Schiffsmeldungen
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Description
„Schiffsmeldungen“ fürs Lokalblatt soll Quoyle jetzt schreiben. Quoyle, der ewige Versager und Pechvogel, den es aus dem Staat New York auf die Felseninsel Neufundland im Osten Kanadas verschlagen hat. Quoyle, der immer schon panische Angst vor dem Wasser hatte. Und doch findet er hier in dieser kargen Landschaft, wo seine Vorfahren siedelten, so etwas wie Glück und für sich und seine beiden Töchter so etwas wie ein Zuhause …
Der Roman, der Annie Proulx berühmt machte!
Book Information
Author Description
Annie Proulx wurde für ihre Romane und Erzählungen mit allen wichtigen Literaturpreisen Amerikas ausgezeichnet, dem PEN/Faulkner Award, dem Pulitzer-Preis, dem National Book Award sowie dem Irish Times International Fiction Prize. Außerdem wurde sie in die American Academy of Arts and Letters aufgenommen. Die Verfilmung ihrer legendären Kurzgeschichte »Brokeback Mountain« wurde 2005 mit drei Oscars ausgezeichnet. Annie Proulx lebt in New Hampshire.
Posts
Ich weiß nicht, ob ich „Schiffsmeldungen“ von Annie Proulx zuhause in Deutschland auch so gerne gelesen hätte. Das Setting ist ein kleiner Fischerort auf Neufundland. Quoyle kommt dort mit seinen beiden Töchtern und seiner Tante an, um nach viel Unglück im Leben vollständig neu anzufangen. Die Tante und der Vater von Quolye kamen aus der Gegend. Er wird Redakteur für die „Schiffsmeldungen“ bei der örtlichen Zeitung „Gammy Bird“. Die Geschichte entfaltet sich sehr langsam, beschreibt wie sich die kleine Familie in dem Ort einrichtet und Fuß fasst, beschreibt aber auch das Leben und die Eigenheiten einiger Charaktere im Ort. Ich habe dieses Buch in Neufundland mit Blick auf einen kleinen Hafen vor Labradorsee gelesen und konnte mich deshalb in die Handlung sehr gut reinversetzen. Mir sind die Charaktere dabei sehr ans Herz gewachsen. Proulx Sprache passt sich hier hervorragend dem Setting an. Sie erzählt spröde von der Umgebung, jeder Charakter im Ort hat so seine Eigenheiten, es ist alles sehr rau und trotzdem familiär. Die Handlung spielt etwa in den späten 1980er Jahren (da irgendwann im Buch von Ost- & Westdeutschland die Rede ist). Die Abwesenheit von Medien wie Mobiltelefone, Internet war dabei auch sehr entschleunigend. Den Ort Killick-Claw habe ich nicht gefunden, entweder heißt er nicht mehr so, oder er ist dem Geist von Proulx entsprungen und jeder kleine Ort könnte Schauplatz der Geschichte sein. Trotzdem erfährt man viel über die Entwicklung von Neufundland. Mir fällt es nach Beendigung des Buches schwer, die Charaktere gehen zu lassen und hoffe sehr, dass es Quoyle und Co in ihrem kleinen neufundländischen Hafenstädtchen weiterhin gut geht und die Ausgabe vom „Gammy Bird“ weiterhin gelesen wird.
Quoyle widerfährt so ziemlich das härteste, das man in einer amerikanischen Kleinstadt erwarten kann. Seine Eltern haben sich in gemeinsamen Selbstmord umgebracht, seine Frau betrügt ihn ständig mit jedem Mann der vorbeikommt, er hat keinen geregelten Job. Als seine Frau ihn schließlich verlässt, nimmt sie seine beiden Töchter mit, um sie an einen Kinderpornofilmer zu verkaufen. Doch kurz danach wird sie bei einem Autounfall getötet und Quoyle erhält seine Kinder zurück, ohne dass ihnen Schaden zugefügt wurde. Quoyles bisheriges Leben ist zerstört. Als Quoyles Tante zu Besuch kommt, überzeugt sie ihn in das Land seiner Vorfahren zurück zu gehen, nach Neufundland, einer harten, öden Gegend mit rauher See und noch rauheren Wintern. Hier findet Quoyle zu sich. Ein besonderes Buch. Zunächst erschien es mir spröde, widerspenstig und sperrig. Doch mit jeder Seite werden die Figuren vertrauter, bis sie mir schließlich wie alte Freunde erschienen. Die Sprache passt zur beschriebene Landschaft. In der Ausgabe, die ich gelesen habe wird jedes Kapitel mit der Beschreibung eines Knotens begonnen. Das empfinde ich als sehr schöne und passende Ergänzung.
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„Schiffsmeldungen“ fürs Lokalblatt soll Quoyle jetzt schreiben. Quoyle, der ewige Versager und Pechvogel, den es aus dem Staat New York auf die Felseninsel Neufundland im Osten Kanadas verschlagen hat. Quoyle, der immer schon panische Angst vor dem Wasser hatte. Und doch findet er hier in dieser kargen Landschaft, wo seine Vorfahren siedelten, so etwas wie Glück und für sich und seine beiden Töchter so etwas wie ein Zuhause …
Der Roman, der Annie Proulx berühmt machte!
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Author Description
Annie Proulx wurde für ihre Romane und Erzählungen mit allen wichtigen Literaturpreisen Amerikas ausgezeichnet, dem PEN/Faulkner Award, dem Pulitzer-Preis, dem National Book Award sowie dem Irish Times International Fiction Prize. Außerdem wurde sie in die American Academy of Arts and Letters aufgenommen. Die Verfilmung ihrer legendären Kurzgeschichte »Brokeback Mountain« wurde 2005 mit drei Oscars ausgezeichnet. Annie Proulx lebt in New Hampshire.
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Ich weiß nicht, ob ich „Schiffsmeldungen“ von Annie Proulx zuhause in Deutschland auch so gerne gelesen hätte. Das Setting ist ein kleiner Fischerort auf Neufundland. Quoyle kommt dort mit seinen beiden Töchtern und seiner Tante an, um nach viel Unglück im Leben vollständig neu anzufangen. Die Tante und der Vater von Quolye kamen aus der Gegend. Er wird Redakteur für die „Schiffsmeldungen“ bei der örtlichen Zeitung „Gammy Bird“. Die Geschichte entfaltet sich sehr langsam, beschreibt wie sich die kleine Familie in dem Ort einrichtet und Fuß fasst, beschreibt aber auch das Leben und die Eigenheiten einiger Charaktere im Ort. Ich habe dieses Buch in Neufundland mit Blick auf einen kleinen Hafen vor Labradorsee gelesen und konnte mich deshalb in die Handlung sehr gut reinversetzen. Mir sind die Charaktere dabei sehr ans Herz gewachsen. Proulx Sprache passt sich hier hervorragend dem Setting an. Sie erzählt spröde von der Umgebung, jeder Charakter im Ort hat so seine Eigenheiten, es ist alles sehr rau und trotzdem familiär. Die Handlung spielt etwa in den späten 1980er Jahren (da irgendwann im Buch von Ost- & Westdeutschland die Rede ist). Die Abwesenheit von Medien wie Mobiltelefone, Internet war dabei auch sehr entschleunigend. Den Ort Killick-Claw habe ich nicht gefunden, entweder heißt er nicht mehr so, oder er ist dem Geist von Proulx entsprungen und jeder kleine Ort könnte Schauplatz der Geschichte sein. Trotzdem erfährt man viel über die Entwicklung von Neufundland. Mir fällt es nach Beendigung des Buches schwer, die Charaktere gehen zu lassen und hoffe sehr, dass es Quoyle und Co in ihrem kleinen neufundländischen Hafenstädtchen weiterhin gut geht und die Ausgabe vom „Gammy Bird“ weiterhin gelesen wird.
Quoyle widerfährt so ziemlich das härteste, das man in einer amerikanischen Kleinstadt erwarten kann. Seine Eltern haben sich in gemeinsamen Selbstmord umgebracht, seine Frau betrügt ihn ständig mit jedem Mann der vorbeikommt, er hat keinen geregelten Job. Als seine Frau ihn schließlich verlässt, nimmt sie seine beiden Töchter mit, um sie an einen Kinderpornofilmer zu verkaufen. Doch kurz danach wird sie bei einem Autounfall getötet und Quoyle erhält seine Kinder zurück, ohne dass ihnen Schaden zugefügt wurde. Quoyles bisheriges Leben ist zerstört. Als Quoyles Tante zu Besuch kommt, überzeugt sie ihn in das Land seiner Vorfahren zurück zu gehen, nach Neufundland, einer harten, öden Gegend mit rauher See und noch rauheren Wintern. Hier findet Quoyle zu sich. Ein besonderes Buch. Zunächst erschien es mir spröde, widerspenstig und sperrig. Doch mit jeder Seite werden die Figuren vertrauter, bis sie mir schließlich wie alte Freunde erschienen. Die Sprache passt zur beschriebene Landschaft. In der Ausgabe, die ich gelesen habe wird jedes Kapitel mit der Beschreibung eines Knotens begonnen. Das empfinde ich als sehr schöne und passende Ergänzung.







