusst zu machen, wie das Patriarchat funktioniert. Diese Wut, die beim Lesen entsteht, kann und sollte genutzt werden. Natürlich ist Fleischmarkt kein Spaziergang: Es frustriert, es schmerzt, aber genau das soll es auch. Einziger Kritikpunkt, den ich bei feministischer Literatur habe: Die Sprache ist nicht besonders zugänglich. Mein akademischer Hintergrund hilft mir zwar dabei, solche Texte zu verstehen, aber trotzdem war das Lesen mitunter anstrengend so sehr, dass ich zwischendurch auf das Hörbuch umgestiegen bin. Ich würde mir wünschen, dass so zentrale und wichtige Themen barrierearmer aufbereitet werden, damit noch mehr Menschen Zugang dazu finden. Trotzdem: Für alle, die sich für das Thema interessieren und bereit sind, sich mit einem etwas komplexeren Text auseinanderzusetzen, ist Fleischmarkt absolut empfehlenswert.
Der Titel sagt schon alles Die Welt ist ein Fleischmarkt, jedenfalls die von uns Frauen. Verstehen kann ich das nach wie vor nicht, allerdings weiß ich, dass dies nur daran liegt, dass die großen männlichen Männer ihrer Zunft, furchtbare Angst vor uns haben und deswegen alles tun, um uns klein zu halten. Tja, dumm gelaufen, denn wir wehren uns. Und das sehr erfolgreich, wenn ich so in die Geschichte schaue. Es ist ein sehr aufschlussreiches Buch, auch wenn es sich eher auf die USA und UK bezieht, kann man dieses Buch absolut auch auf den Rest der Welt beziehen
Es fällt mir recht schwer, Laurie Pennys Fleischmarkt zu bewerten. Das liegt zum einen am Erscheinungsjahr: Ein Text von 2012 reiht sich im Bereich feministischer Fachliteratur hinter einigen aktuelleren Werken ein. Zum anderen sind viele der im Text ausgeführten Gedanken nicht ganz neu für mich, da mich die angesprochenen Themen schon länger begleiten. Das sagt allerdings nichts über die Qualität des Textes selbst aus: Penny liefert einen guten Überblick über verschiedene Bereiche des Feminismus und Sexismus und schlägt dabei eine entscheidende Brücke zum Kapitalismus. Ihre Gedanken und auch ihre Wut sind auch 15 Jahre später noch relevant. Ich kann mir vorstellen, dass der Text weniger zugänglich für die Personen ist, die nicht an seinen akademischen Schreibstil gewöhnt sind - hier kann ich nur empfehlen: lasst euch davon nicht abschrecken. Wenn euch Laurie Pennys Arbeit inhaltlich interessiert, gebt euch ein paar Seiten Zeit, um euch an die Sprache zu gewöhnen.

Der Körper als Ware: Feminismus zwischen Kapital und Kontrolle
In „Fleischmarkt” analysiert Laurie Penny, wie der Kapitalismus weibliche Körper verwertet, kontrolliert und diszipliniert. Sie zeigt, dass die Unterdrückung von Frauen* nicht losgelöst von wirtschaftlichen Strukturen betrachtet werden kann, vielmehr sind Sexismus und Kapitalismus eng miteinander verwoben. Penny schreibt mit Wut und Klarheit über Themen wie Schönheitsnormen, Sexarbeit, Essstörungen und Care-Arbeit. Sie legt dar, wie der weibliche Körper permanent zur öffentlichen Verhandlungsmasse gemacht wird, sei es durch Werbeindustrie, Pornografie oder soziale Erwartungen. Dabei verbindet sie politische Analyse mit persönlichen Reflexionen. Allerdings ist „Fleischmarkt” eher ein wütender Essay als eine tiefgehende Untersuchung. Penny spricht viele zentrale Themen an, kann aber nicht überall in die Tiefe gehen. Besonders problematisch ist das Kapitel über Transmenschen, das sprachlich nicht mehr zeitgemäß ist und an manchen Stellen eine Perspektive vermissen lässt, die transinklusive feministische Diskurse heute längst einfordern. Trotzdem bleibt „Fleischmarkt” ein kraftvoller, wenn auch manchmal etwas grob gezeichneter Beitrag zur feministischen Kapitalismuskritik. Mit einer Bewertung von 3,5/5 ist es ein Buch, das aufrüttelt, auch wenn einige Argumente präziser hätten ausgearbeitet werden können.
Ein wichtiger feministischer Beitrag – ehrlich, direkt und mit bleibender Wirkung.
Ich schätze Fleischmarkt sehr, weil es eines der ersten feministischen Bücher war, das ich gelesen habe und es hat etwas in mir ausgelöst, das bis heute nachhallt. Auch wenn es vielleicht nicht das umfassendste oder tiefgründigste Werk im feministischen Diskurs ist, hat es durch Laurie Pennys ehrliche, wütende und gleichzeitig kluge Art einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Ihr Schreibstil ist direkt, persönlich und unbequem und genau das macht das Buch so wertvoll. Sie spricht Themen wie Schönheitsideale, Körperkontrolle, Sexarbeit und patriarchale Strukturen in einer Sprache an, die wachrüttelt, ohne belehrend zu sein. Man merkt, dass sie schreibt, weil sie etwas zu sagen hat und nicht um zu gefallen. Gerade im Rückblick, nachdem ich mittlerweile einige andere feministische Texte gelesen habe, finde ich es umso bemerkenswerter, wie viel Fleischmarkt damals für mich geöffnet hat. Es ist vielleicht kein akademisches Grundlagenwerk aber dafür ein emotionales, kraftvolles Buch, das auch Jahre später noch seine Relevanz behält.
Thought-provoking but not perfect. Very short so therefore a lot of arguments are mentioned only rather than explained and discussed in detail. Loved the connections to capitalism (which is what the book promised to do after all) but the more radical viewpoints like knitting = supporting domestic abuse and woman being undervalued are a bit too much for me. Some passages screamed misogyny and the chapter about trans people is not up to date in terms of language either. But you don't have to agree with everything you read so I'd still absolutely recommend reading this as thought material.













