Ich trug den gelben Stern

Ich trug den gelben Stern

Softcover
4.321
UntertauchenNationalsozialismusBerichtErinnerung

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Description

Ein Dokument über Entrechtung, Verfolgung, Deportation und Tod, über Illegalität und Identitätsverlust und zugleich stiller menschlicher Hilfsbereitschaft.

Viele Angehörige der älteren Generation erinnern sich noch daran, wie die Nazis ihre Kindheit mißbrauchten, ohna daß sie dies damals erfassen konnten. Wie aber erlitten die Söhne und Töchter jüdischer Eltern diese Zeit? Inge Deutschkron, in Berlin aufgewachsen, mußte erfahren, was es heißt, ein jüdisches Kind zu sein. Zunächst bedeutete dies nur, nicht mit Gleichaltrigen spielen zu können, vom Schwimmen- und Sportunterricht ausgeschlossen zu sein, mehrmals die Schule zu wechseln und in andere Stadtviertel umzuziehen zu müssen. Allmächlich kommt die Angst vor Verhaftungen zuinzu, und bald wird der Familie klar, daß es sich um eine planmäßige Diskriminierung handelt, an deren Ende die totale Menschenverachtung und Mord stehen.

Der Ausbruch des Krieges verhindert die Emigration. Ab 1941 mußten die Juden den gelben Stern tragen, die ersten Deportationen unter den 66 000 Berlinern Juden setzten ein. Die verzweifelte Angst vor dem offenbar unausweichlichen Schicksal wurde übermächtig. Für Inge Deutschkron und ihre Mutter begann nun ein Leben in Illegalität, unter fremder Identität, lebensbedrohend für sie selbst wie für ihre Freunde, die ihnen in menschlicher Solidarität Beistand gewährten.

Nach Jahren der quälenden Angst vor der Entdeckung haben sie schließlich den bürokratisierten Sadismus des nationalsozialistischen Systems überlebt: zwei unter 1423 Juden in Berlin, die dem tödlichen Automatismus entronnen sind.

Book Information

Main Genre
Biographies
Sub Genre
Historical Figures
Format
Softcover
Pages
224
Price
13.40 €

Author Description

Inge Deutschkron, geboren 1922 in Finsterwalde, ist Journalistin. Sie erwarb 1966 die israelische Staatsbürgerschaft und lebt seit 1972 abwechselnd in Israel und Deutschland. 1994 wurde sie mit dem Moses-Mendelssohn-Preis ausgezeichnet. Autorin von ›Ich trug den gelben Stern‹.Am 29.11.2002 wurde Inge Deutschkron hat vom Berliner Senat die Rahel-Varnhagen-von-Ense-Medaille für ihre Arbeit mit Jugendlichen überreicht. Buchmarkt online: »Mit der undotierten Auszeichnung ehrt die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Zusammenarbeit mit der Stiftung Preußische Seehandlung Persönlichkeiten, die sich um das literarische Leben in Berlin verdient gemacht haben.«Inge Deutschkron ist am 09.03.2022 in Berlin verstorben.

Posts

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All
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Ein Buch was berührt und zeigt wie diese Zeit wirklich war.

Dieses Buch hat mich tief bewegt, vielleicht gerade weil ich mit Blindenwerkstatt Otto Weidt bereits einen Teil von Inge Deutschkrons Geschichte kannte und deshalb mit einer Mischung aus Erwartung, Respekt und innerer Anspannung zu Ich trug den gelben Stern gegriffen habe, und doch war ich nicht darauf vorbereitet, wie nah mir dieses Buch gehen würde, denn hier begleiten wir Inge Deutschkron von ihrer Kindheit an durch das Leben im nationalsozialistischen Deutschland, durch ein Berlin, das sich Schritt für Schritt in einen feindlichen Ort verwandelt, in dem selbst ein Kind früh begreift, dass dieses System nicht nur falsch, sondern tödlich ist, und genau diese kindliche Klarheit, dieses frühe Verstehen, hat mich besonders getroffen, weil es zeigt, wie gnadenlos die Realität schon für die Jüngsten war; beim Lesen lief es mir mehr als einmal kalt den Rücken hinunter, weil das, was hier so sachlich und klar erzählt wird, kaum auszuhalten ist – die ständige Angst, das Ausgeliefertsein, die Willkür der Nazis, die schleichende Entrechtung und schließlich der Verlust des Vaters, während Inge mit ihrer Mutter versucht, irgendwie zu überleben, getragen auch von dem Mut und der Menschlichkeit anderer, die helfen, verstecken, Risiken eingehen, was dem Grauen zumindest kleine, aber umso wichtigere Lichtpunkte entgegensetzt; beeindruckt hat mich dabei besonders, dass Deutschkron nichts dramatisiert und nichts beschönigt, sondern das „normale“ Leben im Dritten Reich zeigt, gerade dadurch wird das Unfassbare erst recht begreifbar, und der einfache, klare, fast nüchterne Stil mit den kurzen Kapiteln ist für mich genau richtig, weil er Raum lässt für die eigenen Gedanken und Gefühle, ohne den Leser zu überwältigen oder zu belehren; für mich ist dieses Buch nicht nur eine erschütternde Lebensgeschichte, sondern ein stiller, eindringlicher Appell, der zeigt, wie alles begann, und gerade deshalb halte ich es für unglaublich wichtig, dass insbesondere Jugendliche dieses Buch lesen, weil es Geschichte menschlich macht, ohne sie zu entschärfen – ein Buch, das weh tut, nachhallt und das man nicht einfach wieder zuklappt und vergisst.

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Ich finde es immer wieder wichtig sich daran zu erinnern welche Auswirkungen Fachismus hatte und dies nicht zu vergessen. Hier folgt man zwei Jüdinnen die, dank der Hilfe mutiger Menschen, das Glück hatten dem KZ zu entgehen und sich geschickt bis zum Kriegsende irgendwie durchzumogeln und zu überleben. Einzige Kritik sind manche Sprünge in der Erzählung, die manchmal das Folgen etwas erschwert haben.

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Phantastisch

𝓦𝓮𝓻𝓫𝓾𝓷𝓰 - 𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷𝓼𝓮𝔁𝓮𝓶𝓹𝓵𝓪𝓻 Hallo #bookis 👋 Es gibt Zeiten, die dürfen nicht in Vergessenheit geraten, deshalb zeige und lese/höre ich immer wieder gerne Bücher, die sich mit unserer Geschichte befassen. #ichtrugdengelbenstern von #ingedeutschkron erzählt eine äußerst interessante Geschichte rund um das Leben als Jüdin. Obwohl ich schon wirklich sehr viel zu dieser Thematik gelesen und gehört habe, konnte ich hier nochmal richtig dazu lernen. Es gibt Aspekte, von denen ich nie zuvor gehört hatte. Man spürt, dass die Autorin Journalistin geworden ist, denn ihre Art zu erzählen ist phantastisch. Sie legt so viel Information und trotzdem Leichtigkeit in ihren Lebens-Bericht, dass es unheimlich leicht ist, das Buch zu lesen oder zu hören. Gefühlt unterscheidet sich dieses Buch sehr von anderen Büchern, die den Holocaust behandeln, denn die junge Jüdin und ihre Mutter erzählen hier ihre Geschichte außerhalb eines Lagers, denn sie haben es jahrelang geschafft, Hetze und Ausgrenzung zu umgehen, beziehungsweise sich recht gut zu verstecken. Eine wirklich wichtige und sehr sehr gute Erzählung und deshalb eine ganz dicke Empfehlung von mir! 5/⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Sterne Danke @netgalleyde und @aufbau_verlage für das #Rezensionsexemplar #Bücher #bücherwurm #büchertipp #bücherempfehlung #büchersucht #bücherliebe #booklover #books #bookbosomed #bookstagramgermany #booklove #lesen #lesenmachtglücklich #lesenswert #lesenistschön #netgalleyde #Hörbuch #hörbuchliebe #hörbuchtipp #hörbuchempfehlung #hörbücher #hörbuchjunkie

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Ich möchte zu diesem Buch nicht viel sagen, außer dass man es gelesen/gehört haben sollte. Jedes Buch aus dem zweiten Weltkrieg welches zeigt wie grausam & ekelhaft der Faschismus ist, sollte von jedem konsumiert werden. Egal wie. Ich hatte an vielen Stellen einen Kloß im Hals. Es ist einfach schrecklich.

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