Morgen kann kommen
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Description
Der neue Roman von Nummer-1-SPIEGEL-Bestsellerautorin Ildikó von Kürthy: mitreißend, warmherzig und witzig. Ein lebenskluger Roman für und über Frauen, die aus dem Schatten treten, zerstörerische Beziehungen beenden und endlich die Bühne ihres eigenen Lebens erobern.
Ein zerrissenes Foto bringt die Wahrheit ans Licht. Es ist die Momentaufnahme eines Verrats, der vier Schicksale miteinander verbindet, sie zusammenführt und mit den unbequemen Fragen der Lebensmitte konfrontiert: loslassen oder festhalten? Wer bin ich, wenn ich niemandem mehr gefallen will, und wo will ich hin, wenn ich mir von niemandem mehr sagen lasse, wo es langgeht? Ruth flieht mit dem Foto und ihrem viel zu großen Hund in die alte Villa der Großeltern. Dort trifft sie nach Jahren des Schweigens auf ihre Schwester, erkennt die Lüge, die sie entzweit, und das Verbrechen, das ihr Leben bestimmt hat. Sie schließt Rudi in ihr Herz, der sich im ersten Stock mit sanftmütiger Tapferkeit auf seinen Tod vorbereitet, aber vorher noch ein letztes Mal für Ordnung sorgen will. Sie begegnet Erdal, der unter Wechseljahresbeschwerden leidet und aus Versehen eine folgenschwere Entscheidung trifft, als er seine Cousine in die Villa einlädt. In schneller Abfolge gehen eine Nase und etliche Illusionen zu Bruch. Ruth tritt aus dem Schatten ihrer Vergangenheit. Und das Ende ist eigentlich erst der Anfang.
«Dieses Buch ist ein Befreiungsschlag! Mitreißend und bewegend, klug erdacht und ebenso warmherzig wie witzig geschrieben. Ein Roman für alle, die nicht länger gefallen wollen.» Maria Furtwängler
«Ildikó vermittelt in ihren Texten, wie auch im Leben, immer das berauschende Gefühl von Lebensfreude und Zuversicht. Sie nimmt sich ernst, aber nicht zu ernst. Sie wagt neue Wege und lädt uns dazu ein, sie zu begleiten. Ihre Botschaft: Lasst es uns probieren! Aufbruch und Neubeginn. Morgen kann kommen!» Bettina Böttinger
Book Information
Author Description
Ildikó von Kürthy ist Journalistin und eine der meistgelesenen deutschen Schriftstellerinnen. Sie lebt mit ihrer Familie in Hamburg. Ihre Bücher sind Nummer-1-Bestseller, wurden mehr als sieben Millionen Mal verkauft und in 21 Sprachen übersetzt.Ildikó von Kürthy ist Gastgeberin des Podcasts «Frauenstimmen», sie berichtet auf Facebook und Instagram über Wichtiges und Nichtiges und schreibt einen regelmäßigen Newsletter. Neuigkeiten und aktuelle Tourdaten auf: www.ildikovonkuerthy.de
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Leider dieses Mal nicht meine Geschichte
Es warbeinfach nicht meine Buch, was nicht heißen soll dass das Buch "nichts" ist. Aber Ildiko von Kürthy begeistert mich sonst einfach immer. Der Einstieg ins Buch ist mir dieses Mal schon ziemlich schwer gefallen und teilweise haben mich die Wechsel verwirrt. Die Charaktere hingegen haben mir alle super gefallen. Vielleicht hat mir dieses Mal einfach der sonst immer vorhandene Lachflash gefehlt 🥲

Wer bin ich, wenn ich nicht länger gefallen will? Und wo will ich hin, wenn ich mir von niemandem mehr sagen lasse, wo es langgeht?
Das waren die zentralen Fragen von Ruths Geschichte, einer Frau in ihren Fünfzigern, die ihr ganzes Leben im Schatten ihres prominenten Mannes führte. Nach einer herzzerreißenden Entdeckung beschließt sie, zu ihrer Schwester zu fahren - zu ihrer Schwester, mit der sie vor 15 Jahren am Tag ihrer Hochzeit den Kontakt komplett abgebrochen hatte. Neben ihrer Schwester trifft Ruth auf vier weitere, wunderbare Menschen, deren Schicksale mehr oder weniger unwissend ineinander verwoben sind. Ganz getreu dem Motto - jeder hat sein Päckchen zu tragen und „Ende jut, alles jut“. WOW was für ein Buch! Ich habe gelacht, geweint, war fassungslos - mich hat selten ein Buch so sehr mitgerissen. Die Charaktere Ruth, Rudi, Gloria, Fatma und Erdal waren so authentisch, liebevoll und witzig geschrieben - am Ende hätte ich alle am liebsten in eine riesen Umarmung gezogen. Für mich persönlich waren die verschiedenen Kapitel, entweder aus der Ich-Perspektive von Ruth, oder als Erzähler-Perspektive der anderen, nicht verwirrend. Ganz im Gegenteil, man wusste klar, um wen es hier geht! Auch fand ich nicht, dass die Erzählung zu irgendeinem Zeitpunkt nachließ. Ein weiterer Pluspunkt waren die wunderschönen Aquarell-Illustrationen in jedem Kapitel. Trotzdem muss ich eine klitzekleine Triggerwarnung geben, die Story behandelt stark die Thematiken toxische Beziehung mit Narzissten und Selbstverleugnung. Dadurch war es für mich stellenweise keine leichte Kost und aufwühlend, aber es hielt sich absolut im Rahmen. Eine absolute Herzensempfehlung!! 🤍
Es ist nie zu spät um neu anzufangen
"Viele Menschen denken, nur was wehtut, würde helfen. Sie quälen sich durch unangenehme Übungen, Behandlungen oder Beziehungen. Sie denken, da, wo die Angst ist, sei der Weg, und da, wo der Schmerz sitzt, liege auch die Lösung. Sie halten aus, statt sich zu fragen, was ihnen guttun würde, wo ihre Grenzen sind und wo ihr ureigener Weg ist. Oft liegt der Erfolg im Loslassen und nicht im Festhalten." S. 216 Eine tolle Geschichte über das Leben aus vielen Perspektiven von verschiedenen Persönlichkeiten und Schicksalen. Jeder hat seine eigene Geschichte. Niemand kann in den anderen hineinschauen und doch ist es irgendwann notwendig, sich zu öffnen um neu anfangen zu können. Und dafür ist es nie zu spät! Mit Mut und tollen Menschen im Leben. Mir hat die Geschichte an sich super gefallen. Auch, dass die Protagonisten über oder an die 50 Jahre alt waren, fand ich toll. Die Zeichnungen waren meiner Meinung nach überflüssig. Die hätte ich nicht gebraucht. Ich fand auch, dass ziemlich viele Zufälle hier stattgefunden haben. Aber… Es war von allem etwas dabei. Ein bisschen Witz. Ein bisschen Stärke. Ein bisschen Drama. Ein bisschen Zugehörigkeit. Ein bisschen Trauer. Ein bisschen Mut. Ein bisschen Freundschaft und ein bisschen Familie. Eine perfekte Kombination.
🌅✨️ Nicht nur Erdal Küppers gefällt das.
"Eine Frau ohne Gepäck ist entweder sehr vergesslich, sehr gefährlich oder sehr unglücklich." In diesem Fall ist Ruth die Unglückliche, die überstürzt in das Haus ihrer Kindheit zurückreist und dabei noch nicht weiß, dass sie gerade ihr bisheriges Leben hinter sich lässt. Mit gewohnter Beobachtungsgabe und gelegentlichem Frauenpathos erzählt Ildikó von Kürthy einmal mehr eine unterhaltsame Geschichte – mit, über und für Frauen. Und im Gegensatz zu den früheren Büchern der Autorin geht es nicht mehr nur um das Happy End, sondern eher um das Glücklichsein, auch wenn es nicht das geplante Happy End ist. Darum, sich selbst zu erkennen, wertzuschätzen und mit den eigenen Unzulänglichkeiten Frieden zu schließen. Und das gelingt ihr absolut. Auch strahlt das Haus von Oma Auguste allein aus den Beschreibungen so viel Wärme aus, dass man sich selbst dahin sehnt. Von Kürthys Bücher sind keine wahnsinnig anspruchsvolle Literatur und das müssen sie auch nicht sein. Denn dafür sind sie umso nahbarer und sorgen einfach immer für ein gutes Gefühl, sind an einigen Stellen so wunderbar lebensklug. Sehr gut gefallen hat mir auch der Faustschlag des guten Sozis, denn der war mehr als verdient. Gerne hätte ich nur gewusst, was er noch in petto hatte. Aber vielleicht folgt ja eines Tages eine Fortsetzung – Morgen kann kommen. "Viele Menschen denken, nur was wehtut, würde helfen. Sie quälen sich durch unangenehme Übungen, Behandlungen oder Beziehungen. Sie denken, da, wo die Angst ist, sei der Weg, und da, wo der Schmerz sitzt, liege auch die Lösung. Sie halten aus, statt sich zu fragen was ihnen guttun würde, wo ihre Grenzen sind und wo ihr ureigener Weg ist. Oft liegt der Erfolg im Loslassen und nicht im Festhalten."

War okay, schöne Message im Kern, Ende ist nicht zufriedenstellend
Das Buch war angenehm zu lesen. Spannend war es eher nicht, was für mich aber okay war. Die Handlung und Message hinter der Geschichte ist im Großen und Ganzen gut, aber auch nicht in die Tiefe gehend leider. Das Ende war für mich eher nicht zufriedenstellend. Man kann das Buch lesen, muss es aber nicht:)
Eine Geschichte über das Leben.
4 Geschichten, 4 Schicksale und alle führen am Ende zusammen. Es beginnt mit Ruth, die ein zerrissenes Foto findet, das ihr ganzes Leben verändert. Gloria findet ihre verloren geglaubte Schwester wieder. Fatma erfährt die Wahrheit über ihre Affäre. Rudi vermittelt und bekommt eine ganz besondere Rolle. Die Schicksale der Menschen haben mich sehr berührt. Ich mag es, wenn die Geschichten erst parallel verlaufen und dann am Ende zusammenführen. Das ist hier sehr gut gelungen, so dass es am Ende sehr emotional war.
Roman, vorhersehbar aber ganz lieb … 😉
Naja, Geschichte dreht sich eigentlich immer wieder um das selbe, wie sich manche Menschen manipulieren lassen und wie geschickt das andere wiederum können. Aber ganz nett geschrieben und angenehm zu lesen. Allerdings halt auch ein Buch, dass man schnell wieder vergisst …
Kann man mal eben flockig durchlesen, allzuviel Tiefe sollte man aber nicht erwarten. Dazu waren mir die Charaktere zu klischeehaft skizziert und der Lauf der Story etwas zu erwartbar und konstruiert. So richtig nah kam mir keine der Figuren, was schade ist, da hätte es Potential gegeben. Im letzten Drittel tritt die Story dann ein wenig auf der Stelle und mag nicht so recht vorankommen.
WOW
Als ich dieses Buch in der Buchhandlung in den Händen hielt, meinte eine Frau hinter mir, dass dies ihr momentanes Lieblingsbuch sei. Daraufhin musste ich es kaufen. DANKE an die Unbekannte. Es war ein Genuss<3 Ich fieberte mit den Charakteren mit und es rührte mich zu Tränen. Auf jeder Seite wurde eine Botschaft vermittelt, Lebensweisheiten geteilt und das Leben gefeiert. Morgen kann kommen. Auf das Haus Ohnsorg!

Spannung, Mitgefühl, Leben
Diese Buch war eine emotionale reise. In einigen Seiten habe ich gedacht ich wäre in dem Buch 🙈 Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und habe mir jede Zeichnung detailliert angeschaut. Die Geschichte war sehr gut und die dazugehörigen Bilder in dem Buch sehr schön anzusehen. Ich finde es sehr empfehlenswert ❣️
Das Buch hat mir tendenziell ein gutes Gefühl gegeben. Es ermutigt, sich selbst zu finden und mit sich selbst gnädig zu sein. Allerdings hat mich die Story anfangs etwas verwirrt, was vor allem an den vielen verschiednen Protas und Sichten gelegen hat.
Die Geschichte hat leider mehr als nur ein paar Seiten gebraucht um mich zu catchen. Ungefähr die ersten 100 Seiten habe ich gebraucht, um es mit mehr Lesemotivation in die Hand zu nehmen. Das lag vor allem daran, dass ich anfangs mit den vielen Protagonisten und Protagonistinnen nicht zurecht kam und mich die vielen verschiedenen Sichten verwirrten. Vor allem, weil anfangs sehr geheimnisvoll geschrieben wurde - was natürlich irgendwie auch zum Weiterlesen angeregt hat. Auch verwirrend für mich war, das zwar die Kapitel immer nach der Person benannt wurden aus deren Sicht es dann spielt, aber gleichzeitig gegen Ende der Kapitel dann teilweise ganze Seiten aus Sicht einer anderen Figur spielt. An diesen besonderen Schreib- und Erzählstil musste ich mich erst gewöhnen. Ebenfalls werden sehr viele Thematiken meiner Meinung nach behandelt: Familie, Freundschaft, Ehe(probleme), Tod, Krankheit, Pubertät, Elternschaft, Narzissmus, Abnehmen und Übergewicht und Selbstfindung. Allerdings wird nichts sonderlich tief beleuchtet wie ich finde. Man kann gut zu den Figuren relaten, man versteht sie auf einer gewissen Ebene und sie sind gut gezeichnet, allerdings finde ich es recht oberflächlich gehalten. Ein paar Gedankenanstöße hier und schon gehts weiter in der Story. Nichtsdestotrotz habe ich das Buch insgesamt gern gelesen. Die Geschichte ist spannend und sehr realitätsnah und wie am Schluss alles zusammengefügt wird, gefällt mir auch. Allerdings werden auch viele Themen noch angeschnitten und das sehr provokant. Depressionen seien auf ungesunde Ernährung zurückzuführen, sowie die Menopause. Das Thema Gewicht wird allgemein eher negativ kommentiert, auch wenn einige der Protagonisten zufrieden mit ihrem Gewicht sein sollen - es wirkt eher, als hätten sie sich damit abgefunden und nicht als wären sie wirklich zufrieden damit. Auch das Thema schlank sein ist eher negativ behaftet. Wer schlank ist, hungert seit Jahrzehnten etc. Wer wirklich Probleme mit seinem Gewicht oder dem Thema allgemein hat, wird mit dem Buch nicht zufrieden sein. Die kleinen Illustrationen innerhalb der Kapitel finde ich super schön und sie machen einen immer fröhlich, wenn man sie sieht.
Der typische Erzählstil von Ildyko von Kürthy, witzig aber auch emotional und ehrlich gefällt mir sehr gut. Ich mochte die meisten Protagonisten und man fühlte sich sehr wohl in vielen Szenen. Man konnte mitlachen und mitleiden. Manchmal vielleicht ein bisschen to mutch aber alles in allem ein lesenswertes Buch mit viel Gefühl und Stoff zum Nachdenken. Die eingefügten Bilder haben mir auch sehr gefallen.
ich mochte das buch sehr, weil man gemerkt hat, wie viel mühe und liebe in ihm steckt. ich hab manche figuren sehr geliebt, andere verachtet - wahrscheinlich ganz so wie ein sein sollte. ich habe auch das gefühl, manches in seiner größe nicht ganz kapiert zu haben, weil ich dafür wahrscheinlich zu jung bin. es hat deswegen auch oft „keinen“ spaß gemacht, es zu lesen. gerade bei langen passagen über die gedankenwelt der jeweils anderen. voll oft hab ich es nicht verstanden, als wirr empfunden, nur damit es dann an gewissen punkten wieder zusammen finden kann. wie man das findet muss jeder selbst wissen. plus: das ende mochte ich sehr, es war so poetisch und ich war etwas traurig. ganz so wie ich es mag
Mein Leseeindruck: Hier handelt es sich um eine bewegende Freundschafts- und Familiengeschichte, die mich gut unterhalten hat. Anfangs tat ich mir etwas schwer: Viele Namen, viele Geschichten, die ich erstmal einander zuordnen musste. Aber als ich mal drin war, passte dann alles zusammen. Eine Geschichte mitten aus dem Leben. Die Geschichte erzählt von Ruth, die sich viele Jahre ihrem egoistischen Schauspieler Ehemann Karl untergeordnet und sich selbst dabei völlig vergessen hat. Ihr Leben hat sie für ihn passend ausgerichtet, so, wie es dem Herrn eben recht ist. Karriere, keine Kinder, immer auf einen guten Ruf bedacht. Durch einen Zufall im Drogeriemarkt findet sie an der Fotoabteilung ein zerrissenes Bild, vergessen von einer anderen Kundin. Auf dem Bild zu sehen ihr eigener Ehemann in eindeutiger Pose. Kurz zuvor erklärte ihr der werte Herr Ehemann, dass er für unbestimmte Zeit eine Auszeit benötige, wofür Ruth sich natürlich verständlich zeigte (was hätte sie sonst tun sollen?). Hals über Kopf flüchtet sie nach Hamburg zu ihrer Schwester Gloria, mit der sie seit 15 Jahren nicht mehr gesprochen hat. Auch hier hatte der manipulative Karl seine Finger im Spiel. In der Villa Ohnsorg ihrer Großeltern findet Ruth Zuflucht und lernt die dort lebenden Freunde von Gloria und ihre Geschichten kennen. Ein frisches, sehr humorvoll geschriebenes Buch, welches trotzdem eine gewisse Tiefe mit sich bringt. Ich mochte besonders diesen trockenen Humor, oft saß ich grinsend da. Die tollen Illustrationen innerhalb des Buches passen immer hervorragend zur Geschichte. Der Schreibstil war wirklich erfrischend und auf den Punkt gebracht. Sehr berührt hat mich die Geschichte um das Thema Narzissmus, ich hatte richtig Mitgefühl mit Ruth und Gloria, weil dadurch so viel kaputt gegangen ist. Das Ende lässt mich nachdenklich und glücklich zurück. Ein paar Fragen wurden für mich nicht beantwortet (die Antworten konnte man sich aber durchaus denken), jedoch hätte ich ein paar Seiten mehr dazu besser gefunden. Insgesamt aber eine herzergreifende Geschichte, die toll geschrieben wurde und ich euch absolut empfehlen kann.

Amüsant, unterhaltsam, empathisch und emotional Worum geht’s? Als Ruth im Mülleimer einer Drogerie ein Foto findet, steht sie urplötzlich vor dem Aus ihrer Ehe. Sie weiß nicht was tun und wohin sie gehen kann und entflieht an einen Ort aus ihrer Kindheit, in das Haus ohne Hausnummer im Ohnsorgweg. In dem ihre Schwester wohnt. Ihre Schwester, zu der sie seit einer Ewigkeit keinen Kontakt hat. Meine Meinung: „Morgen kann kommen“ (Rowohlt Verlag, April 2022) von Ildikó von Kürthy ist das erste Buch, das ich von der Autorin lese. Aber ich kenne sie tatsächlich noch aus meiner Jugend mit ihren Artikeln in der Zeitschrift Brigitte. Schon damals hat mir ihre leichte, aber doch tiefgründige Art zu schreiben sehr gefallen. Schön bei dem Buch sind auch die eingepflegten Zeichnungen, die eine kleine Besonderheit darstellen. Das Buch selbst ist einfach unterhaltsam zu lesen. Die Autorin bietet uns eine Vielfalt an Emotionen, lustigen Szenen und empathischen und ganz eigenen Charakteren. Die WG, die Gloria in dem Haus im Ohnsorgweg gegründet hat, ist einfach nur schön. Ein lustig zusammengewürfelter Haufen, bei dem man direkt einziehen möchte. Es wirkt alles so leicht und unbeschwert und doch haben jede und jeder sein/ihr Päckchen zu tragen. Die Autorin verbindet auf einzigartige Weise die Themen Betrug, Narzissmus, Selbstaufgabe, Fremdgehen aber auch Freundschaft, Verzeihen, Krankheit und Zusammenhalt auf eine einzigartige Art miteinander. Erzählt von Menschen, die sich verlieren und dann wiederfinden. Von Selbstaufgabe und Selbstvertrauen. Dabei erzählt sie aus unterschiedlichen Perspektiven, was die Gedanken und Ansichten der einzelnen Personen noch deutlicher hervorbringt. Es hat unheimlich Spaß gemacht, Ruth zu begleiten, zu sehen, wie sie und ihre Schwester sich nach der langen Zeit wiedersehen. Mit den beiden gemeinsam alte Probleme zu thematisieren. Dann die Fastenkur von Erdal – wer hat das nicht schon durchgemacht. Und wie Ildikó von Kürthy dann betrogene Ehefrau und Affäre zusammenbringt, einfach grandios! Dann Sozi, der gegen seinen Hirntumor ankämpft. Der treue Freund von Gloria, der immer für sie da war und das war es auch, was mich am Ende besonders berührt hat, dass er, der sein Leben lang für andere da war, erleben durfte, dass alle auch für ihn da sind und er nicht alleine ist. Ein wirklich schönes Buch mit tollen Charakteren – es wäre so schön, wenn es das Haus im Ohnsorgweg tatsächlich geben würde. Fazit: In „Morgen kann kommen“ erzählt Ildikó von Kürthy auf wirklich amüsante aber auch anrührende Weise die Geschichte von Ruth, Gloria, Sozi, Fatma und all den anderen. Wir dürfen sie begleiten durch Freundschaft und Krankheit. Dürfen die Verzweiflung miterleben, den Kampf mit den Kilos, das Akzeptieren seiner selbst und das alles in dem Haus im Ohnsorgweg mit seiner WG, gegründet von Gloria, in die ich am Liebsten direkt mit einziehen würde. Ein bunt zusammengewürfelter Haufen Menschen, vereint durch das Schicksal und verbunden durch eine tiefe Freundschaft und Vertrauen, wo jeder für jeden da ist und jeder sein darf, wie er ist. 5 Sterne für dieses wirklich schöne Buch, das kurzweilig aber doch auch tiefsinnig zu lesen war!
Gefühlssturm der Extra Klasse
Triggerwarnungen weil ich es persönlich wertvoll finde wenn Lesende vorab wissen ob die Geschichte (aktuell) für einem passt: Die Geschichte behandelt sensible und potenziell belastende Themen, darunter unheilbare Krankheit, Wunsch nach Freitod, ehelichen Betrug, emotionale Unterdrückung sowie den Versuch sexueller Gewalt. Die Hauptprotagonistin ist ü50, was ich super erfrischend fand. Ich habe beim lesen geschmunzelt, war sehr wütend, habe gehofft, war betroffen, habe geweint und mich gefreut! Ein Buch und so viele Gefühle-grosse Empfehlung ❤️
Diese Frau kriegt mich immer wieder. Ihre Bücher berühren mich so sehr und kommen irgendwie immer zur richtigen Zeit in mein Leben. Also wie immer : grandios ❤️ 5⭐️ Lieblingszitate: "Nur wer sein Bett macht, kann die Welt verändern. Beginne den Tag mit dieser kleinen Aufgabe. Wenn du sie zu deiner Zufriedenheit erledigt hast, wirst du stolz sein und die nächsten, größeren Herausforderungen des Tages leichter meistern. Das hat nichts mit Spießigkeit zu tun. Es ist die Erkenntnis, dass es auf die kleinen Dinge im Leben ankommt. Und solltest du mal einen schweren Tag gehabt haben, an dem dir nichts gelingen wollte, dann kommst du nach Hause und das Bett ist gemacht . Von dir. Und dein gemachtes Bett macht dir Hoffnung, dass der nächste Tag ein besserer Tag wird. Morgen kann kommen." " ... Bücher sind sehr sensible, magische Geschöpfe, und vor Menschen, die ihnen nicht mit Respekt begegnen, verschließen sie sich. Der Zauber funktioniert nur, wenn ihr leise seid und ganz genau hin hört."
In dem Buch geht es um die Geschichte der beiden Schwestern Ruth und Gloria sowie deren Freunde. Die Geschichte handelt von Selbstreflexion, Freundschaft, Narzissmus, Lügen und Schicksalsschlägen. Das Buch ist herrlich ehrlich, witzig, spannend und ein bisschen traurig. Ich kann das Buch definitiv weiterempfehlen!
Einfühlsam, aber konstruiert
Ein einfühlsames und grundsätzlich schönes Buch, aber die Figuren wirken oft klischeehaft und vieles ist zu offensichtlich konstruiert. Besonders die vielen zufälligen Begegnungen lassen die Handlung künstlich erscheinen. Das polarisierende Ende mag als selbstbestimmt gemeint sein, wirkt aber unpassend – vor allem auf einem Schiff, wo andere zwangsläufig mit den Folgen konfrontiert werden. Insgesamt berührend, aber mit deutlichen Schwächen.
Ein wunderschön, warmherzig geschriebenes Buch - so richtig mitten aus dem Leben. Sobald die letzte Seite gelesen ist bedauert man, dass man die Charaktere nicht weiter in ihrem Leben begleiten kann. Es war mein erstes Buch der Autorin, nachdem ich über ihren interessanten und sympathischen Podcast Frauenstimmen“ auf sie neugierig wurde. Natürlich sagte sie mir auch bereits vorher schon etwas als Autorin - aber wie gesagt, gelesen hatte ich bisher noch nichts von ihr. Das wird sich nun ändern- danke liebe Frau von Kürthy für diesen wunderbaren Roman.
Ein zerrissenes Foto bringt die Wahrheit ans Licht. Es ist die Momentaufnahme eines Verrats, der vier Schicksale miteinander verbindet, sie zusammenführt und mit den unbequemen Fragen der Lebensmitte konfrontiert: loslassen oder festhalten? Wer bin ich, wenn ich niemandem mehr gefallen will, und wo will ich hin, wenn ich mir von niemandem mehr sagen lasse, wo es langgeht?
Die Geschichte ist eigentlich gut, jedoch hapert in meinen Augen an der Umsetzung. Die Geschichte wird von einem Personalzähler erzählt und darüber hinaus gibt es Rollen. Und dort liegt für mich das Problem, denn ich kam beim Lesen ein wenig durcheinander. Wem jetzt was passiert ist. Deswegen nur zwei von fünf Sternen. Hätte gerne mehr gegeben.
Ildiko von Kürthy begleitet mich als Autorin und Kommentatorin schon viele Jahre. Ihre Romane haben in allen Lebenslagen - von der jungen Frau Anfang 20 bis heute mit "Anfang 40" - zu meinen Themen gepasst. Kennt ihr Ildiko von Kürthy? Der Roman "Morgen kann Kommen" ist mir zufällig in die Hände gefallen und ich habe es in kurzer Zeit gelesen. Zum Inhalt: Ruth ist ein Fels in der Brandung, der ruhige, besonnene und immer verständige Part in einer Beziehung zu einem narzistischen "Promi", in dessen Hintergrund sie lebt. 15 Jahre Ehe im Schatten des bekannten Schauspielers Carl Westphal haben allerdings Spuren hinterlassen. Kinderlos und gezielt fern gehalten von der Familie und den Freunden, hat sich Ruth zu einer völlig angepassten Person entwickelt, die nur vom guten Willen ihres Gatten abhängt. Doch an dem Tag, an dem Carl seine Frau für eine seiner für die Schauspielerei so wichtigen "Auszeiten" orientierungslos zurücklässt, findet Ruth im Fotodrucker eines Drogeriemarktes ein liegengelassenes Photo ihres Mannes - fast nackt in einem fremden Hotel. Der Beweis der Untreue ist so offensichtlich dass Ruth völlig überreagiert. Sie setzt sich mit Dogge Dagmar ins Auto und fährt von ihrem Wohnort München nach Hamburg, in ihre Heimat - zur Schwester Maria, zu der sie seit kuriosen Vorkommnissen bei ihrer Hochzeit mit Carl vor genau 15 Jahren keinen Kontakt mehr hat. Dort widmet sich Ruth den zentralen Fragen: Wer bin ich? was will ich? Wie viele Kompromisse bin ich bereit einzugehen? Welchen Preis bin ich bereit zu zahlen? Will ich meine Ehe retten? Was bin ich mir selbst wert? Im Leben von Ruth und ihrer charakterstarken Schwester und ihren Freunden spielen diese zentralen Fragen eine große Rolle. Jeder der starken Charakteren hat sein Päckchen zu tragen. Bei all dem geht es um das eigene Lebensglück, um falsche Vorstellungen, um Unterordnung und Selbstentfaltung, um Freundschaft, Liebe und eine schwer erschütterte Geschwistergeschichte. Meine Meinung: mich hat die Geschichte sehr gut unterhalten und auch - wie alle vorherigen Bücher von Ildiko von Kürthy - inhaltlich sehr beschäftigt. Verpackt in eine Geschichte mit viel Gefühl und Witz sind tiefgehende Lebensfragen eingebettet. Sentimental und anrührend auf der einen Seite - das Leben bejahend und nachdenklich auch der anderen Seite. Ich gebe 4,5 von 5 Sternen ⭐

Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Der neue Roman von Nummer-1-SPIEGEL-Bestsellerautorin Ildikó von Kürthy: mitreißend, warmherzig und witzig. Ein lebenskluger Roman für und über Frauen, die aus dem Schatten treten, zerstörerische Beziehungen beenden und endlich die Bühne ihres eigenen Lebens erobern.
Ein zerrissenes Foto bringt die Wahrheit ans Licht. Es ist die Momentaufnahme eines Verrats, der vier Schicksale miteinander verbindet, sie zusammenführt und mit den unbequemen Fragen der Lebensmitte konfrontiert: loslassen oder festhalten? Wer bin ich, wenn ich niemandem mehr gefallen will, und wo will ich hin, wenn ich mir von niemandem mehr sagen lasse, wo es langgeht? Ruth flieht mit dem Foto und ihrem viel zu großen Hund in die alte Villa der Großeltern. Dort trifft sie nach Jahren des Schweigens auf ihre Schwester, erkennt die Lüge, die sie entzweit, und das Verbrechen, das ihr Leben bestimmt hat. Sie schließt Rudi in ihr Herz, der sich im ersten Stock mit sanftmütiger Tapferkeit auf seinen Tod vorbereitet, aber vorher noch ein letztes Mal für Ordnung sorgen will. Sie begegnet Erdal, der unter Wechseljahresbeschwerden leidet und aus Versehen eine folgenschwere Entscheidung trifft, als er seine Cousine in die Villa einlädt. In schneller Abfolge gehen eine Nase und etliche Illusionen zu Bruch. Ruth tritt aus dem Schatten ihrer Vergangenheit. Und das Ende ist eigentlich erst der Anfang.
«Dieses Buch ist ein Befreiungsschlag! Mitreißend und bewegend, klug erdacht und ebenso warmherzig wie witzig geschrieben. Ein Roman für alle, die nicht länger gefallen wollen.» Maria Furtwängler
«Ildikó vermittelt in ihren Texten, wie auch im Leben, immer das berauschende Gefühl von Lebensfreude und Zuversicht. Sie nimmt sich ernst, aber nicht zu ernst. Sie wagt neue Wege und lädt uns dazu ein, sie zu begleiten. Ihre Botschaft: Lasst es uns probieren! Aufbruch und Neubeginn. Morgen kann kommen!» Bettina Böttinger
Book Information
Author Description
Ildikó von Kürthy ist Journalistin und eine der meistgelesenen deutschen Schriftstellerinnen. Sie lebt mit ihrer Familie in Hamburg. Ihre Bücher sind Nummer-1-Bestseller, wurden mehr als sieben Millionen Mal verkauft und in 21 Sprachen übersetzt.Ildikó von Kürthy ist Gastgeberin des Podcasts «Frauenstimmen», sie berichtet auf Facebook und Instagram über Wichtiges und Nichtiges und schreibt einen regelmäßigen Newsletter. Neuigkeiten und aktuelle Tourdaten auf: www.ildikovonkuerthy.de
Posts
Leider dieses Mal nicht meine Geschichte
Es warbeinfach nicht meine Buch, was nicht heißen soll dass das Buch "nichts" ist. Aber Ildiko von Kürthy begeistert mich sonst einfach immer. Der Einstieg ins Buch ist mir dieses Mal schon ziemlich schwer gefallen und teilweise haben mich die Wechsel verwirrt. Die Charaktere hingegen haben mir alle super gefallen. Vielleicht hat mir dieses Mal einfach der sonst immer vorhandene Lachflash gefehlt 🥲

Wer bin ich, wenn ich nicht länger gefallen will? Und wo will ich hin, wenn ich mir von niemandem mehr sagen lasse, wo es langgeht?
Das waren die zentralen Fragen von Ruths Geschichte, einer Frau in ihren Fünfzigern, die ihr ganzes Leben im Schatten ihres prominenten Mannes führte. Nach einer herzzerreißenden Entdeckung beschließt sie, zu ihrer Schwester zu fahren - zu ihrer Schwester, mit der sie vor 15 Jahren am Tag ihrer Hochzeit den Kontakt komplett abgebrochen hatte. Neben ihrer Schwester trifft Ruth auf vier weitere, wunderbare Menschen, deren Schicksale mehr oder weniger unwissend ineinander verwoben sind. Ganz getreu dem Motto - jeder hat sein Päckchen zu tragen und „Ende jut, alles jut“. WOW was für ein Buch! Ich habe gelacht, geweint, war fassungslos - mich hat selten ein Buch so sehr mitgerissen. Die Charaktere Ruth, Rudi, Gloria, Fatma und Erdal waren so authentisch, liebevoll und witzig geschrieben - am Ende hätte ich alle am liebsten in eine riesen Umarmung gezogen. Für mich persönlich waren die verschiedenen Kapitel, entweder aus der Ich-Perspektive von Ruth, oder als Erzähler-Perspektive der anderen, nicht verwirrend. Ganz im Gegenteil, man wusste klar, um wen es hier geht! Auch fand ich nicht, dass die Erzählung zu irgendeinem Zeitpunkt nachließ. Ein weiterer Pluspunkt waren die wunderschönen Aquarell-Illustrationen in jedem Kapitel. Trotzdem muss ich eine klitzekleine Triggerwarnung geben, die Story behandelt stark die Thematiken toxische Beziehung mit Narzissten und Selbstverleugnung. Dadurch war es für mich stellenweise keine leichte Kost und aufwühlend, aber es hielt sich absolut im Rahmen. Eine absolute Herzensempfehlung!! 🤍
Es ist nie zu spät um neu anzufangen
"Viele Menschen denken, nur was wehtut, würde helfen. Sie quälen sich durch unangenehme Übungen, Behandlungen oder Beziehungen. Sie denken, da, wo die Angst ist, sei der Weg, und da, wo der Schmerz sitzt, liege auch die Lösung. Sie halten aus, statt sich zu fragen, was ihnen guttun würde, wo ihre Grenzen sind und wo ihr ureigener Weg ist. Oft liegt der Erfolg im Loslassen und nicht im Festhalten." S. 216 Eine tolle Geschichte über das Leben aus vielen Perspektiven von verschiedenen Persönlichkeiten und Schicksalen. Jeder hat seine eigene Geschichte. Niemand kann in den anderen hineinschauen und doch ist es irgendwann notwendig, sich zu öffnen um neu anfangen zu können. Und dafür ist es nie zu spät! Mit Mut und tollen Menschen im Leben. Mir hat die Geschichte an sich super gefallen. Auch, dass die Protagonisten über oder an die 50 Jahre alt waren, fand ich toll. Die Zeichnungen waren meiner Meinung nach überflüssig. Die hätte ich nicht gebraucht. Ich fand auch, dass ziemlich viele Zufälle hier stattgefunden haben. Aber… Es war von allem etwas dabei. Ein bisschen Witz. Ein bisschen Stärke. Ein bisschen Drama. Ein bisschen Zugehörigkeit. Ein bisschen Trauer. Ein bisschen Mut. Ein bisschen Freundschaft und ein bisschen Familie. Eine perfekte Kombination.
🌅✨️ Nicht nur Erdal Küppers gefällt das.
"Eine Frau ohne Gepäck ist entweder sehr vergesslich, sehr gefährlich oder sehr unglücklich." In diesem Fall ist Ruth die Unglückliche, die überstürzt in das Haus ihrer Kindheit zurückreist und dabei noch nicht weiß, dass sie gerade ihr bisheriges Leben hinter sich lässt. Mit gewohnter Beobachtungsgabe und gelegentlichem Frauenpathos erzählt Ildikó von Kürthy einmal mehr eine unterhaltsame Geschichte – mit, über und für Frauen. Und im Gegensatz zu den früheren Büchern der Autorin geht es nicht mehr nur um das Happy End, sondern eher um das Glücklichsein, auch wenn es nicht das geplante Happy End ist. Darum, sich selbst zu erkennen, wertzuschätzen und mit den eigenen Unzulänglichkeiten Frieden zu schließen. Und das gelingt ihr absolut. Auch strahlt das Haus von Oma Auguste allein aus den Beschreibungen so viel Wärme aus, dass man sich selbst dahin sehnt. Von Kürthys Bücher sind keine wahnsinnig anspruchsvolle Literatur und das müssen sie auch nicht sein. Denn dafür sind sie umso nahbarer und sorgen einfach immer für ein gutes Gefühl, sind an einigen Stellen so wunderbar lebensklug. Sehr gut gefallen hat mir auch der Faustschlag des guten Sozis, denn der war mehr als verdient. Gerne hätte ich nur gewusst, was er noch in petto hatte. Aber vielleicht folgt ja eines Tages eine Fortsetzung – Morgen kann kommen. "Viele Menschen denken, nur was wehtut, würde helfen. Sie quälen sich durch unangenehme Übungen, Behandlungen oder Beziehungen. Sie denken, da, wo die Angst ist, sei der Weg, und da, wo der Schmerz sitzt, liege auch die Lösung. Sie halten aus, statt sich zu fragen was ihnen guttun würde, wo ihre Grenzen sind und wo ihr ureigener Weg ist. Oft liegt der Erfolg im Loslassen und nicht im Festhalten."

War okay, schöne Message im Kern, Ende ist nicht zufriedenstellend
Das Buch war angenehm zu lesen. Spannend war es eher nicht, was für mich aber okay war. Die Handlung und Message hinter der Geschichte ist im Großen und Ganzen gut, aber auch nicht in die Tiefe gehend leider. Das Ende war für mich eher nicht zufriedenstellend. Man kann das Buch lesen, muss es aber nicht:)
Eine Geschichte über das Leben.
4 Geschichten, 4 Schicksale und alle führen am Ende zusammen. Es beginnt mit Ruth, die ein zerrissenes Foto findet, das ihr ganzes Leben verändert. Gloria findet ihre verloren geglaubte Schwester wieder. Fatma erfährt die Wahrheit über ihre Affäre. Rudi vermittelt und bekommt eine ganz besondere Rolle. Die Schicksale der Menschen haben mich sehr berührt. Ich mag es, wenn die Geschichten erst parallel verlaufen und dann am Ende zusammenführen. Das ist hier sehr gut gelungen, so dass es am Ende sehr emotional war.
Roman, vorhersehbar aber ganz lieb … 😉
Naja, Geschichte dreht sich eigentlich immer wieder um das selbe, wie sich manche Menschen manipulieren lassen und wie geschickt das andere wiederum können. Aber ganz nett geschrieben und angenehm zu lesen. Allerdings halt auch ein Buch, dass man schnell wieder vergisst …
Kann man mal eben flockig durchlesen, allzuviel Tiefe sollte man aber nicht erwarten. Dazu waren mir die Charaktere zu klischeehaft skizziert und der Lauf der Story etwas zu erwartbar und konstruiert. So richtig nah kam mir keine der Figuren, was schade ist, da hätte es Potential gegeben. Im letzten Drittel tritt die Story dann ein wenig auf der Stelle und mag nicht so recht vorankommen.
WOW
Als ich dieses Buch in der Buchhandlung in den Händen hielt, meinte eine Frau hinter mir, dass dies ihr momentanes Lieblingsbuch sei. Daraufhin musste ich es kaufen. DANKE an die Unbekannte. Es war ein Genuss<3 Ich fieberte mit den Charakteren mit und es rührte mich zu Tränen. Auf jeder Seite wurde eine Botschaft vermittelt, Lebensweisheiten geteilt und das Leben gefeiert. Morgen kann kommen. Auf das Haus Ohnsorg!

Spannung, Mitgefühl, Leben
Diese Buch war eine emotionale reise. In einigen Seiten habe ich gedacht ich wäre in dem Buch 🙈 Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und habe mir jede Zeichnung detailliert angeschaut. Die Geschichte war sehr gut und die dazugehörigen Bilder in dem Buch sehr schön anzusehen. Ich finde es sehr empfehlenswert ❣️
Das Buch hat mir tendenziell ein gutes Gefühl gegeben. Es ermutigt, sich selbst zu finden und mit sich selbst gnädig zu sein. Allerdings hat mich die Story anfangs etwas verwirrt, was vor allem an den vielen verschiednen Protas und Sichten gelegen hat.
Die Geschichte hat leider mehr als nur ein paar Seiten gebraucht um mich zu catchen. Ungefähr die ersten 100 Seiten habe ich gebraucht, um es mit mehr Lesemotivation in die Hand zu nehmen. Das lag vor allem daran, dass ich anfangs mit den vielen Protagonisten und Protagonistinnen nicht zurecht kam und mich die vielen verschiedenen Sichten verwirrten. Vor allem, weil anfangs sehr geheimnisvoll geschrieben wurde - was natürlich irgendwie auch zum Weiterlesen angeregt hat. Auch verwirrend für mich war, das zwar die Kapitel immer nach der Person benannt wurden aus deren Sicht es dann spielt, aber gleichzeitig gegen Ende der Kapitel dann teilweise ganze Seiten aus Sicht einer anderen Figur spielt. An diesen besonderen Schreib- und Erzählstil musste ich mich erst gewöhnen. Ebenfalls werden sehr viele Thematiken meiner Meinung nach behandelt: Familie, Freundschaft, Ehe(probleme), Tod, Krankheit, Pubertät, Elternschaft, Narzissmus, Abnehmen und Übergewicht und Selbstfindung. Allerdings wird nichts sonderlich tief beleuchtet wie ich finde. Man kann gut zu den Figuren relaten, man versteht sie auf einer gewissen Ebene und sie sind gut gezeichnet, allerdings finde ich es recht oberflächlich gehalten. Ein paar Gedankenanstöße hier und schon gehts weiter in der Story. Nichtsdestotrotz habe ich das Buch insgesamt gern gelesen. Die Geschichte ist spannend und sehr realitätsnah und wie am Schluss alles zusammengefügt wird, gefällt mir auch. Allerdings werden auch viele Themen noch angeschnitten und das sehr provokant. Depressionen seien auf ungesunde Ernährung zurückzuführen, sowie die Menopause. Das Thema Gewicht wird allgemein eher negativ kommentiert, auch wenn einige der Protagonisten zufrieden mit ihrem Gewicht sein sollen - es wirkt eher, als hätten sie sich damit abgefunden und nicht als wären sie wirklich zufrieden damit. Auch das Thema schlank sein ist eher negativ behaftet. Wer schlank ist, hungert seit Jahrzehnten etc. Wer wirklich Probleme mit seinem Gewicht oder dem Thema allgemein hat, wird mit dem Buch nicht zufrieden sein. Die kleinen Illustrationen innerhalb der Kapitel finde ich super schön und sie machen einen immer fröhlich, wenn man sie sieht.
Der typische Erzählstil von Ildyko von Kürthy, witzig aber auch emotional und ehrlich gefällt mir sehr gut. Ich mochte die meisten Protagonisten und man fühlte sich sehr wohl in vielen Szenen. Man konnte mitlachen und mitleiden. Manchmal vielleicht ein bisschen to mutch aber alles in allem ein lesenswertes Buch mit viel Gefühl und Stoff zum Nachdenken. Die eingefügten Bilder haben mir auch sehr gefallen.
ich mochte das buch sehr, weil man gemerkt hat, wie viel mühe und liebe in ihm steckt. ich hab manche figuren sehr geliebt, andere verachtet - wahrscheinlich ganz so wie ein sein sollte. ich habe auch das gefühl, manches in seiner größe nicht ganz kapiert zu haben, weil ich dafür wahrscheinlich zu jung bin. es hat deswegen auch oft „keinen“ spaß gemacht, es zu lesen. gerade bei langen passagen über die gedankenwelt der jeweils anderen. voll oft hab ich es nicht verstanden, als wirr empfunden, nur damit es dann an gewissen punkten wieder zusammen finden kann. wie man das findet muss jeder selbst wissen. plus: das ende mochte ich sehr, es war so poetisch und ich war etwas traurig. ganz so wie ich es mag
Mein Leseeindruck: Hier handelt es sich um eine bewegende Freundschafts- und Familiengeschichte, die mich gut unterhalten hat. Anfangs tat ich mir etwas schwer: Viele Namen, viele Geschichten, die ich erstmal einander zuordnen musste. Aber als ich mal drin war, passte dann alles zusammen. Eine Geschichte mitten aus dem Leben. Die Geschichte erzählt von Ruth, die sich viele Jahre ihrem egoistischen Schauspieler Ehemann Karl untergeordnet und sich selbst dabei völlig vergessen hat. Ihr Leben hat sie für ihn passend ausgerichtet, so, wie es dem Herrn eben recht ist. Karriere, keine Kinder, immer auf einen guten Ruf bedacht. Durch einen Zufall im Drogeriemarkt findet sie an der Fotoabteilung ein zerrissenes Bild, vergessen von einer anderen Kundin. Auf dem Bild zu sehen ihr eigener Ehemann in eindeutiger Pose. Kurz zuvor erklärte ihr der werte Herr Ehemann, dass er für unbestimmte Zeit eine Auszeit benötige, wofür Ruth sich natürlich verständlich zeigte (was hätte sie sonst tun sollen?). Hals über Kopf flüchtet sie nach Hamburg zu ihrer Schwester Gloria, mit der sie seit 15 Jahren nicht mehr gesprochen hat. Auch hier hatte der manipulative Karl seine Finger im Spiel. In der Villa Ohnsorg ihrer Großeltern findet Ruth Zuflucht und lernt die dort lebenden Freunde von Gloria und ihre Geschichten kennen. Ein frisches, sehr humorvoll geschriebenes Buch, welches trotzdem eine gewisse Tiefe mit sich bringt. Ich mochte besonders diesen trockenen Humor, oft saß ich grinsend da. Die tollen Illustrationen innerhalb des Buches passen immer hervorragend zur Geschichte. Der Schreibstil war wirklich erfrischend und auf den Punkt gebracht. Sehr berührt hat mich die Geschichte um das Thema Narzissmus, ich hatte richtig Mitgefühl mit Ruth und Gloria, weil dadurch so viel kaputt gegangen ist. Das Ende lässt mich nachdenklich und glücklich zurück. Ein paar Fragen wurden für mich nicht beantwortet (die Antworten konnte man sich aber durchaus denken), jedoch hätte ich ein paar Seiten mehr dazu besser gefunden. Insgesamt aber eine herzergreifende Geschichte, die toll geschrieben wurde und ich euch absolut empfehlen kann.

Amüsant, unterhaltsam, empathisch und emotional Worum geht’s? Als Ruth im Mülleimer einer Drogerie ein Foto findet, steht sie urplötzlich vor dem Aus ihrer Ehe. Sie weiß nicht was tun und wohin sie gehen kann und entflieht an einen Ort aus ihrer Kindheit, in das Haus ohne Hausnummer im Ohnsorgweg. In dem ihre Schwester wohnt. Ihre Schwester, zu der sie seit einer Ewigkeit keinen Kontakt hat. Meine Meinung: „Morgen kann kommen“ (Rowohlt Verlag, April 2022) von Ildikó von Kürthy ist das erste Buch, das ich von der Autorin lese. Aber ich kenne sie tatsächlich noch aus meiner Jugend mit ihren Artikeln in der Zeitschrift Brigitte. Schon damals hat mir ihre leichte, aber doch tiefgründige Art zu schreiben sehr gefallen. Schön bei dem Buch sind auch die eingepflegten Zeichnungen, die eine kleine Besonderheit darstellen. Das Buch selbst ist einfach unterhaltsam zu lesen. Die Autorin bietet uns eine Vielfalt an Emotionen, lustigen Szenen und empathischen und ganz eigenen Charakteren. Die WG, die Gloria in dem Haus im Ohnsorgweg gegründet hat, ist einfach nur schön. Ein lustig zusammengewürfelter Haufen, bei dem man direkt einziehen möchte. Es wirkt alles so leicht und unbeschwert und doch haben jede und jeder sein/ihr Päckchen zu tragen. Die Autorin verbindet auf einzigartige Weise die Themen Betrug, Narzissmus, Selbstaufgabe, Fremdgehen aber auch Freundschaft, Verzeihen, Krankheit und Zusammenhalt auf eine einzigartige Art miteinander. Erzählt von Menschen, die sich verlieren und dann wiederfinden. Von Selbstaufgabe und Selbstvertrauen. Dabei erzählt sie aus unterschiedlichen Perspektiven, was die Gedanken und Ansichten der einzelnen Personen noch deutlicher hervorbringt. Es hat unheimlich Spaß gemacht, Ruth zu begleiten, zu sehen, wie sie und ihre Schwester sich nach der langen Zeit wiedersehen. Mit den beiden gemeinsam alte Probleme zu thematisieren. Dann die Fastenkur von Erdal – wer hat das nicht schon durchgemacht. Und wie Ildikó von Kürthy dann betrogene Ehefrau und Affäre zusammenbringt, einfach grandios! Dann Sozi, der gegen seinen Hirntumor ankämpft. Der treue Freund von Gloria, der immer für sie da war und das war es auch, was mich am Ende besonders berührt hat, dass er, der sein Leben lang für andere da war, erleben durfte, dass alle auch für ihn da sind und er nicht alleine ist. Ein wirklich schönes Buch mit tollen Charakteren – es wäre so schön, wenn es das Haus im Ohnsorgweg tatsächlich geben würde. Fazit: In „Morgen kann kommen“ erzählt Ildikó von Kürthy auf wirklich amüsante aber auch anrührende Weise die Geschichte von Ruth, Gloria, Sozi, Fatma und all den anderen. Wir dürfen sie begleiten durch Freundschaft und Krankheit. Dürfen die Verzweiflung miterleben, den Kampf mit den Kilos, das Akzeptieren seiner selbst und das alles in dem Haus im Ohnsorgweg mit seiner WG, gegründet von Gloria, in die ich am Liebsten direkt mit einziehen würde. Ein bunt zusammengewürfelter Haufen Menschen, vereint durch das Schicksal und verbunden durch eine tiefe Freundschaft und Vertrauen, wo jeder für jeden da ist und jeder sein darf, wie er ist. 5 Sterne für dieses wirklich schöne Buch, das kurzweilig aber doch auch tiefsinnig zu lesen war!
Gefühlssturm der Extra Klasse
Triggerwarnungen weil ich es persönlich wertvoll finde wenn Lesende vorab wissen ob die Geschichte (aktuell) für einem passt: Die Geschichte behandelt sensible und potenziell belastende Themen, darunter unheilbare Krankheit, Wunsch nach Freitod, ehelichen Betrug, emotionale Unterdrückung sowie den Versuch sexueller Gewalt. Die Hauptprotagonistin ist ü50, was ich super erfrischend fand. Ich habe beim lesen geschmunzelt, war sehr wütend, habe gehofft, war betroffen, habe geweint und mich gefreut! Ein Buch und so viele Gefühle-grosse Empfehlung ❤️
Diese Frau kriegt mich immer wieder. Ihre Bücher berühren mich so sehr und kommen irgendwie immer zur richtigen Zeit in mein Leben. Also wie immer : grandios ❤️ 5⭐️ Lieblingszitate: "Nur wer sein Bett macht, kann die Welt verändern. Beginne den Tag mit dieser kleinen Aufgabe. Wenn du sie zu deiner Zufriedenheit erledigt hast, wirst du stolz sein und die nächsten, größeren Herausforderungen des Tages leichter meistern. Das hat nichts mit Spießigkeit zu tun. Es ist die Erkenntnis, dass es auf die kleinen Dinge im Leben ankommt. Und solltest du mal einen schweren Tag gehabt haben, an dem dir nichts gelingen wollte, dann kommst du nach Hause und das Bett ist gemacht . Von dir. Und dein gemachtes Bett macht dir Hoffnung, dass der nächste Tag ein besserer Tag wird. Morgen kann kommen." " ... Bücher sind sehr sensible, magische Geschöpfe, und vor Menschen, die ihnen nicht mit Respekt begegnen, verschließen sie sich. Der Zauber funktioniert nur, wenn ihr leise seid und ganz genau hin hört."
In dem Buch geht es um die Geschichte der beiden Schwestern Ruth und Gloria sowie deren Freunde. Die Geschichte handelt von Selbstreflexion, Freundschaft, Narzissmus, Lügen und Schicksalsschlägen. Das Buch ist herrlich ehrlich, witzig, spannend und ein bisschen traurig. Ich kann das Buch definitiv weiterempfehlen!
Einfühlsam, aber konstruiert
Ein einfühlsames und grundsätzlich schönes Buch, aber die Figuren wirken oft klischeehaft und vieles ist zu offensichtlich konstruiert. Besonders die vielen zufälligen Begegnungen lassen die Handlung künstlich erscheinen. Das polarisierende Ende mag als selbstbestimmt gemeint sein, wirkt aber unpassend – vor allem auf einem Schiff, wo andere zwangsläufig mit den Folgen konfrontiert werden. Insgesamt berührend, aber mit deutlichen Schwächen.
Ein wunderschön, warmherzig geschriebenes Buch - so richtig mitten aus dem Leben. Sobald die letzte Seite gelesen ist bedauert man, dass man die Charaktere nicht weiter in ihrem Leben begleiten kann. Es war mein erstes Buch der Autorin, nachdem ich über ihren interessanten und sympathischen Podcast Frauenstimmen“ auf sie neugierig wurde. Natürlich sagte sie mir auch bereits vorher schon etwas als Autorin - aber wie gesagt, gelesen hatte ich bisher noch nichts von ihr. Das wird sich nun ändern- danke liebe Frau von Kürthy für diesen wunderbaren Roman.
Ein zerrissenes Foto bringt die Wahrheit ans Licht. Es ist die Momentaufnahme eines Verrats, der vier Schicksale miteinander verbindet, sie zusammenführt und mit den unbequemen Fragen der Lebensmitte konfrontiert: loslassen oder festhalten? Wer bin ich, wenn ich niemandem mehr gefallen will, und wo will ich hin, wenn ich mir von niemandem mehr sagen lasse, wo es langgeht?
Die Geschichte ist eigentlich gut, jedoch hapert in meinen Augen an der Umsetzung. Die Geschichte wird von einem Personalzähler erzählt und darüber hinaus gibt es Rollen. Und dort liegt für mich das Problem, denn ich kam beim Lesen ein wenig durcheinander. Wem jetzt was passiert ist. Deswegen nur zwei von fünf Sternen. Hätte gerne mehr gegeben.
Ildiko von Kürthy begleitet mich als Autorin und Kommentatorin schon viele Jahre. Ihre Romane haben in allen Lebenslagen - von der jungen Frau Anfang 20 bis heute mit "Anfang 40" - zu meinen Themen gepasst. Kennt ihr Ildiko von Kürthy? Der Roman "Morgen kann Kommen" ist mir zufällig in die Hände gefallen und ich habe es in kurzer Zeit gelesen. Zum Inhalt: Ruth ist ein Fels in der Brandung, der ruhige, besonnene und immer verständige Part in einer Beziehung zu einem narzistischen "Promi", in dessen Hintergrund sie lebt. 15 Jahre Ehe im Schatten des bekannten Schauspielers Carl Westphal haben allerdings Spuren hinterlassen. Kinderlos und gezielt fern gehalten von der Familie und den Freunden, hat sich Ruth zu einer völlig angepassten Person entwickelt, die nur vom guten Willen ihres Gatten abhängt. Doch an dem Tag, an dem Carl seine Frau für eine seiner für die Schauspielerei so wichtigen "Auszeiten" orientierungslos zurücklässt, findet Ruth im Fotodrucker eines Drogeriemarktes ein liegengelassenes Photo ihres Mannes - fast nackt in einem fremden Hotel. Der Beweis der Untreue ist so offensichtlich dass Ruth völlig überreagiert. Sie setzt sich mit Dogge Dagmar ins Auto und fährt von ihrem Wohnort München nach Hamburg, in ihre Heimat - zur Schwester Maria, zu der sie seit kuriosen Vorkommnissen bei ihrer Hochzeit mit Carl vor genau 15 Jahren keinen Kontakt mehr hat. Dort widmet sich Ruth den zentralen Fragen: Wer bin ich? was will ich? Wie viele Kompromisse bin ich bereit einzugehen? Welchen Preis bin ich bereit zu zahlen? Will ich meine Ehe retten? Was bin ich mir selbst wert? Im Leben von Ruth und ihrer charakterstarken Schwester und ihren Freunden spielen diese zentralen Fragen eine große Rolle. Jeder der starken Charakteren hat sein Päckchen zu tragen. Bei all dem geht es um das eigene Lebensglück, um falsche Vorstellungen, um Unterordnung und Selbstentfaltung, um Freundschaft, Liebe und eine schwer erschütterte Geschwistergeschichte. Meine Meinung: mich hat die Geschichte sehr gut unterhalten und auch - wie alle vorherigen Bücher von Ildiko von Kürthy - inhaltlich sehr beschäftigt. Verpackt in eine Geschichte mit viel Gefühl und Witz sind tiefgehende Lebensfragen eingebettet. Sentimental und anrührend auf der einen Seite - das Leben bejahend und nachdenklich auch der anderen Seite. Ich gebe 4,5 von 5 Sternen ⭐
























































