Quasikristalle
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Description
Was wissen wir wirklich über uns selbst? Und was vom anderen? In dreizehn Kapiteln zerlegt Eva Menasse die Biografie einer Frau in ihre unterschiedlichen Aspekte, zeigt sie als Mutter und Tochter, als Freundin, Mieterin und Patientin, als flüchtige Bekannte und treulose Ehefrau. Aus diesem Mosaik tritt auf magische Weise ein kühner Roman hervor, der wie nebenbei die Fragen nach Wahrnehmung und Wahrheit stellt.Zu Beginn ist Xane Molin vierzehn Jahre alt und erlebt mit ihrer besten Freundin einen dramatischen Sommer. Am Ende ist sie Großmutter und versucht, für den Rest des Lebenswegs das Steuer noch einmal herumzureißen. Dazwischen nähern wir uns ihr aus verschiedensten Blickwinkeln: Da ist ihr Vermieter, der sie misstrauisch beobachtet und eigene Geheimnisse hat, da ist der Überlebende eines Bürgerkriegs, der sich in sie verliebt, da ist die ungestüme Jugendfreundin, die Xane nach Jahrzehnten plötzlich nicht mehr zu ertragen glaubt.Eva Menasse hat einen unbestechlichen Blick für Frauen in der Gesellschaft, ihre menschlichen Schwächen und das, was man an ihnen lieben muss. Furchtlos und subtil erzählt sie von einer aberwitzigen Auschwitz-Exkursion, vom Arbeitsalltag einer Kinderwunschärztin oder von den Mutproben der pubertierenden Tochter in der Patchwork-Familie ihrer Heldin. Ein energisches Buch, poetisch, komisch und bestürzend, dessen Titel der Naturwissenschaft entliehen ist. Erst kürzlich wurde entdeckt, dass es nicht nur Kristalle mit klar symmetrischer Struktur, sondern auch gebrochene und scheinbar unregelmäßige gibt. Genauso verhält es sich mit dem Lebensweg: Er ist verschlungen und schwer berechenbar und nur aus der Ferne als Ganzes erkennbar.
»Vom Glück der Lektüre: Eva Menasse schreibt kristallklare Prosa über die Vergeblichkeit des sehnsuchtsvollen Miteinanders – große Literatur!« Die Zeit
Book Information
Author Description
Eva Menasse, geboren in Wien, lebt seit über 25 Jahren in Berlin. Ihrem Debüt »Vienna« (2005) folgten Romane und Erzählungen (»Lässliche Todsünden«, »Quasikristalle«, »Tiere für Fortgeschrittene«), die vielfach ausgezeichnet und übersetzt wurden. Preise (Auswahl): Heinrich-Böll-Preis, Friedrich-Hölderlin-Preis, Österreichischer Buchpreis, Bruno-Kreisky-Preis, Jakob-Wassermann-Preis, Ludwig-Börne-Preis und das Villa-Massimo-Stipendium in Rom. Ihr letzter Roman »Dunkelblum« war ein Bestseller und wurde in zehn Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien der Essay »Alles und nichts sagen. Vom Zustand der Debatte in der Digitalmoderne« (2023). 2025 wurde sie mit dem Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln ausgezeichnet.
Posts
👀
Ein interessanter Perspektivwechsel: Wir Leser:inne lernen Xane Molin kennen und erleben mit ihr ihr gesamtes Leben. Jedoch nicht aus ihrer eigenen Sicht, sondern aus der ihrer Schulfreundin, ihres Dozenten, ihres Vermieters etc. Dabei lernen wir neben Xane eben auch episodisch diese Personen und ihre Eigenheiten - vor allem ihren Blick auf die Menschen und auf Xane kennen. Für mich hat der Roman stark angefangen, aber circa ab der Mitte stark nachgelassen… worauf läuft das Leben dann letztlich hinaus? Mir fehlte da schlichtweg etwas an Spannung, Mitgefühl oder mehr verbindendem… Wer ist denn nun Xane Molin? 😶🌫️ Insgesamt aber eine tolle Sprache, eine feine Beobachtungsgabe für die Marotten der einzelnen und… Ich hab es gehört - die Lesung war gekürzt, es fehlten drei Perspektiven, aber ich glaube beim Nachblättern dieser nichts allzu wichtiges verpasst zu haben… aber natürlich kann ich mich da täuschen!
Die Tür zu neuen Sichten auf das eigene Leben
Das Konzept des Buches hat mir wirklich sehr gefallen. Die "Protagonistin" Xane Molin kommt nicht ein einziges Mal selber zu Wort (bzw. ihre Sicht auf die Dinge oder ihre Gedanken), denn ihre Geschichte wird in den 13 Kapiteln von 13 unterschiedlichen Personen aus ihrem Leben erzählt. Lediglich ein Kapitel erzählt die Geschichte aus ihrer Perspektive. Dadurch hat man eine interessante Sichtweise auf ihren Charakter und wie unterschiedlich die Personen sie wahrnehmen. Leider haben sich manche Kapitel sehr gezogen, wobei andere wieder super schnell vorbei gingen. Aber so ist das wahrscheinlich: der Angestellte kann natürlich nicht so spannende Dinge über Xane erzählen wie die eigenen Kinder oder Freundinnen. Doch all diese Geschichten ergeben das Gesamtbild. Einen Rundumblick ihres Charakters und ihrer Persönlichkeit und wie sich diese im Laufe ihres Lebens wandeln oder verhärten. Insgesamt hat dieses Buch mir viele neue Sichtweisen auf das Leben mitgegeben, die mich wahrscheinlich für immer prägen werden. Das Leben ist vergänglich und viel zu kurz. Deshalb verschwendet eure Zeit nicht damit euch zu frageb, wie ihr auf andere wirkt. Auch wenn euch einige Menschen nicht mögen oder euch unsympathisch finden, gibt es da draußen genug Menschen, die nur positiv über euch reden und euch schätzen!
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Was wissen wir wirklich über uns selbst? Und was vom anderen? In dreizehn Kapiteln zerlegt Eva Menasse die Biografie einer Frau in ihre unterschiedlichen Aspekte, zeigt sie als Mutter und Tochter, als Freundin, Mieterin und Patientin, als flüchtige Bekannte und treulose Ehefrau. Aus diesem Mosaik tritt auf magische Weise ein kühner Roman hervor, der wie nebenbei die Fragen nach Wahrnehmung und Wahrheit stellt.Zu Beginn ist Xane Molin vierzehn Jahre alt und erlebt mit ihrer besten Freundin einen dramatischen Sommer. Am Ende ist sie Großmutter und versucht, für den Rest des Lebenswegs das Steuer noch einmal herumzureißen. Dazwischen nähern wir uns ihr aus verschiedensten Blickwinkeln: Da ist ihr Vermieter, der sie misstrauisch beobachtet und eigene Geheimnisse hat, da ist der Überlebende eines Bürgerkriegs, der sich in sie verliebt, da ist die ungestüme Jugendfreundin, die Xane nach Jahrzehnten plötzlich nicht mehr zu ertragen glaubt.Eva Menasse hat einen unbestechlichen Blick für Frauen in der Gesellschaft, ihre menschlichen Schwächen und das, was man an ihnen lieben muss. Furchtlos und subtil erzählt sie von einer aberwitzigen Auschwitz-Exkursion, vom Arbeitsalltag einer Kinderwunschärztin oder von den Mutproben der pubertierenden Tochter in der Patchwork-Familie ihrer Heldin. Ein energisches Buch, poetisch, komisch und bestürzend, dessen Titel der Naturwissenschaft entliehen ist. Erst kürzlich wurde entdeckt, dass es nicht nur Kristalle mit klar symmetrischer Struktur, sondern auch gebrochene und scheinbar unregelmäßige gibt. Genauso verhält es sich mit dem Lebensweg: Er ist verschlungen und schwer berechenbar und nur aus der Ferne als Ganzes erkennbar.
»Vom Glück der Lektüre: Eva Menasse schreibt kristallklare Prosa über die Vergeblichkeit des sehnsuchtsvollen Miteinanders – große Literatur!« Die Zeit
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Author Description
Eva Menasse, geboren in Wien, lebt seit über 25 Jahren in Berlin. Ihrem Debüt »Vienna« (2005) folgten Romane und Erzählungen (»Lässliche Todsünden«, »Quasikristalle«, »Tiere für Fortgeschrittene«), die vielfach ausgezeichnet und übersetzt wurden. Preise (Auswahl): Heinrich-Böll-Preis, Friedrich-Hölderlin-Preis, Österreichischer Buchpreis, Bruno-Kreisky-Preis, Jakob-Wassermann-Preis, Ludwig-Börne-Preis und das Villa-Massimo-Stipendium in Rom. Ihr letzter Roman »Dunkelblum« war ein Bestseller und wurde in zehn Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien der Essay »Alles und nichts sagen. Vom Zustand der Debatte in der Digitalmoderne« (2023). 2025 wurde sie mit dem Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln ausgezeichnet.
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Ein interessanter Perspektivwechsel: Wir Leser:inne lernen Xane Molin kennen und erleben mit ihr ihr gesamtes Leben. Jedoch nicht aus ihrer eigenen Sicht, sondern aus der ihrer Schulfreundin, ihres Dozenten, ihres Vermieters etc. Dabei lernen wir neben Xane eben auch episodisch diese Personen und ihre Eigenheiten - vor allem ihren Blick auf die Menschen und auf Xane kennen. Für mich hat der Roman stark angefangen, aber circa ab der Mitte stark nachgelassen… worauf läuft das Leben dann letztlich hinaus? Mir fehlte da schlichtweg etwas an Spannung, Mitgefühl oder mehr verbindendem… Wer ist denn nun Xane Molin? 😶🌫️ Insgesamt aber eine tolle Sprache, eine feine Beobachtungsgabe für die Marotten der einzelnen und… Ich hab es gehört - die Lesung war gekürzt, es fehlten drei Perspektiven, aber ich glaube beim Nachblättern dieser nichts allzu wichtiges verpasst zu haben… aber natürlich kann ich mich da täuschen!
Die Tür zu neuen Sichten auf das eigene Leben
Das Konzept des Buches hat mir wirklich sehr gefallen. Die "Protagonistin" Xane Molin kommt nicht ein einziges Mal selber zu Wort (bzw. ihre Sicht auf die Dinge oder ihre Gedanken), denn ihre Geschichte wird in den 13 Kapiteln von 13 unterschiedlichen Personen aus ihrem Leben erzählt. Lediglich ein Kapitel erzählt die Geschichte aus ihrer Perspektive. Dadurch hat man eine interessante Sichtweise auf ihren Charakter und wie unterschiedlich die Personen sie wahrnehmen. Leider haben sich manche Kapitel sehr gezogen, wobei andere wieder super schnell vorbei gingen. Aber so ist das wahrscheinlich: der Angestellte kann natürlich nicht so spannende Dinge über Xane erzählen wie die eigenen Kinder oder Freundinnen. Doch all diese Geschichten ergeben das Gesamtbild. Einen Rundumblick ihres Charakters und ihrer Persönlichkeit und wie sich diese im Laufe ihres Lebens wandeln oder verhärten. Insgesamt hat dieses Buch mir viele neue Sichtweisen auf das Leben mitgegeben, die mich wahrscheinlich für immer prägen werden. Das Leben ist vergänglich und viel zu kurz. Deshalb verschwendet eure Zeit nicht damit euch zu frageb, wie ihr auf andere wirkt. Auch wenn euch einige Menschen nicht mögen oder euch unsympathisch finden, gibt es da draußen genug Menschen, die nur positiv über euch reden und euch schätzen!






