In ihrem Haus: Shortlist des Booker Prizes 2024! | Gewinnerin des Women's Prize 2025 | "Ein fulminantes Debüt über Liebe, Besitzen und Besessenheit" DER SPIEGEL

In ihrem Haus: Shortlist des Booker Prizes 2024! | Gewinnerin des Women's Prize 2025 | "Ein fulminantes Debüt über Liebe, Besitzen und Besessenheit" DER SPIEGEL

Ebook
4.281

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Book Information

Main Genre
N/A
Sub Genre
N/A
Format
Ebook
Pages
444
Price
N/A

Characteristics

3 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
42%
9%
1%
66%
42%
75%
51%
66%
52%
40%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
33%
89%
74%
63%

Pace

Fast33%
Slow33%
Moderate33%
Variable0%

Writing Style

Simple0%
Complex0%
Moderate100%
Bildhaft (100%)Minimalistisch (33%)Poetisch (67%)Außergewöhnlich (33%)

Posts

18
All
3.5

Schwer zu bewerten 💭

Das Buch behandelt einige super wichtige Themen und geht einem definitiv unter die Haut. Der Schreibstil ist… anders? Atmosphärisch und manchmal ausschweifend, was scheinbare Belanglosigkeiten angeht. Aber genau das macht den Vibe des Buches aus wie ich finde. Ich habe mich vorher nicht wirklich über den Inhalt informiert und wurde deshalb total überrascht, einige der Wendungen habe ich wirklich nicht kommen sehen. Und obwohl garnicht viel spannendes passiert, fliegt man regelrecht durch die Seiten. Definitiv ein Buch, auf das man sich voll & ganz einlassen muss, um es zu verstehen und zu fühlen.

3

Der Roman erzählt die Geschichte von Isabel, die 1961 allein im abgelegenen Haus ihrer verstorbenen Mutter lebt – ein Ort, der für sie Schutzraum, Identitätskern und Gefängnis zugleich ist. Ihr geordnetes, stilles Leben gerät ins Wanken, als ihr Bruder Louis seine neue Freundin Eva für einige Wochen bei ihr einquartiert. Mit Eva zieht Unruhe ein und gleichzeitig entsteht eine unerwartete, irritierende Anziehung zwischen den beiden Frauen. „In ihrem Haus“ ist eine psychologisch dichte Geschichte über Isolation, queere Selbstfindung und die Schatten einer verdrängten Vergangenheit. Die Handlung entfaltet sich langsam, aber mit stetig wachsender Spannung – getragen von der Frage, wem das Haus wirklich gehört und wer Isabel sein könnte, wenn sie sich der Wahrheit stellt.

3.5

Kurze, prägnante Sätze nehmen den Leser hinein in das Leben der Protagonisten mit all ihren Schwierigkeiten, Besondersartigkeiten und Neurosen in die 60er Jahren nach Holland. Hendrik, Isabel und Louis, drei Geschwister um die dreißig, begegnen bei einem Treffen in einem Restaurant erstmalig Louis Freundin Eva. Dann baut sich die Geschichte auf und Isabel hat mir als Charakter sehr gefallen, während die anderen farbloser blieben. Die Wendungen im Laufe der Geschichte haben mich teilweise überrascht. Erzählt wird u.a. von queeren Lebenserfahrungen im Kontext der 1960ger Jahre. Das ist nicht so mein Thema, daher hat mir dieser Teil der Story nicht gefallen. Allerdings hat es mich berührt zu lesen, welche Auswirkungen die Jundenverfolgungen auch in Holland hatten. Der Roman hinterlässt in mir eine geteilte Meinung. Super Schreibstil, gut und flüssig lesbar. Aber im mittleren Teil inhaltlich nicht meine Geschichte.

3.5

Das Buch wurde in meiner Instagram-Bubble sehr gehyped, und ich konnte nicht widerstehen, es dann auch lesen zu wollen. Leider war ich nicht so begeistert wie die Massen.

Rezensionsexemplar: „Verkauft“ wurde das Buch als verschachtelte Geschichte, in der eine Geschichte in einer Geschichte in einer Geschichte passiert — mit vermeintlich unerwarteten Wendungen. Da ich aber das Einband gelesen hatte und dort die Rede war von „Rache“, haben mich die Wendungen wenig überrascht. Stattdessen war ich durchgehend angespannt und habe gewartet, bis irgendwas „Schlimmes“ passiert. Dementsprechend habe ich die ersten 100 Seiten auch als relativ düster und bedrückend, wenn nicht erdrückend empfunden, und danach ging für mich die Geschichte erst richtig los und gewann an Spannung. Aber zunächst ein paar Worte zum Inhalt: das Buch ist in drei Teile geteilt—von denen ich nicht so viel vorweg nehmen möchte, um nicht zu spoilern. Wir folgen in der Geschichte der Protagonistin und Niederländerin Isabel. Sie ist 31 und lebt seit ihrer frühen Kindheit in einem Haus auf dem Land in der Nähe von Amsterdam. Sie ist dort mit ihren zwei Brüdern aufgewachsen, Louis und Henrik, und ihrer Mutter. Die Geschichte spielt um 1960, also der Nachkriegszeit. Der Vater ist schon früh am Anfang des Krieges verstorben (er fiel die Treppe herunter und erlag wenige Wochen später vermutlich den Konsequenzen dieses Falls). Die Mutter starb, als Isabel Anfang 20 war. Zu der Zeit waren ihre beiden Brüder bereits ausgezogen beziehungsweise von der Kälte ihrer Mutter geflohen. Isabel war also allein und verbleibt auch allein in ihrem Haus und schottet sich von ihrer Außenwelt überwiegend ab. Die einzigen Menschen, die sie hin und wieder trifft, sind ihre Haushälterin Neelke, der aufdringliche Nachbar, Johan, ihre Tante Rian, ihr Onkel, sowie ihre beiden Brüder. Zu den monatlichen Treffen unter den Geschwistern bringt ihr großer Bruder Louis meist seine aktuelle Freundin mit — diese ist am Anfang der Geschichte Eva. Und ab, da steigen wir auch ein. Das Buch ist eine Erzählung von der Nachkriegszeit in den Niederlanden, bespricht die Erfahrung von Juden und Jüdinnen während und nach dem Krieg, diskutiert Besitz und Anspruch, und erzählt von queeren Lebenserfahrungen (in den sechziger Jahren). Alles in allem sehr spannend, vor allem ab dem zweiten Teil, wo die Geschichte endlich ihren Lauf nimmt. Dennoch empfand ich keinen der Charaktere im Buch in irgendeiner Weise als sympathisch und die Stimmung auf den ersten 100 Seiten fande ich anstrengend, dennoch würde ich das Buch auf jeden Fall weiter empfehlen, da es doch sehr wichtige Themen auf eine interessante und neue Art und Weise aufgreift. (Vielen Dank an NetGalley und den Gutkind Verlag für das Rezensionsexemplar)

5

Wenn man das Buch liest, weiß man am Anfang überhaupt nicht, was einen erwartet. So traurig und so schön, unfassbar fesselnd. Ich würd‘s gern nochmal lesen, ohne die Geschichte schon zu kennen.

3

Zuviel gewollt

Wir schreiben das Jahr 1961 und Isabel lebt seit dem Tod ihrer Mutter in dem Haus der Familie. Ihre Brüder Louis und Hendrik zogen früh aus. Isabel blieb, alleine aber nicht einsam zurück. Zusammen mit Dienstmädchen Neelke hält sie Haus und Hof in Ordnung und entfernt sich als überaus disziplinierte Person mit starren Prinzipien, keinen Zentimeter ihrer auferlegten Prinzipien, ähnlich ihrer eigenen Mutter. Eines Tages, ohne Absprache, muss Louis‘ Freundin Eva mit in die Immobilie ziehen und bringt Isabels Leben gehörig durcheinander. „In unserem Haus“ ist ein eigenwilliges Debut, welches sich keinem Genre anpassen mag. Der Inhalt umfasst einmal einen Erzählstrang auf familiärer und beziehungstechnischer Ebene und zum anderen Tatsachen bezüglich jüdischer Enteignungen während des 2. Weltkrieges. Yarl van der Wouden kann mit Stimmungen und Umgebungsbeschreibungen. Gerne hätte ich von ihr diesbezüglich mehr gelesen. Doch ihr Augenmerk lag auf der mit vielen Wendungen versehenen Geschichte, mit der sie sich m.E. ein wenig übernommen hat und zuviel wollte. Die angesprochenen Themen hätten für zwei starke Romane ausgereicht und so verliert sie sich gleich dem Cover, in all den Räumlichkeiten des Hauses und packt noch eine queere Liebesgeschichte obendrauf, welche sich voller Verlangen liest, jedoch ob der Auflösung für mich überhaupt nicht passen mag. Isabel habe ich als Charakter gemocht. Voller Zwänge, unter strenger Hand erzogen, wird sie als sehr prägnant und detailliert dargestellt und hat zwischen den Seiten viel Platz zur Charakterentwicklung. Ihre Brüder und auch Eva, wirken richtiggehend blass neben ihr. #inihremhaus ist mit seinen außergewöhnlichen Wendungen ein kurzweiliger und spannender Roman, der einer eigensinnigen Ordnung folgt.

5

Das schweigen über vergangene elendigkeit

Isabell ist eines von drei Kindern und die Jennifer die nach dem Tod der Mutter im Haus geblieben ist und sich kümmert, doch ist sie 61 eben nicht diejenige die das Haus auch bekommt denn als Frau ist es doch so das man heiratet und zum Mann zieht. Ihren großen Bruder ist es vorbestimmt und so ist nur verständlich das Isabell nicht glücklich ist als dieser ihr Eva vor die Füße setzt und bei ihr einquartiert. Im Haus passieren seltsame Dinge, Sachen verschwinden und da ist dieses Gefühl in ihren Magen wenn Eva in ihrer Nähe ist, und Fragen über die Zeit des Krieges. Diese Geschichte von einer Frau die sich selber findet , die sich mit ihrer und vor allem der Vergangenheit ihres Hauses auseinander setzen muss und dabei feststellt das auch sie die Augen verschlossen hatte und das obwohl alles in ihrer Umgebung doch geradezu schrie. Eine bewegende Geschichte deren Realität einen einholt und umhüllt. Das schweigen, das vergessen und das aufarbeiten der Vergangenheit ist noch immer ungebrochen und gerade heute so wichtig ! Der Umgang mit den juden die vertrieben ihr gab und gut zurück lassen mussten, enteignet und ohne Besitz da standen und das Wissen das in der Gesellschaft herrschte aber weggewischt wurde um sich dieser bitteren Vergangenheit nicht stellen zu müssen

3

Ich erkenne, dass dieses Buch handwerklich krass ist, aber ich fand Isabel durchweg unsympathisch, konnte Handlungen menschlich nicht immer nachvollziehen und die gedrückte Atmosphäre hat mich unruhig durch die Seiten gehetzt. Das ist alles bewusst so gemacht, aber meins war es einfach nicht.

4

Ich habe mir dieses Buch ausgewählt, um es auf der Segelfreizeit auf dem IJsselmeer zu lesen. Ich hielt den niederländischen Kontext für passend und wurde nicht enttäuscht. Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten die Charaktere auseinanderzuhalten und konnte leider auch einigen Sprüngen nicht ganz folgen (das kann aber auch an meiner Umgebung gelegen haben). Das wurde aber immer besser und vor allem Teil III hat mir dann richtig gut gefallen und Alles aufgelöst. Selbst bin ich nicht auf den Plot gekommen, aber insgesamt hat mir die Geschichte dann richtig gut gefallen. Ich mag die Verletzlichkeit der beiden Charakterinnen und auch den geschichtlichen Hintergrund sowie die Dynamik und Darstellung von Homosexualität. Trotz der Startschwierigkeiten konnte ich es dann nur schwer aus der Hand legen und ich habe jede freie Segel-Minute darin weitergelesen. Insgesamt 4 Sterne, für 5 hätte ich noch mehr Tiefgang und an einigen Passagen auch mehr Klarheit bzw. Kontext gebraucht.

Post image
4

Fesselnd und atmosphärisch – aber leider mit zu vielen Fehlern

Von Anfang an hat mich In ihrem Haus begeistert. Die Geschichte zieht einen direkt in ihre dichte, manchmal bedrückende Atmosphäre. Es war eine angenehme, wenn auch oft melancholische Leseerfahrung. Ich konnte Isabel in vielen Momenten unglaublich gut verstehen – ihre Gefühle, ihre Unsicherheit und auch ihre vorsichtige Annäherung an Eva. Die Wendung am Ende war für mich stimmig und sehr schön erzählt. Schade nur, dass die Geschichte nicht noch ein wenig weiterging! Dennoch wurde auf den wenigen Seiten alles präzise und auf den Punkt gebracht, ohne unnötige Abschweifungen. Was mich allerdings massiv gestört hat, waren die vielen Rechtschreibfehler. Sie haben meinen Lesefluss immer wieder unterbrochen, was wirklich schade war. Gerade bei einem Buch mit so einer dichten, feinfühligen Sprache ist das besonders ärgerlich.

4

Vom Sehen und gesehen werden

Dieses Buch ist gerade zu Beginn und Ende wirklich gut. Im Zentrum des Buches steht „ihr Haus“. Das Haus dient u.a. als Ort der Geschichte, steht aber auch als Sinnbild innerer und äußerer Mauern und für die Gefühle der Protagonist*innen (der Ofen wird befeuert/nur eine Glühbirne brennt/alles ist an seinem Platz/überall liegen Dinge verstreut). Das Buch konfrontiert die Lesenden dabei immer wieder mit der Forderung: Sieh hin! Sprich es aus! Ganz beiläufig, aber unaufhaltsam verrät das Haus Geheimnisse der niederländischen Kriegs- und Nachkriegsjahre, die mir bis dato eher unbekannt waren. Um hier einmal Sherlock Holmes zu zitieren: „Die Welt ist voller offensichtlicher Dinge, die niemand je bemerkt.“ Teil II hätte für mich etwas weniger ausschweifend erzählt werden können. Diese Ebene kommt für meinen Geschmack gegenüber der fein eingewobenen historischen Betrachtung zu dominant daher. Alles in allem hat mir das Buch aber wirklich gut gefallen.

5

Sapphic Highlight des Jahres ❤️‍🔥

Oha! Ich habe es so geliebt! Isabel hat mich teilweise zur Weißglut getrieben… Aber ich liebe ihr character development. Und die spicy Szenen sind 😮‍💨 chefs kiss.

4

Ein stilistisch elegante Roman mit subtiler Spannung, historischen Tiefen und queerer Liebesgeschichte. Ich hatte gänzlich was vollkommen anderes erwartet. Der Plot war plötzlich da und ich sah ihn nicht kommen … Verdrängte Wahrheit, alte Wunden, Besitz und historische Schuld – ein faszinierender Blickwinkel, der Geschichte.

4

🙄😡🤯🫢😮🥺

4

Vibes mit Twist

Das Buch hat sich wie so ein nostalgischer Sepia-Filter angefühlt, ganz viel Atmosphäre und Vibes. Ein Zeittrip in die 60er. So allgemein hat es sich für mich von Beginn und Ende nicht ganz flüssig zusammengezogen; das Warmwerden dauert, man weiß lange nicht, worum es überhaupt geht, es wird teils ausschweifend und ich rechne bei Literatur, die nicht explizit als Romance vermarktet ist, auch nicht mit ausführlicher Erotik (ist für mich wie ein Jumpscare dann). Der große Plottwist ist aber wahrscheinlich einer meiner liebsten ever? Einfach gut gemacht, und gut gemachte Twists errate ich nie, einfach weil sie keinem bestimmten Muster folgen. Dadurch entfaltet sich die Wirkung, die Schwere, die ganze "Essenz" und das fand ich großartig. Wird es mein Lieblingsbuch? Nein, ABER handwerklich zugesagt hat es mir dennoch.

3.5

Eine schöne queere Liebesgeschichte mit ungeahnter Tiefe Kann Spoiler enthalten!

Ich mochte das Buch sehr gerne. Der Schreibstil war sehr angenehm und bin quasi durch das Buch geflogen. Das Buch teilt sich in drei Teile. Im ersten Teil lernen wir Isabel, die Hauptfigur kennen. Sie ist Anfang 30 und schrullig, langweilig und verklemmt. Dazu zeigt sie zwanghafte Züge. Es macht Spaß, die Abneigung Isabels gegen Eva im ersten Teil zu verfolgen und Teil ihrer doch sehr verschrobenen Weltsicht zu sein. Während Isabel nahezu scheußlich zu Eva ist, versucht sich diese immer wieder mit ihr zu verstehen. Gegen Ende des 1. Teils nähern sich die beiden Frauen immer mehr an. Im zweiten Teil des Buches geht es um die intime Beziehung der beiden. In teils sehr erotischen Passagen wird die Affäre der beiden Frauen beschrieben. Grotesker Weise ist es nun Eva, die immer wieder auf Abstand geht. Der dritte Teil dreht sich zunächst um Evas Vergangenheit als jündisches Kind während des 2. WK. Das Haus, in dem Isabel wohnt, gehörte einst ihrer Familie und Eva wollte zunächst nur an die Familie von Isabel heran, um zurück in das Haus ihrer Kindheit zu kommen. Aus einer queeren Liebesgeschichte in den 60er Jahren wird ein Roman mit ungeheurer historischer Tiefe. Am Ende muss ich sagen, dass ich die Idee sehr mochte, jedoch ein bisschen mehr Auseinandersetzung mit dem Thema Schuld gewünscht hätte. Eva fühlt sich beraubt, Isabel sagt, sie wusste davon nichts… Eva klagt sie an, nur um diese ganze Debatte dann nicht wieder aufzugreifen und ein ziemlich obsessives Ende zu schreiben. Die beiden Frauen und ihre Beziehung sind relativ toxisch, das wird am Ende sehr deutlich.

3.5

Okay, es war auf jeden Fall absolut nicht, was ich erwartet habe. Am Anfang dachte ich, es ist vielleicht eine Art Thriller, dann dachte ich, es ist eine Romanze, dann dachte ich, ok, ich lag falsch mit beidem 😂

Es hat mir an sich gut gefallen, habe es als Hörbuch gehört. Aber die Themen sind nicht ganz mein Interessengebiet. Der Plot war aber gut! unerwartet. Und bedrückend.

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