Winter

Winter

Softcover
3.238

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Description

A once-in-a-generation series, Ali Smith's Seasonal Quartet is a tour-de-force about love, time, art, politics, and how we live now.

Winter? Bleak. Frosty wind, earth as iron, water as stone, so the old song goes. The shortest days, the longest nights. The trees are bare and shivering. The summer's leaves? Dead litter.

The world shrinks; the sap sinks.
But winter makes things visible. And if there's ice, there'll be fire.

In Ali Smith's Winter, lifeforce matches up to the toughest of the seasons. In this second novel in her acclaimed Seasonal cycle, the follow-up to her sensational Autumn, Smith casts a merry eye over a bleak post-truth era with a story rooted in history, memory and warmth, its taproot deep in the evergreens: art, love, laughter.

It's the season that teaches us survival.

Here comes Winter.

Discover all four instalments: Autumn, Winter, Spring and Summer.

*****

'Dazzling . . . Even in the bleak midwinter, Smith is evergreen' Daily Telegraph

'Graceful, mischievous, joyful . . . Infused with some much-needed humour, happiness and hope' Independent

'A novel of great ferocity, tenderness and generosity of spirit . . . Luminously beautiful' Observer

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
336
Price
14.50 €

Posts

11
All
4

Don’t lose your Head over Christmas

Fun and witty! Ein ganz eigentümliches Buch über eine Mutter und ihren Sohn in der Weihnachtszeit. So richtig weihnachtlich wird’s bei Ali Smith aber doch nicht an diesem „bright sunny post-millenial global-warming Christmas Eve Morning“. Die Frau sieht einen schwebenden Kinderkopf, der Sohn bezahlt ein fremdes Mädchen, um sich als seine Freundin auszugeben, eine Busladung Menschen hält an, auf der Suche nach seltenen Vögeln auf britischem Land und die zerstrittenen Schwestern-Beziehung wird wieder aufgenommen. Politische Kommentare, elegant-poetische Sprachbilder und Zeitsprünge lassen keinen kontinuierlichen Erzählfluss zu. Nichtsdestotrotz konnte ich mich in den Situationen, in den sprachlichen Besonderheiten und den assoziativen Gedanken verlieren und eine weitere Perspektive zum weihnachtlichen Gedanken ergänzen. Das Buch endet mit subtiler Kritik an der Trump-Präsidentschaft und unserer Kosumgesellschaft. Passt perfekt zum Zeitgeist. „.. and it‘s about real things really happening in the real world involving real people in real time on the real earth (uh huh, earth, also dead):“

3

Sprachlich virtuos und politisch nuanciert – aber ohne Vorkenntnis von „Herbst“ schwerer Einstieg

Ein Brexit-Weihnachten zwischen Dickens und Shakespeare Heiligabend in Cornwall. Im riesigen Haus der über siebzigjährigen Sophia Cleves treffen vier Menschen aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Sophia selbst, eine konservative ehemalige Unternehmerin, die seit Tagen den körperlosen Kopf eines Kindes sieht. Ihr Sohn Arthur („Art“), der einen wenig erfolgreichen Naturblog betreibt und gerade von seiner Freundin Charlotte verlassen wurde. Lux, eine junge Frau aus Kroatien, die Art als Charlotte ausgibt, weil er seiner Mutter die Trennung nicht beichten will. Dazu kommt Iris, Sophias linke Aktivistinnen-Schwester, die nach Jahrzehnten der Funkstille zurückkehrt. Die vier verbringen merkwürdige Weihnachtstage zwischen Streit, Erinnerungen, Konflikten und langsamer Annäherung. Im Hintergrund: das gespaltene Großbritannien nach dem Brexit. Im Vordergrund: die Frage, was Familie und Heimat heute überhaupt noch bedeuten. Mit deutlichen Anspielungen auf Dickens „A Christmas Carol“ und Shakespeares „Cymbeline“ baut Smith ein literarisches Geflecht, das gleichermaßen politisch und literarisch sein will. Ali Smith ist sprachlich eine echte Wucht. Sie schreibt mit einer Mischung aus Witz, Schärfe und poetischer Verdichtung, die im Genre der literarischen Gegenwartsliteratur selten ist. Ihre Sätze springen, ihre Dialoge spritzen, ihre Beobachtungen treffen. Wer englisch-irisch geprägten literarischen Stil mag, von Zadie Smith über Bernardine Evaristo bis Hilary Mantel, wird hier eindeutig fündig. Die deutsche Übersetzung von Silvia Morawetz ist absolut lobend zu erwähnen. Smith zu übersetzen ist eine Mammutaufgabe – ihre Wortspiele, Anspielungen und kulturellen Referenzen verlangen viel Fingerspitzengefühl. Morawetz hat das auf hohem Niveau geleistet, auch wenn unvermeidlich manche Anspielungen für deutsche Leser:innen weniger zünden als für britische. Die vier Hauptfiguren sind unterschiedlich gelungen gezeichnet. Sophia und Iris als Schwesternpaar funktionieren erstaunlich gut. Die jahrzehntelangen Konflikte, die unausgesprochenen Verletzungen, die zaghaften Annäherungen sind feinfühlig dargestellt. Vor allem Iris als alte linke Aktivistin – sie war Anfang der 80er bei den Greenham-Common-Protesten gegen Atomwaffen dabei – ist eine eindrucksvolle Figur. Was mich aber am meisten beeindruckt hat: Lux, die junge Kroatin, die Sophia und Art als Familienangehörige durchs Weihnachtschaos navigiert. Smith setzt sie clever ein, als Außenstehende, die der gesamten Familie den Spiegel vorhält. Die einzige Migrantin am Tisch wird zur Wahrheitsstimme dieses Brexit-Romans. Das ist literarisch elegant gemacht. Smith hat das Jahreszeiten-Quartett explizit als „Echtzeit-Roman“ konzipiert. Sie wollte direkt auf politische Entwicklungen reagieren und schrieb jeden Band in nur vier Monaten. „Winter“ ist dabei der politischste Band: Brexit, Trump, Globalisierungsängste, das Auseinanderbrechen britischer Gesellschaft. Smith verhandelt das mit feinem Humor und scharfen Beobachtungen. Was ich besonders schätze: Smith fällt nie ins moralisierende Pathos. Sie zeigt, wie britische Familien über diese Themen streiten, ohne die eine Seite zu verurteilen. Sophia ist Brexit-Befürworterin, Iris eine alte Aktivistin – beide bekommen ihre Argumente, ihre menschliche Tiefe. Das macht den Roman politisch nuanciert und literarisch reif. Hier liegt eine Stärke des Buches und gleichzeitig sein größter Stolperstein. Smith baut zahlreiche literarische Anspielungen ein: „A Christmas Carol“ von Charles Dickens ist offensichtlich (Geister, Weihnachtszeit, Wandlung einer ungemütlichen Hauptfigur), Shakespeares „Cymbeline“ liefert ein wiederkehrendes Zitat. Dazu kommen Anspielungen auf Pauline Boty, britische Pop-Art und vieles mehr. Wer diese Referenzen erkennt, bekommt eine zusätzliche Lese-Ebene. Wer sie nicht erkennt – und „Cymbeline“ gehört nicht gerade zu Shakespeares populärsten Stücken in Deutschland –, verpasst einiges. Smith schreibt eindeutig für ein literarisch versiertes Publikum. Das ist nicht falsch, macht den Roman aber zu einem fordernden Buch, das man nicht zwischendurch konsumiert. Ehrlich gesagt: Ich habe „Winter“ gelesen, ohne vorher „Herbst“ gelesen zu haben. Das war vermutlich ein Fehler. Smith selbst sagt zwar, jeder Band sei einzeln lesbar, aber ich hatte durchgehend das Gefühl, in einer Konversation zu sein, deren Anfang ich verpasst habe. Bestimmte thematische Bögen, gewisse Themen-Klänge, das gesamte Brexit-Setup wäre mit Band 1 als Grundierung vermutlich klarer gewesen. Mein klarer Tipp: Wer Smith entdecken möchte, sollte unbedingt mit „Herbst“ anfangen. Auch wenn die Bände formal unabhängig sind, das thematische und stilistische Verständnis baut aufeinander auf. Ich werde „Herbst“ definitiv nachholen und glaube, dass mir das Quartett dann anders erschließt. Smith erzählt nicht chronologisch. Sie springt zwischen Zeitebenen, Erinnerungen und Realitätsebenen. Das ist literarisch raffiniert, kann aber auch ermüden. Wer einen klaren Erzählbogen erwartet, wird ausgebremst. Wer sich auf das collageartige Erzählen einlassen kann, erlebt eine intensive Lese-Erfahrung. Mir persönlich hat manchmal die emotionale Verdichtung gefehlt. Die Charaktere bleiben in vielen Szenen Ideen-Träger, weniger Menschen mit echten Gefühlen. Das ist Programm – Smith will gesellschaftliche Strömungen literarisch verhandeln, nicht primär Familienpsychologie machen. Aber gerade die emotionale Nähe, die ich an anderen literarischen Romanen schätze, etwa bei Sylvie Schenk oder Annie Ernaux, fehlt mir hier. Mein Fazit: „Winter“ ist literarisch zweifellos auf hohem Niveau. Ali Smith ist eine der wichtigen britischen Gegenwartsautor:innen, und das Jahreszeiten-Quartett ist ein einzigartiges literarisches Projekt. Aber als Einstieg habe ich es mir leichter vorgestellt. Vieles, was hier passiert, baut auf einer Grundierung auf, die ich nicht hatte. Mein Urteil liegt also vor allem an meinem Einstiegsfehler. Wer Smith entdecken möchte, sollte unbedingt chronologisch lesen. Wer das Quartett bereits kennt, wird vermutlich mehr Sterne vergeben. Empfehlenswert für Fans britischer Gegenwartsliteratur wie Zadie Smith, Bernardine Evaristo, Hilary Mantel oder Penelope Lively. Für Leser:innen, die literarisch ambitioniert lesen und sich auf experimentelles Erzählen einlassen können. Auch für alle, die sich mit den literarischen Verarbeitungen des Brexit beschäftigen wollen. Eher nichts für Leser:innen, die mit Smith einsteigen wollen, ohne mit Band 1 zu beginnen. Auch nichts für dich, wenn du klassische Erzählbögen mit klarer Auflösung erwartest oder bei vielen literarischen Anspielungen den Faden verlierst.

3.5

I was a bit confused at times but still 🤍

A little bit too fantastical for my liking. But i just enjoy Ali Smith's style of writing. Her humour, her political and social observations, the way a book can make you feel warm and hopeful. Also, there is always something to learn about. Bring on Spring... 🦋

3.5

Brauchteetwas länger um den Zugang zu finden. Hat aber wichtige Aussagen die immer wieder durchblitzen.

4

Winter ist eigentlich der zweite Band der Jahreszeitenbücher von Ali Smith. Ich habe ihn etwa 2,5 Jahre vor Herbst gelesen, dem ersten Band. Die beiden Geschichten sind lose miteinander verknüpft und lassen sich unabhängig voneinander lesen. Beim lesen von Herbst hielt ich immer nach Parallelen zwischen beiden Büchern Ausschau, konnte aber nur wenige entdecken. Winter hat mir von beiden Büchern besser gefallen. Die Figuren fand ich sympathischer, ihre Handlungsweisen konnte ich besser nachvollziehen - auch wenn ich sie manchmal merkwürdig fand. Aber gerade die Absurdität mancher Situation gibt diesem Buch etwas besonderes. Ich bin gespannt, wie mir Frühling und Sommer gefallen werden.

4

Mit dem Roman "Winter" leitet Ali Smith den zweiten Teil des Jahreszeitenquartetts ein. Als Leser durfte ich in eine leise Geschichte eintauchen, deren Sinn, Poesie und Tiefgründigkeit, wie bereits bei dem Vorgänger "Herbst", zwischen den Zeilen liegt. Mittelpunkt des Romans ist die in Cornwall lebende Sophia, welche zu Weihnachten ihren Sohn Arthur und dessen Freundin Charlotte eingeladen hat. Der Leser erfährt frühzeitig, dass Arthur Lux beauftragt hat sich als Charlotte für das Weihnachtsfest auszugeben, um seiner Mutter nicht zu gestehen, dass er sich zuvor von der "richtigen" Charlotte getrennt hat. Hinzu kommt der überraschende Besuch von seiner Tante Iris, die die Schwester von Sophia ist. Da Iris menschlich das genaue Gegenteil von Sophia ist, ist die weihnachtliche Stimmung dahin. Jedoch entwickeln sich die anfänglichen Streitereien und Konflikte der beiden Schwestern zu einer Versöhnung, deren Verlauf Ali Smith durch ihre Wortgewandheit interessant und mitfühlend gestaltet hat. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der bereits die doch eher ungewöhnliche Lektüre "Herbst" interessant fand. Den zweiten Teil empfand ich als Leser an einigen Stellen zu langatmig, jedoch bin ich trotzdem auf den dritten Teil sehr gespannt.

4

>>Wir haben alle eine Psychose wegen irgendetwas,... .Wir haben alle unsere Träume.<>Mitten im Sommer ist es Winter. … Art in Nature<< Mich konnte auch dieses Buch wieder sehr in seinen Bann ziehen und Ali Smith konnte mich einmal mehr mit ihrer speziellen Art der Erzählung gedanklich fordern und fesseln!

3

Gegen Ende konnte ich mich auf den Schreibstil und den Wechsel der Zeitlinien einlassen. Das Fehlen der Anführungszeichen bei wörtlichen Rede verwirrt mich dennoch. Dass es sich um den zweiten Teil einer Reihe handelte war für das Verständnis, wie zuerst anders angenommen, kein Problem. Ist mal was anderes gewesen.

1

Nichts für mich

2

2,5 ⭐️ Reading this book felt like winter to me. There were few moments that I found beautiful… but in the end I was glad to have finally made it through.

1

After reading and discussing this book with the book club, I am convinced that there is no real deeper meaning or theme here. It is one of those books that people pretend to like and find mind blowing because they are afraid to not seem intellectual enough. It gets one star for the way the fight scene in the start of the novel is narrated.

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