Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche
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Description
»Dieses Buch verlangte danach, geschrieben zu werden. Es ist die Art von Buch, die eine Zukunft einfordert, in der wir solche Bücher nicht mehr brauchen. Essenziell.«
Marlon James, Gewinner des Man Booker Prize 2015
Viel zu lange wurde Rassismus als reines Problem rechter Extremisten definiert. Doch die subtileren, nicht weniger gefährlichen Vorurteile finden sich dort, wo man am wenigsten mit ihnen rechnen würde – im Herzen der achtbaren Gesellschaft.
»Reni Eddo-Lodges Buch ist ein Geschenk, weil es klar und deutlich beschreibt, was struktureller Rassismus ist und warum Weiß-Sein in unseren Gesellschaften ein Privileg ist.«
Laura Freisberg, BR-Kulturwelt, 31.01.2019
Was bedeutet es, in einer Welt, in der Weißsein als die selbstverständliche Norm gilt, nicht weiß zu sein? Reni Eddo-Lodge spürt den historischen Wurzeln der Vorurteile nach, und zeigt unmissverständlich, dass die Ungleichbehandlung Weißer und Nicht-Weißer unseren Systemen seit Generationen eingeschrieben ist.
Ob in Politik oder Popkultur – nicht nur in der europaweiten Angst vor Immigration, sondern auch in aufwogenden Protestwellen gegen eine schwarze Hermine oder einen dunkelhäutigen Stormtrooper wird klar: Diskriminierende Tendenzen werden nicht nur von offenen Rassisten, sondern auch von vermeintlich toleranten Menschen praktiziert. Um die Ungerechtigkeiten des strukturellen Rassismus herauszustellen und zu bekämpfen, müssen darum People of Color und Weiße gleichermaßen aktiv werden – »Es gibt keine Gerechtigkeit, es gibt nur uns.«
Stimmen zum Buch
»Dieses Buch als weißer Mensch ohne Migrationshintergrund zu lesen ist wirklich kein Spaß, und trotzdem sollte man es unbedingt lesen, weil es den Blick auf die Gesellschaft, in der man lebt, irritiert. Außerdem irritiert es den Blick, den
man auf sich selbst hat.«
Antonia Baum, Die Zeit
Book Information
Author Description
Reni Eddo-Lodge, geboren 1989 in London, ist preisgekrönte Journalistin und Bloggerin. Sie schreibt unter anderem für »The Guardian«, »The New York Times« sowie »The Independent« und spricht regelmäßig öffentlich über gesellschaftliche Themen wie systeminhärenten Rassismus oder schwarzen Feminismus. »Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche« ist ihr erstes Buch, das jüngst mit dem British Book Award ausgezeichnet wurde.
Posts
Immer noch relevant
Ich bin zwar mittlerweile fast fünf Jahre zu spät mit dem Buch, nichtsdestotrotz musste ich feststellen, dass sich seit der Veröffentlichung des Buches wohl kaum etwas verändert hat. Lesenswert ist es allemal, auch wenn es eher an der Oberfläche der Thematik kratzt, weswegen ich es jemandem als Einsteigerbuch gut empfehlen kann. Dazu muss man auch sagen, dass es dabei hauptsächlich um die Situation in Großbritannien geht, hier und da werden auch andere Länder angeschnitten, nichtsdestotrotz lassen sich einige der Themen auch bei uns wiederfinden. Was mir auch gut gefallen hatte waren die zusätzlichen Quellverweise im Anhang, auch deswegen kann ich es jedem empfehlen, der noch nicht tief in der Thematik steckt und sich so gut weiterbilden kann.
(4,5 Sterne) Meine Meinung Vor fast genau zwei Jahren ist dieses Buch erschienen und ich hatte begonnen es sofort nach Veröffentlichung zu lesen. Doch nach dem ersten Drittel fühlte ich mich von den historischen Fakten und dem sehr trockenen Erzählstil erschlagen, sodass ich eine lange Pause einlegen musste. Da ich dieses Thema für sehr wichtig halte, wollte ich unbedingt in Gänze wissen, was die Autorin geschrieben hatte und so versuchte ich einen zweiten Anlauf über das Hörbuch. Und siehe da, indem ich mich ausschließlich auf das Hören konzentrieren musste, fand ich den richtigen Zugang zum Buch. Dela Dabulamanzi als Sprecherin konnte mich sofort vereinnahmen und ich folgte sehr gerne ihrer angenehmen Stimme. Reni Eddo-Lodge ist in Großbritannien geboren und aufgewachsen, in einer weißen Familie, in der Hautfarbe lange Zeit kein Thema war. Im Laufe ihres Studiums fängt sie die Geschichte der Schwarzen in Großbritannien zu erfragen und zu suchen und da wurde ihr erstmals so richtig bewusst, wie ihr Geburtsland mit Menschen ihrer Hautfarbe umgegangen war, nämlich gewalttätig, rassistisch und diskriminierend. Und so ist für mich auch verständlich, warum der Frust und die Empörung aller PoC (People of Color) so groß ist, da wir nun in 2021 sind, doch leider auch heute noch an einem Punkt sind, an dem sich der weltweite, strukturelle Rassismus noch nicht signifikant verändert hat. Obwohl sich der Großteil der historischen Fakten auf den britischen Sklavenhandel bezieht, fand ich diese Passagen sehr interessant. Es wird sehr deutlich, wie brutal die einstige britische Kolonialisierung erfolgte und wie verbrecherisch das British Empire eigentlich war. Die Autorin erkennt über ihren Kampf im Feminismus, dass auch dieser, obwohl Frauen im Allgemeinen ein gemeinsames Ziel haben, vor Rassismus nicht gefeit sind. So wird ihr klar, dass sie als schwarze Frau eine noch größere Diskriminierung erfährt als weiße Frauen. In all ihren Gesprächen über Feminismus und Rassismus stellt sie fest, dass es kaum möglich ist mit Weißen über das nicht Weiß-sein zu sprechen, da Weiße sofort beleidigt und schockiert reagieren, als sich mit dem Gesagten auseinanderzusetzten. Ich, als Weiße, kann das bestätigen. Da ich mich nun schon eine Weile mit dem Thema beschäftige, bin ich sensibilisierter und versuche meinen ersten Impuls zu untersuchen, woher er kommt. Doch Weiße, die sich mit diesem Thema überfallen fühlen gehen sofort in eine Abwehrreaktion. Doch natürlich sind auch alle PoC keine homogene Gruppe. Sie entstammen unterschiedlichen Kulturkreisen, Bildungsschichten, Religionen, Erfahrungen usw. und so findet man auch Rassismus unter Menschen, die als nicht Weiß definiert werden. Meiner Meinung nach offenbarte Reni Eddo-Lodge sehr gut anhand von Beispielen und Zahlen, wie PoC strukturell im Bildungs-, Gesundheitswesen und der Arbeitswelt aufgrund von Rassismus diskriminiert werden. Und ich stelle bereits an mir fest, dass je mehr solcher Bücher ich lese und ich mich mit dem Thema auseinandersetzte, desto mehr fällt mir das Problem im Großen wie auch in Kleinen auf und ich fange direkt an, das mir Mögliche zu tun, sei es nur, die Menschen um mich herum darauf aufmerksam zu machen, dass man nie das N-Wort sagen darf, dass man nicht das Wort Farbige für Schwarze und PoC verwendet, dass das engl. Wort „coloured“ nicht wortwörtlich ins Deutsche übersetzt werden darf und warum usw. Insbesondere ist es auch wichtig, dass wir unseren Kinder das so früh wie möglich erklären, denn sie sind die Erwachsenen von morgen, die in großen Schritten die Zukunft verändern können, sei es Rassismus, Diskriminierung oder Umweltschutz. Wir alle sind Menschen, das sollte über allem an erster Stelle stehen! Fazit Ein interessantes und wichtiges Buch, das ich zum Thema Rassismus auf jeden Fall zu lesen empfehle. Sehr wertvoll auch im Hinblick auf die historische Entwicklung der Sklaverei in Großbritannien. Wer sich mit einem trockenen und sehr faktenreichen Schreibstil schwertut, dem empfehle ich zum Hörbuch zu greifen.
Klappentext von der Verlagsseite »Dieses Buch verlangte danach, geschrieben zu werden. Es ist die Art von Buch, die eine Zukunft einfordert, in der wir solche Bücher nicht mehr brauchen. Essenziell.« Marlon James, Gewinner des Man Booker Prize 2015 Viel zu lange wurde Rassismus als reines Problem rechter Extremisten definiert. Doch die subtileren, nicht weniger gefährlichen Vorurteile finden sich dort, wo man am wenigsten mit ihnen rechnen würde – im Herzen der achtbaren Gesellschaft. »Reni Eddo-Lodges Buch ist ein Geschenk, weil es klar und deutlich beschreibt, was struktureller Rassismus ist und warum Weiß-Sein in unseren Gesellschaften ein Privileg ist. « Laura Freisberg, BR-Kulturwelt, 31.01.2019 Was bedeutet es, in einer Welt, in der Weißsein als die selbstverständliche Norm gilt, nicht weiß zu sein? Reni Eddo-Lodge spürt den historischen Wurzeln der Vorurteile nach, und zeigt unmissverständlich, dass die Ungleichbehandlung Weißer und Nicht-Weißer unseren Systemen seit Generationen eingeschrieben ist. Ob in Politik oder Popkultur – nicht nur in der europaweiten Angst vor Immigration, sondern auch in aufwogenden Protestwellen gegen eine schwarze Hermine oder einen dunkelhäutigen Stormtrooper wird klar: Diskriminierende Tendenzen werden nicht nur von offenen Rassisten, sondern auch von vermeintlich toleranten Menschen praktiziert. Um die Ungerechtigkeiten des strukturellen Rassismus herauszustellen und zu bekämpfen, müssen darum People of Color und Weiße gleichermaßen aktiv werden – »Es gibt keine Gerechtigkeit, es gibt nur uns.« Autoreninfo von der Verlagsseite: Reni Eddo-Lodge, geboren 1989 in London, ist preisgekrönte Journalistin und Bloggerin. Sie schreibt unter anderem für »The Guardian«, »The New York Times« sowie »The Independent« und spricht regelmäßig öffentlich über gesellschaftliche Themen wie systeminhärenten Rassismus oder schwarzen Feminismus. Erster Satz: Am 22. Februar 2014 veröffentlichte ich einen Post auf meinem Blog. Aufbau: Die Titelschrfit von "Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche" ist in den Farben Weiß und Schwarz gehalten. Wobei man die Wörter "mit Weißen" auf dem weißen Hintergrund kaum erkennt. Das Buch ist eingeteilt in acht Kapiteln, denen einen Vorwort vorangestellt ist. Außerdem gibt es Anmerkungen, eine Bibliographie, Dank und Register. Meinung: Reni Eddo-Lodge ist mit ihrem Buch "Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche" nicht erst seit ihrer Podcast-Reihe "About Race" in aller Munde. Endlich ist das Buch nun auch in Deutsch erschienen und es hat mir so einige nachdenkliche Momente beschert. Eddo-Lodge ist ein hartes und deutliches Buch. Zeigt es doch den existierenden strukturellen Rassismus in Großbritannien auf. Wer jetzt denkt, das ficht mich nicht an, der irrt sich. Struktureller Rassismus gibt es in jeder Gesellschaft auch in Deutschland. Auch hier werden People of Color (PoC) und Black and Minority Ethnic (BME) benachteiligt. Ich bin mir meiner weißen Hautfarbe bewusst und auch, dass ich dadurch Vorteile habe. Vorteile, die mir zugestanden werden, weil ich gerade mit dieser Hautfarbe geboren worden bin, hier in der westlichen Welt. Die anderen nicht zugestanden werden, obwohl sie hier geboren, aufgewachsen und gelernt haben. Alles nur, weil sie nicht weiß sind. Weiß sein ist ein Privileg, aber ein ungerechtes. Auch das müssen wir uns eingestehen. Umso erschreckender finde ich, dass Eddo-Lodge, die von Geburt an Britin ist und sich auch als solche sieht, durch ihre Hautfarbe ausgegrenzt wird. Am Sonntag gab es in "ttt - Titel, Thesen, Temperamente" einen Beitrag zu diesem Buch. Ich verlinke ihn mal hier. Sie bezieht sich allerdings in ihrem Werk auf Großbritannien und zeigt vom historischen Abriss bis heute auf wie PoC benachteiligt werden. Nicht immer mit offenem Rassismus, sondern auch unterschwellig durch White-priviledge Personen, sei es im Bildungswesen, in der Arbeitswelt oder in der Gesundheitsfürsorge. Es ist erschreckend, wie sehr weiße Menschen bevorzugt werden, allein wegen ihrer Hautfarbe. Noch schlimmer finde ich, dass darüber hinweggesehen wird, dass wir weiße Menschen, egal ob Mann oder Frau, strukturell und institutionell einen immerwährenden Vorteil genießen und wir uns dessen, nicht bewusst sind und uns auch allzuoft schwerfällt zu verstehen, was BME erleben und erleiden müssen. Für mich waren die Kapitel aufrüttelnd und berührend, oft musste ich das Buch zur Seite legen um das gelesene verarbeiten zu können. Dabei beziehe ich mich nun nicht nur auf den historischen Fakten teil, sondern auch die Beispiele, die Eddo-Lodge immer wieder anführt, sei es die Hetzjagd gegen einen schwarzen Jugendlichen und die Verurteilung der Täter erst nach zwanzig Jahren, wie die Medien über Rassismus berichten oder Staat Taten vertuschte, sondern auch wie Feminismus und gesellschaftlicher Stand mit Rassismus zusammenspielen. Erschreckend und sehr deutlich. Fazit "Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche" ist ein wichtiges Buch, ein sehr wichtiges. Es rüttelt auf und regt einen zum Nachdenken über das eigene Leben und über die eigenen Privilegien an.
Inhalt Reni Eddo-Lodge beschäftigt sich in ihrem Buch mit der Frage, was es bedeutet, in einer Welt, in der Weißsein als die selbstverständliche Norm gilt, nicht weiß zu sein. Sie spürt den historischen Wurzeln der Vorurteile nach und zeigt deutlich auf, dass die Ungleichbehandlung Weißer und Nicht-Weißer unseren Systemen seit Generationen eingeschrieben ist. Egal ob es um Politik oder Popkultur geht: diskriminierende Tendenzen werden nicht nur von offenen Rassisten, sondern auch von vermeintlich toleranten Menschen praktiziert. Um den strukturellen Rassismus zu erkennen und zu bekämpfen müssen darum People of Color und Weiße gleichermaßen aktiv werden. Dies versucht die Autorin auf eindrückliche Weise in ihrem Buch herauszustellen. Als ich das Buch bei Anna von inkofbooks gesehen habe, war mein Interesse geweckt. Zufällig habe ich das E-Book dann bei Netgalley gesehen und es angefragt. Kurze Zeit später war das Sachbuch auf meinem Kindle und ich habe begonnen es zu lesen. Das Buch hat mich sehr aufgewühlt, mich zum Nachdenken gebracht und irgendwie auch mein Herz gebrochen. Ich möchte vorab anmerken, dass ich trotz der Lektüre des Buches noch sehr viel zu lernen habe. Wenn ich irgendetwas falsch/missverständlich ausdrücke dann tut mir das unendlich Leid. Ich versuche sehr an mir selbst zu arbeiten, um meinen eigenen Rassismus abzubauen aber ich stehe erst am Anfang und es gibt unwahrscheinlich viel zu tun. Also bitte korrigiert mich, helft mir, besser zu werden und meinen Blick zu öffnen. Der Titel des Buches begründet sich auf einem Text, den die Autorin veröffentlich hat und der auch in diesem Buch abgedruckt ist. Sie hatte es letztlich satt ständigen Diskussionen ausgesetzt zu sein und doch hat gerade dieser Text, ihre Begründung, weshalb sie nicht mehr mit Weißen über das Thema Hautfarbe sprechen möchte, sie dazu gebracht noch viel mehr über Hautfarbe zu sprechen. Ihre Intention war es nie, aufzuhören über Hautfarbe zu reden, doch sie war es Leid immer dieselben ziellosen Diskussionen zu führen. „Ich werde nie aufhören, über Hautfarbe zu sprechen. Jede Stimme, die sich gegen Rassismus erhebt, kratzt an seiner Macht. Wir können es uns nicht leisten zu schweigen. Dieses Buch ist ein Versuch zu sprechen.“ (Vorwort, Pos. 156/5531) Im ersten Kapitel geht die Autorin auf die britische Geschichte ein. Sie beleuchtet, wie Sklaverei und Rassismus seinen Einzug hielt und wie sich dieser strukturelle Rassismus bis heute auswirkt. Sie beleuchtet jedes Detail, zeigt auf wie ignorant mit People of Color (PoC) umgegangen wird. Wie sehr alles miteinander verwoben ist und wie fest sich der Rassismus in der Bevölkerung festgesetzt hat. Man kann die Beispiele aus Großbritannien vielleicht nicht wie eine Schablone auf Deutschland auflegen, doch im Prinzip ist in unserem Land genau dasselbe passiert. Wenn wir Weiße nicht an uns arbeiten die Macht, die uns als Weißen zuteil wird, dafür einzusetzen Vorurteile, Diskriminierungen, Ungleichbehandlungen von PoC abzubauen, dann wird der strukturelle Rassismus niemals aufhören. Wir müssen lernen zu erkennen, dass wir allein durch unsere Hautfarbe privilegiert sind und diese Ungerechtigkeit endlich abgeschafft werden muss. Wir müssen uns dafür einsetzen, dass alle gleich behandelt werden. Wir müssen Diskriminierungen und Ungleichbehandlungen ansprechen und Lösungen finden. Uns annähern und nicht weiter entfernen. Die Macht, die uns letztlich allein wegen unserer Hautfarbe gegeben wird, muss für Gleichberechtigung eingesetzt werden. Nicht für Ausgrenzung. Die Autorin zeigt auf, dass Rassismus nicht einfach aufgetaucht ist, sie macht klar, dass er nichts gesondertes ist, das für sich alleine steht. Mit deutlichen Worten spricht sie aus, dass der Rassismus längst Teil des Systems ist. Überall steckt er in unseren Systemen. Es ist praktisch unmöglich sich ihm zu entziehen, da er in uns steckt und selbstverständlich geworden ist. Der Rassismus ist in unserer Gesellschaft verankert und dies gilt es zu ändern. „Doch ein Blick in unsere Geschichte zeigt, dass Rassismus nicht aus dem Nichts entsteht, sondern dass er vielmehr in der britischen Gesellschaft verankert ist. Er steckt im Kern unserer staatlichen Strukturen. Er ist nichts Externes. Er ist Teil des Systems.“ (Kapitel 1 – Geschichte(n), Pos. 1295/5531) Ein sehr wichtiges und aufschlussreiches Kapitel für mich als weiße Frau war Kapitel 3: „Was ist White Privilege?“. Hier wurde mir in aller Deutlichkeit offenbart wie blind ich in so vielen Dingen war und wie sehr mein Weiß-Sein mich schützt, mir Vorteile verschafft und mein Leben in allen Bereichen erleichtert. Und das ganz ohne dass es mir klar war. Ich habe mir nie groß Gedanken über mein Weiß-Sein gemacht, schließlich gehört das zu mir und meinem Umfeld dazu. Meine Heimat ist praktisch Ur-Schwäbisch, ein alteingesessenes Dorf mit genau diesen Ansichten. Weltoffenheit? Sehr schwierig. Es wird nicht reflektiert, es wird einfach genommen, was man bekommt, ohne nachzudenken. So bin ich aufgewachsen. Jetzt verändert sich mein Blick. Ich möchte meine Augen nicht mehr verschließen. Ich will besser werden. Etwas verändern. Auch wenn es bisher kleine Schritte sind, so sind sie in die richtige Richtung. Reni Eddo-Lodge hilft mir dabei zu erkennen was falsch läuft und gibt mir Denkanstöße mich zu verändern. Ihre Art zu schreiben hat mich sehr beeindruckt, denn sie drückt ihre Gedanken und Gefühle präzise aus. Ich hatte eher das Gefühl ich würde einem Vortrag von ihr lauschen, anstatt ein Buch von ihr selbst zu lesen. Und gerade dieses Kapitel über all meine Privilegien, die eben nicht der gesamten Bevölkerung zukommt, hat mich endgültig wachgerüttelt. „White Privilege ist die Tatsache, dass deine Hautfarbe, wenn du weiß bist, den Verlauf deines Lebens mit großer Sicherheit positiv beeinflussen wird. Und du wirst es wahrscheinlich nicht einmal bemerken.“ (Kapitel 3 – Was ist White Privilege?, Pos. 1827/5531) Ein weiteres Kapitel, das ich (vor allem im Bezug auf die #WirLesenFrauen Challenge) interessant fand war „Die Feminismusfrage“. Es hat mir auch in diesem Bereich die Augen geöffnet und gezeigt, dass es auch in diesem Bereich noch so viel mehr zu lernen und zu tun gibt. Und Frauen, die sich für Feminismus einsetzen müssen sich gleichzeitig auf gegen Rassismus wenden. Es darf sich auf keinen Fall ausschließen. Es darf nicht heißen „Wir können nicht auch noch auf den Rassismus-Zug aufspringen“, denn sonst bringt der gesamte Kampf für Frauen nichts. Es muss für ALLE Frauen gelten und darf niemanden ausschließen. Reni Eddo-Lodge bringt es auch in diesem Kapitel auf den Punkt: wir Weiße Frauen dürfen nicht ignorant unsere Bedürfnisse und den Kampf gegen Ungleichbehandlung von Weißen Frauen voran stellen. Es muss um alle Frauen gehen. Um jede Einzelne. Und deshalb müssen wir Hand in Hand mit PoC gehen. Wir müssen auch dafür kämpfen, dass Menschen die Frauen und PoC sind gleich behandelt werden. Ich könnte jetzt noch so vieles aufzählen, das mich zum Nachdenken gebracht hat. Doch einiges vermag ich einfach nicht in Worte zu fassen. Ich denke für eine Weiße Frau bzw. für Weiße Menschen ist es nicht leicht dieses Buch zu lesen. Man erkennt sehr schnell wie tief man in den Rassismus verstrickt ist, obwohl man vielleicht längst etwas dagegen tun will. Man erkennt, was alles falsch läuft und wo noch so unglaublich viel getan werden muss. So viel Arbeit steht noch an und es ist unwahrscheinlich erschreckend, dass es scheint, als wolle die Gesellschaft diesen Kampf gar nicht. Wir leben in 2019 und der Kampf ist noch lange nicht ausgetragen. Aber ich möchte jetzt endlich etwas tun. Ich möchte an mir arbeiten, mein Denken und Handeln anpassen und verändern. Fazit Das Buch hat mich beeindruckt. Es hat mich wach gerüttelt und so viele Denkanstöße gegeben. Es war wirklich hart das Buch zu lesen, denn es hat mir meine eigenen Unzulänglichkeiten aufgezeigt. Es hat mir gezeigt, dass ich noch so viel zu lernen und zu tun habe, um meinem eigenen Rassismus die Stirn zu bieten. Ich nehme so Vieles als selbstverständlich an, ohne darüber nachzudenken, dass es PoC nicht so leicht haben. Ich möchte endlich etwas verändern und dieses Buch hilft dabei! Wenn du auch etwas ändern möchtest, dann empfehle ich dieses Buch in jedem Fall. „Ich betrachte mich als Teil einer Bewegung, und ich glaube, wenn dich tief berührt, was du in diesem Buch liest, dann bist auch du Teil dieser Bewegung. Es geschieht genau jetzt.“ (Nachspiel, Pos. 4251/5531)
„Warum ich nicht länger mit Weissen über Hautfarbe spreche“ von Reni Eddo-Lodge Darum geht es: Viel zu lange wurde Rassismus als reines Problem rechter Extremisten definiert. Doch die subtileren, nicht weniger gefährlichen Vorurteile finden sich dort, wo man am wenigsten mit ihnen rechnen würde – im Herzen der achtbaren Gesellschaft. Was bedeutet es, in einer Welt, in der Weißsein als die selbstverständliche Norm gilt, nicht weiß zu sein? Reni Eddo-Lodge spürt den historischen Wurzeln der Vorurteile nach, und zeigt unmissverständlich, dass die Ungleichbehandlung Weißer und Nicht-Weißer unseren Systemen seit Generationen eingeschrieben ist. Ob in Politik oder Popkultur – nicht nur in der europaweiten Angst vor Immigration, sondern auch in aufwogenden Protestwellen gegen eine schwarze Hermine oder einen dunkelhäutigen Stormtroper wird klar: Diskriminierende Tendenzen werden nicht nur von offenen Rassisten, sondern auch von vermeintlich toleranten Menschen praktiziert. Um die Ungerechtigkeiten des strukturellen Rassismus herauszustellen und zu bekämpfen, müssen darum People of Color und Weiße gleichermaßen aktiv werden – »Es gibt keine Gerechtigkeit, es gibt nur uns.« Ein ungeheuer cleveres Buch, dass uns (weisse) Leser herausfordert über den versteckten Rassismus, der uns alle irgendwie umgibt nachzudenken! Reni Eddo-Lodge zeigt in ihrem Buch wie wichtig es ist Strukturen zu erkennen. Wie wichtig es ist zuzuhören, anstatt sofort defensiv zu protestieren. Denn wie die Autorin ganz klar hervorhebt: Nicht nur unverblümter Rassismus, sondern auch Gleichgültigkeit schadet. Ein wichtiges Buch, dass mir in vielen Dingen die Augen geöffnet hat. 5 von 5 Sterne
Dieses Buch hat mich ratlos und betroffen zurück gelassen. Ich habe viel gelernt und für mein persönliches Verhalten mitgenommen. Was aber noch wichtiger scheint: ich habe endlich begriffen, was struktureller Rassismus für die Betroffenen bedeutet. Jetzt muss ich Wege finden, mit dem Begriffenen und Gelernten im Alltag umzugehen und vielleicht die Welt mit anderen Augen betrachten.
Der Einstieg fiel mir etwas schwer. Doch mit der Zeit nahm es mich gefangen, obwohl es nicht mal so krass oder triggernd erzählt wurde. Eher so im Kolumnen-Stil. Es fing auch mit der Großbritannischen Geschichte (bzw der dort lebenden Immigranten) an und setzte sich dann relativ zeitlich bis ins jetzt /Veröffentlichung ca 2018 fort. Dabei sind durchaus viele erwähnte Geschehnisse, die ja schon heftig sind. Doch es ist auch ein informatives Sachbuch über verschiedene Arten des rassismus mit eben den Beispielen, die ich noch nicht kannte
Ist im großen und ganzen wie eine politische Rede geschrieben, was es manchmal etwas langatmig macht und viele Wiederholungen birgt, benennt aber viele wichtige Beispiele und ist auch oder insbesondere für Weisse wichtig zu lesen. Es lohnt sich bis zum Ende dabeizubleiben und konkrete Vorschläge zu bekommen, wie auch Weisse sinnvoll gegen Rassismus vorgehen können.
Erster Schritt für (uns) Weiße: Zuhören ohne sich zu verteidigen.
Gute Empfehlung als Einstieg ins Anti-Rassistische Denken. Es wird dabei zentral Großbritannien behandelt, da die Autorin Britin ist. Ich konnte viele neue Einsichten gewinnen. Zum Beispiel: Dass man, um Anti-Rassist:In zu werden, erst zugeben muss, dass man Rassist:In ist. Diese „Beichte“ ist unerlässlich. Dass man Hautfarbe sehen muss, weil Farbenblindheit leeres Geschwätz ist und reale, strukturelle Probleme unsichtbar macht. Die Autorin Reni Eddo-Lodge veranschaulicht dazu, wie tief struktureller Rassismus (in GB) verankert ist und macht reale Umstände sichtbar. Die Welt ist nicht egalitär, egal wie oft es behauptet wird (und vieles bleibt , wenn man privilegiert ist, unsichtbar, solange man nicht genau hinguckt, z.B. dass männliche PoC tatsächlich wie Dreck in Deutschland behandelt werden). Ich denke, dass jeder etwas aus diesem Buch mitnehmen kann.
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»Dieses Buch verlangte danach, geschrieben zu werden. Es ist die Art von Buch, die eine Zukunft einfordert, in der wir solche Bücher nicht mehr brauchen. Essenziell.«
Marlon James, Gewinner des Man Booker Prize 2015
Viel zu lange wurde Rassismus als reines Problem rechter Extremisten definiert. Doch die subtileren, nicht weniger gefährlichen Vorurteile finden sich dort, wo man am wenigsten mit ihnen rechnen würde – im Herzen der achtbaren Gesellschaft.
»Reni Eddo-Lodges Buch ist ein Geschenk, weil es klar und deutlich beschreibt, was struktureller Rassismus ist und warum Weiß-Sein in unseren Gesellschaften ein Privileg ist.«
Laura Freisberg, BR-Kulturwelt, 31.01.2019
Was bedeutet es, in einer Welt, in der Weißsein als die selbstverständliche Norm gilt, nicht weiß zu sein? Reni Eddo-Lodge spürt den historischen Wurzeln der Vorurteile nach, und zeigt unmissverständlich, dass die Ungleichbehandlung Weißer und Nicht-Weißer unseren Systemen seit Generationen eingeschrieben ist.
Ob in Politik oder Popkultur – nicht nur in der europaweiten Angst vor Immigration, sondern auch in aufwogenden Protestwellen gegen eine schwarze Hermine oder einen dunkelhäutigen Stormtrooper wird klar: Diskriminierende Tendenzen werden nicht nur von offenen Rassisten, sondern auch von vermeintlich toleranten Menschen praktiziert. Um die Ungerechtigkeiten des strukturellen Rassismus herauszustellen und zu bekämpfen, müssen darum People of Color und Weiße gleichermaßen aktiv werden – »Es gibt keine Gerechtigkeit, es gibt nur uns.«
Stimmen zum Buch
»Dieses Buch als weißer Mensch ohne Migrationshintergrund zu lesen ist wirklich kein Spaß, und trotzdem sollte man es unbedingt lesen, weil es den Blick auf die Gesellschaft, in der man lebt, irritiert. Außerdem irritiert es den Blick, den
man auf sich selbst hat.«
Antonia Baum, Die Zeit
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Reni Eddo-Lodge, geboren 1989 in London, ist preisgekrönte Journalistin und Bloggerin. Sie schreibt unter anderem für »The Guardian«, »The New York Times« sowie »The Independent« und spricht regelmäßig öffentlich über gesellschaftliche Themen wie systeminhärenten Rassismus oder schwarzen Feminismus. »Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche« ist ihr erstes Buch, das jüngst mit dem British Book Award ausgezeichnet wurde.
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Immer noch relevant
Ich bin zwar mittlerweile fast fünf Jahre zu spät mit dem Buch, nichtsdestotrotz musste ich feststellen, dass sich seit der Veröffentlichung des Buches wohl kaum etwas verändert hat. Lesenswert ist es allemal, auch wenn es eher an der Oberfläche der Thematik kratzt, weswegen ich es jemandem als Einsteigerbuch gut empfehlen kann. Dazu muss man auch sagen, dass es dabei hauptsächlich um die Situation in Großbritannien geht, hier und da werden auch andere Länder angeschnitten, nichtsdestotrotz lassen sich einige der Themen auch bei uns wiederfinden. Was mir auch gut gefallen hatte waren die zusätzlichen Quellverweise im Anhang, auch deswegen kann ich es jedem empfehlen, der noch nicht tief in der Thematik steckt und sich so gut weiterbilden kann.
(4,5 Sterne) Meine Meinung Vor fast genau zwei Jahren ist dieses Buch erschienen und ich hatte begonnen es sofort nach Veröffentlichung zu lesen. Doch nach dem ersten Drittel fühlte ich mich von den historischen Fakten und dem sehr trockenen Erzählstil erschlagen, sodass ich eine lange Pause einlegen musste. Da ich dieses Thema für sehr wichtig halte, wollte ich unbedingt in Gänze wissen, was die Autorin geschrieben hatte und so versuchte ich einen zweiten Anlauf über das Hörbuch. Und siehe da, indem ich mich ausschließlich auf das Hören konzentrieren musste, fand ich den richtigen Zugang zum Buch. Dela Dabulamanzi als Sprecherin konnte mich sofort vereinnahmen und ich folgte sehr gerne ihrer angenehmen Stimme. Reni Eddo-Lodge ist in Großbritannien geboren und aufgewachsen, in einer weißen Familie, in der Hautfarbe lange Zeit kein Thema war. Im Laufe ihres Studiums fängt sie die Geschichte der Schwarzen in Großbritannien zu erfragen und zu suchen und da wurde ihr erstmals so richtig bewusst, wie ihr Geburtsland mit Menschen ihrer Hautfarbe umgegangen war, nämlich gewalttätig, rassistisch und diskriminierend. Und so ist für mich auch verständlich, warum der Frust und die Empörung aller PoC (People of Color) so groß ist, da wir nun in 2021 sind, doch leider auch heute noch an einem Punkt sind, an dem sich der weltweite, strukturelle Rassismus noch nicht signifikant verändert hat. Obwohl sich der Großteil der historischen Fakten auf den britischen Sklavenhandel bezieht, fand ich diese Passagen sehr interessant. Es wird sehr deutlich, wie brutal die einstige britische Kolonialisierung erfolgte und wie verbrecherisch das British Empire eigentlich war. Die Autorin erkennt über ihren Kampf im Feminismus, dass auch dieser, obwohl Frauen im Allgemeinen ein gemeinsames Ziel haben, vor Rassismus nicht gefeit sind. So wird ihr klar, dass sie als schwarze Frau eine noch größere Diskriminierung erfährt als weiße Frauen. In all ihren Gesprächen über Feminismus und Rassismus stellt sie fest, dass es kaum möglich ist mit Weißen über das nicht Weiß-sein zu sprechen, da Weiße sofort beleidigt und schockiert reagieren, als sich mit dem Gesagten auseinanderzusetzten. Ich, als Weiße, kann das bestätigen. Da ich mich nun schon eine Weile mit dem Thema beschäftige, bin ich sensibilisierter und versuche meinen ersten Impuls zu untersuchen, woher er kommt. Doch Weiße, die sich mit diesem Thema überfallen fühlen gehen sofort in eine Abwehrreaktion. Doch natürlich sind auch alle PoC keine homogene Gruppe. Sie entstammen unterschiedlichen Kulturkreisen, Bildungsschichten, Religionen, Erfahrungen usw. und so findet man auch Rassismus unter Menschen, die als nicht Weiß definiert werden. Meiner Meinung nach offenbarte Reni Eddo-Lodge sehr gut anhand von Beispielen und Zahlen, wie PoC strukturell im Bildungs-, Gesundheitswesen und der Arbeitswelt aufgrund von Rassismus diskriminiert werden. Und ich stelle bereits an mir fest, dass je mehr solcher Bücher ich lese und ich mich mit dem Thema auseinandersetzte, desto mehr fällt mir das Problem im Großen wie auch in Kleinen auf und ich fange direkt an, das mir Mögliche zu tun, sei es nur, die Menschen um mich herum darauf aufmerksam zu machen, dass man nie das N-Wort sagen darf, dass man nicht das Wort Farbige für Schwarze und PoC verwendet, dass das engl. Wort „coloured“ nicht wortwörtlich ins Deutsche übersetzt werden darf und warum usw. Insbesondere ist es auch wichtig, dass wir unseren Kinder das so früh wie möglich erklären, denn sie sind die Erwachsenen von morgen, die in großen Schritten die Zukunft verändern können, sei es Rassismus, Diskriminierung oder Umweltschutz. Wir alle sind Menschen, das sollte über allem an erster Stelle stehen! Fazit Ein interessantes und wichtiges Buch, das ich zum Thema Rassismus auf jeden Fall zu lesen empfehle. Sehr wertvoll auch im Hinblick auf die historische Entwicklung der Sklaverei in Großbritannien. Wer sich mit einem trockenen und sehr faktenreichen Schreibstil schwertut, dem empfehle ich zum Hörbuch zu greifen.
Klappentext von der Verlagsseite »Dieses Buch verlangte danach, geschrieben zu werden. Es ist die Art von Buch, die eine Zukunft einfordert, in der wir solche Bücher nicht mehr brauchen. Essenziell.« Marlon James, Gewinner des Man Booker Prize 2015 Viel zu lange wurde Rassismus als reines Problem rechter Extremisten definiert. Doch die subtileren, nicht weniger gefährlichen Vorurteile finden sich dort, wo man am wenigsten mit ihnen rechnen würde – im Herzen der achtbaren Gesellschaft. »Reni Eddo-Lodges Buch ist ein Geschenk, weil es klar und deutlich beschreibt, was struktureller Rassismus ist und warum Weiß-Sein in unseren Gesellschaften ein Privileg ist. « Laura Freisberg, BR-Kulturwelt, 31.01.2019 Was bedeutet es, in einer Welt, in der Weißsein als die selbstverständliche Norm gilt, nicht weiß zu sein? Reni Eddo-Lodge spürt den historischen Wurzeln der Vorurteile nach, und zeigt unmissverständlich, dass die Ungleichbehandlung Weißer und Nicht-Weißer unseren Systemen seit Generationen eingeschrieben ist. Ob in Politik oder Popkultur – nicht nur in der europaweiten Angst vor Immigration, sondern auch in aufwogenden Protestwellen gegen eine schwarze Hermine oder einen dunkelhäutigen Stormtrooper wird klar: Diskriminierende Tendenzen werden nicht nur von offenen Rassisten, sondern auch von vermeintlich toleranten Menschen praktiziert. Um die Ungerechtigkeiten des strukturellen Rassismus herauszustellen und zu bekämpfen, müssen darum People of Color und Weiße gleichermaßen aktiv werden – »Es gibt keine Gerechtigkeit, es gibt nur uns.« Autoreninfo von der Verlagsseite: Reni Eddo-Lodge, geboren 1989 in London, ist preisgekrönte Journalistin und Bloggerin. Sie schreibt unter anderem für »The Guardian«, »The New York Times« sowie »The Independent« und spricht regelmäßig öffentlich über gesellschaftliche Themen wie systeminhärenten Rassismus oder schwarzen Feminismus. Erster Satz: Am 22. Februar 2014 veröffentlichte ich einen Post auf meinem Blog. Aufbau: Die Titelschrfit von "Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche" ist in den Farben Weiß und Schwarz gehalten. Wobei man die Wörter "mit Weißen" auf dem weißen Hintergrund kaum erkennt. Das Buch ist eingeteilt in acht Kapiteln, denen einen Vorwort vorangestellt ist. Außerdem gibt es Anmerkungen, eine Bibliographie, Dank und Register. Meinung: Reni Eddo-Lodge ist mit ihrem Buch "Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche" nicht erst seit ihrer Podcast-Reihe "About Race" in aller Munde. Endlich ist das Buch nun auch in Deutsch erschienen und es hat mir so einige nachdenkliche Momente beschert. Eddo-Lodge ist ein hartes und deutliches Buch. Zeigt es doch den existierenden strukturellen Rassismus in Großbritannien auf. Wer jetzt denkt, das ficht mich nicht an, der irrt sich. Struktureller Rassismus gibt es in jeder Gesellschaft auch in Deutschland. Auch hier werden People of Color (PoC) und Black and Minority Ethnic (BME) benachteiligt. Ich bin mir meiner weißen Hautfarbe bewusst und auch, dass ich dadurch Vorteile habe. Vorteile, die mir zugestanden werden, weil ich gerade mit dieser Hautfarbe geboren worden bin, hier in der westlichen Welt. Die anderen nicht zugestanden werden, obwohl sie hier geboren, aufgewachsen und gelernt haben. Alles nur, weil sie nicht weiß sind. Weiß sein ist ein Privileg, aber ein ungerechtes. Auch das müssen wir uns eingestehen. Umso erschreckender finde ich, dass Eddo-Lodge, die von Geburt an Britin ist und sich auch als solche sieht, durch ihre Hautfarbe ausgegrenzt wird. Am Sonntag gab es in "ttt - Titel, Thesen, Temperamente" einen Beitrag zu diesem Buch. Ich verlinke ihn mal hier. Sie bezieht sich allerdings in ihrem Werk auf Großbritannien und zeigt vom historischen Abriss bis heute auf wie PoC benachteiligt werden. Nicht immer mit offenem Rassismus, sondern auch unterschwellig durch White-priviledge Personen, sei es im Bildungswesen, in der Arbeitswelt oder in der Gesundheitsfürsorge. Es ist erschreckend, wie sehr weiße Menschen bevorzugt werden, allein wegen ihrer Hautfarbe. Noch schlimmer finde ich, dass darüber hinweggesehen wird, dass wir weiße Menschen, egal ob Mann oder Frau, strukturell und institutionell einen immerwährenden Vorteil genießen und wir uns dessen, nicht bewusst sind und uns auch allzuoft schwerfällt zu verstehen, was BME erleben und erleiden müssen. Für mich waren die Kapitel aufrüttelnd und berührend, oft musste ich das Buch zur Seite legen um das gelesene verarbeiten zu können. Dabei beziehe ich mich nun nicht nur auf den historischen Fakten teil, sondern auch die Beispiele, die Eddo-Lodge immer wieder anführt, sei es die Hetzjagd gegen einen schwarzen Jugendlichen und die Verurteilung der Täter erst nach zwanzig Jahren, wie die Medien über Rassismus berichten oder Staat Taten vertuschte, sondern auch wie Feminismus und gesellschaftlicher Stand mit Rassismus zusammenspielen. Erschreckend und sehr deutlich. Fazit "Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche" ist ein wichtiges Buch, ein sehr wichtiges. Es rüttelt auf und regt einen zum Nachdenken über das eigene Leben und über die eigenen Privilegien an.
Inhalt Reni Eddo-Lodge beschäftigt sich in ihrem Buch mit der Frage, was es bedeutet, in einer Welt, in der Weißsein als die selbstverständliche Norm gilt, nicht weiß zu sein. Sie spürt den historischen Wurzeln der Vorurteile nach und zeigt deutlich auf, dass die Ungleichbehandlung Weißer und Nicht-Weißer unseren Systemen seit Generationen eingeschrieben ist. Egal ob es um Politik oder Popkultur geht: diskriminierende Tendenzen werden nicht nur von offenen Rassisten, sondern auch von vermeintlich toleranten Menschen praktiziert. Um den strukturellen Rassismus zu erkennen und zu bekämpfen müssen darum People of Color und Weiße gleichermaßen aktiv werden. Dies versucht die Autorin auf eindrückliche Weise in ihrem Buch herauszustellen. Als ich das Buch bei Anna von inkofbooks gesehen habe, war mein Interesse geweckt. Zufällig habe ich das E-Book dann bei Netgalley gesehen und es angefragt. Kurze Zeit später war das Sachbuch auf meinem Kindle und ich habe begonnen es zu lesen. Das Buch hat mich sehr aufgewühlt, mich zum Nachdenken gebracht und irgendwie auch mein Herz gebrochen. Ich möchte vorab anmerken, dass ich trotz der Lektüre des Buches noch sehr viel zu lernen habe. Wenn ich irgendetwas falsch/missverständlich ausdrücke dann tut mir das unendlich Leid. Ich versuche sehr an mir selbst zu arbeiten, um meinen eigenen Rassismus abzubauen aber ich stehe erst am Anfang und es gibt unwahrscheinlich viel zu tun. Also bitte korrigiert mich, helft mir, besser zu werden und meinen Blick zu öffnen. Der Titel des Buches begründet sich auf einem Text, den die Autorin veröffentlich hat und der auch in diesem Buch abgedruckt ist. Sie hatte es letztlich satt ständigen Diskussionen ausgesetzt zu sein und doch hat gerade dieser Text, ihre Begründung, weshalb sie nicht mehr mit Weißen über das Thema Hautfarbe sprechen möchte, sie dazu gebracht noch viel mehr über Hautfarbe zu sprechen. Ihre Intention war es nie, aufzuhören über Hautfarbe zu reden, doch sie war es Leid immer dieselben ziellosen Diskussionen zu führen. „Ich werde nie aufhören, über Hautfarbe zu sprechen. Jede Stimme, die sich gegen Rassismus erhebt, kratzt an seiner Macht. Wir können es uns nicht leisten zu schweigen. Dieses Buch ist ein Versuch zu sprechen.“ (Vorwort, Pos. 156/5531) Im ersten Kapitel geht die Autorin auf die britische Geschichte ein. Sie beleuchtet, wie Sklaverei und Rassismus seinen Einzug hielt und wie sich dieser strukturelle Rassismus bis heute auswirkt. Sie beleuchtet jedes Detail, zeigt auf wie ignorant mit People of Color (PoC) umgegangen wird. Wie sehr alles miteinander verwoben ist und wie fest sich der Rassismus in der Bevölkerung festgesetzt hat. Man kann die Beispiele aus Großbritannien vielleicht nicht wie eine Schablone auf Deutschland auflegen, doch im Prinzip ist in unserem Land genau dasselbe passiert. Wenn wir Weiße nicht an uns arbeiten die Macht, die uns als Weißen zuteil wird, dafür einzusetzen Vorurteile, Diskriminierungen, Ungleichbehandlungen von PoC abzubauen, dann wird der strukturelle Rassismus niemals aufhören. Wir müssen lernen zu erkennen, dass wir allein durch unsere Hautfarbe privilegiert sind und diese Ungerechtigkeit endlich abgeschafft werden muss. Wir müssen uns dafür einsetzen, dass alle gleich behandelt werden. Wir müssen Diskriminierungen und Ungleichbehandlungen ansprechen und Lösungen finden. Uns annähern und nicht weiter entfernen. Die Macht, die uns letztlich allein wegen unserer Hautfarbe gegeben wird, muss für Gleichberechtigung eingesetzt werden. Nicht für Ausgrenzung. Die Autorin zeigt auf, dass Rassismus nicht einfach aufgetaucht ist, sie macht klar, dass er nichts gesondertes ist, das für sich alleine steht. Mit deutlichen Worten spricht sie aus, dass der Rassismus längst Teil des Systems ist. Überall steckt er in unseren Systemen. Es ist praktisch unmöglich sich ihm zu entziehen, da er in uns steckt und selbstverständlich geworden ist. Der Rassismus ist in unserer Gesellschaft verankert und dies gilt es zu ändern. „Doch ein Blick in unsere Geschichte zeigt, dass Rassismus nicht aus dem Nichts entsteht, sondern dass er vielmehr in der britischen Gesellschaft verankert ist. Er steckt im Kern unserer staatlichen Strukturen. Er ist nichts Externes. Er ist Teil des Systems.“ (Kapitel 1 – Geschichte(n), Pos. 1295/5531) Ein sehr wichtiges und aufschlussreiches Kapitel für mich als weiße Frau war Kapitel 3: „Was ist White Privilege?“. Hier wurde mir in aller Deutlichkeit offenbart wie blind ich in so vielen Dingen war und wie sehr mein Weiß-Sein mich schützt, mir Vorteile verschafft und mein Leben in allen Bereichen erleichtert. Und das ganz ohne dass es mir klar war. Ich habe mir nie groß Gedanken über mein Weiß-Sein gemacht, schließlich gehört das zu mir und meinem Umfeld dazu. Meine Heimat ist praktisch Ur-Schwäbisch, ein alteingesessenes Dorf mit genau diesen Ansichten. Weltoffenheit? Sehr schwierig. Es wird nicht reflektiert, es wird einfach genommen, was man bekommt, ohne nachzudenken. So bin ich aufgewachsen. Jetzt verändert sich mein Blick. Ich möchte meine Augen nicht mehr verschließen. Ich will besser werden. Etwas verändern. Auch wenn es bisher kleine Schritte sind, so sind sie in die richtige Richtung. Reni Eddo-Lodge hilft mir dabei zu erkennen was falsch läuft und gibt mir Denkanstöße mich zu verändern. Ihre Art zu schreiben hat mich sehr beeindruckt, denn sie drückt ihre Gedanken und Gefühle präzise aus. Ich hatte eher das Gefühl ich würde einem Vortrag von ihr lauschen, anstatt ein Buch von ihr selbst zu lesen. Und gerade dieses Kapitel über all meine Privilegien, die eben nicht der gesamten Bevölkerung zukommt, hat mich endgültig wachgerüttelt. „White Privilege ist die Tatsache, dass deine Hautfarbe, wenn du weiß bist, den Verlauf deines Lebens mit großer Sicherheit positiv beeinflussen wird. Und du wirst es wahrscheinlich nicht einmal bemerken.“ (Kapitel 3 – Was ist White Privilege?, Pos. 1827/5531) Ein weiteres Kapitel, das ich (vor allem im Bezug auf die #WirLesenFrauen Challenge) interessant fand war „Die Feminismusfrage“. Es hat mir auch in diesem Bereich die Augen geöffnet und gezeigt, dass es auch in diesem Bereich noch so viel mehr zu lernen und zu tun gibt. Und Frauen, die sich für Feminismus einsetzen müssen sich gleichzeitig auf gegen Rassismus wenden. Es darf sich auf keinen Fall ausschließen. Es darf nicht heißen „Wir können nicht auch noch auf den Rassismus-Zug aufspringen“, denn sonst bringt der gesamte Kampf für Frauen nichts. Es muss für ALLE Frauen gelten und darf niemanden ausschließen. Reni Eddo-Lodge bringt es auch in diesem Kapitel auf den Punkt: wir Weiße Frauen dürfen nicht ignorant unsere Bedürfnisse und den Kampf gegen Ungleichbehandlung von Weißen Frauen voran stellen. Es muss um alle Frauen gehen. Um jede Einzelne. Und deshalb müssen wir Hand in Hand mit PoC gehen. Wir müssen auch dafür kämpfen, dass Menschen die Frauen und PoC sind gleich behandelt werden. Ich könnte jetzt noch so vieles aufzählen, das mich zum Nachdenken gebracht hat. Doch einiges vermag ich einfach nicht in Worte zu fassen. Ich denke für eine Weiße Frau bzw. für Weiße Menschen ist es nicht leicht dieses Buch zu lesen. Man erkennt sehr schnell wie tief man in den Rassismus verstrickt ist, obwohl man vielleicht längst etwas dagegen tun will. Man erkennt, was alles falsch läuft und wo noch so unglaublich viel getan werden muss. So viel Arbeit steht noch an und es ist unwahrscheinlich erschreckend, dass es scheint, als wolle die Gesellschaft diesen Kampf gar nicht. Wir leben in 2019 und der Kampf ist noch lange nicht ausgetragen. Aber ich möchte jetzt endlich etwas tun. Ich möchte an mir arbeiten, mein Denken und Handeln anpassen und verändern. Fazit Das Buch hat mich beeindruckt. Es hat mich wach gerüttelt und so viele Denkanstöße gegeben. Es war wirklich hart das Buch zu lesen, denn es hat mir meine eigenen Unzulänglichkeiten aufgezeigt. Es hat mir gezeigt, dass ich noch so viel zu lernen und zu tun habe, um meinem eigenen Rassismus die Stirn zu bieten. Ich nehme so Vieles als selbstverständlich an, ohne darüber nachzudenken, dass es PoC nicht so leicht haben. Ich möchte endlich etwas verändern und dieses Buch hilft dabei! Wenn du auch etwas ändern möchtest, dann empfehle ich dieses Buch in jedem Fall. „Ich betrachte mich als Teil einer Bewegung, und ich glaube, wenn dich tief berührt, was du in diesem Buch liest, dann bist auch du Teil dieser Bewegung. Es geschieht genau jetzt.“ (Nachspiel, Pos. 4251/5531)
„Warum ich nicht länger mit Weissen über Hautfarbe spreche“ von Reni Eddo-Lodge Darum geht es: Viel zu lange wurde Rassismus als reines Problem rechter Extremisten definiert. Doch die subtileren, nicht weniger gefährlichen Vorurteile finden sich dort, wo man am wenigsten mit ihnen rechnen würde – im Herzen der achtbaren Gesellschaft. Was bedeutet es, in einer Welt, in der Weißsein als die selbstverständliche Norm gilt, nicht weiß zu sein? Reni Eddo-Lodge spürt den historischen Wurzeln der Vorurteile nach, und zeigt unmissverständlich, dass die Ungleichbehandlung Weißer und Nicht-Weißer unseren Systemen seit Generationen eingeschrieben ist. Ob in Politik oder Popkultur – nicht nur in der europaweiten Angst vor Immigration, sondern auch in aufwogenden Protestwellen gegen eine schwarze Hermine oder einen dunkelhäutigen Stormtroper wird klar: Diskriminierende Tendenzen werden nicht nur von offenen Rassisten, sondern auch von vermeintlich toleranten Menschen praktiziert. Um die Ungerechtigkeiten des strukturellen Rassismus herauszustellen und zu bekämpfen, müssen darum People of Color und Weiße gleichermaßen aktiv werden – »Es gibt keine Gerechtigkeit, es gibt nur uns.« Ein ungeheuer cleveres Buch, dass uns (weisse) Leser herausfordert über den versteckten Rassismus, der uns alle irgendwie umgibt nachzudenken! Reni Eddo-Lodge zeigt in ihrem Buch wie wichtig es ist Strukturen zu erkennen. Wie wichtig es ist zuzuhören, anstatt sofort defensiv zu protestieren. Denn wie die Autorin ganz klar hervorhebt: Nicht nur unverblümter Rassismus, sondern auch Gleichgültigkeit schadet. Ein wichtiges Buch, dass mir in vielen Dingen die Augen geöffnet hat. 5 von 5 Sterne
Dieses Buch hat mich ratlos und betroffen zurück gelassen. Ich habe viel gelernt und für mein persönliches Verhalten mitgenommen. Was aber noch wichtiger scheint: ich habe endlich begriffen, was struktureller Rassismus für die Betroffenen bedeutet. Jetzt muss ich Wege finden, mit dem Begriffenen und Gelernten im Alltag umzugehen und vielleicht die Welt mit anderen Augen betrachten.
Der Einstieg fiel mir etwas schwer. Doch mit der Zeit nahm es mich gefangen, obwohl es nicht mal so krass oder triggernd erzählt wurde. Eher so im Kolumnen-Stil. Es fing auch mit der Großbritannischen Geschichte (bzw der dort lebenden Immigranten) an und setzte sich dann relativ zeitlich bis ins jetzt /Veröffentlichung ca 2018 fort. Dabei sind durchaus viele erwähnte Geschehnisse, die ja schon heftig sind. Doch es ist auch ein informatives Sachbuch über verschiedene Arten des rassismus mit eben den Beispielen, die ich noch nicht kannte
Ist im großen und ganzen wie eine politische Rede geschrieben, was es manchmal etwas langatmig macht und viele Wiederholungen birgt, benennt aber viele wichtige Beispiele und ist auch oder insbesondere für Weisse wichtig zu lesen. Es lohnt sich bis zum Ende dabeizubleiben und konkrete Vorschläge zu bekommen, wie auch Weisse sinnvoll gegen Rassismus vorgehen können.
Erster Schritt für (uns) Weiße: Zuhören ohne sich zu verteidigen.
Gute Empfehlung als Einstieg ins Anti-Rassistische Denken. Es wird dabei zentral Großbritannien behandelt, da die Autorin Britin ist. Ich konnte viele neue Einsichten gewinnen. Zum Beispiel: Dass man, um Anti-Rassist:In zu werden, erst zugeben muss, dass man Rassist:In ist. Diese „Beichte“ ist unerlässlich. Dass man Hautfarbe sehen muss, weil Farbenblindheit leeres Geschwätz ist und reale, strukturelle Probleme unsichtbar macht. Die Autorin Reni Eddo-Lodge veranschaulicht dazu, wie tief struktureller Rassismus (in GB) verankert ist und macht reale Umstände sichtbar. Die Welt ist nicht egalitär, egal wie oft es behauptet wird (und vieles bleibt , wenn man privilegiert ist, unsichtbar, solange man nicht genau hinguckt, z.B. dass männliche PoC tatsächlich wie Dreck in Deutschland behandelt werden). Ich denke, dass jeder etwas aus diesem Buch mitnehmen kann.























