Der Schlaf der Anderen
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Description
Der zweite Roman der Hamburger Literaturpreisträgerin, die mit Die Ewigkeit ist ein guter Ort Presse, Buchhändler:innen und Publikum erobert hat, erzählt von zwei Frauen auf « der Suche nach dem Platz im Leben, den wir manchmal wechseln müssen, um anzukommen. Und davon, dass wahre Freundschaft manchmal nicht eine lange gemeinsame Geschichte braucht.» (Emotion)
Als Nachtwache im Schlaflabor bringt Janis Fremde ins Bett und schaut ihnen beim Schlafen zu. Der Tag-Nacht-Rhythmus, der anderen Menschen eine natürliche Struktur gibt, gilt für sie nicht. Janis arbeitet, wenn andere ruhen, sie lebt allein und hat sich mit sich selbst gut eingerichtet. Erst als Sina bei ihr auftaucht, erwacht in Janis wieder der Wunsch nach einem anderen Leben.
Sina ist Lehrerin und hat einen geregelten Alltag. Doch allmählich entgleitet ihr die Kontrolle: über ihre Familie, ihre Arbeit, ihr ganzes Leben. Als sie Janis kennenlernt, lässt sie einmal die Krisen los, die zu Hause auf sie warten. Woher kommt die starke Verbindung, die beide Frauen spüren?
Langsam befreien sich Janis und Sina von dem Takt, den der Alltag ihnen vorgibt. Sie begeben sich auf eine Reise durch die Nacht, in der auf einmal alles auf dem Spiel steht – und nichts mehr bleibt, wie es war.
«Hilft leider nicht beim Einschlafen, weil man immer weiterlesen muss, weil man unbedingt mit Janis und Sina durch die Nacht ziehen will. Aber hinterher schläft man umso besser!» Isabel Bogdan
Book Information
Author Description
Tamar Noort, geboren 1976 in Göttingen, ist in den Niederlanden aufgewachsen. Sie studierte Kunst- und Medienwissenschaften sowie Anglistik und hat die Masterclass Non-Fiction an der Internationalen Filmschule Köln absolviert. Für einen Auszug aus ihrem Debüt «Die Ewigkeit ist ein guter Ort» gewann sie 2019 den Hamburger Literaturpreis. Tamar Noort war Stipendiatin im Künstlerdorf Schöppingen und in Worpswede. Sie erhielt das Spreewald-Literatur-Stipendium und das Heinrich-Heine-Stipendium Lüneburg. Neben ihrer literarischen Arbeit macht sie Dokumentationen für ZDF, Arte und 3sat. «Der Schlaf der Anderen» ist ihr zweiter Roman.
Characteristics
5 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Ein guter Roman. 📚😴🎨
Das Thema Schlaf hat mich sehr interessiert, da es in meinem beruflichen Umfeld eine große Rolle einnimmt wie auch privat großen Stellenwert hat. Ich hätte mir gewünscht das es auch im Buch einige wissenschaftliche Hintergründe gäbe, da sucht man aber vergeblich danach. Der Schlaf geht durch das Buch wie ein roter Faden aber anders wie ich es mir gedacht hatte. Die Geschichte ist interessant aufgebaut worden, der Schreibstil ist leicht zugänglich aber es fehlte mir die Tiefe, das Besondere oder ein Überraschung's Infekt, irgendetwas für das Aha- Erlebnis. Es gab einige interessante Stellen die mich zum Nachdenken gebracht haben und ich bin froh das Buch gelesen zu haben aber zum mehr wie drei 🌟 hat es leider nicht geschafft.

Meine Erwartungen leider nicht erfüllt.
Tolles Cover, vielversprechender Titel, gute Rezensionen ...leider dann doch eine eher seichte Geschichte , wie eine nette unterhaltsame Vorabendserie im TV. Der Schreibstil ist eingängig, flüssig - auch gibt es des Öfteren schöne sprachliche Bilder und Ausdrücke.👍 Bereits der Debütroman "Die Ewigkeit ist ein guter Ort " hat mich nicht umgehauen - vorerst kein neuer Annäherungsversuch von mir. 😏

Leider nicht meins
Das war mein erstes Buch der Autorin, ihr Debüt drehte sich um das Thema Glauben, was absolut nichts für mich ist. Deshalb haben wir jetzt erst zusammengefunden (oder auch nicht). Janis arbeitet im Schlaflabor und Sina ist dort „Patientin“. Beide Frauen leiden auf unterschiedliche Art unter Schlaflosigkeit und eine ereignisreiche Nacht bringt sie als Freundinnen zusammen. Den Anfang des Buchs fand ich noch ganz gut und grundsätzlich interessiert mich auch das Thema Schlaflosigkeit. Ich denke, das ist ein sehr ernstes Problem und bedarf Aufmerksamkeit. Für meinen Geschmack wurde das Thema nicht ernsthaft genug angegangen bzw. zu simpel dargestellt. Zunehmend mochte ich auch die Charaktere nicht so gern, die Geschichte hatte Situationen, die schon fast slapstickmässig rüberkamen (z.B. das mit dem Sofa) und irgendwann war ich emotional völlig raus. Das Auslesen ist schon ein paar Wochen her und es ist kaum etwas hängengeblieben. Ich erinnere mich aber, wie ich am Ende nur so gedachte habe, und was jetzt? Was ist das Fazit? Es hat mich leider nicht berührt und war für mich überbewertet. Zum Glück sind Geschmäcker aber verschieden. Macht gern Eure eigenen Erfahrungen! 2/5⭐️⭐️

Wachsein in der Nacht
"Der Schlaf gebietet über meinen Körper. Ich verabscheue ihn dafür, aber gleichzeitig sehne ich ihn herbei. Denn er erreicht seine Macht über mich mit einem einfachen Schachzug: mit seiner Abwesenheit. " Das Buch erzählt die Geschichte zweier Frauen: Janis, die als Nachtwächterin andere beim Schlafen beobachtet, seit vielen Jahren nachts arbeitet, tagsüber schläft und ihrer eigenen Empfindung nach durch diesen Rhythmus eigentlich gar nicht mehr richtig zur Gesellschaft gehört, deren Leben ihr fremd vorkommt. Und Sina, die im Grunde das Gegenteil ist. Sie arbeitet als Lehrerin, hat einen Mann, zwei Kinder, einen Hund und ein Haus. Aber auch sie hat sich im Laufe der Jahre selbst verloren, fühlt sich einsam und schläft seit langer Zeit nicht mehr gut. So endet sie als Patientin bei Janis. Die Frauen erkennen schnell, dass sie sich ähnlich sind und sich verbunden fühlen, doch die "Freundschaft" hält erst mal nur für diese eine Nacht. In Rückblicken erfahren wir mehr über das Leben der Frauen und wie es dazu kam, dass sie sich selbst verloren haben. Wir beobachten die beiden dabei, wie sie Mitte Vierzig an einem Wendepunkt sind und versuchen, wieder zu sich zu finden. Erzählt wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Janis und in der dritten Person von Sina. Mit feiner Beobachtungsgabe wird das Innenleben der Frauen gezeigt, deren Entwicklung gut nachvollziehbar ist. Obwohl gar nicht viel Spannendes erzählt, fand ich die Geschichte nicht langatmig, sondern habe sie gerne verfolgt. Der Stil ist sehr flüssig, scharfsinnig und zwischendurch auch mit etwas Humor versehen ("Ansonsten schläft sie wie ein Baby. Sie meint wohl diese Wunderbabys, die rosig und sanft und mit zerknüffelten Däumchen in hübschen Zimmern liegen. Nicht die brüllenden, schwitzigen Kinder, die ich in den Schlaf wiegen musste."). Außerdem wird subtil Gesellschaftskritik geübt, zur Rolle der Frau, an der beispielsweise die Pflege des Hundes hängen bleibt, den der Ehemann unabgesprochen in die Familie mitgebracht hat, oder auch dazu, dass Menschen in unserer Leistungsgesellschaft funktionieren müssen, da sie ansonsten als faul oder störend empfunden werden. Das Cover der Frau mit der großen Kaffeetasse gefällt mir gut, weil es passend zum Inhalt ist. Einfach, aber ausdrucksstark.
Ich hab mich sehr auf das Buch gefreut, weil Tamar Noorts Debüt ein absolutes Highlight für mich war. Leider konnte ich mit "Der Schlaf der Anderen" gar nichts anfangen. Zuerst war es noch vielversprechend, aber dann hat mich das Buch mehr und mehr verloren und schließlich fand ich es nur noch ärgerlich und den Schlussteil komplett daneben. Nach dem Lesen war ich erstmal sauer 😅 Aber als ich dann länger darüber nachgedacht habe, sind mir immer mehr Parallelen zum Debüt "Die Ewigkeit ist ein guter Ort" bewusst geworden. Und dann konnte ich dem neuen Buch etwas mehr abgewinnen. Der Stil der Autorin hat definitiv Wiedererkennungswert. Dennoch finde ich, dass sie alles - Humor, Skurrilität, Figurenzeichnung, Einfühlungsvermögen, persönliche Bewältigungsstrategien der Protas usw. - in ihrem Debüt besser umgesetzt hat.
Janis arbeitet nachts im Schlaflabor und sieht Menschen beim Schlafen zu, während ihr eigenes Leben aus dem Takt geraten ist. Dann trifft sie auf Sina, eine Lehrerin, deren perfekter Alltag langsam zusammenbricht – und plötzlich verändert sich vieles. Das Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Die beiden Hauptfiguren waren mir von Anfang an unglaublich sympathisch und ich habe ihre Geschichte total gerne verfolgt. Habs sehr genossen und hoffe auf viele weitere Bücher von Tamar Noort. „Hunde sind ein paar Grad wärmer als Menschen, deshalb haben sie so eine tröstende Wirkung. Eine Wärmflasche auf vier Beinen mit Schlabberzunge.“ "Der Schlaf gebietet über meinen Körper. Ich verabscheue ihn dafür, aber gleichzeitig sehne ich ihn herbei. Denn er erreicht seine Macht über mich mit einem einfachen Schachzug: mit seiner Abwesenheit. " „Menschen, die einen Verlust erlitten haben, kommen ihr oft erwachsener vor. Als wäre in der Trauer eine Wahrheit verborgen, die man erst erkennt, wenn man jemanden verloren hat.“
Interessante Idee, aber etwas schwerfällig umgesetzt
Das Buch „Der Schlaf der anderen“ klang zunächst richtig interessant – zwei Frauen, beide gefangen in ihrem Leben, jede kämpft auf ihre ganz eigene Weise mit Schlaflosigkeit und den Schatten ihres Alltags. Diese Grundidee hat mich sofort angesprochen. Leider hat sich das Hörbuch dann als etwas schwerfällig erwiesen. Die Geschichte plätschert stellenweise dahin, und obwohl es wirklich tolle, nachdenkliche Szenen gibt, verlieren sich diese manchmal in den Längen dazwischen. Ich brauchte deshalb einige Zeit, um es bis zum Ende zu hören. Trotzdem: Die Themen sind tiefgründig, und manche Momente bleiben im Kopf. Für alle, die ruhige, introspektive Geschichten mögen und kein Problem mit einem etwas gemächlichen Erzähltempo haben, lohnt sich ein Blick – für mich persönlich waren es aber leider nur 3,5 Sterne.
Story langweilig, Erzählstil angenehm
Der Buchrücken hat mich nur semi begeistert, aber ich wollte dem Buch dennoch eine Chance geben. Nach rund 3/4 habe ich ea dann aber doch abgebrochen, immer in der Hoffnung, dass noch ein interessanter Twist kommt. Mag sein, dass er im letzten Drittel noch auftaucht, aber dann habe ich wohl einfach Pech :D Es geht um zwei Frauen, die eine Ärztin im Schlaflabor, die andere Lehrerin und Patientin in eben diesem Labor und dadurch lernen sie sich kennen und durchleben eine lustige Nacht mit witzigen Komponenten und dieser Part führte auch dazu , dass ich erstmal ernsthaft an dem Buch dran blieb. Danach empfand ich die Handlungen aber eher als belanglos nebeneinander her tröpfelnde Zwangsversuche, irgendwas gesellschaftskritisches einzubringen (Leistungsdruck, Schlafstörung, die nicht als solche akzeptiert wird, Frauenbild, Prestige, Anerkennung, Status, etc..) und die Geschichten dieser beiden Frauen fortzuführen, die sich erst auf so sonderbare und kreative Weise zusammen-gefunden haben, um sich genauso schnell wieder zu verlieren. Der Schreibstil hat mir hingegen sehr zugesagt. Kann hier leider keine Empfehlung aussprechen, die Story hat sich einfach irgendwann verlaufen und wurde dröge...
Der Roman 'Der Schlaf der Anderen' von Tamar Noort hat mich auf seine ruhige und unaufgeregte Art total abholen können. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Janis, einer ehemaligen Krankenschwester, die der Überforderung im Krankenhaus entkommen ist. Nun überwacht sie den Schlaf anderer als Nachtwache in einem Schlaflabor. Die zweite Protagonistin ist Sina, eine Kunstlehrerin, Ehefrau und Mutter von zwei Kinder und sie ist einfach unendlich müde... Die beiden Frauen treffen aufeinander und sofort spürt man als Leser diese besondere Verbindung. Es ist der Schlaf, den sie beide herbeisehnen, und um ihn zu finden, braucht es manchmal Mut und Veränderungen. Die Handlung lässt sich schwer in Worte fassen und klingt vielleicht zunächst etwas wirr, ist aber tatsächlich sehr durchdacht. Die beiden Frauen verbringen eine ungewöhnliche und augenöffnende Nacht miteinander. Nach einem kleinen Fauxpas, seitens Janis, herrscht zunächst Funkstille, doch beide stellen sich indessen ihren Problemen und gehen unkonventionelle Wege, um sich selbst wiederzufinden. Besonders haben mir die tieferen Botschaften gefallen: die Kritik an gesellschaftlichen Mustern und den Zwängen, die uns oft gefangen halten und uns den Schlaf rauben. Es sind die feinen Zwischentöne, die diese Erzählung so interessant machen. Mir hat das Buch sehr gefallen, und ich kann es euch mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

Wie schön ist dieses Cover bitte?
"Der Schlaf der anderen" kommt leise daher, es ist kein aufregendes Buch für manche ein zu stilles Buch. Es werden die Geschichten von zwei Frauen erzählt Janis und Sina, die eine Nachtwache im Schlaflabor - die andere Lehrerin, Ehefrau und Mutter. Was beide verbindet, die Schlaflosigkeit und die Frage "ist das wirklich, das was ich will vom Leben?" Da ich selbst als Nachtdienst arbeite konnte ich mich ein Stück weit in Janis hinein versetzen, ich weiß wie es ist gegen seinen Rhythmus zu arbeiten, dann arbeiten zu gehen wenn andere es sich daheim gemütlich machen und im frei doch wieder einen "normalen" Rhythmus hin zu bekommen, damit das soziale Leben außerhalb der Arbeit nicht ganz auf der Strecke bleibt. Und dann Sina, die nachts nicht schlafen kann weil sie soviel um die Ohren hat und einfach nicht zur Ruhe kommt und dennoch muss sie am nächsten Tag funktionieren für Familie und Job. Ich fand den Schreibstil sehr angenehm, auch beide Protagonistinnen haben meine volle Sympathie. Wie gesagt es ist ein ruhiges Buch und damit perfekt für den Nachtdienst 😉
Janis und Sina stecken in zwei vollkommen unterschiedlichen Lebensmodellen. Janis ist Nachtwache im Schlaflabor und leidet selbst unter Schlaflosigkeit. Die jahrelange Schichtarbeit hat sie gezeichnet. Sina jongliert sich durch ihr Leben als Lehrerin, Mutter und Ehefrau. Auch sie leidet unter inzwischen tagelangem Schlafmangel, sucht vollkommen erschöpft bei Ärzten nach Hilfe und landet schließlich als Patientin in Janis' Schlaflabor. Das Thema Schlaflosigkeit ist gleichzeitig Startpunkt und roter Faden dieser Geschichte, aber neben der Verbindung, die zwischen den beiden Frauen ensteht, werden auch ihre zwei Leben erzählt. Warum stecken beide in einem Leben fest, das sie so (über)fordert? Warum haben sie Menschen und Dinge, die ihnen einmal wichtig waren, aus ihrem Leben gestrichen? Was raubt ihnen den Schlaf? Hier wird subtil feministisch erzählt. Nicht laut, aber verständlich über Erwartungen und Normen gesprochen, hinterfragt und ermutigt. Ich habe Janis und Sina gern begleitet, das Entstehen ihrer Freundschaft und die Suche nach Antworten beobachtet. Unaufgeregt und wohlig wie ein Sonntagnachmittagsfilm.
Quälende Schlaflosigkeit Wie der Titel schon sagt, spielt der Schlaf oder besser gesagt die Schlaflosigkeit in diesem Roman eine große Rolle. Sina kann sich kaum mehr erinnern, wann sie das letzte Mal gut geschlafen hat. Mit Schlaftabletten, ja, aber die will der Arzt der Lehrerin nicht weiter verschreiben und gibt ihr eine Überweisung für das Schlaflabor. Dort trifft sie auf Jannis, die von Berufs wegen schon nicht gut schläft, wacht sie doch Nacht für Nacht über den Schlaf des ihr zugewiesenen Patienten. Schichtarbeit ist nicht gut für einen gesunden Schlafrhythmus. Die Nacht in der die Frauen sich begegnen, wird ein Wendepunkt im Leben beider werden, weil Grenzen überschritten werden und es Zeit wird für grundlegende Veränderungen. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd mal aus der Sicht von Sina, mal aus der von Jannis. Mit der Zeit entsteht ein zartes Freundschaftsband zwischen beiden. Es war eine leise, feinfühlig erzählte Geschichte von zwei Frauen, die letztendlich mehr eint als die Schlaflosigkeit, für die die Umwelt nur wenig Verständnis aufbringt. Hat mir gut gefallen!
Freundschaft
Schwierig. Der Plot an sich ist gut. Die Themen sind gut. Die daraus resultierende Freundschaft ist gut und dennoch hat mich das Buch ehr im Schneckentempo lesen lassen. Ich weiß gar nicht genau warum ich erst dachte: Langweilig. Und ich hab mich auch gefragt, ob ich bei diesem Buch durch die Leseprobe bei Vorablesen richtig entschieden habe. Am Ende kann ich sagen: Doch, schon! Am Anfang steht die Zeit im KH und im Schlaflabor, wo sich Sinas und Janis Wege kreuzen, ist es erst langweilig. Ist ja auch klar. Der Job der Nachtwache im Schlaflabor ist genauso langweilig wie jemanden der in das Schlaflabor zur Überwachung kommt, beim schlafen zu zu sehen. Was will man da groß drüber schreiben? Aber eigentlich geht es gar nicht so um fehlenden Schlaf. Sondern um die Gründe des fehlenden Schlafs. Und das Problem haben sie beide. Sina, Lehrerin für Kunst und Janis Krankenschwester haben mehr gemeinsam, als man denkt. Beide schlafen nicht. Beide sind ihrem Leben an einem Punkt, der sie schon länger nicht mehr glücklich macht. Diese Freundschaft die langsam erst an einem Tag beginnt und wieder bricht um dann fest zu werden, darum geht es. Das man nicht nach der Norm funktionieren muss. Das man sich auch im späteren Leben mit Mitte/Ende 40 noch wieder entdecken darf und verschüttete Leidenschaften wieder hervorholen kann. Und diese beiden Frauen, die haben sich an einem Punkt getroffen, wo sie, ohne es zu wissen, einander brauchen. Und die Entwicklung ist dann toll. Und die Erkenntnis das Schlaflosigkeit und Unruhe nicht immer nur durch Hormone verursacht werden, sondern durchaus durch ein Leben, welches man zwar lebt, aber nicht zu einem passt. Das Cover gefällt mir super. Die nachdenkliche Frau mit ihrer Kaffeetasse die einfach in die Ferne schaut.
“Der Schlaf der anderen” von Tamar Noort ist ein Buch, auf das ich mich sehr gefreut habe und dass ich so gern mögen wollte. Allerdings hat hier für mein Empfinden gar nichts zusammen gepasst. Die Prämisse - zwei Frauen verbringen auf unterschiedlichen Seiten eine Nacht zusammen in einem Schlaflabor, freunden sich an, verbringen eine wilde Nacht unterwegs und suchen bzw. finden einen neuen Platz in ihrem Leben - hat mich sehr angesprochen. Allerdings kaufe ich nichts davon; die Chemie zwischen Janis und Sina ist für mich nicht vorhanden, sodass auch der nächtliche Ausflug nicht passt, ganz zu schweigen von den folgenden Ereignissen (z.B. Um Janis und Ida). Auch wie Sina ihren Schüler*innen letztlich ihren “Unterricht” verkauft, nehme ich ihr nicht ab. Das passt für mich alles hinten und vorn nicht zusammen, dazu finde ich beide Protagonistinnen unsympathisch und das nicht wirklich die Handlung voran treibende Auftauchen von Personen und Erzählsträngen, die kurz darauf nie wieder erwähnt werden störte mich auch. Darüber hinaus fand ich die Sprecherin des Hörbuchs nicht passend - zu spröde und distanziert, was wahrscheinlich zu meiner negativen Sicht auf Handlung und Figuren beigetragen hat. Ich kann prinzipiell verstehen, warum das Buch Viele so begeistert, aber es hat mich wirklich 0 abgeholt. *Das Hörbuch wurde mir kostenfrei von netgalley zur Verfügung gestellt.
Tolle Idee, starke Optik – aber inhaltlich nicht so meins. Das Cover hat mich sofort angesprochen – modern, atmosphärisch, einfach cool. Auch die Grundidee des Buches fand ich originell und vielversprechend. Es klang nach einem Buch, das Spannung mit Tiefe verbindet. Leider konnte die Umsetzung dieses Versprechen für mich nicht einlösen. Der Schreibstil war zwar angenehm und gut lesbar – ich kam schnell durch –, aber inhaltlich blieb es über weite Strecken blass. Es gab viele Gedanken, innere Monologe, Reflexionen – aber kaum echte Handlung oder Spannung. Ich hatte das Gefühl, dass man zu lange im Kopf der Figuren gefangen bleibt, ohne dass sich in der Geschichte wirklich etwas bewegt. Gerade weil Idee und Stil viel hergeben würden, ist das schade. Ich hätte mir mehr Entwicklung, mehr Dynamik und greifbare Wendepunkte gewünscht. So fühlte sich die Lektüre stellenweise zäh an, obwohl ich das Buch in kurzer Zeit beendet habe. Fazit: Ein interessantes Konzept mit starker Aufmachung, aber zu viel Gedankenkreiseln und zu wenig Handlung. Schade – ich hätte gerne mehr mitgefiebert. 3 Sterne.
Leise und tiefgründig, aber ohne Nachwehen
Ein sehr stilles Buch über zwei eher gegensätzliche Frauen, die gemeinsam den richtigen Rhythmus für ihr Leben finden. Als Hörbuch fand ich es wirklich toll, fast schon beruhigend. Trotzdem passiert in der Geschichte eigentlich nicht viel bzw. für mich persönlich nicht genug, um dieses Buch länger im Kopf zu behalten. Schade, denn Sprecherin und Cover verdienen definitiv 5 Sterne.
Darum geht es: Janis arbeitet nachts im Schlaflabor. Sie bringt Fremde ins Bett und beobachtet ihren Schlaf. Während die Welt ruht, beginnt für sie der Arbeitstag. Der normale Rhythmus des Lebens? Für Janis längst bedeutungslos. Sie lebt allein, in ihrer eigenen Stille, bis Sina auftaucht. Sina ist Lehrerin, Mutter und Ehefrau. Gefangen im Takt des Alltags, der langsam aus dem Ruder läuft. Als sie Janis begegnet, öffnet sich ein Raum außerhalb der Kontrolle, außerhalb der Pflichten. Zwischen den beiden Frauen entsteht eine unerklärliche Nähe. Tief, ehrlich und unheimlich vertraut. Gemeinsam tauchen sie in die Nacht ein, wo Fragen lauter werden und Grenzen verschwimmen. Eine Begegnung, die sie verändert. Eine Verbindung, die sie herausfordert. Und ein Moment, in dem sie alles aufs Spiel setzen, um sich selbst zu finden. Mein Leseeindruck: Die Geschichte dieser beiden Frauen hat mich sehr gefesselt. Sie ist ruhig erzählt, ohne große Dramen, und vielleicht gerade deshalb so kraftvoll. Es geht um das, was oft unsichtbar bleibt. Um die inneren Kämpfe, um die Sehnsucht nach einem anderen Leben und um die Frage: Wer bin ich eigentlich, wenn ich niemandem etwas beweisen muss? Die Nacht wird in dieser Geschichte zu einem Raum. Tamar Noort hat einen warmherzigen und ehrlichen Roman geschrieben, der sich Zeit nimmt für seine Figuren. Es geht nicht um spektakuläre Wendungen, sondern um innere Bewegung. Die Dialoge sind feinfühlig, der Ton ist leise, aber nie belanglos. Ich habe den Roman unheimlich gern gelesen, nicht nur wegen der ungewöhnlichen Atmosphäre, sondern vor allem wegen der tiefen Einblicke in das Innenleben von Janis und Sina. Der Klappentext hat definitiv nicht zu viel versprochen. Fazit: 4/5 ⭐️ Wer leise, nachdenkliche Literatur mag, wird dieses Buch!

So eine leise und gleichzeitig unglaublich laute Geschichte…
Ich bin wirklich begeistert. Ich habe Janis und Sina auf ihrem Weg unglaublich gerne begleitet. Die Entwicklung einer wunderbaren Freundschaft vor dem Hintergrund eines wahnsinnig wichtigen Thema: Schlaf. Das Setting des Schlaflabors war unglaublich spannend. Wir begleiten Janis und Sina auch außerhalb dieses Settings in ihren Leben weiter. Die Probleme, Sorgen und Sehnsüchte sind so authentisch beschrieben, dass man meinen könnte, dass man den beiden an der nächsten Supermarktkasse begegnet könnte. Man hat das Gefühl, die beiden Protagonistinnen viel länger als nur 320 Seiten zu begleiten. Absolute Leseempfehlung!
Ein ruhiges Buch über innere Kämpfe und versöhnliche Momente
**** Mein Eindruck **** Dieses Buch setzt sich kritisch und durchdacht mit dem Problem auseinander, nicht in den Schlaf zu finden – obwohl im Leben scheinbar alles funktioniert. Doch was, wenn genau dieses „Funktionieren“ nicht dem entspricht, was man wirklich braucht? In den feinen Zwischentönen geht es um Rollenbilder, Erwartungen und die Frage, wie sehr wir uns in vorgegebene Strukturen fügen. Und noch wichtiger: Was möchte das Herz eigentlich? Was treibt uns wirklich an? Janis ist berufsbedingt wach, während andere schlafen. Sina hingegen liegt wach wegen ihrer inneren Kämpfe. Statt zur schnellen Pille zu greifen, landet sie im Schlaflabor – und dort begegnen sich die beiden. Eine kurze, aber nachhaltige Begegnung, die leise ihre Kreise zieht. Das Buch ist insgesamt äußerst ruhig erzählt und verfolgt einen versöhnlichen Ansatz im Umgang mit Schlafproblemen und innerer Unruhe. Viele Leserinnen und Leser werden sich hier wiederfinden – in der Rastlosigkeit, im Druck zu funktionieren, in der Suche nach einem sanfteren Umgang mit sich selbst. Mir persönlich fehlte jedoch ein Element, an dem ich emotional wirklich hätte hängenbleiben können. Die Figuren sind klug gezeichnet, charmant und interessant, doch die Geschichte bleibt sehr kontrolliert. Die Ecken und Kanten, das Laute, das Unbequeme – all das hätte ich mir stellenweise gewünscht. Auch die Botschaft bleibt eher sanft und indirekt, was sie zwar stimmig, aber für mich nicht nachhaltig genug machte, um das Buch zu einem Highlight werden zu lassen. Stilistisch gibt es nichts zu beanstanden: Der Text ist flüssig, durchdacht und sprachlich sauber. Dennoch fehlten mir die ganz großen, markanten Sätze, die sich ins Gedächtnis brennen. **** Empfehlung? **** Ein gutes, ruhiges Buch mit klugen Gedanken und einem versöhnlichen Blick auf innere Unruhe – aber keine Geschichte, die mich langfristig begleitet oder nachhaltig erschüttert hat. Vielleicht geht es dir dabei ja anders.
Zwei Frauen, die unter sehr ungewöhnlichen Umständen zueinander finden
Janis ist Krankenschwester in einem Schlaflabor und arbeitet entgegengesetzt ihres Biorhythmus. Als sie Sina in einem Dienst betreuen soll, verändert sich das Leben beider grundlegend. Ich fand das Buch sehr unterhaltsam geschrieben, manche stellen waren sehr humorvoll. Die Dynamik zwischen Janis und Sina war sehr authentisch und auch die Entwicklung war so schön mitanzusehen 🥹. Beim Hören des Buches habe ich die ganze Zeit einen kleinen Film im Kopf gehabt. Ich finde dieses Buch hat Miniserien Potential 🥰
Müde vom Leben
Janis bewacht während ihrer Nachtwache im Schlaflabor Menschen beim Schlafen. Sie arbeitet, wenn andere ruhen, lebt alleine und hat sich mit ihrem Leben somit arrangiert. Eines Nachts wacht Janis über Sina. Sina ist Lehrerin, 2-fache Mama und kann nicht schlafen. Ihr Schlafentzug bestimmt ihren Alltag, sie schafft nicht mehr alles aus eigener Kraft. Die Energie fehlt. So lernen sich Janis und Sina kennen. Es entsteht eine Freundschaft mit der Suche nach dem richtigen Platz im Leben. „Ist es nicht komisch, dass die deutsche Sprache ausgerechnet für einen Akt des Nichts tun so viele verschiedene Verben bereithält.“ Wer war nicht auch schonmal müde vom Leben? Die Autorin thematisiert ein Problem, was jeder kennt. Und was so einen starken Einfluss aufs eigene Wohlbefinden und Leben hat. Der Schlaf. Wie wichtig er ist, merkt man erst, wenn er fehlt oder gestört ist. Nur was steckt hinter Schlafproblemen? Und wie lange will man sich vor den Gründen verstecken? Eine tolle Geschichte, warmherzig, unterhaltsam, ehrlich und es bleibt in Erinnerung. „Nichts tun ist ein Tun.“
Tamar Noorts Roman „Der Schlaf der Anderen“ ist ein stilles, poetisches Werk über zwei Frauen, die inmitten nächtlicher Stille beginnen, sich selbst wieder zu hören – und zu finden. Es ist kein Roman der lauten Aufbrüche oder dramatischen Wendungen, sondern ein feinsinniges Porträt zweier Leben, die aus dem Takt geraten sind, und deren vorsichtige Annäherung neue Perspektiven eröffnet. Im Zentrum stehen Janis, Nachtwache in einem Schlaflabor, und Sina, eine Lehrerin mit chronischen Schlafstörungen. Während Janis sich scheinbar freiwillig der Nacht verschrieben hat, weil sie sich am Tag nicht mehr verorten kann, kämpft Sina verzweifelt um Kontrolle über ihr Leben – ein Leben, das ihr immer fremder geworden ist. Beide Frauen sind in unterschiedlichen Lebenssituationen gefangen, teilen jedoch ein Gefühl der Erschöpfung, der Orientierungslosigkeit und des inneren Ausgebranntseins. Tamar Noort beschreibt ihre Begegnung – die zunächst zufällig scheint – mit großer Zurückhaltung, aber auch mit viel Wärme. Aus einer gemeinsam verbrachten Nacht entwickelt sich mehr als nur Freundschaft: ein Raum zum Innehalten, zum Lauschen auf das eigene Ich, das unter Alltagslärm und Rollenerwartungen verschüttgegangen ist. Ihre Gespräche, das gemeinsame Schweigen, das Lachen und Weinen wirken nie überhöht, sondern zutiefst menschlich. Gerade in dieser unaufgeregten Erzählweise liegt die Kraft des Romans. Thematisch streift „Der Schlaf der Anderen“ viele relevante gesellschaftliche Aspekte: psychische Erschöpfung, strukturelle Unsichtbarkeit (vor allem von Frauen im Pflege- oder Bildungsbereich), die Belastung durch Schichtarbeit, das Scheitern an gesellschaftlichen Erwartungen. Doch Noort will kein Thesenroman gelingen – sie verwebt diese Themen leise, atmosphärisch und ohne erhobenen Zeigefinger. Stattdessen stellt sie Fragen: Was bedeutet Nähe, wenn man keine Geschichte miteinander teilt? Was heißt es, als Frau Mitte vierzig neu zu beginnen – nicht trotz, sondern mit allem Gepäck? Stilistisch überzeugt der Roman durch seine feine Sprache, seine ruhige Klarheit, seine subtile Melancholie. Noort gelingt es, durch wenige, präzise gesetzte Bilder eine dichte nächtliche Atmosphäre zu schaffen, die sich über das ganze Buch legt – wie ein dunkler Schleier, durch den langsam Licht fällt. Besonders gelungen ist die Gegenüberstellung von Janis’ nächtlicher Welt – distanziert, protokollierend, aber auch auf eine seltsame Weise zärtlich – mit Sinas überforderndem Alltag, der sie zunehmend aufzulösen droht. Kritisch anzumerken ist vielleicht, dass einige gesellschaftliche Konfliktlinien nur angedeutet und nicht konsequent vertieft werden. Doch genau das ist wohl Teil von Noorts Erzählhaltung: Sie bietet keine großen Lösungen, sondern öffnet Räume zum Nachspüren und Weiterdenken. „Der Schlaf der Anderen“ ist ein Buch, das nachklingt, wie ein Gespräch mitten in der Nacht – ehrlich, zart und überraschend intensiv. Wer sich auf das Tempo dieser Erzählung einlässt, wird reich belohnt – mit einer Geschichte über Aufbruch, Freundschaft und die Sehnsucht nach einem Leben, das wieder zu einem selbst passt.

Tiefgründiger leiser Roman!
. Ein leiser tiefgründiger Roman über die Rolle der Frau in unserer heutigen Gesellschaft aus der Sicht von, auf den ersten Blick zwei völlig unterschiedlichen Frauen, die im Nachhinein doch mehr gemeinsam haben als sie glaubten. Sehr unterhaltsam und wunderbar zu lesen und nachdenken. Absolute Leseempfehlung, meinerseits! 5/5⭐️ . Aber worum geht es genau… Sina, Lehrerin, verheiratet, Mutter und für jeden da, leider unter Schlaflosigkeit und wird um den Grund für diese festzustellen von ihrem neuen Arzt in eine Schlaflabor geschickt. Dort arbeitet Jannis, Single und einfach nur einsam und ausgelaugt durch die vielen Nachtschichten und das Leben. Diese zwei Frauen lernen sich kennen und merken schnell, dass sie ein unsichtbares Band verbindet… . Im Mittelpunkt von „Der Schlaf der Anderen“ stehen natürlich Sina und Jannis. Während Jannis und ihre Geschichte als Ich- Erzähler wiedergibt, verfolgen wir Sinas Geschichte aus der dritten Perspektive. Trotzdem ist das Buch sehr angenehm zu lesen und dieser extreme Perspektivwechsel fällt überhaupt nicht negativ auf. Wir erhalten tiefe Einblicke in beider Leben, die sehr realitätsnah beschrieben werden und merken als Leser eigentlich recht schnell, dass die Schlaflosigkeit beider Parteien durch ihre täglichen Aufgaben und Erwartungen anderer an sie geprägt wird. Und als es beiden dann klar wird und sie beginnen sich langsam ihr Leben bzw. Schlaf wieder zurück zu holen begleiten wir sie ein Stück. Doch es geht nicht nur um die Rolle der Frau. Es geht auch um die Beziehungen, die Frauek tagtäglich eingehen und sich dabei verlieren, um Freundschaft, um Unterstützung und allen voran darum, dass wir uns mal wieder um uns selbst kümmern sollten, als Frauen. Noorts Schreibweise ist leise und tiefgründig und so kommt der Roman auch daher und reißt dich als Leser mit auf eine Reise, die dich auch dazu bringt über dein eigenes Leben nachzudenken. Nicht zu letzte hat mich auch der Humor von Noort begeistert. Sie versteht es einfach eine mitreißende Geschichte mit sehr sympathischen Protagonistin zu schreiben. Einfach eine absolute Leseempfehlung! . Und wenn man neben der tollen Geschichte, noch dieses tolle Cover anschaut, fragt man sich… warum liegt dieses Buch nicht bei jedem auf dem Nachttisch?!?! 😁
Ein Roman, der zum Nachdenken anregt
"Der Schlaf der Anderen" von Tamar Noort ist ein Buch, das nachdenklich macht! In diesem Roman geht es um zwei Frauen, die aus unterschiedlichen Gründen einen gestörten Schlafrhythmus haben. Sina ist Lehrerin, steht im Beruf unter Druck (auch dem ihr vorgesetzten Ehemanns) und kann nachts ohne Tabletten überhaupt nicht mehr schlafen. Ihr Arzt überweist sie in das Schlaflabor, in dem Janis beschäftigt ist. Auch Janis leidet aufgrund ihrer Nachtschichten unter Schlafstörungen. janis ist Krankenschwester, hat aber wegen der belastenden Wechselschichten ins Schlaflabor gewechselt. Die beiden Frauen entwickeln eine zarte Verbindung zueinander, die allerdings durch eine unbedachte und spontane Handlung von Janis zu zerbrechen droht. Dieses (Hör)buch regt zum Nachdenken an. Zum Nachdenken über Freundschaft, aber auch über die Gesundheit. Wir erfahren in leichter und nicht medizinisch überfrachteter Sprache, wie wichtig Schlaf für uns ist und wie eine gestörter Schlafrhythmus sich auf unsere Gesundheit auswirken kann. Die Geschichte wird wechselweise aus der Sicht von Sina und Janis erzählt. Julia Nachtmann liest das Hörbuch mit viel Empathie und bringt den Lesenden so die Hauptcharaktere nah. Zwischendurch entsteht immer wieder Kino im Kopf, das einem manchmal auch breit grinsen lässt. Stichwort Sofa! Wir begleiten Sina und Janis auf dem Weg zu sich selbst, ruhig beschrieben, aber niemals langweilig. Das Cover hat mich ebenfalls angesprochen, zeigt es doch das vermeintliche Allheilmittel gegen Müdigkeit. . Eine Tasse Kaffee, die eine offensichtlich müde Frau in der Hand hält. Mich hat das Buch zum Nachdenken angeregt darüber, wie wir mit unserer Gesundheit umgehen. Und das nicht nur in den verschiedenen Berufsfeldern, sondern auch im Privatleben. Es zeigt die innere Zerrissenheit von Frauen im Berufsleben auf, die alles unter einen Hut bekommen wollen und sich dadurch selbst vernachlässigen. Ein schönes und leises Buch in einer schönen Sprache, wunderbar gelesen von Julia Nachtmann. Ich empfehle diesen Roman gerne weiter, auch an Menschen ohne Schlafstörungen. Ein Roman, der auch von Männern gelesen werden sollte! Es ist ein Roman über Frauen, aber keinesfalls ein Frauenroman...
Ein Zufall, eine gemeinsame Nacht.
...und so viel kann sich ändern! Im Schlaflabor, zwischen Wachen und Traumwelt, zwischen Gästin und Nachtwache entspinnt sich aus einem Funken Sympathie, aus einem gegenseitigen Erkennen eine unvergessliche Nacht, die im Leben der beiden Protagonistinnen notwendige Veränderungen anstößt. Was teilweise skurril anmutend seinen Verlauf nimmt, löst am Ende die Enge in der Brust und schafft Platz für Träume. Ich habe das Hörbuch, gelesen von Julia Nachtmann (was für ein passender Name!), gehört, welches mich durch Inhalt und Stimme wie eine warme Decke umhüllt hat.
Janis ist Krankenschwester in einem Schlaflabor, in das Sina als Patientin kommt. Es entwickelt sich eine sonderbare Beziehung zwischen den beiden. Janis wird übergriffig indem sie eine Nachricht an Sinas Mann abschickt, damit Sina weiterschlafen kann. Im Laufe der Nacht schleppen die dann noch gemeinsam ein Sofa durch die Nacht. Wir erfahren etwas über Sinas Leben als Lehrerin für Kunst. Kurz gefasst fühlen sich beide Frauen im falschen Leben, indem sie sich ihren emotionalen Defiziten stellen, wird auch das mit der Schlaflosigkeit besser und beide finden schließlich den Mut etwas in ihrem Leben zu verändern.
Eine wunderschön erzählte Geschichte! Ich mochte die Geschichte sehr. Der Schreibstil ist flüssig, feinfühlig und angenehm zu lesen. Die Kapitel sind abwechselnd aus der Perspektive von Janis bzw. Sina erzählt. Ich habe das Buch auch dank der kurzen Kapitel, fast in einem Rutsch durchgelesen. Tamar Noorts Roman "Der Schlaf der Anderen" ist ein wunderbares, bewegendes Buch über Freundschaft, die Möglichkeit der Veränderung, die Suche nach dem Platz im Leben und dem Ankommen, das mich sehr gut unterhalten hat. Mir fehlt es manchmal etwas an Tiefe, an emotionaler Verdichtung. Am Ende des Romans bleibt eine Frage offen: Wie geht es mit Sina und Janis weiter? Ich kann mir eine Fortsetzung dieser Geschichte sehr gut vorstellen. Ein tolles Buch, eine ganz klare Leseempfehlung von mir.
Nette Befreiung vom Alltag, die unweigerlich auf eine Supernova zusteuert.
Ein schönes, gut gelesenes Hörbuch über die Nacht, das Schlafen in der Öffentlichkeit und andere Tabus. Die beiden Hauptdarstellerinnen Janis und Sina befreien sich während der Geschichte ganz allmählich von Takt, den der Alltag ihnen vorgibt. Sie stoßen an die eigenen und die Grenzen der anderen. Was bei mir bleibt ist die Frage, ob wir auf Socken wirklich weniger streiten würden ;-) Lesens- bzw. hörenswert.
Schwebend.
Das Buch lies sich leicht lesen, was der Schönheit des Textes keinerlei Abbruch tat. Da waren viele Formulierungen, die mich angesprochen und berührt haben. Wie beispielsweise diese: „Menschen, die einen Verlust erlitten haben, kommen ihr oft erwachsener vor. Als wäre in der Trauer eine Wahrheit verborgen, die man erst erkennt, wenn man jemanden verloren hat“. Für mich lag die tröstliche Essenz des Buches darin, dass man sich spürt, in eigenen Befindlichkeiten und Bedürfnissen. Und dass sich mit Vertrauen in sich selbst neue, andere Wege einschlagen lassen. Dazu braucht es Rast, innehalten, Schlaf. Das Buch war mir eine gute Einladung, über mein Verhältnis dazu nachzudenken.

Im Klappentext des Buches heißt es "Der Schlaf der Anderen" erzählt von zwei Frauen auf «der Suche nach dem Platz im Leben, den wir manchmal wechseln müssen, um anzukommen. Und davon, dass wahre Freundschaft manchmal nicht eine lange gemeinsame Geschichte braucht.» (Emotion). Das fasst für mich das Buch gut zusammen. Ergänzen würde ich vielleicht noch, es geht ums Gesehen werden. Auch am zweiten Roman der Autorin hatte ich wieder viel Freude. Hervorheben möchte ich den Sprachstil und den Lesefluss.
Der Schlaf der Anderen von Tamar Noort In dem Buch geht es um Janis, die als Nachtwache in einem Schlaflabor arbeitet, und Sina, die einen geregelten Alltag als Lehrerin hat. Beide Frauen sind auf unterschiedliche Weise erschöpft und verlieren langsam den Halt in ihrem Leben. Als sich ihre Wege kreuzen, entsteht zwischen ihnen eine Verbindung, die ihnen hilft, sich selbst und ihren Alltag neu zu betrachten. Besonders interessant fand ich, wie unterschiedlich die beiden Frauen mit Druck und Erschöpfung umgehen: Janis nachts, zwischen schlaflosen Menschen, und Sina tagsüber, gefangen in Rollen, die ihr zunehmend fremd werden. Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich langsam, aber spürbar, und genau diese Ruhe macht das Buch stark. Gleichzeitig hätte ich mir stellenweise ein paar stärkere Höhepunkte gewünscht, weil die Grundidee so spannend ist. ★★★★☆ (4 von 5 Sternen)

"Der Schlaf der Anderen" erzählt von der Verbindung zwischen Janis und Sina, die miteinander eine Nacht verbringen, wobei sich eine enge Bindung zwischen den beiden entwickelt. Tamar Noorts Erzählung beginnt mit dem Kennenlernen der beiden, in abwechselnden Passagen erzählt sie dann die Biographie der beiden und auf welche Weise sie sich einander annähern. Ich habe das Hörbuch, das Julia Nachtmann eingesprochen hat, gerne gehört und bin der manchmal zu detaillierten Geschichte der beiden Frauen gerne gefolgt.
„Ich liege und warte, und am nächsten Morgen ist die Welt noch da in ihrer ganzen Schrecklichkeit, der Tag geht von vorne los, und ich frage mich, wie ich den Kopf hochhalten soll.“
——————————————————————————— Janis, Pflegefachkraft und Nachtwache im Schlaflabor, trifft auf Sina, Lehrerin, Mutter und völlig übermüdet und sofort scheinen sie genau das zu sein, was der jeweils anderen in ihrem Leben gefehlt hat. Leider konnte mich das Buch überhaupt nicht abholen. Ich hatte andere Erwartungen und fand die Handlung über weite Strecken sehr ermüdend, passend zu Janis’ zähen Nachtschichten. Es fehlten neue Ideen und Tiefgang, und insgesamt konnte ich keinen wirklichen Mehrwert aus der Geschichte ziehen, auch wenn ich mit der erschöpften Sina schon mitfühlen konnte. Schade fand ich außerdem, dass mehrfach der Begriff „Krankenschwester“ verwendet wurde, obwohl es längst geschlechtsneutrale und professionellere Bezeichnungen wie „Pflegefachkraft“ gibt. Auch eine kritische Auseinandersetzung damit, wie Janis und Sina in ihre jeweilige Lebenssituation geraten sind, blieb leider aus, dabei hätte genau das der Geschichte mehr Tiefe verleihen können.
"Der Schlaf gebietet über meinen Körper. Ich verabscheue ihn dafür, aber gleichzeitig sehne ich ihn herbei. Denn er erreicht seine Macht über mich mit einem einfachen Schachzug: mit seiner Abwesenheit. "
Janis arbeitet in einem Schlaflabor und lernt dort Sina kennen, die wegen ihrer Schlafprobleme dort ist. Zwischen den beiden Frauen entsteht schnell eine Verbindung, aus der sich eine besondere Freundschaft entwickelt. Dieses Buch ist ruhig und leise. Es lebt nicht von großen Ereignissen, sondern von seiner schönen Sprache und den Gedanken seiner Protagonistinnen. Gerade weil „nicht viel passiert“, entsteht Raum für Nähe und für das, was oft unausgesprochen bleibt. Ich habe mich immer wieder in den Gedanken von Janis und Sina wiedergefunden und war sehr berührt von ihrer Geschichte. Auch das Cover hat mir sehr gut gefallen und passt in seiner Schlichtheit und Stimmung perfekt. ✨📖

ein kurzweiliger Roman, der mich gut unterhalten hat
🛋️ 𝘋𝘦𝘳 𝘚𝘤𝘩𝘭𝘢𝘧 𝘨𝘦𝘣𝘪𝘦𝘵𝘦𝘵 𝘶̈𝘣𝘦𝘳 𝘮𝘦𝘪𝘯𝘦𝘯 𝘒𝘰̈𝘳𝘱𝘦𝘳. 𝘐𝘤𝘩 𝘷𝘦𝘳𝘢𝘣𝘴𝘤𝘩𝘦𝘶𝘦 𝘪𝘩𝘯 𝘥𝘢𝘧𝘶̈𝘳, 𝘢𝘣𝘦𝘳 𝘨𝘭𝘦𝘪𝘤𝘩𝘻𝘦𝘪𝘵𝘪𝘨 𝘴𝘦𝘩𝘯𝘦 𝘪𝘤𝘩 𝘪𝘩𝘯 𝘩𝘦𝘳𝘣𝘦𝘪. 𝘋𝘦𝘯𝘯 𝘦𝘳 𝘦𝘳𝘳𝘦𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘴𝘦𝘪𝘯𝘦 𝘔𝘢𝘤𝘩𝘵 𝘶̈𝘣𝘦𝘳 𝘮𝘪𝘤𝘩 𝘮𝘪𝘵 𝘦𝘪𝘯𝘦𝘮 𝘦𝘪𝘯𝘧𝘢𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘚𝘤𝘩𝘢𝘤𝘩𝘻𝘶𝘨: 𝘮𝘪𝘵 𝘴𝘦𝘪𝘯𝘦𝘳 𝘈𝘣𝘸𝘦𝘴𝘦𝘯𝘩𝘦𝘪𝘵. ⁽ᵁᴺᴮᴱᶻᴬᴴᴸᵀᴱ ᵂᴱᴿᴮᵁᴺᴳ⁾ 💭 Auf dieses Buch war ich sehr gespannt. Konnte es mich überzeugen? Wir begleiten in 𝘋𝘦𝘳 𝘚𝘤𝘩𝘭𝘢𝘧 𝘥𝘦𝘳 𝘈𝘯𝘥𝘦𝘳𝘦𝘯 abwechselnd zwei Frauen: Janis, die vom stressigen Klinikalltag in der Orthopädie ins Schlaflabor gewechselt ist, und Sina, die Patientin wird. Eigentlich läuft für Janis dort alles sehr routiniert. Es gibt nur eine Person pro Nacht, um die sie sich kümmern muss. Doch als Sina auftaucht, merkt Janis schnell, dass es dieses Mal anders ist. Teilweise fand ich Janis' Verhalten recht eigen, etwa wenn sie sich einfach Sinas Handy schnappt und deren Mann antwortet. Gleichzeitig ist es spannend zu sehen, wie sehr sich die beiden aus ihrem gewohnten Ablauf herausholen. Von Sina selbst erfahren wir über Rückblicke, wie sehr ihr stressiges Leben und ihr Alltag als Lehrerin sie belasten. Es wird deutlich, dass sie kaum noch richtig schlafen kann und dringend aus ihrem Trott ausbrechen muss. Dieser Drang führt schließlich so weit, dass sie aus dem Schlaflabor flieht und Janis ihr in die Nacht folgt. Die Entwicklungen, die daraus entstehen, und die Wendungen, die das Buch dann nimmt, fand ich überzeugend dargestellt. Besonders gefallen hat mir dabei, wie ein scheinbar unscheinbares Sofa eine ganz besondere Rolle bekommt. Sehr schön fand ich auch, wie Sina schließlich ihren Schulalltag neu gestaltet und dabei wieder einen echten Zugang zur Kunst entdeckt. Ein kleiner, aber feiner Kniff im Buch waren für mich außerdem die Uhrzeitangaben und die Schlaflabor-Linien über den Kapiteln, die perfekt zum Thema passen und das Setting greifbarer machen. Der Erzählton bleibt insgesamt ruhig und eher langsam, aber das passt zur Atmosphäre. Trotz dieser Ruhe ist es ein kurzweiliger Roman, der mich gut unterhalten hat. ⭐️⭐️⭐️⭐️☆

Characteristics
5 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Der zweite Roman der Hamburger Literaturpreisträgerin, die mit Die Ewigkeit ist ein guter Ort Presse, Buchhändler:innen und Publikum erobert hat, erzählt von zwei Frauen auf « der Suche nach dem Platz im Leben, den wir manchmal wechseln müssen, um anzukommen. Und davon, dass wahre Freundschaft manchmal nicht eine lange gemeinsame Geschichte braucht.» (Emotion)
Als Nachtwache im Schlaflabor bringt Janis Fremde ins Bett und schaut ihnen beim Schlafen zu. Der Tag-Nacht-Rhythmus, der anderen Menschen eine natürliche Struktur gibt, gilt für sie nicht. Janis arbeitet, wenn andere ruhen, sie lebt allein und hat sich mit sich selbst gut eingerichtet. Erst als Sina bei ihr auftaucht, erwacht in Janis wieder der Wunsch nach einem anderen Leben.
Sina ist Lehrerin und hat einen geregelten Alltag. Doch allmählich entgleitet ihr die Kontrolle: über ihre Familie, ihre Arbeit, ihr ganzes Leben. Als sie Janis kennenlernt, lässt sie einmal die Krisen los, die zu Hause auf sie warten. Woher kommt die starke Verbindung, die beide Frauen spüren?
Langsam befreien sich Janis und Sina von dem Takt, den der Alltag ihnen vorgibt. Sie begeben sich auf eine Reise durch die Nacht, in der auf einmal alles auf dem Spiel steht – und nichts mehr bleibt, wie es war.
«Hilft leider nicht beim Einschlafen, weil man immer weiterlesen muss, weil man unbedingt mit Janis und Sina durch die Nacht ziehen will. Aber hinterher schläft man umso besser!» Isabel Bogdan
Book Information
Author Description
Tamar Noort, geboren 1976 in Göttingen, ist in den Niederlanden aufgewachsen. Sie studierte Kunst- und Medienwissenschaften sowie Anglistik und hat die Masterclass Non-Fiction an der Internationalen Filmschule Köln absolviert. Für einen Auszug aus ihrem Debüt «Die Ewigkeit ist ein guter Ort» gewann sie 2019 den Hamburger Literaturpreis. Tamar Noort war Stipendiatin im Künstlerdorf Schöppingen und in Worpswede. Sie erhielt das Spreewald-Literatur-Stipendium und das Heinrich-Heine-Stipendium Lüneburg. Neben ihrer literarischen Arbeit macht sie Dokumentationen für ZDF, Arte und 3sat. «Der Schlaf der Anderen» ist ihr zweiter Roman.
Posts
Ein guter Roman. 📚😴🎨
Das Thema Schlaf hat mich sehr interessiert, da es in meinem beruflichen Umfeld eine große Rolle einnimmt wie auch privat großen Stellenwert hat. Ich hätte mir gewünscht das es auch im Buch einige wissenschaftliche Hintergründe gäbe, da sucht man aber vergeblich danach. Der Schlaf geht durch das Buch wie ein roter Faden aber anders wie ich es mir gedacht hatte. Die Geschichte ist interessant aufgebaut worden, der Schreibstil ist leicht zugänglich aber es fehlte mir die Tiefe, das Besondere oder ein Überraschung's Infekt, irgendetwas für das Aha- Erlebnis. Es gab einige interessante Stellen die mich zum Nachdenken gebracht haben und ich bin froh das Buch gelesen zu haben aber zum mehr wie drei 🌟 hat es leider nicht geschafft.

Meine Erwartungen leider nicht erfüllt.
Tolles Cover, vielversprechender Titel, gute Rezensionen ...leider dann doch eine eher seichte Geschichte , wie eine nette unterhaltsame Vorabendserie im TV. Der Schreibstil ist eingängig, flüssig - auch gibt es des Öfteren schöne sprachliche Bilder und Ausdrücke.👍 Bereits der Debütroman "Die Ewigkeit ist ein guter Ort " hat mich nicht umgehauen - vorerst kein neuer Annäherungsversuch von mir. 😏

Leider nicht meins
Das war mein erstes Buch der Autorin, ihr Debüt drehte sich um das Thema Glauben, was absolut nichts für mich ist. Deshalb haben wir jetzt erst zusammengefunden (oder auch nicht). Janis arbeitet im Schlaflabor und Sina ist dort „Patientin“. Beide Frauen leiden auf unterschiedliche Art unter Schlaflosigkeit und eine ereignisreiche Nacht bringt sie als Freundinnen zusammen. Den Anfang des Buchs fand ich noch ganz gut und grundsätzlich interessiert mich auch das Thema Schlaflosigkeit. Ich denke, das ist ein sehr ernstes Problem und bedarf Aufmerksamkeit. Für meinen Geschmack wurde das Thema nicht ernsthaft genug angegangen bzw. zu simpel dargestellt. Zunehmend mochte ich auch die Charaktere nicht so gern, die Geschichte hatte Situationen, die schon fast slapstickmässig rüberkamen (z.B. das mit dem Sofa) und irgendwann war ich emotional völlig raus. Das Auslesen ist schon ein paar Wochen her und es ist kaum etwas hängengeblieben. Ich erinnere mich aber, wie ich am Ende nur so gedachte habe, und was jetzt? Was ist das Fazit? Es hat mich leider nicht berührt und war für mich überbewertet. Zum Glück sind Geschmäcker aber verschieden. Macht gern Eure eigenen Erfahrungen! 2/5⭐️⭐️

Wachsein in der Nacht
"Der Schlaf gebietet über meinen Körper. Ich verabscheue ihn dafür, aber gleichzeitig sehne ich ihn herbei. Denn er erreicht seine Macht über mich mit einem einfachen Schachzug: mit seiner Abwesenheit. " Das Buch erzählt die Geschichte zweier Frauen: Janis, die als Nachtwächterin andere beim Schlafen beobachtet, seit vielen Jahren nachts arbeitet, tagsüber schläft und ihrer eigenen Empfindung nach durch diesen Rhythmus eigentlich gar nicht mehr richtig zur Gesellschaft gehört, deren Leben ihr fremd vorkommt. Und Sina, die im Grunde das Gegenteil ist. Sie arbeitet als Lehrerin, hat einen Mann, zwei Kinder, einen Hund und ein Haus. Aber auch sie hat sich im Laufe der Jahre selbst verloren, fühlt sich einsam und schläft seit langer Zeit nicht mehr gut. So endet sie als Patientin bei Janis. Die Frauen erkennen schnell, dass sie sich ähnlich sind und sich verbunden fühlen, doch die "Freundschaft" hält erst mal nur für diese eine Nacht. In Rückblicken erfahren wir mehr über das Leben der Frauen und wie es dazu kam, dass sie sich selbst verloren haben. Wir beobachten die beiden dabei, wie sie Mitte Vierzig an einem Wendepunkt sind und versuchen, wieder zu sich zu finden. Erzählt wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Janis und in der dritten Person von Sina. Mit feiner Beobachtungsgabe wird das Innenleben der Frauen gezeigt, deren Entwicklung gut nachvollziehbar ist. Obwohl gar nicht viel Spannendes erzählt, fand ich die Geschichte nicht langatmig, sondern habe sie gerne verfolgt. Der Stil ist sehr flüssig, scharfsinnig und zwischendurch auch mit etwas Humor versehen ("Ansonsten schläft sie wie ein Baby. Sie meint wohl diese Wunderbabys, die rosig und sanft und mit zerknüffelten Däumchen in hübschen Zimmern liegen. Nicht die brüllenden, schwitzigen Kinder, die ich in den Schlaf wiegen musste."). Außerdem wird subtil Gesellschaftskritik geübt, zur Rolle der Frau, an der beispielsweise die Pflege des Hundes hängen bleibt, den der Ehemann unabgesprochen in die Familie mitgebracht hat, oder auch dazu, dass Menschen in unserer Leistungsgesellschaft funktionieren müssen, da sie ansonsten als faul oder störend empfunden werden. Das Cover der Frau mit der großen Kaffeetasse gefällt mir gut, weil es passend zum Inhalt ist. Einfach, aber ausdrucksstark.
Ich hab mich sehr auf das Buch gefreut, weil Tamar Noorts Debüt ein absolutes Highlight für mich war. Leider konnte ich mit "Der Schlaf der Anderen" gar nichts anfangen. Zuerst war es noch vielversprechend, aber dann hat mich das Buch mehr und mehr verloren und schließlich fand ich es nur noch ärgerlich und den Schlussteil komplett daneben. Nach dem Lesen war ich erstmal sauer 😅 Aber als ich dann länger darüber nachgedacht habe, sind mir immer mehr Parallelen zum Debüt "Die Ewigkeit ist ein guter Ort" bewusst geworden. Und dann konnte ich dem neuen Buch etwas mehr abgewinnen. Der Stil der Autorin hat definitiv Wiedererkennungswert. Dennoch finde ich, dass sie alles - Humor, Skurrilität, Figurenzeichnung, Einfühlungsvermögen, persönliche Bewältigungsstrategien der Protas usw. - in ihrem Debüt besser umgesetzt hat.
Janis arbeitet nachts im Schlaflabor und sieht Menschen beim Schlafen zu, während ihr eigenes Leben aus dem Takt geraten ist. Dann trifft sie auf Sina, eine Lehrerin, deren perfekter Alltag langsam zusammenbricht – und plötzlich verändert sich vieles. Das Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Die beiden Hauptfiguren waren mir von Anfang an unglaublich sympathisch und ich habe ihre Geschichte total gerne verfolgt. Habs sehr genossen und hoffe auf viele weitere Bücher von Tamar Noort. „Hunde sind ein paar Grad wärmer als Menschen, deshalb haben sie so eine tröstende Wirkung. Eine Wärmflasche auf vier Beinen mit Schlabberzunge.“ "Der Schlaf gebietet über meinen Körper. Ich verabscheue ihn dafür, aber gleichzeitig sehne ich ihn herbei. Denn er erreicht seine Macht über mich mit einem einfachen Schachzug: mit seiner Abwesenheit. " „Menschen, die einen Verlust erlitten haben, kommen ihr oft erwachsener vor. Als wäre in der Trauer eine Wahrheit verborgen, die man erst erkennt, wenn man jemanden verloren hat.“
Interessante Idee, aber etwas schwerfällig umgesetzt
Das Buch „Der Schlaf der anderen“ klang zunächst richtig interessant – zwei Frauen, beide gefangen in ihrem Leben, jede kämpft auf ihre ganz eigene Weise mit Schlaflosigkeit und den Schatten ihres Alltags. Diese Grundidee hat mich sofort angesprochen. Leider hat sich das Hörbuch dann als etwas schwerfällig erwiesen. Die Geschichte plätschert stellenweise dahin, und obwohl es wirklich tolle, nachdenkliche Szenen gibt, verlieren sich diese manchmal in den Längen dazwischen. Ich brauchte deshalb einige Zeit, um es bis zum Ende zu hören. Trotzdem: Die Themen sind tiefgründig, und manche Momente bleiben im Kopf. Für alle, die ruhige, introspektive Geschichten mögen und kein Problem mit einem etwas gemächlichen Erzähltempo haben, lohnt sich ein Blick – für mich persönlich waren es aber leider nur 3,5 Sterne.
Story langweilig, Erzählstil angenehm
Der Buchrücken hat mich nur semi begeistert, aber ich wollte dem Buch dennoch eine Chance geben. Nach rund 3/4 habe ich ea dann aber doch abgebrochen, immer in der Hoffnung, dass noch ein interessanter Twist kommt. Mag sein, dass er im letzten Drittel noch auftaucht, aber dann habe ich wohl einfach Pech :D Es geht um zwei Frauen, die eine Ärztin im Schlaflabor, die andere Lehrerin und Patientin in eben diesem Labor und dadurch lernen sie sich kennen und durchleben eine lustige Nacht mit witzigen Komponenten und dieser Part führte auch dazu , dass ich erstmal ernsthaft an dem Buch dran blieb. Danach empfand ich die Handlungen aber eher als belanglos nebeneinander her tröpfelnde Zwangsversuche, irgendwas gesellschaftskritisches einzubringen (Leistungsdruck, Schlafstörung, die nicht als solche akzeptiert wird, Frauenbild, Prestige, Anerkennung, Status, etc..) und die Geschichten dieser beiden Frauen fortzuführen, die sich erst auf so sonderbare und kreative Weise zusammen-gefunden haben, um sich genauso schnell wieder zu verlieren. Der Schreibstil hat mir hingegen sehr zugesagt. Kann hier leider keine Empfehlung aussprechen, die Story hat sich einfach irgendwann verlaufen und wurde dröge...
Der Roman 'Der Schlaf der Anderen' von Tamar Noort hat mich auf seine ruhige und unaufgeregte Art total abholen können. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Janis, einer ehemaligen Krankenschwester, die der Überforderung im Krankenhaus entkommen ist. Nun überwacht sie den Schlaf anderer als Nachtwache in einem Schlaflabor. Die zweite Protagonistin ist Sina, eine Kunstlehrerin, Ehefrau und Mutter von zwei Kinder und sie ist einfach unendlich müde... Die beiden Frauen treffen aufeinander und sofort spürt man als Leser diese besondere Verbindung. Es ist der Schlaf, den sie beide herbeisehnen, und um ihn zu finden, braucht es manchmal Mut und Veränderungen. Die Handlung lässt sich schwer in Worte fassen und klingt vielleicht zunächst etwas wirr, ist aber tatsächlich sehr durchdacht. Die beiden Frauen verbringen eine ungewöhnliche und augenöffnende Nacht miteinander. Nach einem kleinen Fauxpas, seitens Janis, herrscht zunächst Funkstille, doch beide stellen sich indessen ihren Problemen und gehen unkonventionelle Wege, um sich selbst wiederzufinden. Besonders haben mir die tieferen Botschaften gefallen: die Kritik an gesellschaftlichen Mustern und den Zwängen, die uns oft gefangen halten und uns den Schlaf rauben. Es sind die feinen Zwischentöne, die diese Erzählung so interessant machen. Mir hat das Buch sehr gefallen, und ich kann es euch mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

Wie schön ist dieses Cover bitte?
"Der Schlaf der anderen" kommt leise daher, es ist kein aufregendes Buch für manche ein zu stilles Buch. Es werden die Geschichten von zwei Frauen erzählt Janis und Sina, die eine Nachtwache im Schlaflabor - die andere Lehrerin, Ehefrau und Mutter. Was beide verbindet, die Schlaflosigkeit und die Frage "ist das wirklich, das was ich will vom Leben?" Da ich selbst als Nachtdienst arbeite konnte ich mich ein Stück weit in Janis hinein versetzen, ich weiß wie es ist gegen seinen Rhythmus zu arbeiten, dann arbeiten zu gehen wenn andere es sich daheim gemütlich machen und im frei doch wieder einen "normalen" Rhythmus hin zu bekommen, damit das soziale Leben außerhalb der Arbeit nicht ganz auf der Strecke bleibt. Und dann Sina, die nachts nicht schlafen kann weil sie soviel um die Ohren hat und einfach nicht zur Ruhe kommt und dennoch muss sie am nächsten Tag funktionieren für Familie und Job. Ich fand den Schreibstil sehr angenehm, auch beide Protagonistinnen haben meine volle Sympathie. Wie gesagt es ist ein ruhiges Buch und damit perfekt für den Nachtdienst 😉
Janis und Sina stecken in zwei vollkommen unterschiedlichen Lebensmodellen. Janis ist Nachtwache im Schlaflabor und leidet selbst unter Schlaflosigkeit. Die jahrelange Schichtarbeit hat sie gezeichnet. Sina jongliert sich durch ihr Leben als Lehrerin, Mutter und Ehefrau. Auch sie leidet unter inzwischen tagelangem Schlafmangel, sucht vollkommen erschöpft bei Ärzten nach Hilfe und landet schließlich als Patientin in Janis' Schlaflabor. Das Thema Schlaflosigkeit ist gleichzeitig Startpunkt und roter Faden dieser Geschichte, aber neben der Verbindung, die zwischen den beiden Frauen ensteht, werden auch ihre zwei Leben erzählt. Warum stecken beide in einem Leben fest, das sie so (über)fordert? Warum haben sie Menschen und Dinge, die ihnen einmal wichtig waren, aus ihrem Leben gestrichen? Was raubt ihnen den Schlaf? Hier wird subtil feministisch erzählt. Nicht laut, aber verständlich über Erwartungen und Normen gesprochen, hinterfragt und ermutigt. Ich habe Janis und Sina gern begleitet, das Entstehen ihrer Freundschaft und die Suche nach Antworten beobachtet. Unaufgeregt und wohlig wie ein Sonntagnachmittagsfilm.
Quälende Schlaflosigkeit Wie der Titel schon sagt, spielt der Schlaf oder besser gesagt die Schlaflosigkeit in diesem Roman eine große Rolle. Sina kann sich kaum mehr erinnern, wann sie das letzte Mal gut geschlafen hat. Mit Schlaftabletten, ja, aber die will der Arzt der Lehrerin nicht weiter verschreiben und gibt ihr eine Überweisung für das Schlaflabor. Dort trifft sie auf Jannis, die von Berufs wegen schon nicht gut schläft, wacht sie doch Nacht für Nacht über den Schlaf des ihr zugewiesenen Patienten. Schichtarbeit ist nicht gut für einen gesunden Schlafrhythmus. Die Nacht in der die Frauen sich begegnen, wird ein Wendepunkt im Leben beider werden, weil Grenzen überschritten werden und es Zeit wird für grundlegende Veränderungen. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd mal aus der Sicht von Sina, mal aus der von Jannis. Mit der Zeit entsteht ein zartes Freundschaftsband zwischen beiden. Es war eine leise, feinfühlig erzählte Geschichte von zwei Frauen, die letztendlich mehr eint als die Schlaflosigkeit, für die die Umwelt nur wenig Verständnis aufbringt. Hat mir gut gefallen!
Freundschaft
Schwierig. Der Plot an sich ist gut. Die Themen sind gut. Die daraus resultierende Freundschaft ist gut und dennoch hat mich das Buch ehr im Schneckentempo lesen lassen. Ich weiß gar nicht genau warum ich erst dachte: Langweilig. Und ich hab mich auch gefragt, ob ich bei diesem Buch durch die Leseprobe bei Vorablesen richtig entschieden habe. Am Ende kann ich sagen: Doch, schon! Am Anfang steht die Zeit im KH und im Schlaflabor, wo sich Sinas und Janis Wege kreuzen, ist es erst langweilig. Ist ja auch klar. Der Job der Nachtwache im Schlaflabor ist genauso langweilig wie jemanden der in das Schlaflabor zur Überwachung kommt, beim schlafen zu zu sehen. Was will man da groß drüber schreiben? Aber eigentlich geht es gar nicht so um fehlenden Schlaf. Sondern um die Gründe des fehlenden Schlafs. Und das Problem haben sie beide. Sina, Lehrerin für Kunst und Janis Krankenschwester haben mehr gemeinsam, als man denkt. Beide schlafen nicht. Beide sind ihrem Leben an einem Punkt, der sie schon länger nicht mehr glücklich macht. Diese Freundschaft die langsam erst an einem Tag beginnt und wieder bricht um dann fest zu werden, darum geht es. Das man nicht nach der Norm funktionieren muss. Das man sich auch im späteren Leben mit Mitte/Ende 40 noch wieder entdecken darf und verschüttete Leidenschaften wieder hervorholen kann. Und diese beiden Frauen, die haben sich an einem Punkt getroffen, wo sie, ohne es zu wissen, einander brauchen. Und die Entwicklung ist dann toll. Und die Erkenntnis das Schlaflosigkeit und Unruhe nicht immer nur durch Hormone verursacht werden, sondern durchaus durch ein Leben, welches man zwar lebt, aber nicht zu einem passt. Das Cover gefällt mir super. Die nachdenkliche Frau mit ihrer Kaffeetasse die einfach in die Ferne schaut.
“Der Schlaf der anderen” von Tamar Noort ist ein Buch, auf das ich mich sehr gefreut habe und dass ich so gern mögen wollte. Allerdings hat hier für mein Empfinden gar nichts zusammen gepasst. Die Prämisse - zwei Frauen verbringen auf unterschiedlichen Seiten eine Nacht zusammen in einem Schlaflabor, freunden sich an, verbringen eine wilde Nacht unterwegs und suchen bzw. finden einen neuen Platz in ihrem Leben - hat mich sehr angesprochen. Allerdings kaufe ich nichts davon; die Chemie zwischen Janis und Sina ist für mich nicht vorhanden, sodass auch der nächtliche Ausflug nicht passt, ganz zu schweigen von den folgenden Ereignissen (z.B. Um Janis und Ida). Auch wie Sina ihren Schüler*innen letztlich ihren “Unterricht” verkauft, nehme ich ihr nicht ab. Das passt für mich alles hinten und vorn nicht zusammen, dazu finde ich beide Protagonistinnen unsympathisch und das nicht wirklich die Handlung voran treibende Auftauchen von Personen und Erzählsträngen, die kurz darauf nie wieder erwähnt werden störte mich auch. Darüber hinaus fand ich die Sprecherin des Hörbuchs nicht passend - zu spröde und distanziert, was wahrscheinlich zu meiner negativen Sicht auf Handlung und Figuren beigetragen hat. Ich kann prinzipiell verstehen, warum das Buch Viele so begeistert, aber es hat mich wirklich 0 abgeholt. *Das Hörbuch wurde mir kostenfrei von netgalley zur Verfügung gestellt.
Tolle Idee, starke Optik – aber inhaltlich nicht so meins. Das Cover hat mich sofort angesprochen – modern, atmosphärisch, einfach cool. Auch die Grundidee des Buches fand ich originell und vielversprechend. Es klang nach einem Buch, das Spannung mit Tiefe verbindet. Leider konnte die Umsetzung dieses Versprechen für mich nicht einlösen. Der Schreibstil war zwar angenehm und gut lesbar – ich kam schnell durch –, aber inhaltlich blieb es über weite Strecken blass. Es gab viele Gedanken, innere Monologe, Reflexionen – aber kaum echte Handlung oder Spannung. Ich hatte das Gefühl, dass man zu lange im Kopf der Figuren gefangen bleibt, ohne dass sich in der Geschichte wirklich etwas bewegt. Gerade weil Idee und Stil viel hergeben würden, ist das schade. Ich hätte mir mehr Entwicklung, mehr Dynamik und greifbare Wendepunkte gewünscht. So fühlte sich die Lektüre stellenweise zäh an, obwohl ich das Buch in kurzer Zeit beendet habe. Fazit: Ein interessantes Konzept mit starker Aufmachung, aber zu viel Gedankenkreiseln und zu wenig Handlung. Schade – ich hätte gerne mehr mitgefiebert. 3 Sterne.
Leise und tiefgründig, aber ohne Nachwehen
Ein sehr stilles Buch über zwei eher gegensätzliche Frauen, die gemeinsam den richtigen Rhythmus für ihr Leben finden. Als Hörbuch fand ich es wirklich toll, fast schon beruhigend. Trotzdem passiert in der Geschichte eigentlich nicht viel bzw. für mich persönlich nicht genug, um dieses Buch länger im Kopf zu behalten. Schade, denn Sprecherin und Cover verdienen definitiv 5 Sterne.
Darum geht es: Janis arbeitet nachts im Schlaflabor. Sie bringt Fremde ins Bett und beobachtet ihren Schlaf. Während die Welt ruht, beginnt für sie der Arbeitstag. Der normale Rhythmus des Lebens? Für Janis längst bedeutungslos. Sie lebt allein, in ihrer eigenen Stille, bis Sina auftaucht. Sina ist Lehrerin, Mutter und Ehefrau. Gefangen im Takt des Alltags, der langsam aus dem Ruder läuft. Als sie Janis begegnet, öffnet sich ein Raum außerhalb der Kontrolle, außerhalb der Pflichten. Zwischen den beiden Frauen entsteht eine unerklärliche Nähe. Tief, ehrlich und unheimlich vertraut. Gemeinsam tauchen sie in die Nacht ein, wo Fragen lauter werden und Grenzen verschwimmen. Eine Begegnung, die sie verändert. Eine Verbindung, die sie herausfordert. Und ein Moment, in dem sie alles aufs Spiel setzen, um sich selbst zu finden. Mein Leseeindruck: Die Geschichte dieser beiden Frauen hat mich sehr gefesselt. Sie ist ruhig erzählt, ohne große Dramen, und vielleicht gerade deshalb so kraftvoll. Es geht um das, was oft unsichtbar bleibt. Um die inneren Kämpfe, um die Sehnsucht nach einem anderen Leben und um die Frage: Wer bin ich eigentlich, wenn ich niemandem etwas beweisen muss? Die Nacht wird in dieser Geschichte zu einem Raum. Tamar Noort hat einen warmherzigen und ehrlichen Roman geschrieben, der sich Zeit nimmt für seine Figuren. Es geht nicht um spektakuläre Wendungen, sondern um innere Bewegung. Die Dialoge sind feinfühlig, der Ton ist leise, aber nie belanglos. Ich habe den Roman unheimlich gern gelesen, nicht nur wegen der ungewöhnlichen Atmosphäre, sondern vor allem wegen der tiefen Einblicke in das Innenleben von Janis und Sina. Der Klappentext hat definitiv nicht zu viel versprochen. Fazit: 4/5 ⭐️ Wer leise, nachdenkliche Literatur mag, wird dieses Buch!

So eine leise und gleichzeitig unglaublich laute Geschichte…
Ich bin wirklich begeistert. Ich habe Janis und Sina auf ihrem Weg unglaublich gerne begleitet. Die Entwicklung einer wunderbaren Freundschaft vor dem Hintergrund eines wahnsinnig wichtigen Thema: Schlaf. Das Setting des Schlaflabors war unglaublich spannend. Wir begleiten Janis und Sina auch außerhalb dieses Settings in ihren Leben weiter. Die Probleme, Sorgen und Sehnsüchte sind so authentisch beschrieben, dass man meinen könnte, dass man den beiden an der nächsten Supermarktkasse begegnet könnte. Man hat das Gefühl, die beiden Protagonistinnen viel länger als nur 320 Seiten zu begleiten. Absolute Leseempfehlung!
Ein ruhiges Buch über innere Kämpfe und versöhnliche Momente
**** Mein Eindruck **** Dieses Buch setzt sich kritisch und durchdacht mit dem Problem auseinander, nicht in den Schlaf zu finden – obwohl im Leben scheinbar alles funktioniert. Doch was, wenn genau dieses „Funktionieren“ nicht dem entspricht, was man wirklich braucht? In den feinen Zwischentönen geht es um Rollenbilder, Erwartungen und die Frage, wie sehr wir uns in vorgegebene Strukturen fügen. Und noch wichtiger: Was möchte das Herz eigentlich? Was treibt uns wirklich an? Janis ist berufsbedingt wach, während andere schlafen. Sina hingegen liegt wach wegen ihrer inneren Kämpfe. Statt zur schnellen Pille zu greifen, landet sie im Schlaflabor – und dort begegnen sich die beiden. Eine kurze, aber nachhaltige Begegnung, die leise ihre Kreise zieht. Das Buch ist insgesamt äußerst ruhig erzählt und verfolgt einen versöhnlichen Ansatz im Umgang mit Schlafproblemen und innerer Unruhe. Viele Leserinnen und Leser werden sich hier wiederfinden – in der Rastlosigkeit, im Druck zu funktionieren, in der Suche nach einem sanfteren Umgang mit sich selbst. Mir persönlich fehlte jedoch ein Element, an dem ich emotional wirklich hätte hängenbleiben können. Die Figuren sind klug gezeichnet, charmant und interessant, doch die Geschichte bleibt sehr kontrolliert. Die Ecken und Kanten, das Laute, das Unbequeme – all das hätte ich mir stellenweise gewünscht. Auch die Botschaft bleibt eher sanft und indirekt, was sie zwar stimmig, aber für mich nicht nachhaltig genug machte, um das Buch zu einem Highlight werden zu lassen. Stilistisch gibt es nichts zu beanstanden: Der Text ist flüssig, durchdacht und sprachlich sauber. Dennoch fehlten mir die ganz großen, markanten Sätze, die sich ins Gedächtnis brennen. **** Empfehlung? **** Ein gutes, ruhiges Buch mit klugen Gedanken und einem versöhnlichen Blick auf innere Unruhe – aber keine Geschichte, die mich langfristig begleitet oder nachhaltig erschüttert hat. Vielleicht geht es dir dabei ja anders.
Zwei Frauen, die unter sehr ungewöhnlichen Umständen zueinander finden
Janis ist Krankenschwester in einem Schlaflabor und arbeitet entgegengesetzt ihres Biorhythmus. Als sie Sina in einem Dienst betreuen soll, verändert sich das Leben beider grundlegend. Ich fand das Buch sehr unterhaltsam geschrieben, manche stellen waren sehr humorvoll. Die Dynamik zwischen Janis und Sina war sehr authentisch und auch die Entwicklung war so schön mitanzusehen 🥹. Beim Hören des Buches habe ich die ganze Zeit einen kleinen Film im Kopf gehabt. Ich finde dieses Buch hat Miniserien Potential 🥰
Müde vom Leben
Janis bewacht während ihrer Nachtwache im Schlaflabor Menschen beim Schlafen. Sie arbeitet, wenn andere ruhen, lebt alleine und hat sich mit ihrem Leben somit arrangiert. Eines Nachts wacht Janis über Sina. Sina ist Lehrerin, 2-fache Mama und kann nicht schlafen. Ihr Schlafentzug bestimmt ihren Alltag, sie schafft nicht mehr alles aus eigener Kraft. Die Energie fehlt. So lernen sich Janis und Sina kennen. Es entsteht eine Freundschaft mit der Suche nach dem richtigen Platz im Leben. „Ist es nicht komisch, dass die deutsche Sprache ausgerechnet für einen Akt des Nichts tun so viele verschiedene Verben bereithält.“ Wer war nicht auch schonmal müde vom Leben? Die Autorin thematisiert ein Problem, was jeder kennt. Und was so einen starken Einfluss aufs eigene Wohlbefinden und Leben hat. Der Schlaf. Wie wichtig er ist, merkt man erst, wenn er fehlt oder gestört ist. Nur was steckt hinter Schlafproblemen? Und wie lange will man sich vor den Gründen verstecken? Eine tolle Geschichte, warmherzig, unterhaltsam, ehrlich und es bleibt in Erinnerung. „Nichts tun ist ein Tun.“
Tamar Noorts Roman „Der Schlaf der Anderen“ ist ein stilles, poetisches Werk über zwei Frauen, die inmitten nächtlicher Stille beginnen, sich selbst wieder zu hören – und zu finden. Es ist kein Roman der lauten Aufbrüche oder dramatischen Wendungen, sondern ein feinsinniges Porträt zweier Leben, die aus dem Takt geraten sind, und deren vorsichtige Annäherung neue Perspektiven eröffnet. Im Zentrum stehen Janis, Nachtwache in einem Schlaflabor, und Sina, eine Lehrerin mit chronischen Schlafstörungen. Während Janis sich scheinbar freiwillig der Nacht verschrieben hat, weil sie sich am Tag nicht mehr verorten kann, kämpft Sina verzweifelt um Kontrolle über ihr Leben – ein Leben, das ihr immer fremder geworden ist. Beide Frauen sind in unterschiedlichen Lebenssituationen gefangen, teilen jedoch ein Gefühl der Erschöpfung, der Orientierungslosigkeit und des inneren Ausgebranntseins. Tamar Noort beschreibt ihre Begegnung – die zunächst zufällig scheint – mit großer Zurückhaltung, aber auch mit viel Wärme. Aus einer gemeinsam verbrachten Nacht entwickelt sich mehr als nur Freundschaft: ein Raum zum Innehalten, zum Lauschen auf das eigene Ich, das unter Alltagslärm und Rollenerwartungen verschüttgegangen ist. Ihre Gespräche, das gemeinsame Schweigen, das Lachen und Weinen wirken nie überhöht, sondern zutiefst menschlich. Gerade in dieser unaufgeregten Erzählweise liegt die Kraft des Romans. Thematisch streift „Der Schlaf der Anderen“ viele relevante gesellschaftliche Aspekte: psychische Erschöpfung, strukturelle Unsichtbarkeit (vor allem von Frauen im Pflege- oder Bildungsbereich), die Belastung durch Schichtarbeit, das Scheitern an gesellschaftlichen Erwartungen. Doch Noort will kein Thesenroman gelingen – sie verwebt diese Themen leise, atmosphärisch und ohne erhobenen Zeigefinger. Stattdessen stellt sie Fragen: Was bedeutet Nähe, wenn man keine Geschichte miteinander teilt? Was heißt es, als Frau Mitte vierzig neu zu beginnen – nicht trotz, sondern mit allem Gepäck? Stilistisch überzeugt der Roman durch seine feine Sprache, seine ruhige Klarheit, seine subtile Melancholie. Noort gelingt es, durch wenige, präzise gesetzte Bilder eine dichte nächtliche Atmosphäre zu schaffen, die sich über das ganze Buch legt – wie ein dunkler Schleier, durch den langsam Licht fällt. Besonders gelungen ist die Gegenüberstellung von Janis’ nächtlicher Welt – distanziert, protokollierend, aber auch auf eine seltsame Weise zärtlich – mit Sinas überforderndem Alltag, der sie zunehmend aufzulösen droht. Kritisch anzumerken ist vielleicht, dass einige gesellschaftliche Konfliktlinien nur angedeutet und nicht konsequent vertieft werden. Doch genau das ist wohl Teil von Noorts Erzählhaltung: Sie bietet keine großen Lösungen, sondern öffnet Räume zum Nachspüren und Weiterdenken. „Der Schlaf der Anderen“ ist ein Buch, das nachklingt, wie ein Gespräch mitten in der Nacht – ehrlich, zart und überraschend intensiv. Wer sich auf das Tempo dieser Erzählung einlässt, wird reich belohnt – mit einer Geschichte über Aufbruch, Freundschaft und die Sehnsucht nach einem Leben, das wieder zu einem selbst passt.

Tiefgründiger leiser Roman!
. Ein leiser tiefgründiger Roman über die Rolle der Frau in unserer heutigen Gesellschaft aus der Sicht von, auf den ersten Blick zwei völlig unterschiedlichen Frauen, die im Nachhinein doch mehr gemeinsam haben als sie glaubten. Sehr unterhaltsam und wunderbar zu lesen und nachdenken. Absolute Leseempfehlung, meinerseits! 5/5⭐️ . Aber worum geht es genau… Sina, Lehrerin, verheiratet, Mutter und für jeden da, leider unter Schlaflosigkeit und wird um den Grund für diese festzustellen von ihrem neuen Arzt in eine Schlaflabor geschickt. Dort arbeitet Jannis, Single und einfach nur einsam und ausgelaugt durch die vielen Nachtschichten und das Leben. Diese zwei Frauen lernen sich kennen und merken schnell, dass sie ein unsichtbares Band verbindet… . Im Mittelpunkt von „Der Schlaf der Anderen“ stehen natürlich Sina und Jannis. Während Jannis und ihre Geschichte als Ich- Erzähler wiedergibt, verfolgen wir Sinas Geschichte aus der dritten Perspektive. Trotzdem ist das Buch sehr angenehm zu lesen und dieser extreme Perspektivwechsel fällt überhaupt nicht negativ auf. Wir erhalten tiefe Einblicke in beider Leben, die sehr realitätsnah beschrieben werden und merken als Leser eigentlich recht schnell, dass die Schlaflosigkeit beider Parteien durch ihre täglichen Aufgaben und Erwartungen anderer an sie geprägt wird. Und als es beiden dann klar wird und sie beginnen sich langsam ihr Leben bzw. Schlaf wieder zurück zu holen begleiten wir sie ein Stück. Doch es geht nicht nur um die Rolle der Frau. Es geht auch um die Beziehungen, die Frauek tagtäglich eingehen und sich dabei verlieren, um Freundschaft, um Unterstützung und allen voran darum, dass wir uns mal wieder um uns selbst kümmern sollten, als Frauen. Noorts Schreibweise ist leise und tiefgründig und so kommt der Roman auch daher und reißt dich als Leser mit auf eine Reise, die dich auch dazu bringt über dein eigenes Leben nachzudenken. Nicht zu letzte hat mich auch der Humor von Noort begeistert. Sie versteht es einfach eine mitreißende Geschichte mit sehr sympathischen Protagonistin zu schreiben. Einfach eine absolute Leseempfehlung! . Und wenn man neben der tollen Geschichte, noch dieses tolle Cover anschaut, fragt man sich… warum liegt dieses Buch nicht bei jedem auf dem Nachttisch?!?! 😁
Ein Roman, der zum Nachdenken anregt
"Der Schlaf der Anderen" von Tamar Noort ist ein Buch, das nachdenklich macht! In diesem Roman geht es um zwei Frauen, die aus unterschiedlichen Gründen einen gestörten Schlafrhythmus haben. Sina ist Lehrerin, steht im Beruf unter Druck (auch dem ihr vorgesetzten Ehemanns) und kann nachts ohne Tabletten überhaupt nicht mehr schlafen. Ihr Arzt überweist sie in das Schlaflabor, in dem Janis beschäftigt ist. Auch Janis leidet aufgrund ihrer Nachtschichten unter Schlafstörungen. janis ist Krankenschwester, hat aber wegen der belastenden Wechselschichten ins Schlaflabor gewechselt. Die beiden Frauen entwickeln eine zarte Verbindung zueinander, die allerdings durch eine unbedachte und spontane Handlung von Janis zu zerbrechen droht. Dieses (Hör)buch regt zum Nachdenken an. Zum Nachdenken über Freundschaft, aber auch über die Gesundheit. Wir erfahren in leichter und nicht medizinisch überfrachteter Sprache, wie wichtig Schlaf für uns ist und wie eine gestörter Schlafrhythmus sich auf unsere Gesundheit auswirken kann. Die Geschichte wird wechselweise aus der Sicht von Sina und Janis erzählt. Julia Nachtmann liest das Hörbuch mit viel Empathie und bringt den Lesenden so die Hauptcharaktere nah. Zwischendurch entsteht immer wieder Kino im Kopf, das einem manchmal auch breit grinsen lässt. Stichwort Sofa! Wir begleiten Sina und Janis auf dem Weg zu sich selbst, ruhig beschrieben, aber niemals langweilig. Das Cover hat mich ebenfalls angesprochen, zeigt es doch das vermeintliche Allheilmittel gegen Müdigkeit. . Eine Tasse Kaffee, die eine offensichtlich müde Frau in der Hand hält. Mich hat das Buch zum Nachdenken angeregt darüber, wie wir mit unserer Gesundheit umgehen. Und das nicht nur in den verschiedenen Berufsfeldern, sondern auch im Privatleben. Es zeigt die innere Zerrissenheit von Frauen im Berufsleben auf, die alles unter einen Hut bekommen wollen und sich dadurch selbst vernachlässigen. Ein schönes und leises Buch in einer schönen Sprache, wunderbar gelesen von Julia Nachtmann. Ich empfehle diesen Roman gerne weiter, auch an Menschen ohne Schlafstörungen. Ein Roman, der auch von Männern gelesen werden sollte! Es ist ein Roman über Frauen, aber keinesfalls ein Frauenroman...
Ein Zufall, eine gemeinsame Nacht.
...und so viel kann sich ändern! Im Schlaflabor, zwischen Wachen und Traumwelt, zwischen Gästin und Nachtwache entspinnt sich aus einem Funken Sympathie, aus einem gegenseitigen Erkennen eine unvergessliche Nacht, die im Leben der beiden Protagonistinnen notwendige Veränderungen anstößt. Was teilweise skurril anmutend seinen Verlauf nimmt, löst am Ende die Enge in der Brust und schafft Platz für Träume. Ich habe das Hörbuch, gelesen von Julia Nachtmann (was für ein passender Name!), gehört, welches mich durch Inhalt und Stimme wie eine warme Decke umhüllt hat.
Janis ist Krankenschwester in einem Schlaflabor, in das Sina als Patientin kommt. Es entwickelt sich eine sonderbare Beziehung zwischen den beiden. Janis wird übergriffig indem sie eine Nachricht an Sinas Mann abschickt, damit Sina weiterschlafen kann. Im Laufe der Nacht schleppen die dann noch gemeinsam ein Sofa durch die Nacht. Wir erfahren etwas über Sinas Leben als Lehrerin für Kunst. Kurz gefasst fühlen sich beide Frauen im falschen Leben, indem sie sich ihren emotionalen Defiziten stellen, wird auch das mit der Schlaflosigkeit besser und beide finden schließlich den Mut etwas in ihrem Leben zu verändern.
Eine wunderschön erzählte Geschichte! Ich mochte die Geschichte sehr. Der Schreibstil ist flüssig, feinfühlig und angenehm zu lesen. Die Kapitel sind abwechselnd aus der Perspektive von Janis bzw. Sina erzählt. Ich habe das Buch auch dank der kurzen Kapitel, fast in einem Rutsch durchgelesen. Tamar Noorts Roman "Der Schlaf der Anderen" ist ein wunderbares, bewegendes Buch über Freundschaft, die Möglichkeit der Veränderung, die Suche nach dem Platz im Leben und dem Ankommen, das mich sehr gut unterhalten hat. Mir fehlt es manchmal etwas an Tiefe, an emotionaler Verdichtung. Am Ende des Romans bleibt eine Frage offen: Wie geht es mit Sina und Janis weiter? Ich kann mir eine Fortsetzung dieser Geschichte sehr gut vorstellen. Ein tolles Buch, eine ganz klare Leseempfehlung von mir.
Nette Befreiung vom Alltag, die unweigerlich auf eine Supernova zusteuert.
Ein schönes, gut gelesenes Hörbuch über die Nacht, das Schlafen in der Öffentlichkeit und andere Tabus. Die beiden Hauptdarstellerinnen Janis und Sina befreien sich während der Geschichte ganz allmählich von Takt, den der Alltag ihnen vorgibt. Sie stoßen an die eigenen und die Grenzen der anderen. Was bei mir bleibt ist die Frage, ob wir auf Socken wirklich weniger streiten würden ;-) Lesens- bzw. hörenswert.
Schwebend.
Das Buch lies sich leicht lesen, was der Schönheit des Textes keinerlei Abbruch tat. Da waren viele Formulierungen, die mich angesprochen und berührt haben. Wie beispielsweise diese: „Menschen, die einen Verlust erlitten haben, kommen ihr oft erwachsener vor. Als wäre in der Trauer eine Wahrheit verborgen, die man erst erkennt, wenn man jemanden verloren hat“. Für mich lag die tröstliche Essenz des Buches darin, dass man sich spürt, in eigenen Befindlichkeiten und Bedürfnissen. Und dass sich mit Vertrauen in sich selbst neue, andere Wege einschlagen lassen. Dazu braucht es Rast, innehalten, Schlaf. Das Buch war mir eine gute Einladung, über mein Verhältnis dazu nachzudenken.

Im Klappentext des Buches heißt es "Der Schlaf der Anderen" erzählt von zwei Frauen auf «der Suche nach dem Platz im Leben, den wir manchmal wechseln müssen, um anzukommen. Und davon, dass wahre Freundschaft manchmal nicht eine lange gemeinsame Geschichte braucht.» (Emotion). Das fasst für mich das Buch gut zusammen. Ergänzen würde ich vielleicht noch, es geht ums Gesehen werden. Auch am zweiten Roman der Autorin hatte ich wieder viel Freude. Hervorheben möchte ich den Sprachstil und den Lesefluss.
Der Schlaf der Anderen von Tamar Noort In dem Buch geht es um Janis, die als Nachtwache in einem Schlaflabor arbeitet, und Sina, die einen geregelten Alltag als Lehrerin hat. Beide Frauen sind auf unterschiedliche Weise erschöpft und verlieren langsam den Halt in ihrem Leben. Als sich ihre Wege kreuzen, entsteht zwischen ihnen eine Verbindung, die ihnen hilft, sich selbst und ihren Alltag neu zu betrachten. Besonders interessant fand ich, wie unterschiedlich die beiden Frauen mit Druck und Erschöpfung umgehen: Janis nachts, zwischen schlaflosen Menschen, und Sina tagsüber, gefangen in Rollen, die ihr zunehmend fremd werden. Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich langsam, aber spürbar, und genau diese Ruhe macht das Buch stark. Gleichzeitig hätte ich mir stellenweise ein paar stärkere Höhepunkte gewünscht, weil die Grundidee so spannend ist. ★★★★☆ (4 von 5 Sternen)

"Der Schlaf der Anderen" erzählt von der Verbindung zwischen Janis und Sina, die miteinander eine Nacht verbringen, wobei sich eine enge Bindung zwischen den beiden entwickelt. Tamar Noorts Erzählung beginnt mit dem Kennenlernen der beiden, in abwechselnden Passagen erzählt sie dann die Biographie der beiden und auf welche Weise sie sich einander annähern. Ich habe das Hörbuch, das Julia Nachtmann eingesprochen hat, gerne gehört und bin der manchmal zu detaillierten Geschichte der beiden Frauen gerne gefolgt.
„Ich liege und warte, und am nächsten Morgen ist die Welt noch da in ihrer ganzen Schrecklichkeit, der Tag geht von vorne los, und ich frage mich, wie ich den Kopf hochhalten soll.“
——————————————————————————— Janis, Pflegefachkraft und Nachtwache im Schlaflabor, trifft auf Sina, Lehrerin, Mutter und völlig übermüdet und sofort scheinen sie genau das zu sein, was der jeweils anderen in ihrem Leben gefehlt hat. Leider konnte mich das Buch überhaupt nicht abholen. Ich hatte andere Erwartungen und fand die Handlung über weite Strecken sehr ermüdend, passend zu Janis’ zähen Nachtschichten. Es fehlten neue Ideen und Tiefgang, und insgesamt konnte ich keinen wirklichen Mehrwert aus der Geschichte ziehen, auch wenn ich mit der erschöpften Sina schon mitfühlen konnte. Schade fand ich außerdem, dass mehrfach der Begriff „Krankenschwester“ verwendet wurde, obwohl es längst geschlechtsneutrale und professionellere Bezeichnungen wie „Pflegefachkraft“ gibt. Auch eine kritische Auseinandersetzung damit, wie Janis und Sina in ihre jeweilige Lebenssituation geraten sind, blieb leider aus, dabei hätte genau das der Geschichte mehr Tiefe verleihen können.
"Der Schlaf gebietet über meinen Körper. Ich verabscheue ihn dafür, aber gleichzeitig sehne ich ihn herbei. Denn er erreicht seine Macht über mich mit einem einfachen Schachzug: mit seiner Abwesenheit. "
Janis arbeitet in einem Schlaflabor und lernt dort Sina kennen, die wegen ihrer Schlafprobleme dort ist. Zwischen den beiden Frauen entsteht schnell eine Verbindung, aus der sich eine besondere Freundschaft entwickelt. Dieses Buch ist ruhig und leise. Es lebt nicht von großen Ereignissen, sondern von seiner schönen Sprache und den Gedanken seiner Protagonistinnen. Gerade weil „nicht viel passiert“, entsteht Raum für Nähe und für das, was oft unausgesprochen bleibt. Ich habe mich immer wieder in den Gedanken von Janis und Sina wiedergefunden und war sehr berührt von ihrer Geschichte. Auch das Cover hat mir sehr gut gefallen und passt in seiner Schlichtheit und Stimmung perfekt. ✨📖

ein kurzweiliger Roman, der mich gut unterhalten hat
🛋️ 𝘋𝘦𝘳 𝘚𝘤𝘩𝘭𝘢𝘧 𝘨𝘦𝘣𝘪𝘦𝘵𝘦𝘵 𝘶̈𝘣𝘦𝘳 𝘮𝘦𝘪𝘯𝘦𝘯 𝘒𝘰̈𝘳𝘱𝘦𝘳. 𝘐𝘤𝘩 𝘷𝘦𝘳𝘢𝘣𝘴𝘤𝘩𝘦𝘶𝘦 𝘪𝘩𝘯 𝘥𝘢𝘧𝘶̈𝘳, 𝘢𝘣𝘦𝘳 𝘨𝘭𝘦𝘪𝘤𝘩𝘻𝘦𝘪𝘵𝘪𝘨 𝘴𝘦𝘩𝘯𝘦 𝘪𝘤𝘩 𝘪𝘩𝘯 𝘩𝘦𝘳𝘣𝘦𝘪. 𝘋𝘦𝘯𝘯 𝘦𝘳 𝘦𝘳𝘳𝘦𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘴𝘦𝘪𝘯𝘦 𝘔𝘢𝘤𝘩𝘵 𝘶̈𝘣𝘦𝘳 𝘮𝘪𝘤𝘩 𝘮𝘪𝘵 𝘦𝘪𝘯𝘦𝘮 𝘦𝘪𝘯𝘧𝘢𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘚𝘤𝘩𝘢𝘤𝘩𝘻𝘶𝘨: 𝘮𝘪𝘵 𝘴𝘦𝘪𝘯𝘦𝘳 𝘈𝘣𝘸𝘦𝘴𝘦𝘯𝘩𝘦𝘪𝘵. ⁽ᵁᴺᴮᴱᶻᴬᴴᴸᵀᴱ ᵂᴱᴿᴮᵁᴺᴳ⁾ 💭 Auf dieses Buch war ich sehr gespannt. Konnte es mich überzeugen? Wir begleiten in 𝘋𝘦𝘳 𝘚𝘤𝘩𝘭𝘢𝘧 𝘥𝘦𝘳 𝘈𝘯𝘥𝘦𝘳𝘦𝘯 abwechselnd zwei Frauen: Janis, die vom stressigen Klinikalltag in der Orthopädie ins Schlaflabor gewechselt ist, und Sina, die Patientin wird. Eigentlich läuft für Janis dort alles sehr routiniert. Es gibt nur eine Person pro Nacht, um die sie sich kümmern muss. Doch als Sina auftaucht, merkt Janis schnell, dass es dieses Mal anders ist. Teilweise fand ich Janis' Verhalten recht eigen, etwa wenn sie sich einfach Sinas Handy schnappt und deren Mann antwortet. Gleichzeitig ist es spannend zu sehen, wie sehr sich die beiden aus ihrem gewohnten Ablauf herausholen. Von Sina selbst erfahren wir über Rückblicke, wie sehr ihr stressiges Leben und ihr Alltag als Lehrerin sie belasten. Es wird deutlich, dass sie kaum noch richtig schlafen kann und dringend aus ihrem Trott ausbrechen muss. Dieser Drang führt schließlich so weit, dass sie aus dem Schlaflabor flieht und Janis ihr in die Nacht folgt. Die Entwicklungen, die daraus entstehen, und die Wendungen, die das Buch dann nimmt, fand ich überzeugend dargestellt. Besonders gefallen hat mir dabei, wie ein scheinbar unscheinbares Sofa eine ganz besondere Rolle bekommt. Sehr schön fand ich auch, wie Sina schließlich ihren Schulalltag neu gestaltet und dabei wieder einen echten Zugang zur Kunst entdeckt. Ein kleiner, aber feiner Kniff im Buch waren für mich außerdem die Uhrzeitangaben und die Schlaflabor-Linien über den Kapiteln, die perfekt zum Thema passen und das Setting greifbarer machen. Der Erzählton bleibt insgesamt ruhig und eher langsam, aber das passt zur Atmosphäre. Trotz dieser Ruhe ist es ein kurzweiliger Roman, der mich gut unterhalten hat. ⭐️⭐️⭐️⭐️☆






















































